Ü25 bei den Eltern wohnend Erstantragsfragen ALG 2 (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Svenja87

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Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin zum 31.3.17 exmatrilkuliert und muss leider bis zum 1.9.17 Hartz4 beantragen, da ich dann erst meine neue Arbeitsstelle antreten kann. Hierbei ergibt sich die Frage:

Ich habe ein wenig quergelesen und verstanden, dass ich allein meine BG bilde. Wie sieht es mit der HG aus? Ich lebe bei meinen Vater (Mutter verstorben), der keine Leistungen bezieht, in meinem Zimmer. Ich kann auch weiterhin kostenlos inkl. Nebenkosten hier wohnen, muss jedoch für mich allein 'wirtschaften'. Es ist eine Eigentumswohnung. Mein Vater will auch keinen Mietvertrag etc. machen, da das wohl steuerlich ungünstig ist? (Weiß nicht genau warum, will das aber mit ihm auch nicht diskutieren, Verhältnis ist angespannt).
Muss ich ihn nun unter HG eintragen? Habe einige Stimmen im Internet gelesen, welche davon abgeraten haben....

https://www.elo-forum.org/bedarfs-h...165205-student-u25-eltern-kurz-abschluss.html

Hier wurden wohl die Eltern angegeben unter HG und in Anlage HG wurde "Unentgeltliche Unterkunft" angekreuzt, sodass kein Mietvertrag etc. mitgereicht werden musste.

Wie verhalte ich mich da 'richtig'? Mir geht es nur darum, den Regelsatz und die Krankenversicherung zu bekommen, da ich meine (Lebensmittel)Einkäufe nun selber bestreiten muss.

Für Hilfe wäre ich sehr dankbar, da ich mich in Beamtengängen gar nicht auskenne und schon oft gehört habe, dass schon bei den Anträgen einiges verquer laufen kann.
 

ela1953

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KEIN Kreuz machen bei HG.

Da du alleine wirtschaftest seid ihr keine Haushaltsgemeinschaft.

Ihr seid eine Wohngemeinschaft, bei der die Bewohner zufällig verwandt sind.

Wegen KdU kann dein Vater die Hälfte der Nebenkosten verlangen. Das wird nicht versteuert, da durchlaufende Kosten.
 

Svenja87

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Dass mit der KdU ist problematisch, da hier keine Nebenkostenabrechung gemacht wird. Meinem Vater gehört die Hälfte eines Dreifamilienhauses. Eine Wohnung und eine 'halbe' Wohnung. Seinem Buder gehört ebenfalls eine Wohnung und die ander Hälfte. Jedenfalls existieren keine 'richtigen' Nebenkostenabrechnung, die das Amt ja dann fordern wird, wenn ich da was eintrage. Er lässt mich auch umsonst hier Wasser und Strom nutzen, sodass ich mich daran auch nicht bereichern will.

Inwiefern weicht den die HG meinen Anspruch auf? Durch die Unterhaltsvermutung? Die kann mein Vater durch ein Schreiben beseitigen, oder? Wenn ich das HG-Kreuz nicht mache, dann kommen doch nur noch weitere Fragen auf, warum ich bspw. keinen Mietvertrag vorzeigen kann etc.
Sry, bin da sehr unerfahren.

Änderung:

Gut, die Sache mit der HG verstehe ich nun. Muss mein Vater trotzdem schreiben, dass er mich nicht wirtschaftlich WEITER unterstützt?
Was mache ich bei Fragen, wenn ich auf meinen KdU-Antrag schreibe, dass ich mietfrei wohnen kann. Kommt es da nicht zu massenhaft Fragen?
 
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axellino

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Hallo,

Inwiefern weicht den die HG meinen Anspruch auf? Durch die Unterhaltsvermutung? Die kann mein Vater durch ein Schreiben beseitigen, oder?
Wenn ihr getrennt voneinander wirschaftet, dann seid ihr auch keine HG und dementsprechend ist das auch im Antrag so anzugeben. Dazu kann man den Antrag noch eine Erklärung beifügen und das wars.

