"Über berufliche Situation sprechen" ohne Bewillung und erst arbeitslos ab 1.11.19

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rior1

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Hallo!
Endlich bin ich nach vielen Jahren auch arbeitslos.
Vor 2 Tagen habe ich mich bei Agentur gemeldet und heute ein Briefchen erhalten mit Termin im September und üblichen Schwachsinn wie:
"Über berufliche Situation sprechen" und dann bitte ein Lebenslauf mitbringen.

meine Situation:
Ich habe Aufhebungsvereinbarung mit Arbeitgeber unterschrieben und bekomme Gehalt bis Ende Oktober 2019.
Sprich ich bin eigentlich arbeitslos erst ab 1.11.2019
Und ich habe Antrag auf Bewilligung gar nicht abgegeben... weil Arbeitgeber noch Daten ausfühlen muss.

Fragen:
Lebenslauf brauche ich immer noch nicht abzugeben? Das geht diese Fuzzies nichts an und sie dürfen nicht ohne meiner Zustimmung hinter meinen Rücken für mich bewerben?
Versuchen SB immer noch Verträge bei solchen Gesprächen unter zujubeln? Kann ich sie mitnehmen und 14 Tage prüfen?
Und nach wie vor können Zeugen mitnehmen? Wenn SB dagegen ist, wie geht ihr vor?
Ich habe mich erst nach 5 Tagen bei Agentur gemeldet. Weil ich in der Zeit geheiratet habe. Gibt es weitere gute Gründe, um die Sperre umzugehen?
Bekomme ich Fahrkarte für 1 Zone erstattet? Und falls nicht, wie kann ich dagegen vorgehen?
 

BerndB

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Nach deinem einleitenden Satz bist du scheinbar das erste mal arbeitslos. Woher hast du dann deine negative Meinung über die AfA? Von Personen, die mit der gleichen Einstellung zur AfA gegangen sind?

Aber es wird schon so kommen, wie du es erwartest. Man spricht da vom Gesetz der Anziehung.
 

Agent

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Vor 2 Tagen habe ich mich bei Agentur gemeldet und heute ein Briefchen erhalten mit Termin im September und üblichen Schwachsinn wie:
"Über berufliche Situation sprechen" und dann bitte ein Lebenslauf mitbringen.
Wieso Schwachsinn? Sollen Sie dich zum Kaffee einladen? Klar soll über die berufliche Situation gesprochen werden. Wenn dir der "Schwachsinn" nicht passt - melde dich ab, verzichte auf Leistungen und gut ist.

meine Situation:
Ich habe Aufhebungsvereinbarung mit Arbeitgeber unterschrieben und bekomme Gehalt bis Ende Oktober 2019.
Sprich ich bin eigentlich arbeitslos erst ab 1.11.2019
Und ich habe Antrag auf Bewilligung gar nicht abgegeben... weil Arbeitgeber noch Daten ausfühlen muss.
Der Gesetzgeber sieht nun mal vor, dass man sich mindestens 3 Monate vor Ende bzw. bei kürzerer Frist innerhalb von 3 Tagen nach Kenntnis arbeitsuchend melden muss um eine Sperrzeit zu vermeiden. Der Termin ist nicht an den Leistungsbezug gebunden.
[/QUOTE]

Fragen:
1. Lebenslauf brauche ich immer noch nicht abzugeben? Das geht diese Fuzzies nichts an und sie dürfen nicht ohne meiner Zustimmung hinter meinen Rücken für mich bewerben?
2. Versuchen SB immer noch Verträge bei solchen Gesprächen unter zujubeln? Kann ich sie mitnehmen und 14 Tage prüfen?
3. Und nach wie vor können Zeugen mitnehmen? Wenn SB dagegen ist, wie geht ihr vor?
4. Ich habe mich erst nach 5 Tagen bei Agentur gemeldet. Weil ich in der Zeit geheiratet habe. Gibt es weitere gute Gründe, um die Sperre umzugehen?
5.Bekomme ich Fahrkarte für 1 Zone erstattet? Und falls nicht, wie kann ich dagegen vorgehen?

zu 1: Die Fuzzies, wie du sie nennst, haben besseres zu tun, als dir die Arbeit des Bewerbens abzunehmen. Einen Lebenslauf vorlegen musst du schon, abgeben musst du ihn nicht.
zu 2: Was du meinst ist eine Eingliederungsvereinbarung. Du musst sie nicht unterschreiben, du kannst sie zum Prüfen mitnehmen, du kannst Ergänzungsvorschläge machen.. hat eh keine Rechtsfolgen im Alg I, also würde ich mir überlegen, ob ich da so ein großes Trara drum machen würde (sofern jetzt nix außergewöhnliches drin steht)
zu 3: Keine Zeugen, aber einen Beistand - wüsste nicht, wieso der abgelehnt werden sollte.
zu 4: Pech, die Arbeitsuchendmeldung kann persönlich, online, schriftlich oder telefonisch erfolgen. Wenn du nicht krank oder irgendwo im tiefsten Dschungel ohne Erreichbarkeit warst sieht es schlecht aus.
zu 5: Ich würde dir keine Fahrkahrte erstatten, da du noch in Beschäftigung bist und Gehalt bekommst (Stichwort Eigenleistungsfähigkeit). Solltest du natürlich derzeit Aufstocker sein, dann wäre das etwas anderes, aber das hörte sich für mich nicht so an. Du kannst trotzdem die Kosten schriftlich beantragen und dann bei Ablehnung in Widerspruch gehen...
 

schwarzrot

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Wie TE hier von manchen runtergemacht wird, geht gar nicht.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass man erst mal einen schock bekommt, wenn man zum ersten mal in die mühlen der AfA, oder (später) des JCs gerät.

