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Übelste Pöbelei nach Streit mit Sozialamt

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Martin Behrsing

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Hilfeempfänger wird anonym und ganz offen beleidigt
NÜRNBERG - Seit Thomas M. Müller seine inzwischen weitgehend beigelegte Auseinandersetzung mit dem Sozialamt öffentlich gemacht hat, erfährt er nicht nur Unterstützung, er wird auch auf die übelste Art und Weise beschimpft und beleidigt.

«Das ist kein Einzelfall«, sagt der 44-Jährige gegenüber der Lokalredaktion, der sich seit langem mit Problemen von Hilfebedürftigen beschäftigt.

Verschiedene Krankheiten

Vor knapp zwei Wochen hatten die NN über Müller berichtet. Er kämpft mit unterschiedlichen Leiden. Dazu gehören die Schlafkrankheit, Depressionen, schweres Asthma, Schmerzattacken und posttraumatische Belastungsstörungen. Man sieht ihm diese Krankheiten auf den ersten Blick nicht unbedingt an, er ist aber zu hundert Prozent erwerbsgemindert, sein anerkannter Grad der Behinderung liegt bei 50 Prozent.
Übelste Pöbelei nach Streit mit Sozialamt
Ich bin darüber sehr entsetzt. Thomas M. hat bei uns im forum wirklich viele sehr unterstütz und wir haben ihn lange Zeit auf seinem Weg begleitet. Ich wünsche ihm, dass dies endlich ein Ende findet.
 
E

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Gast
Für Thomas M. Müller sind solche Äußerungen noch nicht einmal die gemeinsten. Er beschäftigt sich seit einiger Zeit in einem Internet-Forum für Erwerbslose mit sozialen Fragen, tauscht dort mit anderen Erfahrungen aus und gibt Tipps. Er verwendet dabei einen sogenannten Nick, also einen erfunden Spitznamen, den er immer wieder ändert.

«In einer Mail wurde ich schon aufgefordert, doch endlich Selbstmord zu begehen«, erzählt Müller, «später kam noch ein Zusatz: Wenn du das nicht freiwillig tust, können wir auch ein wenig nachhelfen.« Er hat das Gefühl, solche Angriffe kommen, weil er sich selbst wehrt oder weil er anderen hilft. Inzwischen hat Thomas M. Müller Anzeige erstattet.
Daran kann ich mich erinnern und auch daran, dass er auch hier angegriffen wurde.
 

Gigamond

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Es wird halt immer Idioten geben die über (vermeintlich) Schwächere herziehen.
 

FrankyBoy

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Daran kann ich mich erinnern und auch daran, dass er auch hier angegriffen wurde.
Ja, XXX - habe mich immer gut mit ihm verstanden und seine Meinung sehr geachtet - leider hat er aber zu wenig verstanden, dass man für solche Bemühungen fast immer zu wenig Dankeschön erhält - das war einmal anders - in den 70iger Jahren habe ich häufig erlebt, dass ganze Familien für andere eingesprungen sind, sei es finanziell oder auch tatkräftig - leider wird dieses, nicht zuletzt wegen Volksspalter wie Westerwelle, immer seltener - ich bin gerne Soziallist.
 

Martin Behrsing

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Ja leider. Und ähnlich wird auch hier (und ich sage hier!) mit anderen umgegangen. Es wird kein Verstädnis mehr aufgebracht und eher über psychiatrische Erkrankungen spekuliert.

Jemand Kontra geben ist nicht das Problem. Aber jemanden nur noch auschschließlich einen PSychiater zu empfehlen (ohne Artz zu sein oder anderwertige kompetenzen - und Wikipedia reciht da wirklich nicht) empfinde ich als ein gewaltiges Problem. Thomas hat wirklich viel gekämpft und ich habe es perwsönlich mit erlebt. ich bergesse nie, wie er einen Hausbesuch der ARGE hatte, und der Hausbesuch wurde von einem ZDF-Team empfangen. Also hat er auch jede Menge durchgezogen. Aber dann solche beschi...en anonymen Briefe zu schreiben empfinde ich als :icon_kotz:
 

