Über 6 Monate kein Bescheid, was kann ich tun?

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fisher83

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Hallo an Alle!

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.

Meine Eltern haben vergangenes Jahr am 17. Mai ALG II beantragt.

Seitdem verlangte man Nachweise, Bescheinigungen, Kontoauszüge usw.. Die wir alle nachträglich eingereicht haben.

Im September sollten wir bei der Wohngeldstelle ein Antrag stellen, da uns angeblich was zusteht, gesagt getan... auch da wurde man 2 Monate hingehalten, erst Anfang Dezember kam der Bescheid, weil unser Sachbearbeiter im Urlaub war und keiner davon wusste, TOLL!

In der wurde uns mitgeteilt, das uns kein Wohngeld zusteht, da wir angeblich zuviel verdienen, dabei ist mein Bruder behindert (100% geistig), mein Vater ist arbeitsunfähig (hat volle erwerbsmindernde Rente) und ICH beziehe 'noch' Arbeitslosengeld I. Die Antragstellerin ist meine Mutter.

Erst kurz vor Silvester hat man uns mitgeteilt, das bald der Bescheid kommt. 3 Wochen gewartet, wieder nichts.

Nochmal nachgehakt, Telefon geht keiner ran, 20 mal klingeln lassen, 5 mal am Tag angerufen. Die freundliche Mitarbeiterinnen an der Infotheke sagt, er wäre da, aber geht nicht ran.

Am Freitag vor 2 Wochen, ruft uns ein Herr Tober an, unser alter Sachbearbeiter, entschuldigt sich, weil das ganze zu lange gedauert hat und versichert uns, das in der folgenden Woche der Bescheid da sein muss.

Nun sind wieder 2 Wochen vergangen und langsam reichts..:icon_dampf:

Die haben von uns alles bekommen, was sie verlangt haben. Wieso dauert es so lange?

Wenn ich mein JOB nicht verloren hätte, wären wir nicht auf die angewiesen und das mein Vater operiert werden muss und zwei mal Herzinfarkt hatte, konnte auch keiner vorhersehen. Wir haben ein Haus gekauft (2000), haben laufende Kredite abzuzahlen, sind daher auf die angewiesen.

Da wir noch nie ALG II beantragt haben, wissen wir nicht weiter. Vielleicht könnt ihr uns helfen.

Ich bedanke mich schonmal und wünsche euch ein angenehmen Tag.

Gruß
fisher83
 

Erolena

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Du könntest eine Antrag auf Vorschuss stellen.
Den musst du dann gleich bekommen.

Schriftlich eine relativ kurze Frist setzen für die Erteilung eines Bescheides.
Frist bis wann? z.B. 9. Februar (nächster Dienstag).
Nur schriftlich. Nichts telefonisch.

Im Schreiben erwähnen, dass Du Dich bei fehlendem Bescheid nach Fristablauf
an das Sozialgericht wenden "musst" mit einem Antrag auf Einstweilige Anordnung (EA ).
Aber auch beim Sozialgericht dauert es einige Wochen bis du die EA hast.
 

fisher83

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Ok Danke

Sollen wir auch aktuelle Kontoauszüge mit einreichen, damit die sehen, wie schlecht es uns geht? Die denken wahrscheinlich, das es uns zu gut geht, weil wir bisher freundlich waren.

Drohungen und so wollten wir vermeiden.

PS: "Antrag auf Vorschuss nach ä 42 SGB I" - ist damit das hier gemeint?
 

fisher83

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Ok, den Antrag habe ich heruntergeladen, aber muss wohl umformuliert werden. Da was von Folgeantrag erwähnt wird.

Bei uns handelt es sich um Erstantrag.

Habe etwas gegoogelt, da hat jemand nur 50 € Vorschuss bekommen, also das hilft uns auch nicht weiter.

Falls uns was zusteht, sind die doch verpflichtet, ab Mai letzten Jahres alles zu zahlen? Auch wenn sich das ganze hinausgezögert hat.