Dazu lese bitte mal hier was,

https://www.elo-forum.org/bedarfs-h...amilie/176109-wende-haushaltsgemeinschft.html

Was mache ich bei Fragen, wenn ich auf meinen KdU-Antrag schreibe, dass ich mietfrei wohnen kann.
So denn Vater keine KDU haben möchte, ist unter Nr. 8 im Hauptantrag auch kein Kreuz zu setzen und somit ist die Anlage KDU auch hinfällig.

Info
ALG 2 Hauptantrag
 

Svenja87

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Dankeschön schonmal an beide Threadantworter!

Wie muss man diese genau Erklärung formulieren?

"Ich unterstütze meine Tochter nicht wirtschaftlich." Oder was wollen die da lesen?
 

axellino

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Steht doch da in den Link, den ich Dir gesetzt habe :wink:

"ERKLÄRUNG"

Ich, [Name, Vorname Vater], erkläre, dass ich meine Tochter [Name, Vorname] weder wirtschaftlich noch sonst wie unterstütze.

Ort, Datum

gez Vater
Ich bin aber gerade der Meinung, das Du die Erklärung erstmal ganz weglassen solltest, denn dafür besteht derzeit keine Veranlassung. Antrag wie beschrieben ausfüllen und abgeben und keine grossartigen Diskussionen bei der Antragsabgabe führen, schon gar nicht betreffend deines Vaters.
Ihr wirtschaftet getrennt voneinander und jeder für sich und das wars.
 

HartzVerdient

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Dass mit der KdU ist problematisch, da hier keine Nebenkostenabrechung gemacht wird. Meinem Vater gehört die Hälfte eines Dreifamilienhauses. Eine Wohnung und eine 'halbe' Wohnung. Seinem Buder gehört ebenfalls eine Wohnung und die ander Hälfte. Jedenfalls existieren keine 'richtigen' Nebenkostenabrechnung, die das Amt ja dann fordern wird, wenn ich da was eintrage.
Auch wenn man Teilhaber eines Dreifamilienhauses ist, so sind doch eindeutige Rechnungen vorhanden oder ? Jedes der Wohneinheiten wird doch eine eindeutige Rechnung zugeordnet. Daher würde ich an deiner Stelle die KdU nicht vernachlässigen, da dort eine irre Summe zusammenkommt. Dir stehen nämlich:

- Gas
- Wasser
- Wasseracht
- Häusliche Belastungen wie Abwasser, Müllentsorgung, Gehwegreinigung
- Schornsteinfeger
- Wartungskosten Heizung

Anteilig zu. Das kann bei dir locker mal zwischen 30-40€ im Monat nur für die Hausbelastung sein und nochmals 50-60€ im Monat für Gas. Was auf das Jahr gerechnet eine irre Summe (1000-1200€) darstellt. Die wollt ihr doch nicht verschenken.

- Warmwasserpauschale

Das kommt dann oben auch nochmals drauf...

Durchlaufende Kosten die du geltend machen kannst bei 0€ Miete... So ähnlich wie bei mir.

Es wäre auch etwas unglaubwürdig, wenn dein Vater diese "Nichtunterstützungsvermutung" unterschreibt, dich aber indirekt mit 1000-1200€ im Jahr aushält!
 
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axellino

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Da @HartzVerdient mit seinen letzten Satz ggfls. durchaus recht haben könnte und eigentlich Vater ja auch nix zu verschenken hat, solltet ihr ggfls. ein Mietvertrag aufsetzen, wo eine Pauschalmiete vereinbart wird, womit keine jährlichen Betriebskostenabrechnungen erstellt werden muss, allerdings auch keine Betriebskostennachzahlung gefordert werden kann.

Aus steuerrechtlichen Gründen und zum besseren Vergleich gegenüber den angemessenen KDU, sind Kaltmiete und Betriebskosten separat anzugeben, die Kaltmiete kann dabei auch bei 0 € liegen und somit bleibt das Finanzamt auch draussen und dies wäre auch keine Unterstützung im Sinne des § 9 Abs. 5 SGBII

Z.B. (Vorschlag)

Mietvertrag

Zwischen

Svenja87
(Mieter)

und

Paps
(Vermieter)

wird für die Dauer, die der Mieter im Haushalt bzw. Eigentum des Vermieters wohnt, Nachfolgendes vereinbart.