FrankyBoy

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Ja, Tom ist ja auch noch anderweitig engagiert und ich erlebe gerade, wie ich mitten in einem Ghetto - in Wikipedia sthet dazu folgendes:
Gladbeck Brauck ist der südlichste Stadtteil von Gladbeck und grenzt an den Gelsenkirchener Stadtteil Horst.
Der Stadtteil Brauck ist auch heute noch vom Bergbau geprägt. Es existieren mehrere Bergehalden, auf den auch heute noch Schüttung erfolgt. Die ursprünglich im Stadtteil angesiedelten Zechen sind stillgelegt. Auf dem Betriebsgelände der Zechen wurde mit Förderung der EU ein Gewerbepark errichtet.
Die Siedlungs- und Zechenhäuser wurden 2003 - 2004 an die Mieter verkauft, welche sie in liebevoller Eigenleistung in Anlehnung an den Denkmalschutz der Stadt Gladbeck zu einen der familien- und kinderfreundlichsten Stadtteil der Stadt gemacht haben.
Zum Beispiel hat kein anderer Stadtteil im Schnitt so viel Gartenanteil, wie in Brauck.
Dagegen ist der Süden Gladbecks vor allem für seinen hohen Ausländeranteil bekannt. Neue Grundschulklassen zählen bis zu 90% Schüler mit Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Ursachen hierfür liegen in erster Linie in der Ansiedlung aller (vor allem türkischer) Gastarbeiter in den 50er Jahren in sogenannten Zechensiedlungen, die, teils renoviert, noch heute existieren.

Weblinks [Bearbeiten]


Brauck – Wikipedia
Teile, der hier lebenden Bevölkerung dazu bewege, viel mehr miteinander anstatt gegeneinander zu unternehmen und ich habe zunehmend das gefühl, dass diese Einstellung zunehmend verstanden wird - ja sogar schon "komische Charrakterzüge" bekommt.

Als ich meine Stimme bei der Kommunalwahl abgegeben hatte, meinte ein anderer Wähler, dass ich ja wohl mal wieder NPD gewählt hätte (mache aus meinem Denken eben kein Geheimnis) und wir haben uns gegenseitig angegrinst - Dank der Schweinepolitik, die wir mehr und mehr erleben, sind solche Umgangsformen immer seltener geworden denn durch Äußerungen, wie die neulich von Westerwelle, wird der Neidgedanke geschürrt und die Gesellschaft gespalten und das obwohl es den Deutschen, im internationalem Vergleich, immer schlechter geht.
 

Die Antwort

Elo-User/in

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Eine offizielle Pressemeldung des Forums könnte hier u.U. noch hilfreich sein. Der Kampf mit dem Amt ist noch nicht vorbei. Im Moment beginnt nur eine neue Runde.
 
E

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Und ähnlich wird auch hier (und ich sage hier!) mit anderen umgegangen. Es wird kein Verstädnis mehr aufgebracht und eher über psychiatrische Erkrankungen spekuliert.
Das sind imho zwei verschiedene Sachen: "Kein Verständnis" und "psychiatrische Erkrankungen".

Ich kann durchaus viel Verständnis für die objektiven oder subjektiven Nöte einer Person haben und trotzdem eine psychische Erkrankung vermuten. Und ich muss auch nicht "vom Fach" sein um mir eine Meinung zu bilden. Wir sind z.B. vermutlich ganz überwiegend keine studierten Juristen, trotzdem erlauben wir uns (mit Recht) ein Urteil über die menschenverachtenden Hartz-Gesetze und die noch menschenverachtenderen Auslegungen durch die ausführenden Organe. Manchmal sind Dinge so offensichtlich, die kann man sogar ohne entsprechende Ausbildung erkennen.

Man sollte also auch mit dem Totschlagsargument "Laien spekulieren nur ... an der Sache vorbei" vorsichtig sein.

Ich weiss aus eigener Erfahrung sehr gut, dass der gehartzte Terror Menschen in die psychische Krankheit treiben kann. Und den betroffenen Menschen ist auch kein Vorwurf zu machen. Trotzdem muss es erlaubt sein, dies anzusprechen und zu versuchen, den Opfern zu sagen, dass sie Opfer des Psychoterrors geworden sind. Es nutzt niemandem, den Betreffenden selbst am wenigsten, ihnen nicht zu sagen, dass das Hartz-System sie zu Lemmingen gemacht hat.
 