Sollten wir Vorschuss erhalten, wie lange kann es dann dauern, bis sie den rest zahlen?

Meine Eltern wissen nicht mehr weiter, Beträge im zwei-stelligen Bereich hilfen uns auch nicht in der jetzigen Situation.

Kann man diese Vorlage verwenden?

Beispiel:

Datum

Absender

Empfänger


Antrag auf vorläufige Zahlung des ALG II nach § 40 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1a SGB II

Werte Damen und Herren,

am xx.xx.xxxx habe ich einen Antrag auf ALG II gestellt, dieser wurde bis jetzt nicht bearbeitet und nicht bescheiden.

Ich erwarte, dass sie meinen ALG II -Antrag vom xx.xx.xxxx unverzüglich bearbeiten. Ansonsten sehe ich mich gezwungen, Klage auf Feststellung meiner Hilfebedürftigkeit beim zuständigen Sozialgericht einzureichen.

Bis zum endgültigen Bescheid beantrage ich hiermit die vorläufige Zahlung von ALG II nach § 40 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1a SGB II i.V.m. §§ 42 und 43 SGB I rückwirkend seit xx.xx.xxxx.

MfG

Gruß
fisher83
 

fisher83

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Sorry für Doppelpost, aber habe noch vergessen zu erwähnen.

Im Antrag steht Miete usw..

Wie wird das bei Eigenheim und laufende Kredite geregelt?

2000 haben wir das Haus gekauft, aber zahlen monatlich, wie Miete.

Kann man im Antrag erwähnen, das man Probleme hat das Haus, die Kredite, Stromrechnungen und weitere Rechnungen zu zahlen?
 

fisher83

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Hi Rechtsverdreher, also sollen wir ein Anwalt suchen?

Zu diesem Antrag für Vorschuss.. Ist das nicht für Leute, die bereits ALG II beziehen und wo es feststeht, das sie was bekommen?

Wir wissen ja nichtmal, ob uns was zusteht. Wir haben Antrag und alle Unterlagen abgegeben, keine Absage, kein Bescheid.. Die hätten uns nicht so lange damit aufgehalten, wenn uns nichts zusteht.

Bekommen wir überhaupt was?

mein Bruder behindert (100% geistig), mein Vater ist arbeitsunfähig (hat volle erwerbsmindernde Rente) und ICH beziehe 'noch' Arbeitslosengeld I. Die Antragstellerin ist meine Mutter.

Meine Mutter ist Hausfrau, hat so gut wie kaum Berufserfahrung, aber sie ist in der Lage zu arbeiten.

Zu meiner letzten Frage über Eigenheim, hab ich schon eine Antwort gefunden, hat sich also geklärt.
 

Rechtsverdreher

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Spielt keine Rolle, ob ihr was bekommt oder nicht, der Bescheid hat innerhalb von 1 Monat auf dem Tisch zu liegen, wenn alle Unterlagen vorliegen.

Von Mutmaßungen bzgl. dessen, ob man eventuell was bekommt oder nicht steht jedenfalls nichts im Gesetz.
 

fisher83

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Morgen

Da meine Eltern noch nie ALG II beantragt haben, wussten die auch nicht, wie sie vorgehen sollen.

Man wollte bei jedem Termin neue Unterlagen, die wir dann nach und nach eingereicht haben, dann kam das mit Wohngeldstelle dazwischen, wo wir nochmal 2 Monate hingehalten wurden. Einmal in der Woche angerufen, nachgefragt, wieso das so lange dauert, immer die selbe Antwort: "Bitte um Geduld, ist in Bearbeitung"

Dann Dezember mit den ganzen Feiertagen, ARGE lässt sich wieder viel Zeit, Angerufen, nachgehakt, "Ist in Bearbeitung, Sie bekommen bald bescheid".

Vor 2 Wochen ruft uns der Herr an, "Es tut uns leid, das es so lange gedauert hat, nächste Woche haben Sie Post".

Wieder 2 Wochen vergangen.

