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Überforderung mit Arbeitsstelle, weiß nicht mehr weiter

Sylvana

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Ich bin zur Zeit in einem Probearbeitsverhältnis in der Buchhaltung beschäftigt, die Arbeit liegt mir und ich mache sie mit sehr viel Interesse und Motivation. Das Problem ist nur, dass durch das stundenlange monotone Eingeben der Rechnungen in den PC bei mir sehr starke Nacken- u. Schulterschmerzen auftreten, die Schmerzen strahlen in den rechten Arm aus bis in die Fingerspitzen. Ebenso Schmerzen in der unteren Lendenwirbelsäule und im Steißbein. Ich bin morgens nach dem Aufwachen am ganzen Rücken so streif, dass ich kaum aus dem Bett komme. Beim Waschen und Toilettengang habe ich Probleme, manche Körperstellen zu errechen, weil ich so versteift bin, alles geht sehr viel langsamer als früher.


Ich mache jeden Tag Wirbelsäulengymnastik, Dehnübungen, gehe mehrmals in der Woche zu verschiedenen Rückenkursen, mache Reha-Sport, Physiotherapie und gehe zur Massage. Trotzdem wird es nicht besser.


Die Probebeschäftigung endet bald und meine Reha-Beraterin wird mit dem Arbeitgeber verhandeln, ob er mich einstellt. Ich gehe davon aus, dass ich eingestellt werde, allein schon weil der hohe Eingliederungszuschuss für den Arbeitgeber ja sehr reizvoll ist.


Es ist auch mein Wunsch, weiterhin dort zu arbeiten, aber ich merke selbst, dass meine Leistung im Laufe der Woche immer mehr nachlässt. Durch die Schmerzen werde ich beim Tippen im Laufe der Woche immer langsamer. Meine Reha-Beraterin und der Arbeitgeber erwarten von mir, dass ich sogar noch zusätzliche Aufgaben übernehme, obwohl ich mit der Arbeitsmenge jetzt schon überfordert bin.


Ich habe wirklich so starke Schmerzen, dass ich mit der rechten Hand kaum noch tippen kann, bediene den PC mit der linken Hand, was aber viel langsamer geht.


Das Jobcenter hat mir das ALG II für Juni gar nicht überwiesen, um Druck auf mich auszuüben, dass ich dort weiterarbeite. Ich bin fassungslos.


Wenn ich einem Arbeitsvertrag zustimme, endet das früher oder später in einer langen Krankschreibung, weil ich jetzt schon nicht mehr kann!!!


Meine Vorgesetzte hat erkannt, dass ich mit der Arbeit überfordert bin, aber ich glaube, dass sie mich wegen dem Zuschuss trotzdem einstellen wird, nicht, weil sie findet, ich bin die Richtige für den Posten, sondern durch äußere Zwänge, weil meine Reha-Beraterin sie überreden wird, ihr ein sehr großzügiges Zuschuss-Angebot macht, wo kein Arbeitgeber nein sagen kann.


Für mich ist das Leben mit diesem ständigen Druck und der permanenten Existenzangst nicht mehr lebenswert. Mein Leben ist nur noch Schmerz und Druck, Druck, Druck.


Ich habe es so statt!!!!!!!!!!!! Ich kann nicht mehr.
 
G

Gast1

Gast
AW: Überforderung mit Arbeitsstelle, Arbeitsvertrag trotzdem annehmen?

Das Jobcenter hat mir das ALG II für Juni gar nicht überwiesen, um Druck auf mich auszuüben, dass ich dort weiterarbeite. Ich bin fassungslos.
Hast Du einen Beweis hierfür?
Ich glaube, die bisherige Nichtüberweisung des ALG II hat andere Gründe.

Auf zum Arzt am Montag, krankschreiben lassen, den kleinen Originalzettel der AU an den Arbeitgeber, Kopie des kleinen Originalzettels an Deine Reha-SB. Kannst ihr auch einen Brief dazu legen, in dem Du ihr mitteilst, dass Dich die Arbeit krank macht aus den von Dir hier genannten Gründen. Vielleicht kapiert die SB dann, dass der Job für Dich nicht geeignet ist.

Mit Reha-SB ist doch eine SB im Jobcenter, die dort in der Reha-Abteilung arbeitet, gemeint?

Bist Du also in der Reha-Abteilung des Jobcenters?

Liegt Dir ein medizinisches Gutachten vor, aus denen körperliche und/oder seelische Einschränkungen hinsichtlich der Arbeitsausübung hervorgehen? Falls ja, was genau steht da drin? Welche Arbeiten darfst Du nicht machen?
 

Sylvana

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Hallo schlaraffenland,

in meinem aktuellen ALG-II-Bescheid steht, dass mir ALG II für Juni zusteht, weil die Probebeschäftigung mitte Juni endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Es hätte also am 30.05. auf meinem Konto sein müssen, wie sonst auch.
 
E

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Gast
Die Probebeschäftigung endet bald und meine Reha-Beraterin wird mit dem Arbeitgeber verhandeln, ob er mich einstellt. Ich gehe davon aus, dass ich eingestellt werde, allein schon weil der hohe Eingliederungszuschuss für den Arbeitgeber ja sehr reizvoll ist.
Das ist aber ein vergifteter Fisch. Sollte der Arbeitgeber sich darauf einlassen (mit den Dollarzeichen in den Augen verschwimmen bei manchen leider die Schriftstücke, die sie unterschreiben), dann verbaut er sich damit seine Probezeit. Er kann Dich dann überhaupt nur noch außerordentlich kündigen, sofern er den EGZ nicht zurückzahlen will. Wenn der Arbeitgeber über kurz oder lang mit Dir und Deiner Arbeitsleistung nicht zufrieden ist, bringt der EGZ erfahrungsgemäß eine Menge Ärger. Entweder wird dann ein Grund geschaffen (Dir wird Diebstahl oder dgl. angehängt) oder man versucht Dich dazu zu bringen, daß Du kündigst. Arbeitgeber laufen an der Stelle gern in die Falle, daß sie auch dann zurückzahlen müssen, wenn der Arbeitnehmer einen wichtigen Grund zur Kündigung hatte. Der dem Vernehmen nach inzwischen weit verbreitete Volkssport, das Gehalt schuldig zu bleiben, geht in dem Zusammenhang natürlich in die Hose.

Es ist auch mein Wunsch, weiterhin dort zu arbeiten, aber ich merke selbst, dass meine Leistung im Laufe der Woche immer mehr nachlässt. Durch die Schmerzen werde ich beim Tippen im Laufe der Woche immer langsamer. Meine Reha-Beraterin und der Arbeitgeber erwarten von mir, dass ich sogar noch zusätzliche Aufgaben übernehme, obwohl ich mit der Arbeitsmenge jetzt schon überfordert bin.
Hab' leider keine Ahnung, was diese "Reha-Beraterin" den lieben langen Tag so treibt, aber die Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Problemen des Beratenen scheint nicht zu ihren Arbeitsaufgaben zu gehören.

Ich habe wirklich so starke Schmerzen, dass ich mit der rechten Hand kaum noch tippen kann, bediene den PC mit der linken Hand, was aber viel langsamer geht.
Was einem einigermaßen aufmmerksamen Arbeitgeber längst aufgefalllen sein müßte ...

Das Jobcenter hat mir das ALG II für Juni gar nicht überwiesen, um Druck auf mich auszuüben, dass ich dort weiterarbeite. Ich bin fassungslos.
Das verstehst Du möglicherweise falsch. Gegen Gesetze und Dienstanweisungen zu verstoßen gehört zum Handwerkszeug eines guten deutschen Jobcenters.

Vorausgesetzt, jetzt wäre schon ein Arbeitsvertrag mit einem Gehalt abgeschlossen worden, welches durch seine Höhe den Leistungsbezug beendet, dann ist die Zahlungseinstellung der übliche Rechtsverstoß bei der Arbeitsaufnahme. Das JC darf ein Gehalt erst dann anrechnen, wenn es zugeflossen ist, auch wenn die vorausbezahlte Leistung vier oder sechs Wochen später zurückzufordern wäre. Gegen die Leistungseinstellung mußt Du nötigenfalls gerichtlich vorgehen. Sofern Du dafür neben Deiner Arbeitszeit keine Möglichkeit hast, mußt Du schon aus diesem Grund einen Dritten damit beauftragen.