E

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Das sind imho zwei verschiedene Sachen: "Kein Verständnis" und "psychiatrische Erkrankungen".

Ich kann durchaus viel Verständnis für die objektiven oder subjektiven Nöte einer Person haben und trotzdem eine psychische Erkrankung vermuten. Und ich muss auch nicht "vom Fach" sein um mir eine Meinung zu bilden. Wir sind z.B. vermutlich ganz überwiegend keine studierten Juristen, trotzdem erlauben wir uns (mit Recht) ein Urteil über die menschenverachtenden Hartz-Gesetze und die noch menschenverachtenderen Auslegungen durch die ausführenden Organe. Manchmal sind Dinge so offensichtlich, die kann man sogar ohne entsprechende Ausbildung erkennen.

Man sollte also auch mit dem Totschlagsargument "Laien spekulieren nur ... an der Sache vorbei" vorsichtig sein.

Ich weiss aus eigener Erfahrung sehr gut, dass der gehartzte Terror Menschen in die psychische Krankheit treiben kann. Und den betroffenen Menschen ist auch kein Vorwurf zu machen. Trotzdem muss es erlaubt sein, dies anzusprechen und zu versuchen, den Opfern zu sagen, dass sie Opfer des Psychoterrors geworden sind. Es nutzt niemandem, den Betreffenden selbst am wenigsten, ihnen nicht zu sagen, dass das Hartz-System sie zu Lemmingen gemacht hat.
da ging es um was anderes, was Martin meinte.
 
E

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Gast
da ging es um was anderes, was Martin meinte.
Ich bin mir nicht sicher, ob er es nicht bewusst allgemein formuliert hat. Ich rede schon wie ein Politiker! :icon_eek: Nein, ich bin der Meinung, es hat ganz bewusst verallgemeinert.

So sehr ich ihm "hier" -> in diesem Threadkontext zustimme, so falsch finde ich eine Verallgemeinerung im Sinne von "hier" -> im Forum. Jeder Fall ist anders.
 
E

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Gast
Ich bin mir nicht sicher, ob er es nicht bewusst allgemein formuliert hat. Ich rede schon wie ein Politiker! :icon_eek: Nein, ich bin der Meinung, es hat ganz bewusst verallgemeinert.

So sehr ich ihm "hier" -> in diesem Threadkontext zustimme, so falsch finde ich eine Verallgemeinerung im Sinne von "hier" -> im Forum. Jeder Fall ist anders.

würde man sämtlich Namen aufzählen, würde es noch mehr Streit geben, dann ist eine Verallgemeinerung doch besser.

Viele wollen ja auch nichts einsehen und wiederholen sich in einem Thread öfters mit den gleichen Unterstellungen. (z. B. ein bestimmter User im "Bruno"-Thread). Aber auch der Schreiber, um den es eigentlich geht Tom würde übel angegangen. Das sind aber auch keine Einzelfälle, auch hier in diesem Forum nicht.
 
E

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Gast
... dann ist eine Verallgemeinerung doch besser.
Das sehe ich anders. Wenn ein paar wenige Negativbeispiele verallgemeinert werden, dann sind wir in Gefahr, auf Clement-/Westerwelle-Niveau zu geraten.

(z. B. ein bestimmter User im "Bruno"-Thread).
Dort gibt es eine Menge unreflektierter Äusserungen. In der einen, wie in der anderen Richtung.

Das sind aber auch keine Einzelfälle, auch hier in diesem Forum nicht.
Das kann ich (noch) nicht beurteilen, bin noch nicht lange genug dabei. Bisher habe ich den Eindruck, dass ganz überwiegend versucht wird, den Mitbetroffenen konstruktiv zu helfen. Auch wenn nicht immer gesagt wird, was man gerne hören würde. Ich persönlich habe unheimlich viel an Wissen aus diesem Forum gezogen.
 
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Gast
Das sehe ich anders. Wenn ein paar wenige Negativbeispiele verallgemeinert werden, dann sind wir in Gefahr, auf Clement-/Westerwelle-Niveau zu geraten.

liest sich manchmal aber schon so.

Dort gibt es eine Menge unreflektierter Äusserungen. In der einen, wie in der anderen Richtung.

