U25- Wieder raus von zuhause...

HateÄmter

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Hey Forum!

Ich lebe derzeit bei meiner Mutter zuhause, bin 22 Jahre alt und verfolge das Forum schon seit einem kurzen Zeitraum, dennoch habe ich recht wenig Ahnung von der Materie!

Kommen wir zu meinem Anliegen:

Ich merke so langsam wie die Luft zuhause wieder dicke wird, und das ist nicht das erste mal, hatte mich schon einmal von zuhause abgemeldet (ca. 1-2 Monate, vllt noch länger) bin aber wieder zuhause und war schon einige male beim JC, erfolglos (beziehe zZ. nichts, bin auf Arbeitssuche und ja, ich schreibe Bewerbungen!!!)!

Meine Mutter hat mir schon desöfteren wieder gedroht mich rauszuschmeißen, als ich beim JC war meinten sie ich müsste mit meiner Mutter dahin, weil U-25, Unterhaltspflicht und blabla, meine Mutter hat auch ihre schlechten Erfahrungen mit dem JC schon durchlebt, weshalb sie auch keinen Nerv mehr für diese Schikanen hat und mit mir nicht hin wollte...

Sooo, da ich vermute, dass ich höchstwahrscheinlich wieder auf der Straße landen werde oder wieder als Wohnungsnomade bei Bekannten und Freunden hausen muss, möchte ich nicht noch einmal unvorbereitet in so eine Situation stürzen...

Aaalso, wie sollte ich vorgehen, was sollte ich wissen, was muss ich beachten?

lg
 

Rechtsverdreher

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Meine Mutter hat mir schon desöfteren wieder gedroht mich rauszuschmeißen, als ich beim JC war meinten sie ich müsste mit meiner Mutter dahin, weil U-25, Unterhaltspflicht und blabla, meine Mutter hat auch ihre schlechten Erfahrungen mit dem JC schon durchlebt, weshalb sie auch keinen Nerv mehr für diese Schikanen hat und mit mir nicht hin wollte...

Sooo, da ich vermute, dass ich höchstwahrscheinlich wieder auf der Straße landen werde oder wieder als Wohnungsnomade bei Bekannten und Freunden hausen muss, möchte ich nicht noch einmal unvorbereitet in so eine Situation stürzen...
- Du bist nicht verpflichtet mit Deiner Mutter zusammen Anträge auf Sozialleistungen zu stellen. Du kannst lt. Gesetz ab 15 Jahren Anträge selbst stellen. Es spielt keine Rolle, dass Du U25 bist.

- Wenn Du auch nur 1 Tag obdachlos bist, dann steht Dir eine eigene Wohnung zu. Auch, wenn Deine Mutter sich im nachhinein entschliesst Dich wiederaufzunehmen. Das Jobcenter ist verpflichtet Dir die Anmietung einer Wohnung zu erlauben bzw. eine Zusicherung über die Kostenübernahme für die Anmietung einer Wohnung auszustellen.

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1. Stelle beim Jobcenter einen Erstantrag auf ALG II. Wenn die sich weigern den Antrag anzunehmen, indem sie versuchen ihn Dir zurückzugeben, dann nehme ihn nicht zurück und verlasse das Jobcenter. Nim einen Zeugen mit.

2. Reiche eine Fachaufsichtsbeschwerde ein und teile denen mit, dass wenn Dir nicht sofort zugesichert wird, dass Dein Antrag bearbeitet wird Du eine Untätigkeitsklage beim Sozialgericht einreichen wirst.
Am besten gibst Du sie gleich mit dem Erstantrag beim Jobcenter ab.

3. Nach Ablauf dieser einwöchigen Frist reichst Du eine Untätigkeitsklage beim Sozialgericht ein. Begründung: Die weigern sich deinen Erstantrag zu bearbeiten. Deine Mutter möchte Dich nicht zum Jobcenter begleiten.

4. Dann kommt wahrscheinlich ein Versagungsbescheid vom Jobcenter, weil Du nicht mitgewirkt hast. Hiergegen sofort Widerspruch einlegen.

5. Du reichst beim Sozialgericht sofort eine einstweilige Anordnung ein und verlangst die Auszahlung von 382 €/Monat, bis über Deinen Widerspruch und Klage entschieden wurde. Teile auch mit, dass Du obdachlos bist und z. Z. eine Wohnung suchst. Ausserdem wollen Sie Kopien Deiner Kontoauszüge der letzten 2-3 Monate haben und eine eidesstattliche Versicherung, dass Du kein Geld mehr hast bis auf z. B. ~100 €.