Wenn ich einem Arbeitsvertrag zustimme, endet das früher oder später in einer langen Krankschreibung, weil ich jetzt schon nicht mehr kann!!!
...
Ich habe es so statt!!!!!!!!!!!! Ich kann nicht mehr.
Dann wäre es vielleicht sinnvoll, bereits jetzt zum Arzt zu gehen.
 
G

Gast1

Gast
Hi Sylvana,

im Bescheid steht, dass mir ALG II für Juni zusteht, weil die Probebeschäftigung mitte Juni endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf.
Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass man Dir gerade wegen der Probearbeit Dein ALG II für Juni vorenthält. Das wäre unlogisch. Außerdem wäre so ein Vorgehen des JC rechtswidrig

Geh am besten am Montag zum Arzt, AU holen, Kopie beim JC abgeben, und dann versuchst Du dort gleich auch zu klären, warum Du kein ALG II für Juni bekommen hast.

Bundesweit führen die Jobcenter nämlich eine neue Software für die Leistungsberechnung ein, und dabei soll es laut Medienberichten zu Zahlungsausfällen kommen. Weil die Mitarbeiter der Jobcenter alle Daten der Kunden per Hand in die neue Software eintragen müssen. Ich weiß nur nicht, wann genau diese Software eingeführt werden soll.

Vielleicht stellt Dein Jobcenter ja grad die Leistungsberechnung auf die neue Software um? Kannste ja mal hier nachlesen:

http://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/122475-probleme-wegen-softwareumstellung-hartz-iv-april-problemen-kommen.html#post1661361
 

Sylvana

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Hallo P123,


vielen Dank für deine ausführliche Antwort.


Das Problem mit dem EGZ habe ich bei meinem vorherigen Arbeitgeber schon einmal durchgemacht. Letzter Arbeitgeber wollte, dass ich nach einem Jahr (nachdem der Zuschuss abgelaufen ist) gehe, habe aber keine neue Stelle gefunden, also wurde ich jahrelang gemobbt, bis ich eines Tages durchgedreht bin und wegrannte und mich der Arbeitgeber außerordentllich gekündigt hat. Das war ein furchtbarer Stress, der bis heute bei mir nachwirkt und ich habe sehr viel Angst, dass es wieder so kommen könnte mit dem neuen Arbeitgeber, wenn er mich nur wegen dem Zuschuss einstellt, obwohl der mit meiner Leistung jetzt schon nicht wirklich zufrieden ist (was er ja auch sagt). Obwohl ich so schnell arbeite, wie ich nur kann, schaffe ich zuwenig. Und meine Leistung wird nicht besser, sondern mit der Zeit eher schlechter wegen der starken Schmerzen. Selbst das Bedienen der Maus mit rechter Hand ist kaum noch möglilch.


Also läuft es mit großer Wahrscheinlichkeit wieder auf so einen Arbeitsvertrag hinaus, den der Arbeitgeber nicht schließt, weil er mit meiner Leistung zufrieden ist und mich langfristig beschäftigen will, sondern nach Ablauf des EGZ wird man mir wieder das Leben zur Hölle machen, um mich loszuwerden. Und so soll es die nächsten 30 Jahre weitergehen bis zum Erreichen der Altersrente? Das ist nicht auszuhalten.
Und es gibt dazu auch keine Alternative, denn ohne den Zuschuss stellt mich ja sowieso kein Arbeitgeber ein.
 

Pendlerin

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Hallo Sylvana, liegt bei dir eine Schwerbehinderung vor?

Grüssle von der Pendlerin
 

ela1953

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In der Reha Abteilung ist man doch nur aufgrund einer Behinderung
 

Sylvana

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Eine Behinderung, aber keine Schwerbehinderung.
 

ela1953

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Sylvana, wird dir vorgehalten, dass du zu langsam bist? Vielleicht willst du ja mehr als du musst. Außerdem bekommt der Arbeitgeber diesen hohen Zuschuss doch nur, weil du nicht alles kannst. Seit wann machst du denn die Probearbeit? Können ja auch Anfangsschwierigkeiten sein.
 

Pendlerin

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uppssss....schmunzel schlaraffenland.
Du hast es nicht so direkt gefragt und die Rehadingsabteilung meines JC hat mich bisher wegen meiner Schwerbehinderung nicht aufgenommen. Offenbar gelangt man da nur hin wenn man gerade so noch auf allen vieren kriechen kann.

Es wundert mich eben. In meinem Fall ist das Integrationsamt tätig. Einmal im Monat besucht mich ein Angestellter auf der Arbeitsstelle. Spricht mit meinem Arbeitgeber und mit mir. Fragt nach ob ich zufrieden bin. Er schaut sich eben um ob die Fördergelder tatsächlich entsprechend umgesetzt werden.
Für mich gab es zwei Leistungen aus dem Fördertopf des Integrationsamtes. Einmal den Lohnzuschuss über 3 Jahre und einen Zuschuss zum Erwerb einer gewissen Maschine. Zweiteres ist komplett an meine Tätigkeit gebunden.

Irgendwie hab ich eben das Gefühl Sylvana steht komplett alleine da.

Grüssle von der Pendlerin
 

Pendlerin

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Okay..ich hab es ja schon geahnt..deswegen fragte ich extra nach Schwerbehinderung. Dann verstehe ich auch wieso kein Integrationsamt im Spiel ist...mist.

Aber das mit den Schmerzen geht so echt nicht Sylvana. Geh zum Doc und lass das abklären. Kein möglicher Arbeitgeber ist es wert das man sich so quälen muss.


Grüssle von der Pendlerin
 

Sylvana

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@schlaraffenland:
Ich weiß nicht, welche Diagnosen und Einschränkungen die AA damals festgestellt hat. Bezog sich aber auf den alten Job, den ich nicht mehr ausüben kann, nicht auf den aktuellen. Damals habe ich der Amtsärztin gesagt, dass ich im Büro arbeiten will, was ja auch stimmt, nur habe ich damals ja noch nicht gewusst, dass die ständige einseitige Bewegungswiederholung beim Tippen bei mir zu diesen Schmerzen führen würde.


@ela:Ich mache die Arbeit seit 3 Monaten. Es sind keine Anfangsschwierigkeiten. Denn in den ersten zwei Wochen hatte ich noch keine Schmerzen, weil ich da erst eingearbeitet wurde und noch in der Lernphase war. Da musste ich nachdenken, verstehen, überlegen, Sachen nachlesen. Jetzt ist es Routine und ich mache es aus dem Kopf und es geht nur noch darum, sehr schnell die Rechnungen zu kontieren und einzugeben.
Bevor ich den einen Stapel abgearbeitet habe, kommt schon der nächste riesige Stapel und ich gerate unter einen inneren Druck, noch schneller zu tippen, weil ich ja alles schaffen will, weil ich ja unbedingt will, dass man mit mir zufrieden ist und dann passiert es, dass wenn ich mich noch mehr beeile und tippe wie im Rausch, bremst mich der Körper irgendwie aus, die Schmerzen werden so stark, es sind stechende Schmerzen, dass ich automatisch langsamer werde, dass ich zwischendurch beim Tippen inne halten muss, weil die rechte Hand einfach nicht mehr mitmacht! Ich merke auch, dass ich durch das schnelle Arbeiten Zahlen vertausche, besonders bei sehr langen Rechnungsnummern, dass mir die Zahlen vor den Augen verschwimmen, so dass ich meine Eingaben wieder korrigieren muss.
 

Maxenmann

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Hallo schlaraffenland,

in meinem aktuellen ALG-II-Bescheid steht, dass mir ALG II für Juni zusteht, weil die Probebeschäftigung mitte Juni endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Es hätte also am 30.05. auf meinem Konto sein müssen, wie sonst auch.

Vielleicht kommt es einfach verspätet, ich hatte Ende letzen Jahres die Kohle an einem Sonntag auf dem Konto verbucht, also erstmal abwarten bevor man Pferde scheu macht
 

gelibeh

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Den Druck machst Du Dir also selber? Es kann gut sein, dass sich psychischer Druck auch auf das körperliche Wohlbefinden niederschlagen. Auch davon können Verkrampfungen im Rückenbereich kommen.
 

ela1953

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@schlaraffenland:
Ich weiß nicht, welche Diagnosen und Einschränkungen die AA damals festgestellt hat. Bezog sich aber auf den alten Job, den ich nicht mehr ausüben kann, nicht auf den aktuellen. Damals habe ich der Amtsärztin gesagt, dass ich im Büro arbeiten will, was ja auch stimmt, nur habe ich damals ja noch nicht gewusst, dass die ständige einseitige Bewegungswiederholung beim Tippen bei mir zu diesen Schmerzen führen würde.