1. Vermietet werden folgende Räume an den Mieter zur alleinigen Nutzung, ..........
1.1 Gestattet wird die Mitnutzung folgender Räume des Vermieters, .......

2. Für die Nutzung zahlt der Mieter monatlich die hiermit vereinbarte Miete als Pauschale.
Mit dieser Pauschale sind alle Mietzins- und Betriebskostenforderungen abgegolten. Eine Betriebskostenabrechnung erfolgt nicht.

2.1. Die Miete beträgt:

Kaltmiete: ... Euro
Nebenkosten: ... Euro
Heizkosten: ... Euro
gesamt: ... Euro

2.2. Die Zahlung erfolgt monatlich bis zum 3. des Monats in Bar gegen Quittung oder per Überweisung auf das Konto des Vermieters.

3. Es gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen.

4. Der Vertrag gilt ab/von............. bis........../auf unbestimmte Zeit.
Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform.

Ort, Datum


Unterschrift Svenja87


Unterschrift Paps

Somit wäre die Anlage KDU auszufüllen und dazu dann noch die Erklärung zum Antrag packen und das solls dann eigentlich auch gewesen sein, HG vermuten von Seiten des JC hin oder her, beweisen müssen sie es können.
 
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HartzVerdient

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... und wenn der Papa vielleicht schon Rentner ist, dann sollte die Miete 0€ betragen. Da die Einnahmen sonst die Rente deines Vaters belasten könnte (Steuern).
 

Svenja87

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Auch wenn man Teilhaber eines Dreifamilienhauses ist, so sind doch eindeutige Rechnungen vorhanden oder ? Jedes der Wohneinheiten wird doch eine eindeutige Rechnung zugeordnet.
Eine eindeutige Zuordnung erfolgt nicht. Es gibt beispielsweise auch keine getrennten Wasseruhren. Es gibt aber sicherliche Gesamtkostenabrechnungen... bspw. Wasser. Diese Sachen haben aber weder mein Vater noch ich. Die Situation ist hier wie gesagt sehr angespannt. Ich würde das also am liebsten umgehen.

Wenn es dennoch einen Mietvertrag mit 0 Euro Kaltmiete gibt und so ca. 50 Euro Nebenkosten + 20 Euro Heizkosten, würde da das Amt da was an Rechnungen sehen wollen oder winken die das durch, weil das ja für die auch recht günstig wäre...? Wie gesagt fühle ich mich damit nicht ganz wohl. Würde meinen Vater da auch so wenig involvieren wollen wie irgend möglich.

Eigentlich sollte man doch meinen, dass die auf dem Amt glücklich darüber wären, wenn jemand kostenlos irgendwo wohnen kann.
 

HartzVerdient

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Wenn es dennoch einen Mietvertrag mit 0 Euro Kaltmiete gibt und so ca. 50 Euro Nebenkosten + 20 Euro Heizkosten, würde da das Amt da was an Rechnungen sehen wollen oder winken die das durch, weil das ja für die auch recht günstig wäre...? Wie gesagt fühle ich mich damit nicht ganz wohl.
Das kauft dir beim Amt niemand ab... Das wird das Problem sein... Langfristig!

Zum Einen muss dein Vater die "Nichtunterhaltsvermutung" unterschreiben. Zum Anderen wirst du aber indirekt durch deinen Vater alimentiert.

Das du keine Miete bezahlen musst... Das kann man dem Jobcenter sicherlich verklickern...

Das du aber weder Gas, Wasser noch sonstige Aufwendungen (und Kosten) verursachst, das glaubt dir niemand.

Auch bringt das "Orakeln" mit Zahlen nichts. Ihr habt bei euch in der Region einen regionalen Quadratmeterpreis für Mieten und auch Durchschnittswerte für Gas, Wasser und Haushaltsbelastungen. Und diese Zahlen würde ich heranziehen. Keine Phantasiewerte!

Es gibt hier zwei Möglichkeiten für das Jobcenter...