Einen Lebenslauf vorlegen musst du schon
Stimmt nicht, nenne mir bitte mal, wo das im gesetz steht.

Allerdings 'kann' der zuständige SB unter umständen jemanden mit einer 'massnahme bewerbungstraining' beglücken, sollte er der meinung sein, der antragsteller braucht das.

Alle daten die der SB braucht, kann man ihm mündlich geben.
Es ist eine unsitte, dass fast alle SB inzwischen meinen, sie hätten ein recht auf ausgedruckten anschreibenstext und lebenslauf.
Aber kein wunder, dass SBs das denken, wenn es viele betroffene mit vorauseilendem gehorsam gibt, die sich vom SB was vom pferd erzählen lassen.
 

Agent

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@schwarzrot §38 SGB III

"Ausbildung- und Arbeitsuchende, die Dienstleistungen der Bundesagentur in Anspruch nehmen, haben dieser die für eine Vermittlung erforderlichen Auskünfte zu erteilen, Unterlagen vorzulegen und den Abschluss eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses unter Benennung des Arbeitgebers und seines Sitzes unverzüglich mitzuteilen. Sie können die Weitergabe ihrer Unterlagen von deren Rückgabe an die Agentur für Arbeit abhängig machen oder ihre Weitergabe an namentlich benannte Arbeitgeber ausschließen. Die Anzeige- und Bescheinigungspflichten im Leistungsverfahren bei Arbeitsunfähigkeit nach § 311 gelten entsprechend. "
 

Otto27

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Ist für die Vermittlung erforderlich, Auskunft zu geben, bei welchen Arbeitgeber man überall schon gearbeitet hat (also lebenslaufmäßig) oder kann man z. B. auch einfach sagen, welche Fähigkeiten man hat und wie viele Jahre Berufserfahrung darin?

@rior1
Ich glaube verspätete Meldung gibt wohl maximal eine Woche Sperre, das größere Problem könnte bei dir der Aufhebungsvertrag sein, der u. U. als freiwillige Aufgabe zählt und dann längere Sperre bewirken könnte. Wenn gutes Verhältnis zum Arbeitgeber hast, würde ich versuchen mir kurz schriftlich bestätigen zu lassen, dass ansonsten Kündigung gedroht hat (bzw. auf der Arbeitsbescheinigung muß der Arbeitgeber das später auch angeben, nur bis dahin kann sich viel ändern und Leute auch ihre Meinung ändern oder Fakten vergessen, oder es nicht im System vermerken und auf einmal sind andere Personen zuständig...).
 

BerndB

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Ist für die Vermittllung erforderlich, Auskunft zu geben, bei welchen Arbeitgeber man überall schon gearbeitet hat (also lebenslaufmäßig) oder kann man z. B. auch einfach sagen, welche Fähigkeiten man hat und wie viele Jahre Berufserfahrung darin?
Wenn man den Hintergrund betrachtet, nämlich Vermittlung in Arbeit, wird es kaum anders gehen, als auch Arbeitgeber anzugeben. Unterstellt, der Sachbearbeiter kennt den Betrieb, kann man davon ausgehen, dass er (evtl.) schon daraus bestimmte Merkmale ablesen kann. Außerdem kann es ohne Angabe der bisherigen Arbeitgeber eher dazu führen, dass man bei früheren Arbeitgebern vorgeschlagen wird. Was aber leider so oder so passiert.

PS: Ansonsten muss ich sagen, dass ich zwar zum Inhalt dessen was ich im ersten Tread geschrieben habe grundsätzlich stehe. Dass aber evtl. eine nicht so heftige Formulierung angebracht gewesen wäre.
 
E

ExUser 2606

Gast
enn gutes Verhältnis zum Arbeitgeber hast, würde ich versuchen mir kurz schriftlich bestätigen zu lassen, dass ansonsten Kündigung gedroht hat (bzw. auf der Arbeitsbescheinigung muß der Arbeitgeber das später auch angeben, nur bis dahin kann sich viel ändern und Leute auch ihre Meinung ändern oder Fakten vergessen, oder es nicht im System vermerken und auf einmal sind andere Personen zuständig...).
Das ist aber auch keine Garantie.