@ela:Ich mache die Arbeit seit 3 Monaten. Es sind keine Anfangsschwierigkeiten. Denn in den ersten zwei Wochen hatte ich noch keine Schmerzen, weil ich da erst eingearbeitet wurde und noch in der Lernphase war. Da musste ich nachdenken, verstehen, überlegen, Sachen nachlesen. Jetzt ist es Routine und ich mache es aus dem Kopf und es geht nur noch darum, sehr schnell die Rechnungen zu kontieren und einzugeben.
Bevor ich den einen Stapel abgearbeitet habe, kommt schon der nächste riesige Stapel und ich gerate unter einen inneren Druck, noch schneller zu tippen, weil ich ja alles schaffen will, weil ich ja unbedingt will, dass man mit mir zufrieden ist und dann passiert es, dass wenn ich mich noch mehr beeile und tippe wie im Rausch, bremst mich der Körper irgendwie aus, die Schmerzen werden so stark, es sind stechende Schmerzen, dass ich automatisch langsamer werde, dass ich zwischendurch beim Tippen inne halten muss, weil die rechte Hand einfach nicht mehr mitmacht! Ich merke auch, dass ich durch das schnelle Arbeiten Zahlen vertausche, besonders bei sehr langen Rechnungsnummern, dass mir die Zahlen vor den Augen verschwimmen, so dass ich meine Eingaben wieder korrigieren muss.
Du schriebst von Probearbeit. Wusste nicht, dass diese so lange geht. Einerseits bekommt dir die Arbeit nicht. Andererseits machst du sie gerne und hoffst auf Einstellung. Hast du denn schon mal versucht langsamer zu arbeiten?
Auch wenn der nächste Stapel kommt? Was passiert dann? Vielleichz arbeitest du ja sogar zu schnell :) ich will auch immer alles schnell fertig machen. Aber mir bekommt es auch besser, wenn ich während der Arbeit mal aufstehe, paar Schritte gehe.......nicht nur nach Feierabend.
 
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So wie es aussieht, geht Sylvana nicht zum Arzt um sich krankschreiben zu lassen.

Tja, dann muss Sylvana eben weiterleiden.
 

Sylvana

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Hallo gelibeh,
Den Druck machen Jobcenter + Arbeitgeber aber auch ganz gewaltig! Mir hat die Reha-Beraterin vor vier Wochen gesagt, ich soll zusätzlich noch andere Aufgaben machen und wenn ich das nicht schaffe, dann wird der Arbeitgeber mich möglicherweise nicht einstellen. Sie denken also, da geht noch was, da ist noch Luft für mehr Arbeit und dabei merken sie gar nicht, dass ich mit den bisherigen Aufgaben schon überfordert bin bzw. wegen der gewaltigen Menge an Rechnungen ist gar keine Zeit mehr übrig für weitere neue Aufgaben!

Außerdem ist es so, obwohl ich kaum den ersten Stapel abgearbeitet habe, gibt mir meine Vorgesetzte noch weitere Stapel dazu mit den Worten: „Damit es nicht langweilig wird!“ Das ist doch Druck von außen.
Sie weiß doch eigentlich, dass ich keine Mitarbeiterin bin, die sich hinsetzt und Däumchen dreht, wenn ich mit einer Arbeit fertig bin, sondern dass, wenn ich einen Stapel abgearbeitet habe, dann hole ich mir selbst den nächsten.


Ich denke, das Problem unter uns Menschen ist auch ganz generell, dass wenn der Mensch Beschwerden hat, die man einem nicht ansehen kann, man keine sichtbaren Wunden hat und äußerlich jung und gesund aussieht, dann denken die Mitmenschen über mich, die soll sich mal nicht so anstellen oder die will es sich nur bequem machen, die will sich nicht anstrengen, die will ein leichtes Leben haben. Ich glaube, dass man mir das ständig unterstellt, weil die anderen Menschen ja nicht in mich hineinsehen und meinen Schmerz und meine hohe innere Anspannung nicht nachvollziehen können.


Es soll ja auch Menschen geben, die ohne äußeren Druck nicht richtig arbeiten bzw. sich nicht anstrengen wollen, aber ich gehöre definitiv nicht dazu!


Das würde ich meinem Arbeitgeber gerne irgendwie vermitteln: Ich arbeite eigenmotiviert und aus einer intrinsischen Motivation, aus einem eigenständigen inneren Antrieb heraus in jeder Sekunde! Der äußere Druck schadet mir nur bzw. macht mich richtig krank.
 
E

ExitUser

Gast
Das Problem mit dem EGZ habe ich bei meinem vorherigen Arbeitgeber schon einmal durchgemacht. Letzter Arbeitgeber wollte, dass ich nach einem Jahr (nachdem der Zuschuss abgelaufen ist) gehe, habe aber keine neue Stelle gefunden, ...
Tja so weltfremde Leute gibt es. Selbst wenn Du eine neue Stelle gefunden hättest, dürftest Du nicht selbst kündigen. Denn wenn Du in der neuen Firma alsbald (in der Probezeit) gekündigt wirst, schaut das Arbeitsamt nach, weshalb das vorige Arbeitsverhältnis endete. Findet es da eine Eigenkündigung, ist Dir die Sperrzeit sicher.

... also wurde ich jahrelang gemobbt, bis ich eines Tages durchgedreht bin und wegrannte und mich der Arbeitgeber außerordentllich gekündigt hat.
Du scheinst ein besonderes Talent zu haben, Dir selbst zu schaden. Wenn man krank ist oder wenn man gemobbt wird, geht man zum Arzt und holt sich Hilfe. In einem Forum wie diesem kann man nur Ratschläge geben, umsetzen mußt Du die schon selbst.

... und ich habe sehr viel Angst, dass es wieder so kommen könnte mit dem neuen Arbeitgeber, wenn er mich nur wegen dem Zuschuss einstellt, obwohl der mit meiner Leistung jetzt schon nicht wirklich zufrieden ist (was er ja auch sagt). Obwohl ich so schnell arbeite, wie ich nur kann, schaffe ich zuwenig.
Dann vergiß den Job, das wird nichts. Langsames Arbeiten schlägt sich direkt auf den Gewinn nieder, das will keiner haben. Und der EGZ ist irgendwann abgegessen.


Und meine Leistung wird nicht besser, sondern mit der Zeit eher schlechter wegen der starken Schmerzen. Selbst das Bedienen der Maus mit rechter Hand ist kaum noch möglilch.

Also läuft es mit großer Wahrscheinlichkeit wieder auf so einen Arbeitsvertrag hinaus, den der Arbeitgeber nicht schließt, weil er mit meiner Leistung zufrieden ist und mich langfristig beschäftigen will, sondern nach Ablauf des EGZ wird man mir wieder das Leben zur Hölle machen, um mich loszuwerden.
Das liegt nur an Dir. Wenn Du nicht zum Arzt gehst, behauptet die Trulla womöglich noch, Du hättest extra langsam gearbeitet, um den Arbeitsvertrag zu vereiteln und brummt Dir dann für Deine Schmerzen eine Sanktion auf.

Aber wie ich schon sagte: Wir können Dir nur raten, aber Dich nicht in die Praxis tragen.
 

Sylvana

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Tja so weltfremde Leute gibt es. Selbst wenn Du eine neue Stelle gefunden hättest, dürftest Du nicht selbst kündigen. Denn wenn Du in der neuen Firma alsbald (in der Probezeit) gekündigt wirst, schaut das Arbeitsamt nach, weshalb das vorige Arbeitsverhältnis endete. Findet es da eine Eigenkündigung, ist Dir die Sperrzeit sicher.

Das habe ich noch nicht gewusst! Das ist ja total irre! Das kann doch nicht wahr sein, dass ich selbst nicht kündigen kann, wenn ich eine Arbeitsstelle finden sollte, von der ich annehme, dass sie leidensgerechter ist, die ich sie mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen besser bewältigen kann.


