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U25, seit 5 Jahren eigene Wohnung, Anspruch auf ALG II nach Ausbildung?

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Montilein

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Hallo, ich bin neu hier und habe mal eine Frage

(sorry, wenn ein Fall dieser Art schonmal geschildert wurde, hab kurz quer gelesen, aber nichts gefunden)

Ich bin 24 jahre alt und wohne seit über 5 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern (aus familiären gründen)

Nun habe ich nach meinem Abitur meine Ausbildung gerade abgeschlossen und wurde im zuge der Finanzkrise nicht übernommen.

Mein ALGI wird bei etwas 340 € liegen... Das reicht nicht mal um meine Wohnung zu finanzieren. (Nur genau für die Miete, die liegt bei 340 €, 34 m², 1 - Zi.-Whg)

Ich war jetzt bei der ArGe und habe mir die Unterlagen für das ALGII abgeholt, da ich also aufstockende Leistungen beantragen möchte/muss, da ich ja auch irgendwovon leben will. (sowie andere Fixkosten decken muss)

In den Anträgen wird nun gefragt, wieviel meine Eltern verdienen. Im Internet habe ich die Regelung für U25-Jährige gefunden, dass Eltern noch unterhaltspflichtig sind und mit in die Bedarfsgemeinschaft einbezogen werden müssen.

ich will aber nach so langer Abhängigkeit erstens auf eigenen Beinen stehen und zweitens kann ich nicht zurück zu meinen Eltern ziehen, weil die jenigen es waren, die wollten dass ich ausziehe. Inzwischen haben wir zwar ein gutes Verhältnis zueinander aber ein zurückziehen ist undenkbar.

Habe ich also nun überhaupt keinen Anspruch auf Leistungen von der ArGe? Müssen meine Eltern in jedem Fall einspringen? (BTW: Sie verdienen zusammen ausgezahlt ca.4500 €... schätze ich mal)

Vielen Dank für eine Antwort schon mal im Voraus..

LG
 

Mario Nette

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Lass dich nicht verwirren. Das gilt nur, wenn man noch zuhause wohnt. Da du bis jetzt bestens allein klarkommen konntest und auch vor fünf Jahren ganz sicher nicht abzusehen war, was in fünf Jahren sein wird, kann man dir keinen Strick drehen daraus, dass du als U25er allein wohnst. Deine Eltern haben soweit ich weiß keinen Grund, irgendwelche Angaben zu machen, denn: Sie dürften dir nicht mehr unterhaltspflichtig sein nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. Lass dich unter keinen Umständen nötigen, zu deinen Eltern zurückzuziehen.

Mario Nette
 

Melle1988

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Ich schliesse mich da an. Ich habe nach meiner Ausbildung auch zusätzlich Aufstockung beantragt, da ich auch nicht mehr zu hause wohne. Und habe das Feld einfach weggestrichen. Die haben den Antrag einfach so bearbeitet und ich wurde bis heute nicht mehr danach gefragt, was meine Eltern verdienen. Und da du ja schon vor deiner "Arbeitslosigkeit" alleine gewohnt hast, können die dich nicht zwingen zurückzugehen.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen!
 

Montilein

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Das hört sich gut an. Meine Eltern haben mir jetzt noch ein letztes Mal Geld gegeben, aber irgendwann ist dann ja auch mal schluss. Man möchte ja auch irgendwann erwachsen sein. ich hoffe wirklich, dass die ArGe sich nicht quer stellt, aber habe im Netz jetzt auch schon oft von der "nach-abgeschlossener-Berufsausbildung"-Regelung gelesen.

Vielen Dank erstmal, mache mich dann mal weiter ans Anträge ausfüllen und Sachen zusammensammeln ;)
 

Montilein

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Hier nochmal das Ergebnis:

Ich habe die Erklärung zum Unterhalt einfach nicht ausgefüllt und in der Begründung zu meinem Antrag geschrieben, dass meine Eltern aus den bereits genannten Gründen nicht unterhaltspflichtig sind.

Mein Antrag wurde bewilligt, und dass sogar schon nach einer Woche! ;)
 

Erolena

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Hab mal eine Nachfrage:
Bleibt es beim ausgelernten Azubi unter 25 Jahren der in eigenem Haushalt lebt immer noch beim U25-Bedarfssatz?
Oder bekommt er den Erwachsenensatz für Alleinlebende?
 

lekiki

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Hab mal eine Nachfrage:
Bleibt es beim ausgelernten Azubi unter 25 Jahren der in eigenem Haushalt lebt immer noch beim U25-Bedarfssatz?
Oder bekommt er den Erwachsenensatz für Alleinlebende?

In obigen Fall besteht Anspruch auf 359,00 € Regelleistung, also der Erwachsenensatz für Alleinlebende.
 

Erolena

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Danke. Das scheint mit logisch wg. eigenen Haushaltsgrundkosten usw. Aber wie wird das eigentlich gesetzlich begründet, dass der eine im eigenen Haushalt den Erwachsenensatz bekommt. Der andere als U25 im Haushalt der Eltern, der eine eigene BG bildet durch eigenes Einkommen bei dem wird ständig der Bedarfssatz U25 angewandt, damit ein Kindergeldüberhang bei den Eltern angerechnet werden kann.

Im zweiten Fall liegt entweder eine Haushaltsgemeinschaft vor.
Oder eine Wohngemeinschaft - bei völliger Trennung der Haushalte, er wirtschaftet er ganz allein.

Frage: Dann müßte doch dem U25 in der Wohnung der Eltern im genannten Fall auch der Alleinlebenden Bedarf von 359 Euro zustehen?
 
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