Heute reichen wir den Antrag auf Vorschuss ein, teilen mit, das wir Probleme haben, die Rechnungen und Nebenkosten für das Haus zu zahlen. Geben eine Frist bis nächste Woche, erwähnen dabei, dass wenn bis zu diesem Datum nichts passiert, wir uns gezwungen fühlen, zum Sozialgericht zu gehen, wegen einstweilige Verfügung/Anordnung.

Falls ihr was falsches entdeckt, Bitte Bescheid geben, der Antrag wird nach 11 uhr eingereicht. Vielleicht findet jemand ein Fehler.

Ich bedanke mich nochmals für die hilfreichen Beiträge. Da ich der einzige bin, der "Online" geht, also im Internet surft, hat man mich dafür beauftragt, mich zu informieren, wie man in dieser Situation vorgehen muss.

Ich werde euch auf dem laufenden halten, was daraus geworden ist.

Gruß
fisher83
 

Erolena

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Wenn ihr ALG2 bekommt, könnt ihr euch ab dem Folgemonat von der GEZ -Gebühr befreien lassen. Rückwirkend gibt es die GEZ -Befreiung nicht.
Das Amt müßte dafür einen Vordruck besitzen und euch ausgefüllt mitgeben.

Je mehr offene Rechnungen ihr habt, desto dringlicher
(Strom, Müllabfuhr, Telefon usw.) Auch wenn die Anbieter mit Sperrung der Stromlieferung u.ä. drohen oder mit Vollstreckung.

Falls du Angst hast, dass ein Vorschuss zu niedrig ausfällt, dann nimm solche offene Rechnungen mit hin. Oder mach gleich eine Liste und rechne zusammen, was sofort bezahlt werden muss (die musst du denen aber nicht unbedingt geben).

Dann sagt ihr einfach wir benötigen Vorschuss z.B. 800 Euro für unabwendbare Sofortzahlungen + Lebensunterhalt bis zum Eintreffen des ALG2.

Eigentlich müssten sie die Mahngebühren, Zinsen usw. zusätzlich übernehmen,
die in dem 3/4 Jahr angefallen sind, weil ihr Rechnungen nicht bezahlen konntet.

Tut ihr so, als könntet ihr es noch eine Weile aushalten, unterstellen sie euch noch, ihr hättet irgendwoher Geld geschekt bekommen.
Aber ich vermute, das trauen sie sich eher bei jungen Leuten, nicht bei einer seriösen Familie.
 

fisher83

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Noch warten wir auf eine Antwort, wir hatten neben dem Antrag für Vorschuss noch 1-2 Rechnungen beigefügt, die bezahlt werden müssen.

Wenn bis Freitag nichts kommt, bleibt uns wohl nichts anderes übrig. (Sozialgericht)
 

Cairol

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So ein ähnlichen Fall hab ich mit einen mit mir befreundeten Paar, vor 3 Monaten ist sie gekündigt worden, Antrag abgegeben, bis heute kein Cent und immer vertröstet worden, jetzt ist er gekündigt worden vor paar Wochen, daß einzigste was beide bekommen haben, war ein DIN4 Blatt, was bei der Kasse vorgelegt werden muß und einen Wert von 50,- EUR hat. Sieht echt aus wie ein Amtsschreiben, ist aber ein "Zahlungsmittel" :eek:

Heute fahren wir zusammen dahin, um Druck zu machen....

Echt traurig unser "Sozialsystem" ....
 

ehrlich Arbeitender

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Hallo Fisher83, dass, was Dir die Leute hier empfehlen ist doch viel zu umständlich! Erst schriftlicher Antrag, dann noch ein Anwalt... Du brauchst dringend Geld!!!! Da nützt es Dir nichts, wenn Dein Anwalt mit hochtrabend klingenden Worten an die ARGE was von einem Existenzminimum und evidenten finanziellen Lücken schreibt.

Weißt Du, geh doch bitte einfach auf die ARGE , sage denen, dass bei Dir ein absolut finanzieller Engpaß eingetreten ist, Du seit 6 Monaten schon auf dem Schlauch stehst und jetzt wirklich das Ende der Fahnenstange erreicht ist!