Ich sehe für meine Problematik weit und breit keine Lösung. Die Ärzte schreiben mich höchstens für eine Woche krank (egal was ich habe) und dabei werfen sie mir einen Blick zu, bei dem es mir kalt über den Rücken läuft. Ich sehe ja so jung und so gesund aus. Bei dem letzten Orthopäden musste ich darum betteln, dass er mir eine Schmerzspritze gibt! Ich habe ihm genau erklärt, woher meine Schmerzen kommen und wo ich sie am Körper habe usw. und er fragte immer wieder: Was haben Sie? Was haben Sie denn? Was ist denn mit Ihnen los? Ich musste mehrfach nach der Spritze fragen. Als ob ich eine Simulantin wäre.


Für mich ist der Gang zum Arzt ein Alptraum. Ich habe zwar am Montag einen Termin, weiß aber nicht, ob ich genug Mut aufbringen kann, nach einer Krankschreibung zu bitten. Denn ich sehe ja immer so verdammt jung, gesund und fit aus. Ich sehe nicht krank und verbraucht aus. Von sich aus gibt mir kein Arzt eine.


Ich glaube auch kaum, dass es beim nächsten Arbeitgeber besser wird. Dass man viel mehr Arbeit schaffen muss, als man bewältigen kann und unter einem hohen Zeit- und Leistungsdruck steht, ist doch überall so, habe ich jedenfalls in den Medien gehört. Auch bei den kirchlichen Arbeitgebern und im öffentlichen Dienst. Wo finde ich also bessere Bedingungen vor als da, wo ich jetzt bin?
Nirgendwo.


Stellen mit viel Publikumsverkehr liegen mir auch überhaupt nicht, weil ich Angst vor Menschen habe und in der persönlichen Interaktion mit Menschen sehr schweigsam bin.


Büroarbeit ist schon das Richtige für mich, ich müsste sie nur mit weniger Druck erledigen können und ich brauche viel mehr Abwechslung, so dass ich aus der stundenlangen statischen und einseitigen Fehlbelastung vor dem PC wegkomme, denn das ist ja die Ursache für die Schmerzen, steht auch in meinen Rückenbüchern drin.
 

MissRuhrpott

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Hallo Sylvana,
hast Du Deine Prozente auf orthopädische Probleme bekommen?

Guck daß Du eine AU bekommst und es wäre dringend angebracht,daß Deine Halswirbelsäule mal auf Bandscheibenvorfall/Vorwölbung/Nervenkompression untersucht wird.

Deine morgendlichen Probleme in Verbindung mit der Tatsache,daß es trotz Deines wirklich großen Engagement hinsichtlich Therapien nicht besser wird,hören sich sehr verdächtig an.
Wurde Rheuma schonmal bei Dir ausgeschlossen?
 

jockel

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Ich bin zur Zeit in einem Probearbeitsverhältnis in der Buchhaltung beschäftigt, die Arbeit liegt mir und ich mache sie mit sehr viel Interesse und Motivation. Das Problem ist nur, dass durch das stundenlange monotone Eingeben der Rechnungen in den PC bei mir sehr starke Nacken- u. Schulterschmerzen auftreten, die Schmerzen strahlen in den rechten Arm aus bis in die Fingerspitzen. Ebenso Schmerzen in der unteren Lendenwirbelsäule und im Steißbein. Ich bin morgens nach dem Aufwachen am ganzen Rücken so streif, dass ich kaum aus dem Bett komme. Beim Waschen und Toilettengang habe ich Probleme, manche Körperstellen zu errechen, weil ich so versteift bin, alles geht sehr viel langsamer als früher.


Ich mache jeden Tag Wirbelsäulengymnastik, Dehnübungen, gehe mehrmals in der Woche zu verschiedenen Rückenkursen, mache Reha-Sport, Physiotherapie und gehe zur Massage. Trotzdem wird es nicht besser.


Die Probebeschäftigung endet bald und meine Reha-Beraterin wird mit dem Arbeitgeber verhandeln, ob er mich einstellt. Ich gehe davon aus, dass ich eingestellt werde, allein schon weil der hohe Eingliederungszuschuss für den Arbeitgeber ja sehr reizvoll ist.


Es ist auch mein Wunsch, weiterhin dort zu arbeiten, aber ich merke selbst, dass meine Leistung im Laufe der Woche immer mehr nachlässt. Durch die Schmerzen werde ich beim Tippen im Laufe der Woche immer langsamer. Meine Reha-Beraterin und der Arbeitgeber erwarten von mir, dass ich sogar noch zusätzliche Aufgaben übernehme, obwohl ich mit der Arbeitsmenge jetzt schon überfordert bin.


Ich habe wirklich so starke Schmerzen, dass ich mit der rechten Hand kaum noch tippen kann, bediene den PC mit der linken Hand, was aber viel langsamer geht.


Das Jobcenter hat mir das ALG II für Juni gar nicht überwiesen, um Druck auf mich auszuüben, dass ich dort weiterarbeite. Ich bin fassungslos.


Wenn ich einem Arbeitsvertrag zustimme, endet das früher oder später in einer langen Krankschreibung, weil ich jetzt schon nicht mehr kann!!!


Meine Vorgesetzte hat erkannt, dass ich mit der Arbeit überfordert bin, aber ich glaube, dass sie mich wegen dem Zuschuss trotzdem einstellen wird, nicht, weil sie findet, ich bin die Richtige für den Posten, sondern durch äußere Zwänge, weil meine Reha-Beraterin sie überreden wird, ihr ein sehr großzügiges Zuschuss-Angebot macht, wo kein Arbeitgeber nein sagen kann.


Für mich ist das Leben mit diesem ständigen Druck und der permanenten Existenzangst nicht mehr lebenswert. Mein Leben ist nur noch Schmerz und Druck, Druck, Druck.


Ich habe es so statt!!!!!!!!!!!! Ich kann nicht mehr.
Ab zum Betriebsarzt und untersuchen lassen auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Außerdem sollte der Arbeitgeber seine Arbeitsbedingungen und -abläufe ändern - in Richtung wechselnder Belastung durch Gehen, Stehen, Laufen, Sitzen. Außerdem ist regelmäßig eine Reihen- und Tauglichkeitsuntersuchung für Bildschirmarbeiter angesagt - durch die Berufsgenossenschaft. Die Wege zur Reihenuntersuchung und die Freistellungszeit für die Teilnahme an der Reihenuntersuchung hat der Arbeitgeber zu zahlen.

Die Reihenuntersuchung wäre die G 37 und die G 46 - G 37 ? Wikipedia

Liste arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen - http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsmedizinische_Vorsorgeuntersuchungen

Siehe auch die Internetseiten von Ergo-Online zum Thema Bildschirmarbeit und Arbeitsplatzgestaltung

ergo-online®

Arbeitsplatzgestaltung Büro - ergo-online® - Arbeitsplatz Büro

mit den Unterseiten

  • Hardware
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  • Arbeitsumgebung und Beleuchtung
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  • Gesundheitsvorsorge
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    • Vorsorgeuntersuchungen
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    • Altersgerecht arbeiten
    • Eingliederungsmanagement
    • Betriebliche Gesundheitsförderung
 

jockel

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Das ist aber ein vergifteter Fisch. Sollte der Arbeitgeber sich darauf einlassen (mit den Dollarzeichen in den Augen verschwimmen bei manchen leider die Schriftstücke, die sie unterschreiben), dann verbaut er sich damit seine Probezeit. Er kann Dich dann überhaupt nur noch außerordentlich kündigen, sofern er den EGZ nicht zurückzahlen will. Wenn der Arbeitgeber über kurz oder lang mit Dir und Deiner Arbeitsleistung nicht zufrieden ist, bringt der EGZ erfahrungsgemäß eine Menge Ärger. Entweder wird dann ein Grund geschaffen (Dir wird Diebstahl oder dgl. angehängt) oder man versucht Dich dazu zu bringen, daß Du kündigst. Arbeitgeber laufen an der Stelle gern in die Falle, daß sie auch dann zurückzahlen müssen, wenn der Arbeitnehmer einen wichtigen Grund zur Kündigung hatte. Der dem Vernehmen nach inzwischen weit verbreitete Volkssport, das Gehalt schuldig zu bleiben, geht in dem Zusammenhang natürlich in die Hose.

Hab' leider keine Ahnung, was diese "Reha-Beraterin" den lieben langen Tag so treibt, aber die Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Problemen des Beratenen scheint nicht zu ihren Arbeitsaufgaben zu gehören.

Was einem einigermaßen aufmmerksamen Arbeitgeber längst aufgefalllen sein müßte ...