Die darf man ja auch ansprechen, Deine Kritik, (die dann mir unverständlicherweise von der "Diskussion" abgetrennt wurde), fand ich ok.
Wenn man aber öfters schreibt, das jemand "zwingend eine Einweisung in die Psychiatrie" braucht und es auch öfters schreibt, dann ist dann schon "harter Tobak". Auch andere Aussagen von anderen Usern, die bei vielen "unter die Gürtellinie" gehen, finde ich eher unverschämt, aber keine Meinungsäußerung.


Das kann ich (noch) nicht beurteilen, bin noch nicht lange genug dabei. Bisher habe ich den Eindruck, dass ganz überwiegend versucht wird, den Mitbetroffenen konstruktiv zu helfen. Auch wenn nicht immer gesagt wird, was man gerne hören würde. Ich persönlich habe unheimlich viel an Wissen aus diesem Forum gezogen.
Wissen kann man eher aus dem oberen Teil, dem eigentlichen Hilfeforum erlangen. Der untere Teil, in der über alles andere Diskutiert wird, hat weniger mit Wissen zu tun, mehr mit jammern, Parteienwerbung, und alle möglichen anderen Dinge.
 

Gabi

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Das sind imho zwei verschiedene Sachen: "Kein Verständnis" und "psychiatrische Erkrankungen".

Ich kann durchaus viel Verständnis für die objektiven oder subjektiven Nöte einer Person haben und trotzdem eine psychische Erkrankung vermuten. Und ich muss auch nicht "vom Fach" sein um mir eine Meinung zu bilden.
Ich beobachte gehäuft, dass jemand zunehmend schneller in die psychisch kranke Ecke gestellt wird, und ich meine damit ganz unterschiedliche Lebenslagen. Derjenige, der sich gegen Ungerechtigkeit zur Wehr setzt, oder jemand, der mit Erkrankungen zurecht kommen muss, oder der, der sich mit Verlust auseinandersetzen muss.
Wenn man für die Gesellschaft nicht funktioniert, kommt man in die Plemplem-Schublade; das ist praktisch, derjenige ist einsortiert, derjenige ist beurteilt und verurteilt .... und man muss sich keine Mühe mehr machen, auf ihn einzugehen, er ist ja eh verrückt. Ich finde das zum Kotzen! Und ich glaube nicht, dass das nur mein subjektives Empfinden ist, die steigende Zahl der Psychatrie-Einweisungen bestätigt das.
 

Speedport

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Ich beobachte gehäuft, dass jemand zunehmend schneller in die psychisch kranke Ecke gestellt wird, und ich meine damit ganz unterschiedliche Lebenslagen. Derjenige, der sich gegen Ungerechtigkeit zur Wehr setzt, oder jemand, der mit Erkrankungen zurecht kommen muss, oder der, der sich mit Verlust auseinandersetzen muss.
Wenn man für die Gesellschaft nicht funktioniert, kommt man in die Plemplem-Schublade; das ist praktisch, derjenige ist einsortiert, derjenige ist beurteilt und verurteilt .... und man muss sich keine Mühe mehr machen, auf ihn einzugehen, er ist ja eh verrückt. Ich finde das zum Kotzen! Und ich glaube nicht, dass das nur mein subjektives Empfinden ist, die steigende Zahl der Psychatrie-Einweisungen bestätigt das.
So sieht es aus!

Und häufig reicht es, wenn ein Mensch nur konsequent die ihm zustehenden Rechte einfordert.
 

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Dazu kommt, daß viele angeblich psychische Erkrankungen gar keine sind, sondern psychosomatische...ein gewaltiger Unterschied.

Im Fall aus Nürnberg geht es um psychosomatische Erkrankungen aufgrund schwerster erlittener Traumata. Stichwort Posttraumatische Belastungsstörung.

Dazu kommt, daß die betroffene Person unter sogenannter zentraler Schlafapnoe leidet. Das heißt, daß das Atemzentrum des Gehirns im Schlaf spinnt und keine Atemimpulse gibt. Es muß also während Schlafphasen beatmet werden. Auch nicht wenig belastend.

Außerdem liegt eine Hypersomnie kombiniert mit Narkolepsie (+ Kataplexien) vor. Teilweise führt das zu Schlafbedarf im Bereich von über 16 h pro 24h und selbst in den Wachphasen ist immer noch Müdigkeit vorhanden.