Glaube mir, wenn Du ohne großes Trarrar, wie Dir hier die anderen empfehlen, zu den Mitarbeitern gehst und vernünftig mit ihnen redest und Deine Notlage darstellst, erreichst Du - auch langfristig gesehen mehr!!!!
 

desmona

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Weißt Du, geh doch bitte einfach auf die ARGE , sage denen, dass bei Dir ein absolut finanzieller Engpaß eingetreten ist, Du seit 6 Monaten schon auf dem Schlauch stehst und jetzt wirklich das Ende der Fahnenstange erreicht ist!

Glaube mir, wenn Du ohne großes Trarrar, wie Dir hier die anderen empfehlen, zu den Mitarbeitern gehst und vernünftig mit ihnen redest und Deine Notlage darstellst, erreichst Du - auch langfristig gesehen mehr!!!!

...ich weiß nicht wo du deine Erfahrungen hernimmst und was glaubst du, warum es dieses Forum gibt?

...wir haben hier schon hundertfach die hanebüchensten Vorgänge lesen müssen

...das man Dinge ohne großes Trara erledigen kann wäre wünschenswert ist aber in der Praxis in keinster Weise gegeben

...wir sind hier nicht alle zum "Hobby"juristen geworden, weil wir grad Lust drauf haben oder an nichts anderes denken können, sondern weil man flächendeckend rechtswidrig handelt...

...und leider nur der, der seine Rechte kennt zum Ziel kommt

...und wenn wir "fisher83" mit fundierten Informationen ausstatten ist ihm sehr wohl geholfen
 
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Hallo Fisher83, dass, was Dir die Leute hier empfehlen ist doch viel zu umständlich! Erst schriftlicher Antrag, dann noch ein Anwalt... Du brauchst dringend Geld!!!! Da nützt es Dir nichts, wenn Dein Anwalt mit hochtrabend klingenden Worten an die ARGE was von einem Existenzminimum und evidenten finanziellen Lücken schreibt.

Weißt Du, geh doch bitte einfach auf die ARGE , sage denen, dass bei Dir ein absolut finanzieller Engpaß eingetreten ist, Du seit 6 Monaten schon auf dem Schlauch stehst und jetzt wirklich das Ende der Fahnenstange erreicht ist!

Glaube mir, wenn Du ohne großes Trarrar, wie Dir hier die anderen empfehlen, zu den Mitarbeitern gehst und vernünftig mit ihnen redest und Deine Notlage darstellst, erreichst Du - auch langfristig gesehen mehr!!!!
In welcher Wunderarge bist du denn als barmherziger Samariter angestellt?




And now: Back to topic.
 

fisher83

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Hallo,

Heute kam der Bescheid und der beginnt mit...

über ihren Anspruch auf Leistungen kann ich derzeit noch nicht abschließend entscheiden.
Für die Zeit von 01.11.2009 bis 30.04.2010 steht uns monatlich knapp 40 Euro zu. :icon_dampf:

Wir haben aber schon April 2009 den Antrag gestellt?

Im Berechnungsbogen steht nichts von Miete/Haus, nur Unterhalt und Heizungskosten.

In einem weiteren Schreiben, verlangt man erneut Unterlagen, die wir schon längst eingereicht hatten:

- Rentenbescheid von meinem Vater
- Schwerbehindertenausweis von meinem Vater
- Kaufvertrag zum bestehenden Eigentum

Erst dann könne man den endgültigen Betrag berechnen.

Meint ihr, dass es deshalb so niedrig ausgefallen ist und wieso wird hier nicht ab April gezahlt, stattdessen nur ab November?

Sozialgericht gehen oder die fehlenden Unterlagen einreichen und nochmal nachhaken, wieso ab November?

PS: Als Zahlungsempfänger haben die mich gewählt? (beziehe schon ALG I ) Obwohl die Konten vom Antragsteller angegeben wurden. Machen die das Extra?

Danke
Gruß
fisher83
 

desmona

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Heute kam der Bescheid und der beginnt mit...

