U25 trifft nicht zu, welche Regelleistung

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julchen80

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Hilfe!
Seit ca. 4 Stunden suche ich auf allen möglichen Seiten eine Antwort auf meine Frage:
Meine Freundin U25 ist von Köln nach Lübeck zu ihren Eltern zurück gezogen. Dies soll aber nur von kurzer Dauer sein da sie eine Bestätigung vom Arzt hat das es aus gesundheitl. Gründen erforderlich ist das sie alleine wohnt. Die Arge Köln hat ihr auch den Umzug genehmigt. So weit so gut...
Die Arge in Lübeck scheint vorne und hinten keine Ahnung zu haben. Erst wird gesagt sie fällt nicht unter die U25 Regelung da sie seit 6 Jahren nicht mehr zu Hause gewohnt hat und dann wird wieder gesagt das sie zwar ne Wohnung haben kann aber nach dem U25 Satz Leistungen erhält.
Sie hat eine Wohnung gefunden die 214 Euro kalt kostet. Die Arge will aber nur 185 Euro zahlen nach dem U25 Satz.
Wir wollen jetzt wissen
1. Bekommt sie Hartz 4 für U25 oder den allgemeinen Satz
2. Wenn sie vor dem Urteil von 2006 schon alleine gewohnt hat dann sollte sie doch den allgemeinen Satz erhalten, oder nicht?
3. Gibt es einen Paragraphen oder irgendwas was sie dorthin mitnehmen kann? Der Paragraph 22 alleine nützt nichts da die Arge dann wieder sagt das sie umziehen kann aber nach U25 berechnet wird. Irgendwas wo steht das sie, weil bei ihr U25 nicht zutrifft, den allgemeinen Satz erhält wie für alle die über 25 sind.
Bitte helft mir ich verzweifle schon und meine Freundin ist schon fertig weil sie schon dreimal bei der Arge war und immer andere Aussagen bekommt.
 

Anzi

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Wenn man eine eigene Bedarfsgemeinschaft bildet (bei mir z.B. wegen Schwangerschaft, hatte aber auch eine Bescheinigung, dass ein zurückziehen ins Elternhaus nicht zumutbar ist) bekommt man den ganz normalen Regelsatz.

schau mal hier, §22
(2a) Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden ihnen Leistungen für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur erbracht, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn

1. der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,

2. der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder

3. ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.
in diesem fall müsste der §22 schon helfen, da ja ein schwerwiegender Grund vorliegt. Und als eigene BG hat sie Anspruch auf ganz normale Regelleistung. War bei mir auch so, und gab dahingehend nicht mal ansatzweise Probleme.
 

julchen80

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Wenn man eine eigene Bedarfsgemeinschaft bildet (bei mir z.B. wegen Schwangerschaft, hatte aber auch eine Bescheinigung, dass ein zurückziehen ins Elternhaus nicht zumutbar ist) bekommt man den ganz normalen Regelsatz.

schau mal hier, §22


in diesem fall müsste der §22 schon helfen, da ja ein schwerwiegender Grund vorliegt. Und als eigene BG hat sie Anspruch auf ganz normale Regelleistung. War bei mir auch so, und gab dahingehend nicht mal ansatzweise Probleme.
danke für deine antwort!
es gilt für u25 nach 2006 ein geringerer satz aber da sie ja schon vor 2006 ausgezogen ist gilt das nicht für sie.
der sachbearbeiter wollte ihr ja nur die geringere kaltmiete zugestehen. sie hat jetzt ne beschwerde geschrieben.
hab gesehen das du aus norddeutschland bist. zufällig lübeck wie meine freundin? hab noch nie so ein chaos erlebt.
dann müsste sie ja auch zur normalen arge und nicht zur u25, oder?!
 
F

FrankyBoy

Gast
Mir ist keine Rechtsgrundlage bekannt, nach der Kosten der Unterkunft und vor allem die Kaltmiete kürzbar ist.

Deine Freundin sollte daher unbedingt auch nach der Rechtsgrundlage fragen, auf die diese Rechnung beruht.
 
E

ExitUser

Gast
Sicher, dass der U25-Satz sich auf die Miete bezieht und nicht auf den Regelsatz?
Ich möchte nix falsches angeben. Aber der U25 bezieht sich doch eigentlich auf den Regelsatz?

UPS. Hat sich wohl überschnitten.
FrankyBoy meint, glaube ich jedenfalls, das gleiche wie ich.
 
F

FrankyBoy

Gast
U 25 - unter 25-jährige (eine neue "Bevölkerungsschicht") seit der ersten Novelle des Hartz-IV Gesetzes besagte erste einmal nur, dass unter 25-jährige Bürger mit "anderen Rechtsgrundlagen" zu kämpfen haben.

Gesetz zur Änderung des SGB II und anderer Gesetze (03/2006)

Der Bundestag beschloss am 17. Februar 2006 weitere Änderungen des Arbeitslosengeldes II; die Änderungen traten zum 24. März 2006 in Kraft (Fundstelle: BGBl. Jahrgang 2006, Teil Nr. 14; PDF, HTML).
Bei ihren Eltern wohnende arbeitslose Volljährige, die noch nicht 25 Jahre alt sind (sogenannte „U25“), erhalten seit dem 1. Juli 2006 nur noch 80 Prozent (276 €) Alg II. Wenn sie aus dem Haushalt der Eltern ausziehen wollen, müssen sie seit dem 1. April 2006 zuvor einen Antrag auf Umzug stellen, der einer Genehmigung bedarf. Jugendliche, die bis zum 17. Februar 2006 eine eigene Wohnung bezogen haben, müssen grundsätzlich nicht zu den Eltern zurück. Es ist allerdings möglich, dass Jugendliche mit einer eigenen Bedarfsgemeinschaft, die umziehen wollen, an die Eltern zurück verwiesen werden, da nicht nur der Erstauszug, sondern auch weitere Umzüge genehmigungspflichtig sind.
Außerdem wurde die Regelleistung zum 1. Juli 2006 bundesweit einheitlich auf monatlich 345 € festgesetzt und der Rentenbeitrag zum 1. Januar 2007 von vorher 78 € auf 40 € abgesenkt.


Arbeitslosengeld II
Etwas allgemeinverständlicher hier im Video (2. Teil des Films): YouTube - Volker Pispers - Riesterrente und Hartz IV
 
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