Und das ist nur ein Teil der Erkrankungen. Alle Erkrankungen sind mehrfach von Ärzten, die jeweils die Diagnosen der anderen nicht kannten festgestellt.

Das alles kombiniert mit einer chronischen Schmerzerkrankung ist nicht gerade die Grundlage für ein heiteres Leben.

Infopartner.net lagen die Arztberichte vor. HJGraf vom Magazin Prekarier kennt sie ebenfalls.
 

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Es ist auch ein Kommentar zum Thema in der Zeitung "Nürnberger Nachrichten" erschienen.

Kommentar

:Obszöne Angriffe
Auch Sozialhilfeempfänger dürfen sich wehren

Es ist ganz unmöglich, die Motive von selbst ernannten Sozial-Detektiven, mosernden Hobby-Medizinern oder einfach pöbelnden Dummköpfen zu erkennen, die über einen Sozialhilfeempfänger wie Thomas M. Müller verbal herfallen. Dass er einen Anspruch auf staatliche Unterstützung hat, steht außer Zweifel. In welcher Höhe dieser berechtigt ist, das haben im Zweifel die zuständigen Behörden und deren Fachleute zu prüfen, notfalls auch Gerichte zu entscheiden, aber keinesfalls eine ganz und gar diffuse Volksmeinung...
Obszöne Angriffe
 

Volker

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Dazu kommt, daß viele angeblich psychische Erkrankungen gar keine sind, sondern psychosomatische...ein gewaltiger Unterschied.
Das Problem liegt in der zunehmend inhumaneren, koruppteren, Dekandenz werdenden Gesellschaft.

Daran sind die Römer schon ihrerzeit dahingesicht und letzlich dahingegangen.

Das mit den Menschen Physisch krank erkären gabs im dritten Reich, in der Hochzeit des DDR Systems.

Ich zietiere noch den Spruch:
- Wo Bücher brennen, brennen am ende Menschen. -

Volker
 
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Das Problem liegt in der zunehmend inhumaneren, koruppteren, Dekandenz werdenden Gesellschaft.

Daran sind die Römer schon ihrerzeit dahingesicht und letzlich dahingegangen.

Das mit den Menschen Physisch krank erkären gabs im dritten Reich, in der Hochzeit des DDR Systems.

Ich zietiere noch den Spruch:
- Wo Bücher brennen, brennen am ende Menschen. -

Volker
diese Dekandenz gibts auch unter den Erwerbslosen, wie man ja sehen und lesen kann.
 

Debra

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Es wird halt immer Idioten geben die über (vermeintlich) Schwächere herziehen.
So ist es. Seit der Verbreitung des Internet ist das aber auch so schön einfach geworden. Man braucht sich nur andere Foren durchzulesen, was sich da z.T. für fiese Mitmenschen rumtreiben, hätt ich auch nie für möglich gehalten. :icon_eek:
Die handeln so aus eigener Unzufriedenheit und Frust heraus, denk ich. Das sind ganz armselige Wichtel. Neulich hab ich jemanden auf einem Forum, die ständig auf Sozialhilfeempfängern ("Schmarotzer, Parasiten") rumhackte und sich über "Mietnomaden" echauffierte, selbst als größten Schmarotzer entlarvt. Wohnt nämlich, trotz angeblich "gutem Job" bei den Eltern, um selbst die Miete sparen zu können und surft während der Arbeitszeit in ihrem "tollen Job", um ihre Hetze zu verbreiten. Ja, so jemand kann natürlich die Klappe aufreißen gegenüber "Mietnomaden"! Daraufhin hat die sich dann ganz schnell von dem Forum beleidigt "verabschiedet".
Nicht einschüchtern lassen, Thomas! :icon_daumen:
 