...das ist aller Wahrscheinlichkeit nach noch kein Bescheid (kannst du das mal anonym einstellen?)...sondern wieder Aufforderung zur
Mitwirkung nach § 60


Für die Zeit von 01.11.2009 bis 30.04.2010 steht uns monatlich knapp 40 Euro zu.

...oder war das oben Genannte doch ein Bescheid nur vorläufig?

Vom BWZ her würde es hinkommen, wenn der 1. BWZ (seit Erstantrag) vom Mai 2009(du schriebst in deinem 1.Post 17.Mai als Antragstellung) bis Oktober 2009

...und der jetzige eben v. Nov.09 - Apr 10

Wir haben aber schon April 2009 den Antrag gestellt?

...ihr habt also für den BWZ Mai 09 - Okt 09 gar keinen Bescheid erhalten?
Im Berechnungsbogen steht nichts von Miete/Haus, nur Unterhalt und Heizungskosten.

...was für ein Unterhalt?...Miete gibts bei Euch nicht (wenn ich das richtig verstanden hab habt ihr Eigentum (sprich Kredit, also Zins und Tilgung))

...es muß aus dem Berechnungsbogen eindeutig hervorgehen, welche Kosten der Unterkunft anerkannt wurden
In einem weiteren Schreiben, verlangt man erneut Unterlagen, die wir schon längst eingereicht hatten:

- Rentenbescheid von meinem Vater
- Schwerbehindertenausweis von meinem Vater
- Kaufvertrag zum bestehenden Eigentum (...ist für mich fraglich ob der notwendig ist...aber entscheidend ist der Kreditvertrag)

...habt ihr das nachweisbar eingereicht?

Erst dann könne man den endgültigen Betrag berechnen.

Meint ihr, dass es deshalb so niedrig ausgefallen ist und wieso wird hier nicht ab April gezahlt, stattdessen nur ab November?

Sozialgericht gehen oder die fehlenden Unterlagen einreichen und nochmal nachhaken, wieso ab November?

PS: Als Zahlungsempfänger haben die mich gewählt? (beziehe schon ALG I )...dann wäre hier noch die Frage ob du überhaupt Mitglied der BG bist und nicht doch HG Obwohl die Konten vom Antragsteller angegeben wurden. Machen die das Extra?...jep...so kompliziert und undurchsichtig wie möglich:icon_kotz:

1. wer ist Antragsteller? (...die Anderen von Euch sind dann Mitglieder der Bedarfsgescheinschaft(BG ) oder der Haushaltsgemeinschaft(HG ))

2. wann genau ist die Antragstellung gewesen? (bitte nicht Verwechseln mit der Abgabe des Formularantrages)...ab dem Tag der Antragstellung stehen Euch Leistungen zu

3. Liste doch mal alle Einkommen von Euch auf und alle Ausgaben (bei ET zählen bei Euch auch Abfall, Schornsteinfeger, Grundsteuer, WG -Versicherung etc. dazu...und natürlich Heiz-und Wasserkosten)

...dann können wir mal gegenrechnen

hattest du/ihr denn den Antrag auf Vorschuß gestellt?
 

fisher83

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Hallo desmona, sorry das ich spät antworte, musste was erledigen.

desmona meinte:
...das ist aller Wahrscheinlichkeit nach noch kein Bescheid (kannst du das mal anonym einstellen?)... sondern wieder Aufforderung zur Mitwirkung nach § 60
Leider keine Möglichkeit es reinzustellen, mein Scanner streikt. Kann es nur abtippen.