Das verstehst Du möglicherweise falsch. Gegen Gesetze und Dienstanweisungen zu verstoßen gehört zum Handwerkszeug eines guten deutschen Jobcenters.

Vorausgesetzt, jetzt wäre schon ein Arbeitsvertrag mit einem Gehalt abgeschlossen worden, welches durch seine Höhe den Leistungsbezug beendet, dann ist die Zahlungseinstellung der übliche Rechtsverstoß bei der Arbeitsaufnahme. Das JC darf ein Gehalt erst dann anrechnen, wenn es zugeflossen ist, auch wenn die vorausbezahlte Leistung vier oder sechs Wochen später zurückzufordern wäre. Gegen die Leistungseinstellung mußt Du nötigenfalls gerichtlich vorgehen. Sofern Du dafür neben Deiner Arbeitszeit keine Möglichkeit hast, mußt Du schon aus diesem Grund einen Dritten damit beauftragen.

Dann wäre es vielleicht sinnvoll, bereits jetzt zum Arzt zu gehen.
Wenn das Ende der Einarbeitungszeit im eigentlichen Arbeitsverhältnis ranrückt, wird der Stress und Ärger kommen, denn dann läuft der Gehaltszuschuß aus. Um Dich loszuwerden, weil der Arbeitgeber nicht voll bezahlen will, wird der Arbeitgeber mit personenbedingter oder verhaltensbedingter Kündigung kommen, konkret Du würdest vorsätzlich Schlechtleistung erbringen.

Dann sollst Du gehen und ein neuer Kandidat mit demselben Zuschuß nachrücken - Drehtüreffekt. So sanieren sich Firmen auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler. Ist wie bei Aufstockerjobs - Sozialschmarotzerei durch Unternehmer.

Hab das im Aug. 2001 schon mal durchgemacht und seitdem ununterbrochen arbeitslos, weil ich mir nichts geleistet hatte vom Arbeitseinkommen und ein Großteil davon sparte, weil ich als Körperbehinderter keine echte Hilfe bekomme. Die Folge: Wegen Überschreiten des Schonvermögens wurde Arbeitslosenhilfe abgelehnt. Die Ersparnisse mußten erst zum Lebensunterhalt verbraucht werden. Solange wirst Du auch gezwungen, Dich "freiwillig kranken- und pflegezu versichern".

Die Methode, um Dich gleichzeitig massiv auf 3 Wegen arm zu machen

  • Ersparnisse verbrauchen
  • freiwillig krakenversichern
  • währenddessen hilft Dir weder Arbeitsagentur noch Jobcenter oder Integrationsfachdienst bei amtlicher Aktiver Arbeitsförderung oder -bermittlung.
Du mußt erst erfolgreich hilfebedürftig werden statt der Hilfebedürftigkeit vorzubeugen und zu schützen. Das soll Menschenwürde sein.


Das typische Totalversagen von Politik, amtliche Bürokratie und Wirtschaft, jetzt srit Jahren mittels Hartzgesetzgebung.
 

Dagegen72

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Ich wünsche dir gute Besserung :) Vielleicht sind deine Schmerzen auch psychischer Natur, weil du ja schon Dehnübungen usw. machst, vielleicht magst bei diesem AG gar nicht eingestellt werden?

Ansosnten: der Mensch ist einfach nicht dafür gemacht, 8 - 10 Stunden in nur einer bestimmten Haltung zu verharren! Gut, in der Mittagspause könnte man joggen gehen, aber wenn es die Möglichkeiten nicht zulassen? Die Blicke der KollegInnen gehen mir schon bei der Vorstellung derselbigen auf die Nerven, wenn ich anfange, Bürogymnastik (google) zu veranstalten.

Aber: wenn ich das schon höre: Probearbeitsverhältnis und Eingliederungszuschuss :rolleyes: Kann ein AG sich mich nicht leisten, bin ich ihm zu teuer oder meine Arbeitskraft ist ihm nicht wert genug - oder bringt ihm nichts ein (?) - außer die Steuergelder der anderen verteilt über das JC (EGZ).

obwohl der mit meiner Leistung jetzt schon nicht wirklich zufrieden ist (was er ja auch sagt). Obwohl ich so schnell arbeite, wie ich nur kann, schaffe ich zuwenig.
Wenn der AG jetzt schon sagt, dass er mit dir nicht zufrieden ist, nachdem er deine vermutlich für ihn gratis Probearbeit aber trotz angeblich schlechter Arbeit !! weiterhin ausnutzt ist das lediglich die indirekte Vorankündigung und Rechtfertigung für die bereits geplante Kündigung! Entweder nach ausgenutzter Probearbeitszeit - hätte er dich nicht schon längst auffordern können zu gehen, wenn er ach so unzufrieden mit dir ist??? - oder nach Auslaufen der EGZ.

EGZ müsste auch abgeschafft werden, finde ich.

ich würde vorschlagen: Arzt - Attest - kein EGZ-Verhältnis eingehen-nie! (und auch keine Ausnutzer-Praktika mehr) und: Training Selbstbewusstsein, Infos über deine Rechte und Möglichkeiten einholen.

Sobald JC mitkriegt, da ist Unsicherheit / Unwissenheit im Spiel, dass du eher Antworten von ihnen erhoffst, statt selbst für dich zu handeln, bist du in deren Netz - und das zielt auf die JC-eigenen Ziele ab, denn dort will auch jede,r seinen Arbeitsplatz behalten (um die AntragstellerInnnen zu drangsalieren und zu beleidigen und sich als wer weiß was Bessereres, Höheres, Dompteuer aufspielen zu können)
 

jockel

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.... EGZ müsste auch abgeschafft werden, finde ich. ...
Du hast es begriffen, daß das EGZ ein illegales Aufstocken ist - verkappte Prekärarbeit, die Arbeitgeberverbände unter schwarz-gelber Merkeldrecksregierung zu ihrem Raffkevorteil geschaffen hatten, um das Volk auszuplündern und zu beklauen.

EGZ ist gezahltes Schmiergeld an kriminelle Mafia-Unternehmer. Deshalb jammern ja Politiker aus dem Unternehmerflügel der CDU, daß sie Mindestlöhne bei Saisonarbeitern in der Landwirtschaft oder Abschaffung der kostenlosen Praktikantenarbeit nicht haben wollen, weil sie dann nicht mehr als Unternehmer schmarotzen können.

Arbeitgeber verlangen mehr Ausnahmen beim Mindestlohn | ZEIT ONLINE

Die CDU sollte man als verfassungsfeindlich ächten und verbieten.

Sie trampelt täglich und in schäbiger Weise auf

  • Artikel 1 Menschenwürde
  • Artiikel 12 freie Wahl der Arbeit, der Bildung, des Arbeitsplatzes
  • Artikel 14 Arbeitgeberpflichten als Eigentümer
  • Artikel 20 Sozialstaat rum - weil diese Partei viele Regelungen aus dem SGB II von Pflichtaufgaben zu Kann- und Ermessensleistungen ungewandelt hatte.
Es ist keine Volkspartei, sondern eine Unternehmerganovenpartei mit krimineller Natur von übelstter Sorte - ein Fall für den Verfassungsschutz.

Diese Partei ist vorne hui und hinten pfui!!!! Lügen, betrügen und das Volk ausrauben, ist ihr Geschäftsinhalt. Und sie läßt sich schmieren durch die Wirtschaft.
 

Sylvana

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@jockel


Vielen Dank für deine Hinweise und Links zum Thema Arbeitsplatzgestaltung, werde mich da gleich einlesen.


@dagegen72
Da ich es bei meinem letzten Arbeitgeber an eigener Haut schon erfahren habe, was es bedeutet, wenn der EGZ ausläuft, den ganzen Psychoterror jahrelang mitgemacht habe, bis mich der Arbeitgeber soweit gebracht hat, dass er eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen konnte. Den Mist möchte ich das natürlich nicht nochmal erleben!!!
Wenn der jetzige Arbeitgeber mich nach einem Jahr wieder rausekelt, werde ich wohl auf der Straße leben müssen, denn ein drittes Mal stehe ich das bestimmt nicht durch.
Ich fühle es schon innerlich: Irgendwann kann ich psychisch nicht mehr und lande bei den Obdachlosen. Arbeitagentur und Jobcenter werden sich freuen: Einen Arbeitlosen weniger.