6. ~1 Monat später erhältst Du vom Sozialgericht einen Beschluss, indem Dir 100% recht gegeben werden wird.
Sollte das Jobcenter sich weigern sofort zu zahlen, reichst Du beim Sozialgericht einen Antrag auf Zwangsmassnahmen gegen das Jobcenter mit Fristsetzung ein in Höhe von 1000€, nach §201 SGG.

7. Suche Dir zwischendurch eine anmietbare Wohnung mit ~48m² Wohnfläche. Mit dem Mietvertrag gehst Du zum Jobcenter und verlangst die Zusicherung zur Anmietung. Wenn Du sie nicht erhältst, dann muss Du wieder zum Sozialgericht eine einstweilige Anordnung beantragen.
Eigentlich kannst Du bei Obdachlosigkeit auch ohne eine Zusicherung eine Wohnung anmieten, aber ein Vermieter wird sich nicht darauf einlassen wollen, weil er Angst hat seine Miete zu erhalten.
Ausserdem stellst Du gleich einen Antrag auf Wohnungserstausstattung ~1000€.

Oder Du nimst dir einen Anwalt ab Pkt. 3 dafür:
Adressen — Tacheles Adressdatenbank

Örtliche Mietobergrenzen:
Harald Thome - Örtliche Richtlinien

P.S.: Unterzeichne keine Eingliederungsvereinbarung, egal was sie sagen.
 
S

silka

Gast
(beziehe zZ. nichts, bin auf Arbeitssuche und ja, ich schreibe Bewerbungen!!!)!
Sooo, da ich vermute, dass ich höchstwahrscheinlich wieder auf der Straße landen werde oder wieder als Wohnungsnomade bei Bekannten und Freunden hausen muss, möchte ich nicht noch einmal unvorbereitet in so eine Situation stürzen...
Mich macht stutzig:
Warum gehst du überhaupt zum Jobcenter, wenn du keine Leistungen beziehst?
Wer mit 22 weder leistungsberechtigt noch Leistungsbezieher ist, und also seinen Lebensunterhalt selber bestreiten kann, der kann doch hinziehen, wo er will.
Er muß es sich halt nur leisten können.
Aber das JC hat dann damit gar nichts zu tun!!

Was genau steht bei dir an?
Und: Bezieht deine Mutter jetzt noch Leistungen vom JC?
 

HateÄmter

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Erstmal danke, Rechtsverdreher!

Mich macht stutzig:
Warum gehst du überhaupt zum Jobcenter, wenn du keine Leistungen beziehst?
1. Stelle beim Jobcenter einen Erstantrag auf ALG II.
Um Punkt 1 nachkommen zu können müsste ich ja zum JC oder ?

Wer mit 22 weder leistungsberechtigt noch Leistungsbezieher ist, und also seinen Lebensunterhalt selber bestreiten kann, der kann doch hinziehen, wo er will.
Ist ein Arbeitsloser (vielleicht war ich nicht deutlich genug) nicht leistungsberechtigt ?

Er muß es sich halt nur leisten können.
Aber das JC hat dann damit gar nichts zu tun!!
Habe doch 0 Einkommen...

Was genau steht bei dir an?
Und: Bezieht deine Mutter jetzt noch Leistungen vom JC?
Nope, Mutter bezieht keine Leistungen mehr, Vollzeitbeschäftigung.


Wie sollte so eine "Fachaufsichtsbeschwerde" aussehen ?

Habe bisschen gesucht (google und forum), aber schlau bin ich diesbzgl. nicht wirklich geworden...
 

Krizzo

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Mich macht stutzig:
Warum gehst du überhaupt zum Jobcenter, wenn du keine Leistungen beziehst?
Wer mit 22 weder leistungsberechtigt noch Leistungsbezieher ist, und also seinen Lebensunterhalt selber bestreiten kann, der kann doch hinziehen, wo er will.
Er muß es sich halt nur leisten können.
Aber das JC hat dann damit gar nichts zu tun!!

Was genau steht bei dir an?
Und: Bezieht deine Mutter jetzt noch Leistungen vom JC?
Er geht zum Jobcenter, weil er nicht obdachlos werden will. Hast du das Grundprinzip von ALG II bzw. von Jobcentern verstanden?
 
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