Also es handelt sich hierbei schon um einen "vorläufigen" Bescheid. Falls es hilft, haben wir Antrag auf Vorschuss gestellt, weil die zu lange brauchten und wir Probleme hatten, die Rechnungen zu begleichen. Da man uns immer erzählt hat, nächste Woche ist der Bescheid da, aber kam zwei Wochen nichts an. (zum zweiten Mal)

Ausschnitt aus dem Bescheid meinte:
Für Sie und die mit Ihnen in der BG lebenden Personen werden Leistungen für die Zeit vom 01.11.2009 bis 30.04.2010 gemäß §40 Abs. 1, Nr. 1a SGB II i.V.m. §328 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SGB III (vgl. Gesetetext) jedoch bereits vorläufig wie folgt bewilligt:

Kosten für Unterkunft und Heizung
Monatlicher Gesamtbetrag vom 01.11.2009 bis 31.12.2009 in Höhe von 83,60 EUR

Monatlicher Gesamtbetrag vom 01.01.2010 bis 30.04.2010 in Höhe von 69,82 EUR

Muss mich entschuldigen, sind doch keine knappe 40 EUR, sondern die hier angegebenen Beträge.

desmona meinte:
...oder war das oben Genannte doch ein Bescheid nur vorläufig?

Vom BWZ her würde es hinkommen, wenn der 1. BWZ (seit Erstantrag) vom Mai 2009(du schriebst in deinem 1.Post 17.Mai als Antragstellung) bis Oktober 2009

...und der jetzige eben v. Nov.09 - Apr 10

April wurde der Antrag erstmalig gestellt, da aber ich zum 17. Mai Arbeitlos wurde, mussten wir den Antrag umändern, da ich April noch beschäftigt war und ein "ausreichendes" Einkommen hatte. Die Antragstellung war auf jedenfall April, wie mir meine Eltern versichern.

desoma meinte:
...ihr habt also für den BWZ Mai 09 - Okt 09 gar keinen Bescheid erhalten?

Wir hatten überhaupt kein Bescheid seit April 2009 erhalten.

desoma meinte:
...was für ein Unterhalt?...Miete gibts bei Euch nicht (wenn ich das richtig verstanden hab habt ihr Eigentum (sprich Kredit, also Zins und Tilgung))

Genau.

Das Geld wird halt wie Miete monatlich abgezahlt (läuft bis 2019). Darlehens-Tilgunsrate von 562,67 EUR.

Dazu läuft noch ein weiterer Kredit: monatlich 488,00 EUR.

In einem anderen Forum lese ich grad, das ein Paar die Tilgungsraten für ihr Haus nicht zahlen konnten und der Vertrag gekündigt wurde, das Haus musste verkauft werden.

Müssen wir uns jetzt auch Sorgen darum machen? :(

Hat man bei solchen Fällen kein Anspruch? (Eigenes Verschulden?)

desmona meinte:
...es muß aus dem Berechnungsbogen eindeutig hervorgehen, welche Kosten der Unterkunft anerkannt wurden

Es sind nur Regelleistungen (je 323,00 EUR für meine Eltern) und Unterkunft & Heizung (304,46 EUR) aufgeführt.

desmona meinte:
(...ist für mich fraglich ob der notwendig ist...aber entscheidend ist der Kreditvertrag)

...habt ihr das nachweisbar eingereicht?

hatten wir schon eingereicht, den Kreditvertrag.

desmona meinte:
dann wäre hier noch die Frage ob du überhaupt Mitglied der BG bist und nicht doch HG

Ich bin Mitglied und Sohn des Antragsstellerin, da ich noch ledig bin und das Haus genug Zimmer hat (zwei weitere Geschwister sind verheiratet und ausgezogen), war es für mich natürlich günstiger, wenn ich bei Ihnen wohne, statt Miete zu zahlen und Ärger mit Nachbarn zu haben. :)

desmona meinte:
1. wer ist Antragsteller? (...die Anderen von Euch sind dann Mitglieder der Bedarfsgescheinschaft(BG ) oder der Haushaltsgemeinschaft(HG ))

Wie schon erwähnt. Meine Mutter ist die Antragstellerin. Der erste Antrag wurde abgelehnt, weil mein Vater eine volle Erwerbsminderung Rente bekommt. Also mussten wir den Antrag über eine weitere im BG lebende Person abgeben und da meine Mutter Hausfrau ist, aber arbeiten kann, hat Sie den Antrag gestellt.