Ich sehe bloß absolut keine Möglichkeit, eine Arbeitsstelle zu finden ohne den EGZ. Wie sollte das möglich sein?
Ich bin langzeitarbeitslos, chronisch krank, körperlich nicht belastbar, ein Minderleister auf jedem Gebiet, ende 30, mit Migrationshintergrund - damit habe ich so viele Vermittlungshemnisse, dass es völlig unmöglich ist, ohne den EGZ an Arbeit zu kommen.


Arbeitagentur und Jobcenter haben mich fest in der Hand, machen mit mir, was ihnen gefällt, wenn ich mal Kritik äußere an ihren Maßnahmen oder Widerstand gegen neue Maßnahmen zeige, wissen sie genau, welche Knöpfe sie drücken müssen, um aus mir wieder einen gehorsamen verängstigten Duckmäuser zu machen, der ihre Spielchen bereitwillig mitmacht.


Sie haben mich über die Jahre zermürbt und seelisch gebrochen – ich führe ein Leben auf Sparflamme mit einer ganz niedrigen Lebensqualität. Alle meine Lebenskraft verbraucht sich am Arbeitsplatz, ich arbeite körperlich und seelisch wie ein abgehetztes Tier, welches um sein Leben rennt und zu Hause habe ich körperlich und geistig einfach keine Energie zu gar nichts mehr. Selbst beim Putzen und Abwaschen muss ich mehrfach Pause machen, weil ich nicht mehr kann.


Ich werde selbst mit AA und JC nicht fertig, ich müsste jemanden engagieren, der keine Angst vor denen hat, der selbstbewusst, redegewandt und schlagfertig meine Interessen vertritt. Ich stehe mir selbst im Weg, weil ich mich immer kooperativ verhalte und sehr harmoniebedürftig bin, ich lasse mich leicht abwimmeln, einlullen, beschwichtigen, überreden, kleinmachen, manipulieren. Ich verachte mich selbst dafür.
 

Dagegen72

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hi :)

den ganzen Psychoterror jahrelang mitgemacht habe, bis mich der Arbeitgeber soweit gebracht hat, dass er eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen konnte. Den Mist möchte ich das natürlich nicht nochmal erleben!!!
Jahrelang - für wen spricht das im positiven Sinne? Also bei so langer Ausdauer würde ich sagen: Hut ab, vor dir :) Soviel psychische und körperliche Kraft! Andererseits - für wen oder was hat es sich gelohnt?? Also, das Aushalten?

Aus einer Stelle heraus dich beworben, hätteste vielleicht noch n Job woanders gefunden? Oder was waren da deine Hemmnisse?

Wenn der jetzige Arbeitgeber mich nach einem Jahr wieder rausekelt, werde ich wohl auf der Straße leben müssen
Jetzt bloß mal keine Panik, wenn er dich kündigt, dann stellst einen Antrag auf Alg , bloß nicht selbst kündigen.
Ich fühle es schon innerlich: Irgendwann kann ich psychisch nicht mehr und lande bei den Obdachlosen. Arbeitagentur und Jobcenter werden sich freuen: Einen Arbeitlosen weniger.
Und bloß nicht reinsteigern! Dem Staat kostest du dann trotzdem, weil du dann eben indirekt oder direkt mit Hilfe von gemeinnützigen Einrichtungen doch wieder auf den Staat angewiesen bist und da hängt dann auch wieder das JC mit drin. Und es gibt ja auch Hilfen für Obdachlose.


Ich sehe bloß absolut keine Möglichkeit, eine Arbeitsstelle zu finden ohne den EGZ. Wie sollte das möglich sein?
Ich bin langzeitarbeitslos, chronisch krank, körperlich nicht belastbar, ein Minderleister auf jedem Gebiet, ende 30, mit Migrationshintergrund - damit habe ich so viele Vermittlungshemnisse, dass es völlig unmöglich ist, ohne den EGZ an Arbeit zu kommen.
Gesundheitlich angeschlagen und psychisch ausgepowert würde ich jetzt erst einmal ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen - aber immer schön mit gesundem Menschnverstand dabei, was tut wirklich gut, was nicht, nicht?
Jedenfalls AU und Attest, dass du vorerst nicht arbeiten kannst und das mit dem Arzt besprechen, ggf. den richtigen Arzt für dich suchen - das müsstest du dir jetzt schon mal besorgen.

Dann würde ich sagen: Gesundheit an erster Stelle! Und wenn es dir wieder gut geht, kannst dich doch mal umgucken, was überhaupt das Richtige für dich ist.

Reißen sich denn die AGs wirkich so um den EGZ? Einige mögen den, ich kenne aber vom Hörensagen auch einige, die den ablehnen, weil der EGZ auch bürokratische Auflagen (Vorschriften) für den AG mit sich bringt.

Wenn du so unbedingt Arbeit willst und wenn das bei dir so super klappen zu scheint mit dem EGZ, dann nutz das doch, allerdings als Sprungbrett. Der neue AG weiß ja nicht bei einer Bewerbung nicht, dass du EGZ-finanziert bist.

Arbeitagentur und Jobcenter haben mich fest in der Hand, machen mit mir, was ihnen gefällt, wenn ich mal Kritik äußere an ihren Maßnahmen oder Widerstand gegen neue Maßnahmen zeige, wissen sie genau, welche Knöpfe sie drücken müssen, um aus mir wieder einen gehorsamen verängstigten Duckmäuser zu machen, der ihre Spielchen bereitwillig mitmacht.
na, dann gib ihnen doch keine Knöpfe zu drücken :icon_mrgreen: Lies dich durchs Forum, Tipps gibt es hier doch schon in Hülle und Fülle.

Sie haben mich über die Jahre zermürbt und seelisch gebrochen – ich führe ein Leben auf Sparflamme mit einer ganz niedrigen Lebensqualität. Alle meine Lebenskraft verbraucht sich am Arbeitsplatz, ich arbeite körperlich und seelisch wie ein abgehetztes Tier, welches um sein Leben rennt und zu Hause habe ich körperlich und geistig einfach keine Energie zu gar nichts mehr. Selbst beim Putzen und Abwaschen muss ich mehrfach Pause machen, weil ich nicht mehr kann.
Nicht sie - du, denn du lässt es zu! Klick doch einfach mal im Netz "Bücher Lebenshilfe" an oder such dir aus, was du dir für deinen Alltag wünschst und suche im Netz anregungshalber danach oder schau mal, was Leute tun, von denen du glaubst, dass es ihnen besser gehst. Such dir Anregung von der sinnvollen Seite und nicht da, von wo nichts kommen kann (JC, EGZ usw.)

Ich werde selbst mit AA und JC nicht fertig, ich müsste jemanden engagieren, der keine Angst vor denen hat, der selbstbewusst, redegewandt und schlagfertig meine Interessen vertritt. Ich stehe mir selbst im Weg, weil ich mich immer kooperativ verhalte und sehr harmoniebedürftig bin, ich lasse mich leicht abwimmeln, einlullen, beschwichtigen, überreden, kleinmachen, manipulieren. Ich verachte mich selbst dafür.
Ja, gibt ja hier den Thread: Begleitungen fürs JC, oder gibt glaube ich auch eine allgemeine Seite im Netz dafür, einfach mal googlen- Gibt es ne h4 - Selbsthilfegruppe bei dir vor Ort?

Dich selbst musst du nicht verachten - das ist nur ungesund ;) Wer Buchhaltung kann, der kann doch schon was, was nicht jede,r kann :) (Und mag :D)

Sei kooperativ - aber für dich und für das, was du willst und brauchst! Und alles andere auch.

Mannoman, das sollte ich mir selbst auch mal immer wieder bewusst machen :icon_mrgreen:
 

gelibeh

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Erster Schritt, nie wieder alleine zum Amt. Immer jemanden als Beistand mitnehmen. Der braucht nur zuzuhören und sich Notizen machen. Hier im Forum gibt es auch einen Bereich, wo Du Dir einen beistand suchen kannst. Kann aber sein, dass es in Deiner gegend hier keinen gibt. Versuch ist es aber wert. Oder nach einer Arbeitsloseninitiative in Deiner Umgebung suchen und gucken, ob die Begleitung anbieten.
Und lies Dich hier im Forum schlau. Die beim Amt haben weniger Macht als Du glaubst. Je mehr Wissen Du da hast, desto weniger können die mit Dir machen. Wenn eine Arbeit für Dich nicht zumutbar ist, ob nun aus psychischen oder körperlichen Gründen, kann man sie ablehnen. ->§10 SGBII. Dafür brauchst Du aber möglichst einen Arzt, der hinter Dir steht.
 

