Übernahme der Krankenkassenbeiträge durch das Sozialamt?

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jakynrw

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Hallo und guten Morgen.

Ich habe folgendes Problem.

Ich wurde im vergangenen Jahr von Job Center an das Sozialamt verwiesen wegen der beruflichen Unvermittelbarkeit.

Seit dem habe ich nur noch Schwierigkeiten. Denn jetzt kommt der nächste Klopfer dieser Behörde.

Ich unterstelle dem Sachbearbeiter das er mir mit Absicht bei der Antragsstellung verschwiegen hat, dass ich der Krankenkasse mitteilen muss, meine Bezüge ab dem 01.09.2012 aus dem SGB XII zu beziehen.

Fazit:"Ich habe natürlich, weil ich es nicht wusste, keine Meldung gegenüber der Kasse gemacht und soll jetzt von 328€ pro Monat "Selbsthaftend" zahlen!"

Meine Frage:"Gibt es ein Urteil woraus sich ergibt, dass das Sozialamt diese Beiträge auch Nachträglich der Kasse gegenüber erstatten muss?"

Danke im voraus
 

hartaber4

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Dürfte vergleichbar sein:

Auch dass der Kläger in den ursprünglichen Sozialhilfeanträgen keinen gesonderten Antrag auf Gewährung des Mehrbedarfszuschlags gestellt hatte, steht einer nachträglichen Gewährung nicht entgegen. Denn nach dem Meistbegünstigungsprinzip ist davon auszugehen, dass ein Antrag auf Leistungen nach dem 4. Kapitel des SGB XII stets so ausgelegt werden kann, dass er alle in Betracht kommenden Leistungen – also auch Zuschläge nach § 30 SGB XII – umfasst (vgl. Simon, in: jurisPK-SGB XII, Stand: 17.12.2012, § 30, Rn. 47).

aus dem Link:

https://www.elo-forum.org/grundsicherung-sgb-xii/108416-meistbeguenstigungsprinzip-kapitel.html
 

hartaber4

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Vorsichtshalber einen Überprüfungsantrag (zusätzlich) stellen!

Fristen (verkürzte) im SGB XII beachten!

siehe auch:

§ 116a SGB XII Rücknahme von Verwaltungsakten

Für die Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsakts gilt § 44 Absatz 4 Satz 1 des Zehnten Buches mit der Maßgabe, dass anstelle des Zeitraums von vier Jahren ein Zeitraum von einem Jahr tritt.
 
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