3 weitere Personen leben in der BG

- Ich, Arbeitslos ALG I (hoffe ab März wieder beschäftigt, Zusage erhalten - Vorstellungsgespräch in 2 Wochen)
- Bruder, 100% geistig behindert (erhält Kindergeld und Pflegegeld)
- Schwester, arbeitet als Verkäuferin in Teilzeit (20Std Woche - hat aber auch ein Kredit beansprucht, Auto gekauft vor 2 Jahren, zahlt monatlich 300,00 EUR, kann nicht viel beitragen)

Also da jeder ein Einkommen hat, musste meine Mutter den Antrag stellen.

desmona meinte:
2. wann genau ist die Antragstellung gewesen? (bitte nicht Verwechseln mit der Abgabe des Formularantrages)...ab dem Tag der Antragstellung stehen Euch Leistungen zu

Wie oben erwähnt, 100% April.

desmona meinte:
3. Liste doch mal alle Einkommen von Euch auf und alle Ausgaben (bei ET zählen bei Euch auch Abfall, Schornsteinfeger, Grundsteuer, WG -Versicherung etc. dazu...und natürlich Heiz-und Wasserkosten)

...dann können wir mal gegenrechnen

Insgesamt 5 Personen in der BG

Einnahmen:

Vater - volle Erwerbsminderung Rente - 921,53 EUR
Mutter - Hausfrau - kein Einkommen
Ältester Sohn - 100% geistig behindert - 225,00 EUR Pflege-, 164,00 EUR Kindergeld
Tochter - Teilzeit als Verkäuferin - ca 800,00 EUR Gehalt, wie bereits oben erwähnt, laufender Kredit + Kfz + kann wenig beitragen)
Jüngster Sohn (ich) - Arbeitslos - ALG I 552,90 EUR

Ausgaben:

Darlehen-Tilgunsraten für Haus - 562,67 EUR
Kredit - 488,00 EUR
Grundbesitzabgaben - 332,80 EUR (alle 3 Monate, beinhaltet Grundsteuer, Schmutz-/Regenwasser, Müllkosten, Winterdienst und Straßenreinigung)
Gas/Strom (RWE) - 204,00 EUR
Wasser (Gelsenwasser) - 95,00 EUR
Gebäudeversicherung - 161,00 EUR (jährlich)
Haushalts-/Glasversicherung - 72,00 EUR (jährlich)

Mein Vater meint, Versicherungen sind unwichtig, das interessiert denen nicht? Kredite und Verträge (Telefon&Internet) ebenso?! Kenne mich da leider nicht aus.

desmona meinte:
hattest du/ihr denn den Antrag auf Vorschuß gestellt?

Wie oben erwähnt, JA. Weil wir Probleme haben, die Rechnungen zu zahlen. (siehe unten das fettgedruckte in ROT)

Ausschnitt aus dem Bescheid meinte:
Zu den noch ungeklärten Punkten Ihres Leistungsantrags teile ich Ihnen Folgendes mit:

Auf Grund fehlender Unterlagen (siehe separate Aufforderung zur Mitwirkung) konnten eine abschließende Entscheidung über Ihre Leistungen nicht getroffen werden. Auf Grund Ihrer mit Schreiben vom 04.02.2010 erklärten Notlage sehe ich mich aber zu einer vorläufigen Bewilligung in der Lage.

Die auf Grund der vorläufigen Entscheidung erbrachten Leistungen sind nach vollständiger Klärung der Sach- und Rechtslage auf Ihre zustehenden Leistungen anzurechnen (§328 Abs. 3 Satz 1 SHB III). Soweit mit der abschließenden Entscheidung ein Leistungsanspruch nicht oder nur in geringerer Höhe zuerkannt wird, sind die Leistungen zu erstatten (§328 Abs. 3 Satz 2 SGB III)

Auf jedenfall schonmal Danke, das ihr euch die Zeit nimmt. Finde ich Super.

Ich habe ehrlich gesagt keine Hoffnung, das wir mehr bekommen und unsere Situation sich etwas verbessert.