Eine Nebenkostenpauschale, die du mit deinem Vater vereinbarst... Das wollen die Jobcenter leider nicht so gerne, obwohl sie diese akzeptieren müssten.

Die pro-Kopf Pauschale. Dabei reichst du die Rechnungen für Strom/Gas, Wasser, Wasseracht, Schornsteinfeger, kommunale Abgaben usw. als Kopie beim Jobcenter ein. Daraus wird dann eine pro-Kopf Pauschale für dich ermittelt und bezahlt... So handhabe ich das hier im Haus mit meinen Eltern und das auch jedes Jahr neu!

Das ihr keine Übersicht über eure Ausgaben habt: Strom, Gas, Wasser und Co. würde ich als sehr unwirtschaftlich bezeichnen. Irgendwo müsst ihr doch ermitteln, wie die Ausgaben zu verstehen sind.

Bei Gesamtkostenabrechnungen müsste man diese Kosten dann durch 3 Parteien teilen (also drei Wohneinheiten). 1/3 der Kosten wären dann die Kosten deines Vaters... Von diesen 1/3 wird dir dann 1/2 als KdU anerkannt...

Beispiel:
Gesamtrechnung Wasser: 3000€
Gesamtrechnung Gas/Strom: 6000€
Gesamtrechnung komunale Kosten: 300€

Gesamtkosten 9300€ für die drei Wohneinheiten.

Davon dann 1/3 (weil du ja nur in 1 Wohneinheit und nicht in 1 1/2 Wohneinheiten wohnst). Das wären dann 3100€ für eure Wohneinheit pro Jahr! (Sind immer Jahresabrechnungen).

Diese 3100€ werden dann auf dich und deinen Vater aufgeteilt... Jeweils 50:50 (wenn noch mehr Leute bei deinem Vater wohnen, dann halt auf mehr Leute aufgeteilt).

Macht also 1550€ pro Jahr für dich!

1550€ / 12 Monate = 129.17€ pro Monat an KdU.

Das Geld würde natürlich noch separat aufgeteilt auf Heizungskosten und Hausbelastungskosten. Dazu nochmals 9.90€ Warmwasseraufbereitung pro Monat als Pauschale (so in etwa).

Sind jetzt Beispielzahlen, die nicht der Realität entsprechen müssen. Auch rechnet das Jobcenter erstmal die Gesamtkosten durch 12 Monate und Teilt sie dann auf die jeweiligen Leute im Haus auf. Ist halt nur ein anderer Rechenweg mit gleichem Ergebnis.

Also bitte keine Phantasiewerte... Sondern rechnen...

Auch wenn ihr eine Nebenkostenpauschale vereinbart... Dann muss diese schon den örtlichen Anforderungen und Gegebenheiten entsprechen...
 

axellino

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Wenn es dennoch einen Mietvertrag mit 0 Euro Kaltmiete gibt und so ca. 50 Euro Nebenkosten + 20 Euro Heizkosten, würde da das Amt da was an Rechnungen sehen wollen
Wenn das zwischen den Vertragsparteien so vertraglich festgehalten wird, dann hat das JC das so zur Kenntnis zu nehmen. Wichtig ist halt, das die Wohnkosten angemessen sind und das würden sie ja auch sein, deinen Angaben nach. Rechnungen in diesen Zusammenhang, die an den Vermieter gehen und für diesen bestimmt sind, gehen das JC absolut nix an, das sind Unterlagen Dritter und Du hast kein Zugriff darauf, da hört dann auch deine Mitwirkungspflicht auf.
 

HartzVerdient

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Ca. 70 - 100€ pro Monat halte ich für realistisch!

Bei mir wären das ungefähr:
Ca. 28€ für Haushaltsbelastung (Abwasser, Müllbeseitigung, Wasser, Straßenreinigung...)
Ca. 52€ für Heizung / Gas + Heizkostenpauschale (Hat man bei uns zusammengelegt)

Ca. 80€ pro Monat

80€ x 12 Monate = 960€ pro Jahr!
 

Svenja87

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Ich habe noch Unterlagen aus 2016 von meinem Vater bekommen.