SimdeB

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@jockel

Ich werde selbst mit AA und JC nicht fertig, ich müsste jemanden engagieren, der keine Angst vor denen hat, der selbstbewusst, redegewandt und schlagfertig meine Interessen vertritt. Ich stehe mir selbst im Weg, weil ich mich immer kooperativ verhalte und sehr harmoniebedürftig bin, ich lasse mich leicht abwimmeln, einlullen, beschwichtigen, überreden, kleinmachen, manipulieren. Ich verachte mich selbst dafür.
--> das ist alles sehr traurig und ich denke, dass du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen must. Bitte lege deine letzte Kraft in diesen Weg. Du darfst dich nicht aufgeben und dich zum Spielball machen lassen!

Du verachtest dich? NEIN, das darf nicht sein! Dein Weg des Ausharrens, Einlullens, Kleinmachens und immer nur Rücksicht auf die AG nehmen, ist der falsche Weg!

Vertraue dich einen Arzt an und lass dir helfen! Ich weiß, dass das kein leichter Schritt ist, aber gehe zum Arzt! Alleine schaffst du das nicht mehr.

Wünsche dir alles Gute ...
 

gelibeh

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Wie schon gesagt, solche Beschwerden können auch psychosomatische Ursachen haben. Da sieht jemand fit wie ein Turnschuh aus, kann aber Dinge nicht mehr machen. Ich war auch so ein "schnell, schnell-Arbeiter". Und was hat es mir gebracht? Nicht nur, dass ich nicht mehr arbeitsfähig war, es hat mich auch im privaten Bereich eingeschränkt. Ich habe zwar gutes Geld verdient, aber das wiegt meine Gesundheit nicht mehr auf. Und bei einem miesen Gehalt noch viel weniger.
Am immer lieb und nett sein, kann man arbeiten. Geht aber nur mit professioneller Hilfe und kann einige Zeit dauern.
 

ikarus

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Ich will hier keinem zu nahe treten. Aber was @sylvana so schreibt, ist die
Psyche doch ziemlich angeknackst.
Und das die Ärzte gerade junge Menschen ihr Leid nicht abnehmen kenn ich
von meinem Sohn (29) aus schlimmer Erfahrung!
Von nicht so schlimm bis zu faul war alles dabei. Jetzt ist er auf dauer verrentet!
Lass dich krank schreiben. Wenn es nicht anders geht mit Arzthopping.
Du musst den Arzt deines Vertrauens finden, ggf einen Psychiater.
Will man so schnell nicht aber wichtig ist das dir geholfen wird!
Du willst nicht mehr beim JC landen. Das ist veständlich. Nun setzt du dich
so unter Druck das du immer kränker wirst, das kann nicht gesund sein, körperlich
wie geistig!
Du brauchst erstmal Abstand und eine vernünftige ärztliche Versorgung!
Such dir bitte einen vernünftigen Arzt!
 

MissRuhrpott

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Natürlich kann die Ursache der körperlichen Beschwerden pychischer Natur sein.
Umgekehrt aber eben genauso,u.U. wird die Symptomatik noch verstärkt durch unglückliche Lebensumstände.
Daß junge Menschen oft nicht ernst genommen werden ist leider wahr und sehr traurig.Manchmal könnte man meinen,bei vielen Medizinern hat sich noch nicht herumgesprochen,daß Krankheit kein Alter kennt.
Es gibt eine ganze Reihe an somatischen Erkrankungen,die sich nicht "mal eben" medizinisch glasklar nachweisen lassen,wo die Diagnostik ein wahres Puzzle ist.

Wenn man da nicht selbst am Ball bleibt oder das Glück hat,mal auf einen engangierten Arzt zu treffen,der auch über den Tellerrand guckt,kann das ausgehen wie im Beispiel von Ikarus Sohn,oder auch wie bei mir.

Wenn man sich in jungem Alter morgens wie eine 90-jährige bewegt,ist was oberfaul.Wie lange soll das noch so weitergehen?
Als "erste Hilfe" wäre ein Psychiater tatsächlich nicht verkehrt.Die haben ja auch häufig Patienten mit unterschiedlichsten somatischen Erkrankungen.Wenn dieser dann noch was in Verdacht hat,wird er an den entsprechenden FA weiterleiten.

Hier sollte wirklich die (Un-)gesundheit an 1. Stelle stehen;für die "Tapferkeit" das alles für den AG jahrelang auszuhalten gibt es als Dank die Kündigung oder das Rausmobben.
Wenn man gesundheitlich wegen des falschen Jobs vor die Hunde geht,kann das kein Geld der Welt wieder wettmachen.
Kümmere Dich jetzt erstmal nur um Dich und schaue,daß Du wieder auf die Beine kommst.Das solltest Du Dir wert sein.Wenn nicht Du selbst,wer dann?
 
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ExitUser

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Das habe ich noch nicht gewusst! Das ist ja total irre! Das kann doch nicht wahr sein, dass ich selbst nicht kündigen kann, wenn ich eine Arbeitsstelle finden sollte, von der ich annehme, dass sie leidensgerechter ist, die ich sie mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen besser bewältigen kann.
Wenn Du nachweisen kannst, daß Du die alte Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen nicht bewältigen konntest, die neue aber schon, ist das eine andere Baustelle. Rechne aber damit, daß das Arbeitsamt auf Deine Argumente pfeift, Du vor Gericht ziehen mußt und daß sich die Sache mal ein Dreivierteljahr hinzieht, bevor das erste Geld kommt. Das sind Erfahrungswerte von einem Bekannten, der seinen alten Job wegen einer vermeintlich drohenden (und tatsächlich längst eingetretenen) Berufsunfähigkeit wechselte. Der konnte sich zum Glück mit dem Gehalt seiner Frau über Wasser halten.

Ich glaube auch kaum, dass es beim nächsten Arbeitgeber besser wird. Dass man viel mehr Arbeit schaffen muss, als man bewältigen kann und unter einem hohen Zeit- und Leistungsdruck steht, ist doch überall so, habe ich jedenfalls in den Medien gehört. ...
Und das haben die sich ausnahmsweise mal nicht aus den Fingern gesogen.

Büroarbeit ist schon das Richtige für mich, ich müsste sie nur mit weniger Druck erledigen können ...
Wenn Du das heute einem Arbeitgeber sagst, bei dem Du Dich bewirbst, kriegst Du womöglich zur Antwort "Bitte rufen Sie mich auch nicht wieder an ..."
 

Sylvana

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Vielen Dank für eure Anteilnahme, es tut gut, von Menschen zu hören, denen es ähnlich ergangen ist mit den Ärzten oder jemanden kennen, der so behandelt worden ist.


Bei mir ist es leider so, dass ich eine krankhafte Panik vor Ärzten aller Art entwickelt habe, da ich schon mehrfach die Erfahrung machen musste, als jung, gesund, fit wie ein Turnschuh, faul, aufmüpfig, bequem und arbeitsunwillig eingeschätzt zu werden. Auch von Psychiatern. Das führte dazu, dass ich mittlerweile -wenn ich im Behandlungszimmer sitze, bevor der Arzt rein kommt-, so eine extreme innere Angst habe, dass ich gleich wieder weglaufen will. Ich bin so bemüht, nicht den Eindruck zu erwecken, arbeitsunwillig zu sein, dass ich dem Arzt dann nur die Hälfte meiner körperlichen Beschwerden berichte und die Hälfte weglasse, weil ich denke, wenn ich zuviele Beschwerden (die ich aber tatsächlich habe!) aufzähle, wirke ich unglaubwürdig eben wegen des jugendlichen Äußeren. Außerdem passiert es mir fatalerweise auch noch, dass ich meine Beschwerden im Gespräch mit dem Arzt selbst verharmlose, sie als weniger schlimm, als weniger stark ausgeprägt darstelle, als sie tatsächlich sind, ich vermittle dem Arzt dieses Bild: Ich habe starke Schmerzen, aber wissen Sie, so stark sind sie auch wieder nicht, ich mache sicher aus einer Mücke einen Elephanten, eigentlich geht es auch so, ich halte das schon aus, ich muss nur mehr Sport treiben, eigentlich fehlt mir nichts, am besten ich gehe wieder nach Hause, ich bin ja noch so jung, die anderen Patienten im Wartezimmer sind alle viel kräker als ich und ich stehle dem Arzt nur unnötigerweise die Zeit. Ich sollte mich schämen, wegen eines kleinen Wehwehchens den Arzt zu belästigen. Diese Gedanken und Gefühle sind immer präsent und sehr stark und ich habe das Gefühl, das denkt der Arzt mit Sicherheit über mich, also bevor er mich fertigmacht und mich wie eine Simulatin oder Hypochonder behandelt, behandele ich mich selbst so und bevor der Arzt mir vermittelt, dass er findet, mir fehlt nichts, sage ich es lieber selbst.
So ein Mist kommt heraus, wenn ich zum Arzt gehe!