Fortunatus

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Die Vorurteile durch Hartz IV wirken sich auch auf Ärzte aus. Von drei verschiedenen Ärzten wurde ich als Arbeitsloser wegen "unerklärlicher" Schmerzen sofort als psychisch-krank eingestuft. Ein halbes Jahr und starke Schmerzen, wie ich sie in meinem Leben noch nie hatte, später, fand endlich der vierte Arzt die körperliche Ursache und seitdem werde ich richtig behandelt. Bei der ARGE wurde ich inzwischen schon als psychisch-krank eingestuft und in meinem Freundeskreis als arbeitsfauler Hypochonder abgestempelt. Ich kann also durchaus nachempfinden, was da abgeht. Unsere Gesellschaft bricht immer mehr auseinander. Habe heute mit einem Arbeitslosen diskutiert, der der Meinung ist, dass man sich eben als Arbeitsloser und Arbeiter über 50 alles gefallen lassen muss. Das sei halt so und das könne man nicht ändern. Man solle sich einfach diesem Schicksal ergeben und zu allem schweigen. Dann verstehe ich auch, warum die Arbeitslosen wohl noch mehr unter einer möglichen schwarz-gelben Regierung zu leiden haben werden, da das Angstsystem wohl doch bei vielen wirkt und gleichzeitig die Arbeiterschaft eher auf Arbeitslose als auf verpfuschte Politik schimpft.
 

galigula

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Die Vorurteile durch Hartz IV wirken sich auch auf Ärzte aus. Von drei verschiedenen Ärzten wurde ich als Arbeitsloser wegen "unerklärlicher" Schmerzen sofort als psychisch-krank eingestuft. Ein halbes Jahr und starke Schmerzen, wie ich sie in meinem Leben noch nie hatte, später, fand endlich der vierte Arzt die körperliche Ursache und seitdem werde ich richtig behandelt. Bei der ARGE wurde ich inzwischen schon als psychisch-krank eingestuft und in meinem Freundeskreis als arbeitsfauler Hypochonder abgestempelt. Ich kann also durchaus nachempfinden, was da abgeht. Unsere Gesellschaft bricht immer mehr auseinander. Habe heute mit einem Arbeitslosen diskutiert, der der Meinung ist, dass man sich eben als Arbeitsloser und Arbeiter über 50 alles gefallen lassen muss. Das sei halt so und das könne man nicht ändern. Man solle sich einfach diesem Schicksal ergeben und zu allem schweigen. Dann verstehe ich auch, warum die Arbeitslosen weiterhin auch unter einer möglichen schwarz-gelben Regierung zu leiden haben werden, da das Angstsystem wohl doch bei vielen wirkt und gleichzeitig die Arbeiterschaft eher auf Arbeitslose als auf verpfuschte Politik schimpft.
Stimmt es,dass der Arzt anhang der Krankenkassenkarte erkennen kann,ob man arbeitslos ist?
Ich hege den Verdacht,aus diesem Grund von einem Orthopäden schlecht behandelt worden zu sein.
 
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Ich beobachte gehäuft, dass jemand zunehmend schneller in die psychisch kranke Ecke gestellt wird, und ich meine damit ganz unterschiedliche Lebenslagen. Derjenige, der sich gegen Ungerechtigkeit zur Wehr setzt, oder jemand, der mit Erkrankungen zurecht kommen muss, oder der, der sich mit Verlust auseinandersetzen muss.
Das ist sicher so. Aber auf der anderen Seite produziert ein krankes und krankmachendes System auch tatsächlich mehr Kranke.

Das Problem liegt in der zunehmend inhumaneren, koruppteren, Dekandenz werdenden Gesellschaft.
Genau das ist imho der Punkt. Wir haben Menschen mit (noch) einem Arbeitsplatz. Denen wird immer mehr in immer kürzerer Zeit abverlangt. Gleichzeitig sollen sie noch länger arbeiten ... am besten für weniger Geld. Auf der anderen Seite sind erwerbslose Menschen, denen der Zugang zu einem Arbeitsplatz aus vielfältigen Gründen verwehrt ist/wird und die deswegen noch herabgewürdigt und schikaniert werden. Beide Seiten macht diese Situation krank.

Bisher ist es der neoliberalen Meinungsmache erfolgreich gelungen, die jeweiligen Opfer beider Seiten gegeneinander auszuspielen.

Die Vorurteile durch Hartz IV wirken sich auch auf Ärzte aus.
Auch da gibt es solche und solche. Allerdings dürfte sich hier die Demarkationslinie mehr zwischen Kassen- und Privatpatienten befinden.

