U25 muss von zu Hause ausziehen, keine Wohnung, nicht erwerbsfähig was tun? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

stnrlt

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 März 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Hallo,

ich bin m/20 Jahre alt und meine Mutter will das ich die nächsten Wochen aus unserem Haus ausziehe. Ich habe eine Angst - und Panikstörung ADS und Depressionen weshalb mich der Psychologe vom Arbeitsamt als Ausbildungsunfähig eingestuft hat. Die Probleme plagen mich schon seit ich 17 bin und seit her war ich bei 3 Psychotherapeuten aber keine Therapie brachte etwas. Aufgrund des Wohnungsmangles sitze ich sozusagen hier fest. Ich hatte von einem Jahr einen Nebenjob für 450€ aber konnte die psychische Belastung nicht mehr aushalten, damals war ich auch schon ein paar mal beim JC und die meinten das sie mir erst weiter helfen können bezüglich ALG II wenn meine Mutter mich rausschmeißt was jetzt dann in kürze der Fall ist. Ich musste früher schon einmal raus zu meinem Bruder ziehen der hat aber eine Schimmelwohnung die bei mir gesundheitliche Probleme verursacht hat, später bin ich wieder zur Mutter gezogen.
Jetzt weiß ich nicht wie es weiter gehen soll, meine Mutter meint das sie mir nichts zahlen wird und es ihr egal ist wo ich lande und was ich mache. Eine WG ist für mich unvorstellbar ich kann nur alleine im Haushalt leben wenn ich will das es sich bei mir psychisch jemals verbessern soll. Kann mir jemand sagen was ich in der Situation tun kann um schleunigst eine Wohnung zu bekommen, falls überhaupt möglich?
 
G

Gelöschtes Mitglied 68307

Gast
Wie wäre es mit einer Wohngruppe in einer - das mag jetzt erstmal hart klingen - Therapieeinrichtung?

So wie das aussieht, bekommst du auf dem freien Wohnungsmarkt gar nichts. Oder nur irgendwelche dunklen Löcher. Das macht wenig Sinn. Sprich' gezielt deinen behandelnden Arzt darauf an.
 

stnrlt

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 März 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Wie wäre es mit einer Wohngruppe in einer - das mag jetzt erstmal hart klingen - Therapieeinrichtung?

So wie das aussieht, bekommst du auf dem freien Wohnungsmarkt gar nichts. Oder nur irgendwelche dunklen Löcher. Das macht wenig Sinn. Sprich' gezielt deinen behandelnden Arzt darauf an.
schwierig, kann ich mir nicht vorstellen aber wenns sein muss dann muss ich es wohl über mich ergehen lassen
 

stnrlt

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 März 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Weiß Deine Mutter, dass sie bis Ende der ersten Ausbildung oder bis zum 25. Geburtstag ihres Sohnes unterhaltspflichtig ist? Wenn sie es nicht weiß, wird das Amt sie aufklären.
ja ich habe es ihr schonmal gesagt aber sie war dann nicht wirklich einsichtig, aber... das große aber ist das ich nicht damit leben könnte das ich meine Mutter dann aussaugen würde (auch wenn man es nicht so nennen sollte), so würde ich mich dann nähmlich fühlen. Ich finde es jetzt schon ein richtig schlimmes Gefühl das ich komplett von ihr abhängig bin.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.510
Bewertungen
16.426
Permafrost2019

Wo nichts ist, kann man nichts holen.
hier kannst du mal nachlesen:

 
G

Gelöschtes Mitglied 68307

Gast
hier kannst du mal nachlesen:

Gut. Mag sein, daß sie unterhaltspflichtig ist. Einer konfliktfreien Verbindung wird das dennoch nicht förderlich sein.
 

Silvia123

Elo-User*in
Mitglied seit
31 August 2019
Beiträge
255
Bewertungen
4.446
Bitte das Jugendamt einschalten, die werden dich unterstützen.
Ich mag ja nicht unken, aber je nach Wohnort und eben JA kann das übel enden
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Zitat:
Ich habe eine Angst - und Panikstörung ADS und Depressionen weshalb mich der Psychologe vom Arbeitsamt als Ausbildungsunfähig eingestuft hat.
Das sollte bitte nicht außer acht gelassen werden........................................Zitatende

Was rät denn der Psychologe, gibt es eine Vertrauensperson? Was gibt es schriftlich vom Psychologen des Arbeitsamtes?
 