Ich war heute bei einer neuen Orthopädin und es lief innerlich wieder so in mir ab. Dieser innere Monolog führt sogar dazu, dass ich keine Schmerzen habe, wenn der Arzt vor mir steht.
Ich habe ihr gesagt, dass ich unbedingt weiterarbeiten will und an eine Krankschreibung war gar nicht zu denken.


Mir machen buchhalterische Aufgabenstellungen wirklich Spaß, ich arbeite gerne mit Zahlen und Daten und erlebe es als erfüllend, wenn die Zahlen im System alle so erfasst sind, wie sie es sein sollen, wenn alles passt, wenn ich beim Prüfen erkenne, dass ich alles richtig eingegeben habe und es ist eine spannende Herausforderung detektivisch nach der falschen Zahl zu suchen, wenn mal ein Endbetrag nicht aufgeht und sie durch den richtigen Betrag zu ersetzen. Es ist die richtige Arbeit für mich. Sie ist geistig viel erfüllender als der alte schreckliche Job. Es ist nicht die Psyche, sondern der Körper, der hier nicht mitmacht. Es liegt an der muskulären Überbeanspruchung durch die einseitige und gleichförmigen Bewegungswiederholung beim Eingeben mit der rechten Hand und die starre Haltung vor dem PC.
Die Ärztin sagte auch, die Schmerzen kommen von meiner ausgeprägten Skoliose. Das war für mich schon mal eine Erleichterung, dass es eine körperliche Ursache hat und nicht wieder alles auf die Psyche geschoben wurde.


Die Ärztin hat gesagt, ich soll Ibuprofen nehmen, nicht nur, wenn der Schmerz schon ganz stark ist, sondern ich kann es jeden Tag nehmen.
Damit bin ich aber überhaupt nicht einverstanden. Zum Umgang mit Schmerzmitteln kann man in allen Zeitschriften und Büchern nachlesen, dass man nicht mehr als 3 Tage hintereinander und nicht mehr als 10 Tage im Monat Schmerzmittel nehmen soll. Wenn man sie jeden Tag nimmt, gewönt sich der Körper dran und man braucht immer höhere Dosen, außerdem schädigt es die Nieren, die Leber und andere Organe. Schmerzmittel haben gefährliche Nebenwirkungen, wenn man sie über viele Monate und Jahre wie Bonbons jeden Tag konsumiert.
Soll ich etwa die nächsten 30 Berufsjahre, die ich bis zur Altersrente noch arbeiten muss, jeden Tag Schmerzmittel einnehmen???? Dann muss ich irgendwann in eine Entgiftungsklinik. Wahrscheinlich erlebe ich die Altersrente dann gar nicht mehr!
So einen leichtsinnigen Umgang mit Schmerzmitteln werde ich nicht pflegen.


Also keine vernünftige Behandlungsempfehlung.

Momentan bin ich wieder im Modus des Sich-zusammen-nehmen, Ausharren und Erdulden, weil ich keine Alternative sehe.
 

Dagegen72

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Moin,

was soll ich sagen, der liebe Onkel Doktor, (Medizinischer Psychiatrie sowieso) hat eben ausgedient in Zeiten von gesetzlicher Krankenversicherung und Praxis-Budget. Blindes Vertrauen ist da meistens fehlinvestiert.

Eigenverantwortung ist gefragt, wenn du eine AU brauchst, dann musst du das dem Arzt auch sagen. Es ist nicht so, dass er dir fürsorglich eine AU ausstellt, wenn er aus seiner Sicht keinen Bedarf sieht, dann musst du ihm das eben klar machen.

Womöglich denkt der Arzt nicht, dass du arbeitsfaul bist, sondern lediglich, dass er dir mit deinem Problem schlicht nicht weiterhelfen kann (aber dass er dir noch mindestens ein Rezept ausstellen muss, damit er Einkommen erzielt oder so ähnlich hihi)

Ne, manche Ärzte kennen das auch gar nicht, dass man ein unsicherer, nicht selbstbewusster, nicht profitgei*er Mensch ist. Verständnis zu erwarten ist schlicht nicht möglich. Dafür sind Ärzte auch nicht da.

Vielleicht könnte dir tatsächlich eine Psychotherapie helfen - aber auch hier solltest du Mut und Geduld haben, solange zu suchen, bist du den richtigen Gesprächspartner für dich gefunden hast.

Und wenn es Skoliose ist: Gibt es da nicht Haltungs-Korsetts für? Oder Physiotherapie / Krankengymnastik? Bist du mit Skoliose nicht chronisch krank? Oder mit deinen sonstigen Krankheiten? Bei chronischer Krankheit könnte man doch Freistellung für Medis bei den Kassen erhalten?

AllgemeinmedizinerInnen fühlen sich auch nicht zuständig für psychologische Themen, davon mal abgesehen, dafür sind sie nicht ausgebildet.

Der eigene Verstand und das intensive sich um sich selbst sorgen und kümmern ist eben angesagt oder man sollte sich daran halten und wissen (Infos einholen), was den Ärzten innerhalb ihrer Vorgaben möglich ist, für dich zu tun.

Ich kann dich aber sehr gut verstehen, wenn du schreibst, dass da viel in dir zerbrochen ist durch Maßnahmen, Ämter, JC, Ärzte (Arzt-Phobie) - weil man so eingestellt ist, dass man nicht glaubt, dass alles nur ein Agieren innerhalb eines Systems ist dass seine eigenen Gesetze und Auflagen hat, dass der individuelle Mensch darin aufgrund des Systems gar nicht wahrgenommen werden kann weil alles systemdienlich gemacht werden soll und wird - zumindest solange man glaubt, dass das System einem dienlich ist ohne eigene Initiative.

Oder es gilt die Mittel des Systems für sich zu nutzen, die das System eben zur Verfügung stellt.

Ich glaube, eigene Initiative zu eigenem Gunsten könnte einiges was man sich wünscht möglich machen. Wenn du noch Kraft dafür hast, dann setze es um :icon_wink:

Also, den Rat täglich Ibuprofen zu nehmen finde ich jetzt auch seltsam. Und irgendwann muss die Dosis gesteigert werden? Korsett, Krankengymnastik, skoliose-gerechte Verhaltens-Übungen und Verhalten...- das musst aber du machen, das nimmt dir keiner ab.


Momentan bin ich wieder im Modus des Sich-zusammen-nehmen, Ausharren und Erdulden, weil ich keine Alternative sehe.
So hart es klingt, die Einzige die aktiv und initiativ werden musst bist du selbst.

.... was ich mir selbst natürlich auch täglich klar zu machen habe :icon_wink:

Du schaffst das.
 

matthiasme

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liebe sylvana,

hab einiger deiner nachrichten gelesen ... :(

du bräuchtest sicher vieles ... aber das dringlichste wär wohl ein guter, menschlicher arzt.

meine hoffnung war, dass du "zufällig" aus meiner gegend kommst (großraum nürnberg). dann hätte ich dich an eine psychiaterin vermittelt, bei der du erstmal deine (für mich gut nachvollziehbare) "angst vor ärzten" hättest abbauen können ...

nachdem ich aber nun was von "bielefeld" gelesen hab ... dort kenn ich leider niemanden.

sieh dir doch mal bei "jameda" (und ähnlichen seiten) die ärztebewertungen an. vielleicht ist ja doch jemand dabei ... vor dem zu keine angst zu haben brauchst.

es gibt im internet auch irgendwo ein netzwerk "christlicher" ärzte ... recherchier da mal. "gläubige christen" sollten eigentlich menschlicher sein ... zumindest kann man das hoffen.

viel glück!

lg,
matthias
 
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