Überlebensstrategien in beruflicher Reha (1 Betrachter)

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antoniegrünlich

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Um Missverständnissen vorzubeugen : Eine berufliche Reha ist grundsätzlich eine wunderbare Sache , für Menschen die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem alten Beruf tätig sein können wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.( wenn die Konjunktur mitspielt !!!!!!!) Trotzdem könnte ( muss aber nicht ) für Interessenten oder Personen die bereits eine Rehamaßnahme absolvieren das Beherzigen folgender Punkte von großer Bedeutung sein. :confused:

In Anwesenheit der Ausbilder / Dozenten nichts über dass Privatleben erzählen. Wird man dazu aufgefordert , dann über belanglose Dinge wie Gartenarbeit oder noch besser man war eingeladen erzählen.( Tut man dies nicht, kann es sein ,dass einem dass einem der zahlreichen Feed Back Gesprächen angekreidet wird.)

In den Feed Back Gesprächen :

a) Ruhig und sachlich bleiben, auch wenn einem offenbar aus der Luft gegriffene Vorwürfe gemacht werden bzw.genauer Nachfragen wie er oder sie darauf kommt.

b) Event. das Gespräch nachträglich protokollieren ( Datum , Uhrzeit , Beteiligte Personen, Sachverhalt)

c) Die Dozenten loben : der Unterricht bei Herrn xy oder Frau z ist ja klasse etc. ( Tut man dies hat man mögerlicherweise bei Problemen ein Fürsprecher/in)

d) Wird einem z.B.angebliches Fehlverhalten in den Gruppenarbeiten vorgeworfen empfiehlt sich folgendes: Bei allen Personen , mit denen man zusammengearbeitet hat , nach Fehlverhalten fragen.und event. dieses künftig einstellen. Können die Kollegen beim einem kein Fehlverhalten feststellen , dies den Dozenten im nächsten Feed Back Gespräch mitteilen. Namen der beteiligten K. nicht vergessen. Sowas kann Wunder wirken.:icon_klatsch:

e) werden bei einem plötzlich seitens der Ärtzte/ Psychiater in der Reha neue Krankheiten diagnostiziert, ohne dass ein umfassende Untersuchung statt gefunden hat unbedingt ruhig bleiben und keineswegs die Nerven verlieren. Unbedingt eigene Ärzte /Psychiater konsultieren.:icon_dampf:

f) Zum Lernen: unbedingt Sekundärliteratur besorgen. Dann lässt sich der Stoff besser selbst aneignen.( Ist zwar keine Prüfungsvorbereitung, aber eine gute Kontrollinstanz, ob man den Stoff verstanden hat. Bei Lücken besser privat Nachhilfe konsultieren, wenn Kollegen einem nicht helfen können.

g) Wird einem im Feed Back Gespräch mit Rausschmiss gedroht ( was durchaus ohne gravierenden Grund passieren kann) sofort Kontakt mit Reha Berater aufnehmen. Sich nicht abwimmeln lassen.

Dies stellt keine Rechtsberatung dar, sondern basiert auf eigene Erfahrungen, sowie die von betroffenen Kollegen
 

Sylvana

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Vielen Dank für deine Tipps, Antonie.


Ich muss bald auch an einer beruflichen Reha teilnehmen und kann vor lauter Angst, was mich dort wohl an Schikane und Bevormundung durch pädagogische Betreuer erwartet, nicht schlafen. Bin jetzt schon mit den Nerven völlig fertig, gerade wenn ich deinen Beitrag lese. Da ich psychisch sehr labil, depressiv und ängstlich bin, werden die dort mit mir leichtes Spiel haben.

Warum soll ich nicht über mein Privatleben erzählen? Welche negativen Konsequenzen ergeben sich, wenn man viel von sich erzählt? Wenn das Privatleben in einigen Punkten nicht den gesellschaftlichen Gepflogenheiten und Normen entspricht, werden die pädagogischen Betreuer dann auf mich einreden und Druck ausüben, dass ich dies und jenes ändern sollte? Wird man versuchen, mich zu „erziehen“, mich seelisch zu brechen, wenn mir etwas nicht passt, mich zu bevormunden, so nach dem Motto, wir (die Betreuer) wissen besser, was gut für dich ist, als du selbst, also höre gefälligst auf uns! Wird dort absoluter Gehorsam und Unterordnung erwartet?


Was war das denn für eine Reha-Maßnahme, in der du warst?
 
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