Bescheid über Grunsbesitzabgaben: 2341, 82
(Grundsteuer B, Abfallbeseitigungsgebühren, Schmutzwassergebühren, Niederschlagswassergebühren, Straßenreinigungsgebühren)

Schornsteinfeger: 103,77 + 50,86 = 154,63

Jahresabrechnung Wasser: 597,80

Gas: 1989,10

Strom: 443,07
(Hier liegt der Abschlag bei 53 Euro alle 3 Monate)

Gesamt: 5526,42

1/3= 1842,14 : 12= 153,51 Euro pro Monat für 2 Personen

Für mich also 76,75 Euro pro Monat.

Wenn also eine Pauschale von 80 Euro vereinbart wird, dann sollte das doch passen, oder?

Muss ich denen die ganzen Rechnungen geben? Sind an die Eigentümergemeinschaft adressiert. Weiß nicht, ob das problematisch ist, aber die Wohnungen sind ca. 100qm groß. Nicht, dass man noch besser lebt als man darf? Des Weiteren steht eine Wohnung komplett leer und in der Wohnung des Miterben leben 5 Personen. Weiß also nicht, ob man beispielsweise gerade beim Wasser so rechnen darf, es gibt wie gesagt da nur eine Wasseruhr.
 

Svenja87

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Wenn das zwischen den Vertragsparteien so vertraglich festgehalten wird, dann hat das JC das so zur Kenntnis zu nehmen. Wichtig ist halt, das die Wohnkosten angemessen sind und das würden sie ja auch sein, deinen Angaben nach. Rechnungen in diesen Zusammenhang, die an den Vermieter gehen und für diesen bestimmt sind, gehen das JC absolut nix an, das sind Unterlagen Dritter und Du hast kein Zugriff darauf, da hört dann auch deine Mitwirkungspflicht auf.
Gut, dann bekommen die erstmal keine Unterlagen. Diese sind ja auch an die Eigentümergemeinschaft gerichtet und nicht an mich.


Zur KdU: 2.1 Anzahl der Räume. Muss ich da nur meinen Wohnraum angeben oder ist die gesamte Wohnung anzugeben inklusive der Gesamtquadratmeterzahl?

2.2 Grundmiete entfällt und ich trage nur die Nebenkosten ein. Bei den Heizkosten dann nichts, weil es eine Nebenkostenpauschalvereinbarung mit meinem Vater gibt?

Die Erklärung zur Eigentumswohnung muss ich auch bearbeiten? Also "Die Nebenkosten setzen sich zusammen aus..."?

3. Energiequellen? Nachweise? Reicht da auch der Vertrag mit meinem Vater oder muss er für mich dann abrechnen?

4. Wohnverhältnisse. Da wäre dann eine 1 einzutragen, da ich mit meinem Dad zusammenwohne?


Danke nochmals und sry für den Doppelpost.
 

Gaestin

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Svenja, Du musst Dir aber darüber im klaren sein, dass das Amt sofort
also 1. April bis 1. September
versuchen wird, Dich in Arbeit zu bringen. Egal was.
Pflicht des SB.
 

Svenja87

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Svenja, Du musst Dir aber darüber im klaren sein, dass das Amt sofort
also 1. April bis 1. September
versuchen wird, Dich in Arbeit zu bringen. Egal was.
Pflicht des SB.
Das finde ich auch in Ordnung, wenn es angemessen ist. Ansonsten habe ich hier ja von 'Abwehrmaßnahmen' schon gehört. Ich bin aber durchaus bereit auch zu arbeiten und wenn mich ein Arbeitgeber für 5 Monate beschäftigen will, okay für mich!
 

axellino

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Zur KdU: 2.1 Anzahl der Räume. Muss ich da nur meinen Wohnraum angeben oder ist die gesamte Wohnung anzugeben inklusive der Gesamtquadratmeterzahl?
Meiner Meinung nach, müsste hier die Gesamtfläche der Eigentumswohnung deines Dads rein, man möge mich bitte berichtigen, wenn ich falsch liege.
Gebäude bezugsfertig seid, vermietet/verpachtet, leer stehend, Gewerberäume/ gewerbliche Nutzung,
Anzahl der Wohneinheiten (bei Eigenheim) sind leer zulassen.