Meine einzige Hoffnung ist, bald wieder zu arbeiten, denn mir würde das Haus später zustehen, falls ich es schaffe, mit einer guten Arbeit das Haus abzuzahlen. Meine zukünftige Frau und eventuell 1-2 Kinder würden sich sicher freuen.

Alles andere wäre ein Alptraum.

Danke für eure Hilfe
Falls ihr noch etwas komisches entdeckt und weitere Tipps habt, freue ich mich auf jede Antwort. :icon_daumen:

Gruß
fisher83
 

fisher83

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Zum letzten Beitrag muss ich noch folgendes hinzufügen:

Die fehlenden Unterlagen, die wir angeblich noch nicht eingereicht haben, wurden mindestens zweimal vorgelegt, wie mein Vater grad bestätigt. Dabei war unser SB (Herr T.) anwesend.

Die Vestische Arbeit hat uns vor kurzem mitgeteilt, das von nun an ein anderer SB (Herr B.) für uns zuständig ist und nicht der bisherige (Herr T.). (kann ich die Namen von den SB hier nennen?)

Nun aber, nach unserem Antrag auf Vorschuss + erwähnung das wir zum Sozialgericht gehen werden, hat sich wieder der alte SB (Herr T.) um den Antrag gekümmert. Zumindest steht sein Name oben rechts auf dem Bescheid, obwohl dieser angeblich nicht mehr für uns zuständig ist.

Meine Eltern sagen, dass Sie einmal beim neuen SB (Herr B.) waren und dieser wohl nicht wirklich interessiert war, sich die Unterlagen anzuschauen. Er habe nur gesagt, alles ist komplett, "Sie hören von uns."

Habe außerdem vergessen den Berechnungsbogen abzutippen, dort wurden nur meine Eltern einbezogen, nicht die Kinder.

Monatlich zustehende Leistungen

Zeitraum: 01.01.2010 bis 30.04.2010

Regelleistungen für erwerbsfähige Hilfebedürftigte: 323,00 EUR (Mutter)
Regelleistungen für nicht erwerbsfähige Hilfebedürftigte: 323,00 EUR (Vater)
Anerkannte monatliche Kosten für Unterkunft & Heizung: 290,68 EUR (beide zusammen)

Gesamtbedarf der BG : 936,68 EUR
abzgl. Einkommensbereinigung (?): -30,00
Zu berücksichtigendes Gesamteinkommen: 866,86 EUR

Gesamteinkommen: 866,86 EUR
Sicherung des Lebensunterhalts: 646,00 EUR
Ggf. Einkommensüberhang: 220,86 EUR

Kosten für Unterkunft & Heizung nach Einkommensberücksichtigung

Kosten der Unterkunft & Heizung: 290,68 EUR
Abzüglich Einkommensüberhang: 220,86 EUR
= zustehende Kosten für Unterkunft & Heizung: 69,82 EUR

Meine Eltern sind natürlich nicht einverstanden mit dem Betrag, da uns das in keinster Weise weiterhilft. Aber vielleicht könnt Ihr mir erklären, wieso das so ist und ob es überhaupt richtig berechnet wurde. Dann werde ich es Ihnen schon irgendwie erklären können.

Würde ein Widerspruch oder Klage beim Sozialgericht was bringen?

Da Sie vorwerfen, dass wir die fehlenden Unterlagen nicht eingereicht hätten. Dies wurde aber bereits zwei mal getan. Mein Vater sagt, "Wie oft bin ich mit meinem B-Schein und Rentenbescheid dahin gegangen, die wollen uns doch nur auf den Arm nehmen."

Gruß
fisher83
 

fisher83

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Hallo,

Heute ist ein Betrag von 796,68 EUR eingegangen.

Könnte passen, wenn sie ab April 2009 gerechnet haben (9x83,60)

Zumindest konnten wir jetzt die Rechnungen zahlen.

Und dieser Antrag auf Vorschuss hat was gebracht, ansonsten hätten wir weiter gewartet.

Dank eurer Hilfe.
Gruß
fisher83
 
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