Ich kenne die Situation als Kassen- wie als Privatpatient. Vor langer, langer Zeit war ich Privatpatient. Mein damaliger wie heutiger Hausarzt ist ein geldgieriger Sack, anders kann ich es nicht ausdrücken. Hetzerische Aushänge überall in der Praxis. Fachlich ist er sehr fähig, darum bin trotz diesbezüglicher Bauchschmerzen bei ihm geblieben. Überrascht hat er mich, als ich durch die Erwerbslosigkeit zurück zur Kasse musste: Er hat sehr deutlich seinem Unmut über die nun (angeblich) nicht mehr lukrative Behandlungssituation Ausdruck gegeben, aber mich unterm Strich wie vorher und gut behandelt.

... und in meinem Freundeskreis als arbeitsfauler Hypochonder abgestempelt.
Höchste Zeit den Arzt wie auch den "Freundeskreis" zu wechseln! :icon_smile:
 

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Im letzten NN Artikel wird der Anschein erweckt, die Probleme mit dem Sozialamt seien weitgehend beigelegt. Dies ist nicht korrekt. Das Problem mit dem Versuch eine weitere Gesundheitsamtbegutachtung zu erzwingen ist nur um ca. 6 Monate verschoben.

Desweiteren hat das Sozialamt angefangen massenhaft Unterlagen etc. einzufordern. Unterlagen die in vielen Fällen längst vorliegen. Auch Informationen, die das SozA gar nicht braucht. Also reine Schikane.

Der stellvertretende Leiter des Sozialamts hat gegenüber der Presse erklärt, man würde den Fall gründlich prüfen, man würde hier konsequent die Besonderheiten des Einzelfalls berücksichtigen. Das also versteht er darunter.

Gegen die Begutachtungen beim Gesundheitsamt wurde das Sozialgericht eingeschaltet.

Gegen den Amtsarzt ist Anzeige erstattet worden.

Gegen die "Beleidiger" wird Anzeige erstattet.
 

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Reaktion aus dem Bundestagsbüro von Gregor Gysi zum Fall:

Bei dem von Ihnen beschriebenen Fall handelt es sich um übelste Diskriminierungen und um eine Verletzung der Menschenwürde, um eine Form von Rassismus, wenn Menschen mit Behinderungen als Schmarotzer, als faul usw. diffamiert werden. Das Bürger sich so äußern, sollte jedoch nicht verwundern. Wenn Herr Westerwelle im Wahlkampf von den faulen Arbeitslosen redet oder ein ehemaliger Bundesminister der SPD, Wolfgang Clement, von "Schmarotzern" sprach, dann ist das reinstes, rechtsradikales Stammtischniveau. Schlimm daran ist, dass politisch Verantwortliche die Stichworte hierzu liefern.

Wir können und wir werden gegen diese Form der Diskriminierung vor allem öffentlich vorgehen, zumal eine Diffamierung von Menschen mit Behinderungen besonders niederträchtig ist. Und ebenso niederträchtig und feige ist, dass sich die Personen, die sich derart äußern, nicht namentlich zu erkennen geben, weil sie genau wissen, dass sie eine Straftat begangen haben, gegen die sich der Angegriffene auch rechtlich zur Wehr setzen kann.
 

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Folge des Ärgers:

Gesundheitszustand verschlechtert sich zunehmend.
 
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@Die Antwort - Deine letzte eMail an mich

Dieses System ist pervertiert, diese Gesellschaftsordnung ist kaputt. So kommt es zu derartigen wie hier beschriebenen Auswüchsen und von "Wesen in menschlicher Gestalt" Geschaffenes wie eben Hartz IV.

Dieses System wird von "Menschen" am Leben gehalten und mit "Leben" weiterhin ausgefüllt.

Wie willst Du dann erreichen, dass sich dieses System an Recht und Gesetz hält. Die darin Eingebunden sind doch bereits bar jedweder humanistischen Regung.

Dieses korrupte, kaputte System muss weg.

Dazu ist es erforderlich, eine Mehrheit der Menschen zu erreichen. Davon sind wir meilenweit entfernt.

Ideale sind das Privileg der Jugend.

Ich müsste dann aber schon alt wie Medusalem werden, da die 60 bereits schon lange überschritten sind.
 

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Strafanzeige gegen die Beleidiger und Pöbler wurde erstattet.
 

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Nach dem Artikel in der NN ist wohl ein Verleumder und Pöbler sauer. Dieses Mal fand sich eine üble Drohung im Briefkasten.
 
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