.
2.2 Grundmiete entfällt und ich trage nur die Nebenkosten ein. Bei den Heizkosten dann nichts, weil es eine Nebenkostenpauschalvereinbarung mit meinem Vater gibt?
Wieso nur Nebenkosten und keine Heizkosten, Mietvertrag??

Die Erklärung zur Eigentumswohnung muss ich auch bearbeiten? Also "Die Nebenkosten setzen sich zusammen aus..."?
Nein, bist Du Eigentümer und betreffend der Nebenkosten, gibt es doch den Mietvertrag mit einer Betriebskostenpauschale.

556 BGB
2) Die Vertragsparteien können vorbehaltlich anderweitiger Vorschriften vereinbaren, dass Betriebskosten als Pauschale oder als Vorauszahlung ausgewiesen werden. Vorauszahlungen für Betriebskosten dürfen nur in angemessener Höhe vereinbart werden.
--------------------------------

4. Wohnverhältnisse. Da wäre dann eine 1 einzutragen, da ich mit meinem Dad zusammenwohne?
Ich meine ja,
 

Svenja87

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Wieso nur Nebenkosten und keine Heizkosten, Mietvertrag??
Ich dachte, dass es dann eine Nebenkostenpauschale inklusive der Heizkosten ist. Kann das aber ähnlich machen wie HartzVerdient und das so angeben.

Ca. 28€ für Haushaltsbelastung
Ca. 52€ für Heizung / Gas + Heizkostenpauschale
 

axellino

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Ich dachte, dass es dann eine Nebenkostenpauschale inklusive der Heizkosten ist.
Möchtest Du denn den Mietvertrag mit Miete und Betriebskosten als Pauschale aus Beitrag 8 so übernehmen ??

2. Für die Nutzung zahlt der Mieter monatlich die hiermit vereinbarte Miete als Pauschale.
Mit dieser Pauschale sind alle Mietzins- und Betriebskostenforderungen abgegolten. Eine Betriebskostenabrechnung erfolgt nicht.

2.1. Die Miete beträgt:

Kaltmiete: ... Euro
Nebenkosten: ... Euro
Heizkosten: ... Euro
gesamt: ... Euro
dann kritzel mit Paps was rein da.

Ca. 28€ für Haushaltsbelastung
Ca. 52€ für Heizung / Gas + Heizkostenpauschale
Ob 52 € Heizkosten ggfls. zu hoch wären und somit nicht angemessen, weiss ich nicht, hängt wohl auch davon ab, wieviel qm bewohnst Du selbst in der Wohnung

Das könntest Du hier in Erfahrung bringen

Örtliche Richtlinien KDU
 
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Svenja87

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Möchtest Du denn den Mietvertrag mit Miete und Betriebskosten als Pauschale aus Beitrag 8 so übernehmen ??
Ja, allerdings bin ich nun etwas unsicher, was die genauen Zahlen angeht. Habe mich in deinem Link umgesehen. Ich bewohne ca. 13qm eigen und würde mir dann die Küche und das Bad hier teilen. Beide Räume haben zusammen ca. 16qm. Liege also so bei knapp 30qm. Die Höhe der Nebenkosten ist auch der Wohnungs- bzw. Hausgröße/Grundstücksgröße geschuldet, da darauf ja der Bescheid der Grundbesitzabgaben aufbaut. Finde aber, dass ich da mit 28 Euro gut liege (auch nach besagter Rechnung vorheriger Posts).

Bei den Heizkosten muss man evtl. etwas runter. Ich muss ja nur meinen Raum heizen und dann zur Hälfte Küche und Bad.

Es würde also so aussehen:

2.1. Die Miete beträgt:

Kaltmiete: 0 Euro
Nebenkosten: 28 Euro
Heizkosten: 30 Euro
gesamt: 58 Euro


Der Vetrag müsste aber schon mindestens 6 Monate laufen, da ansonsten ein Scheingeschäft unterstellt werden könnte, richtig? Was sagt ihr zu den Zahlen? Eigentlich ist das doch viel günstiger für das Amt als einen Umzug zu finanzieren.