Mein Arbeitgeber hat 2017 300 Lwue entlassen, bundesweit verteilt. Von eineigen AfAs gab es eie Zusicherung, dass die Leute, die eien Aufhebensvertrag abschliessen, keine Sperrzeit bekommen, wenn auf der Arbeitsbescheinigung steht dass der Aufhebungsvertrag zur Vermeidung einer betriebbedingten Kündigung geschlossen wurde, andere AfAs wollten das nicht zusichern, da wurde gesagt, dass dies immer im ERmessen des SB liege.
 

schwarzrot

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Ist für die Vermittlung erforderlich, Auskunft zu geben, bei welchen Arbeitgeber man überall schon gearbeitet hat (also lebenslaufmäßig) oder kann man z. B. auch einfach sagen, welche Fähigkeiten man hat und wie viele Jahre Berufserfahrung darin?
Das zweite ist wohl eher 'gelebter jobcenteralltag', oder gibt es hier viele, die im jobcenter schon mal ernsthaft vermittelt wurden?

Normalerweise wird im JC in der stellenbörse nach der berufsbezeichnung gesucht und stellen munter ausgedruckt, wenn man nicht schnell genug widerspricht, dass der job überhaupt nicht passt.
Für so eine hochqualifizierte 'vermittlung' braucht kein SB den namen des letzten AGs.
Ich hab auch noch nie einen SB gehabt, der sich mal ernsthaft die zeit nehmen würde den lebenslauf des betroffenen durchzulesen, wozu auch.
Den namen des letzen AGs und dessen daten braucht das jobcenter eher um zu schauen, ob sie einen z.b. wegen verspäteter meldung/eigenkündigung 'sanktionieren'/'sperren' können.

Bei dem begutachten von anschreiben und lebenslauf scheint es mir auch eher darum zu gehen, ob man dem betroffenen sinnlosbewerbungs'massnahmen' aufdrücken kann, um die arbeitslosenquote zu senken.

Davon, dass SBs gerne sogar 'coaching' und 'vermittlungsgutscheine' für private vermittler verteilen (also leuten die ihre eigene arbeit machen), mal ganz abgesehen.

Kann natürlich sein, dass das verhalten in anderen städten anders ist und es dort noch SBs gibt, die selbst betriebe aufsuchen, um 'ihre' 'kunden' in gute, passgenaue und gutbezahlte jobs zu bringen.

die Vermittlungsquote der BA lag damit, bezogen auf die ungeförderte Beschäftigung, bei 13 Prozent. Das geht aus der Antwort (18/4073) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/3867) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Darin heißt es weiter, dass Arbeitslose mit einer akademischen Ausbildung mit 6,4 Prozent die niedrigste Vermittlungsquote aufweisen [...]
Nach Wirtschaftszweigen zeigten sich die niedrigsten Vermittlungsquoten demnach im Bereich Kommunikation und Information sowie in der Land- und Forstwirtschaft.

Hat sich wohl nicht gross verändert
 
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rior1

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Das zweite ist wohl eher 'gelebter jobcenteralltag', oder gibt es hier viele, die im jobcenter schon mal ernsthaft vermittelt wurden?
Sie sind auch nicht in der Lage. Sie arbeiten in einer konkurrenzlosen Firma, die auf Kosten der tatsächlich arbeitenden Menschen existiert.

Das ist aber auch keine Garantie.

Mein Arbeitgeber hat 2017 300 Lwue entlassen, bundesweit verteilt. Von eineigen AfAs gab es eie Zusicherung, dass die Leute, die eien Aufhebensvertrag abschliessen, keine Sperrzeit bekommen, wenn auf der Arbeitsbescheinigung steht dass der Aufhebungsvertrag zur Vermeidung einer betriebbedingten Kündigung geschlossen wurde, andere AfAs wollten das nicht zusichern, da wurde gesagt, dass dies immer im ERmessen des SB liege.
Wir haben uns mit Arbeitgeber als Freunde getrennt und das wurde mir auch so erklärt.

Ist für die Vermittlung erforderlich, Auskunft zu geben, bei welchen Arbeitgeber man überall schon gearbeitet hat (also lebenslaufmäßig) oder kann man z. B. auch einfach sagen, welche Fähigkeiten man hat und wie viele Jahre Berufserfahrung darin?

@rior1
Ich glaube verspätete Meldung gibt wohl maximal eine Woche Sperre, das größere Problem könnte bei dir der Aufhebungsvertrag sein, der u. U. als freiwillige Aufgabe zählt und dann längere Sperre bewirken könnte. Wenn gutes Verhältnis zum Arbeitgeber hast, würde ich versuchen mir kurz schriftlich bestätigen zu lassen, dass ansonsten Kündigung gedroht hat (bzw. auf der Arbeitsbescheinigung muß der Arbeitgeber das später auch angeben, nur bis dahin kann sich viel ändern und Leute auch ihre Meinung ändern oder Fakten vergessen, oder es nicht im System vermerken und auf einmal sind andere Personen zuständig...).
Danke. Arbeitgeber hat mir das auch erklärt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Nix unterschreiben, alle benötigten Unterlagen zusammenn stellen und auf die Bewilligung warten.
Erst ab dann kann mehr als nur Meldetermine sanktioniert werden.
 
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