Über die geheimen Netzwerke hinter den Arbeitsmarktreformen (1 Betrachter)

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Paolo_Pinkel

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Hintergrund. Vor zehn Jahren wurde der Abschlußbericht der Hartz-Kommission übergeben – Über die geheimen Netzwerke hinter den Arbeitsmarktreformen


Von Helga Spindler

Wenn heute an die Übergabe des Berichts »Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt« im Französischen Dom in Berlin vor genau zehn Jahren erinnert wird, dann denken viele an Hartz IV, jenes Grundsicherungssystem, in das Millionen Menschen samt Partnern und Kindern ohne Rücksicht auf Qualifikation oder Berufserfahrung hineingepreßt werden und das Hunderttausende in unterwertige Arbeitsplätze gezwungen hat, ohne ihnen sozialen Schutz zu bieten.
==> 16.08.2012: Die Ghostwriter (Tageszeitung junge Welt)
 

Hartzeola

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Aus ihren Informationen ergibt sich kurz gesagt: Speziell Hartz IV sowie die verbliebene Restarbeitslosenversicherung und Restsozialhilfe haben wir nicht in erster Linie der Hartz-Kommission oder gar dem Namensgeber Peter Hartz persönlich zu verdanken, sondern einer geheimen Staatsaktion, einer recht undemokratischen, handstreichartigen Hintergrundarbeit aus dem Bundesarbeitsministerium (BMA) und dem Bundeskanzleramt – einverständlich koordiniert und gelenkt durch die Bertelsmann Stiftung.
Klar, dass Peter Hartz an bestimmte Vorgaben von ganz oben gebunden worden war.

Die Idee, Arbeitszwang für alle, ist noch im "Kapital" dargelegt und wahrscheinlich noch früher. Karl Marx ist aber davon ausgegangen, dass ein Mensch nur seinen Bedarf decken will, der zu seiner Zeit auf ganz anderem Niveau lag.
 

Regelsatzkämpfer

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Man sollte aber auch nicht vergessen, dass die erarbeiteten Ergebnisse der Hartz-Kommission in weiten Teilen nur wenig mit den tatsächlichen Gesetzen hinterher zu tun hatten. Schröder und Konsorten, aber auch die Parteien im Vermittlungsausschuß haben hier die eigentlichen Boshaftigkeiten ersonnen und realisiert.

So waren derartige heftige Sanktionsregeln nie Bestandteil des Konzeptes der Kommission gewesen, genauso wenig wie die viel zu geringen Regelsätze. Im Gegenteil wollte man diese deutlich höher ansetzen. Auch an anderen Stellen kann man deutlich erkennen, dass ein ursprünglich nicht perfektes, aber doch um ein Vielfaches besseres Konzept so lange modifiziert wurde, bis ein menschenverachtendes, bösartiges System daraus konstruiert werden konnte.

Die Schuld schiebt man noch heute der Hartz-Kommission in die Schuhe, aber das ist falsch. Die wirklichen Schuldigen sind unsere Politiker und ihre Marionettenspieler.
 
E

ExitUser

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Die Schuld schiebt man noch heute der Hartz-Kommission in die Schuhe, aber das ist falsch. Die wirklichen Schuldigen sind unsere Politiker und ihre Marionettenspieler
woltest wohl sagen das merkel und co die schuldigen sind an den heutigen gesetzten
schröder hats eröffnet und nicht zu ende gebracht
merkel hats verfeinert mit der FTP zusammen
das resultat sieht man ja
und ein ende ist nicht im sicht
wenn man schaut das die wieder diskutieren die PKH und beratunsscheine abschaffen wollen für SG instanzen

was hat damals merkel gesagt ?
man habe kein recht auf dauerhafte demokratie ? oder so ähnlich^^

die merkel gehört weggesperrt
die ist gefährlich für unseren staat
 

mirco

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die merkel gehört weggesperrt
die ist gefährlich für unseren staat
Die Ignoranz von uns Bürgern ist die größte Gefahr!
Wenn Frau Merkel weg ist kommt der nächste. Mach keinen Unterschied, weil auch der nächste hängt an den gleichen Fäden wie Frau Merkel. Sie können nur so mächtig sein wie das Volk sie lässt.
Wenn das Volk nix macht, denken die natürlich alles bestens. Wozu was ändern?

Also nicht die sind Schuld. Wir sind Schuld! Alle die das akzeptieren und bei Ihrem Spiel mitspielen. Dieses Spiel wurde von Ihnen gemacht und wir meinen wir könnten mitspielen... Wie naiv.
Wir müssen unser eigenes Spiel entwickeln und vorstellen.

Nur meine Meinung
Lg
mirco
 

Regelsatzkämpfer

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Speziell Hartz IV sowie die verbliebene Restarbeitslosenversicherung und Restsozialhilfe haben wir nicht in erster Linie der Hartz-Kommission oder gar dem Namensgeber Peter Hartz persönlich zu verdanken, sondern einer geheimen Staatsaktion, einer recht undemokratischen, handstreichartigen Hintergrundarbeit aus dem Bundesarbeitsministerium (BMA) und dem Bundeskanzleramt – einverständlich koordiniert und gelenkt durch die Bertelsmann Stiftung. ...
Wie es ja auch im Artikel steht...
 
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