Mir erscheinen 58 Euro echt günstig. Will auch nicht, dass einem dann wieder unterstellt wird, man werde doch alimentiert.....:doh:
 

HartzVerdient

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Ja, allerdings bin ich nun etwas unsicher, was die genauen Zahlen angeht. Habe mich in deinem Link umgesehen. Ich bewohne ca. 13qm eigen und würde mir dann die Küche und das Bad hier teilen. Beide Räume haben zusammen ca. 16qm. Liege also so bei knapp 30qm. Die Höhe der Nebenkosten ist auch der Wohnungs- bzw. Hausgröße/Grundstücksgröße geschuldet, da darauf ja der Bescheid der Grundbesitzabgaben aufbaut. Finde aber, dass ich da mit 28 Euro gut liege (auch nach besagter Rechnung vorheriger Posts).
Der Gedanke ist falsch!

Auch wenn du nur ein kleines 13qm Zimmer bewohnst und vernünftigerweise auch das Bad und die Küche als abgegrenzte Räumlichkeiten betrachtest, so ist der Denkansatz falsch!

Du bildest in einer "Wohngemeinschaft" deinen eigene "Bedarfsgemeinschaft". Du kommst nicht umzu, die anderen Räumlichkeiten in irgendeiner Art und Weise mal zu betreten. Sei es das Wohnzimmer, die Abstellkammer, Keller, Garage oder wie auch immer. Daher zählt das ganze Haus (respektive die Wohneinheit in der du und dein Vater gemeinsam bewohnt). Also 50:50.
 

Svenja87

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Du bildest in einer "Wohngemeinschaft" deinen eigene "Bedarfsgemeinschaft". Du kommst nicht umzu, die anderen Räumlichkeiten in irgendeiner Art und Weise mal zu betreten. Sei es das Wohnzimmer, die Abstellkammer, Keller, Garage oder wie auch immer. Daher zählt das ganze Haus (respektive die Wohneinheit in der du und dein Vater gemeinsam bewohnt). Also 50:50.
Gut, das hieße dann, dass ich bei den Heizkosten doch mehr ansetzen muss? Immerhin sind hier dann 100qm zu heizen. Welche Wohnungsgröße hast du denn, HartzVerdient? Bei dir scheinen die ja nicht gemeckert zu haben bei der Angabe. Es scheint mir mit meinen Rechnungen durchaus vergleichbar zu sein.
 

HartzVerdient

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Gut, das hieße dann, dass ich bei den Heizkosten doch mehr ansetzen muss? Immerhin sind hier dann 100qm zu heizen. Welche Wohnungsgröße hast du denn, HartzVerdient? Bei dir scheinen die ja nicht gemeckert zu haben bei der Angabe. Es scheint mir mit meinen Rechnungen durchaus vergleichbar zu sein.
Wir haben hier ca. 120qm bei drei Personen.

Da gibt es auch nix zu meckern, da:

1) Das Haus meinen Eltern gehört,
2) Ich in einer Wohngemeinschaft meine eigene Bedarfsgemeinschaft bilde,
3) Die bei 0€ Miete einfach mal die Klappe halten, weil alles Andere betriebswirtschaftlicher Unfug für die Leistungsabteilung des Jobcenters darstellt.

Wenn die den Mund aufmachen oder monieren, gleich mit der Miet-Keule für eine Mietwohnung kommen. Am tollsten wäre dann noch, wenn dein Landkreis / Gemeinde keinerleich Mietkonzept für Sozialbau hat, denn dann müssen die sogar teurere Mieten übernehmen. Da die dort nicht so blöd sind, werden die ganz schön den Mund halten. 0€ Miete ist wie ein 6'er im Lotte für die. Dann lieber 10-20€ mehr an KdU abdrücken, als mtl. 400€ für eine Miete + 120€ KdU.

Ich kann das Haus ja nicht verkleinern oder abschneiden. Auch die Argumentation 80qm bei Miete zählt ja nicht, weil meine Eltern keine Leistung beziehen und denen das am A... vorbei geht. ich bin hier halt nur geduldet...
 
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