Silvia123

Elo-User*in
Mitglied seit
31 August 2019
Beiträge
255
Bewertungen
4.446
Das Jugendamt übernimmt dann die Führung und je nach Wohnort wird das weiter gegeben. Es wird dann alles fremd bestimmt von Institutionen die bezahlt werden.

Da ich lange die Jugendarbeit hautnah mitbekommen habe würde ich im Sinne der Selbstbestimmung zur äußersten Vorsicht raten.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.649
Bewertungen
22.933
Der TE ist volljährig. Da kann das Jugendamt nicht einfach über alles bestimmen.
 

grün_fink

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
2.053
Bewertungen
5.441
Nö. Nur ob man als psychsich Kranker junger Mensch automatisch alles umreißt, was da gerade mit einem geschieht, wage ich zu bezweifeln.

Wäre das betreute Einzelwohnen eine Alternative? Da lebt man mit normalem Mietvertrag in einer Wohnung oder auch in einer Wohnung mit mehreren Kranken zusammen als WG. Und es kümmert sich jemand pädagogisch Ausgebildetes um die Person oder die gesamte WG.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.649
Bewertungen
22.933
Es gibt viele verschiedene Formen von betreutem Wohnen.

Bei einem Cousin von mir läuft das so: ER lebt ganz normal in einer eigenen Wohnung mit eigenen Möblen usw. Er arbeitet sogar vollzeit, verdient gut, fähr in Urlaub, geht seinen Hobbies nach.

Die Wohnung hat aber ein Verein angemietet und dann an ihn weitervermietet. Die haben einfach die Erfahrung gemacht, dass bestimte Personengruppen sonst keine Chance auf dem Wohnungsmarkt haben. Von diesem Verein kommt in vereinbarten Zeitabständen, bei ihm alle 2 Wochen eine Sozaialarbeiterin bei ihm vorbei. Mit der geht er den Papierkram durch und bespricht anstehende Probleme. So hat er zum Beispeiel mal geäussert, dass er gerne Kochen lernen würde, da hat sie einen Kochkurs für ihn gesucht, den er trotz seiner Einschränkungen gut mitmachen konnte. Sie kontrolliiert die wohnung nicht, aber wenn sie bemerken würde, dass er mit er Hausarbeit überfordert ist und die Wohnung verdreckt, dann würde sie das wohl mit ihm besprechen und vielleicht eine Haushaltshilfe besorgen.
 

stnrlt

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 März 2018
Beiträge
12
Bewertungen
0
Es gibt viele verschiedene Formen von betreutem Wohnen.

Bei einem Cousin von mir läuft das so: ER lebt ganz normal in einer eigenen Wohnung mit eigenen Möblen usw. Er arbeitet sogar vollzeit, verdient gut, fähr in Urlaub, geht seinen Hobbies nach.

Die Wohnung hat aber ein Verein angemietet und dann an ihn weitervermietet. Die haben einfach die Erfahrung gemacht, dass bestimte Personengruppen sonst keine Chance auf dem Wohnungsmarkt haben. Von diesem Verein kommt in vereinbarten Zeitabständen, bei ihm alle 2 Wochen eine Sozaialarbeiterin bei ihm vorbei. Mit der geht er den Papierkram durch und bespricht anstehende Probleme. So hat er zum Beispeiel mal geäussert, dass er gerne Kochen lernen würde, da hat sie einen Kochkurs für ihn gesucht, den er trotz seiner Einschränkungen gut mitmachen konnte. Sie kontrolliiert die wohnung nicht, aber wenn sie bemerken würde, dass er mit er Hausarbeit überfordert ist und die Wohnung verdreckt, dann würde sie das wohl mit ihm besprechen und vielleicht eine Haushaltshilfe besorgen.
Danke für deine Antwort, also so wie dein Cousin das macht würde ich am aller besten finden, jetzt frag ich mich nur wo ich sowas ähnliches finde..
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
2.551
Bewertungen
973
Hallo stnrlt,

am besten kannst Du Dich einmal beim Sozialpsychiatrischen Dienst Deines Wohnortes erkundigen.
Falls es den dort vielleicht nicht gibt (da evtl. Wohnort zu klein), kannst Du den Dienst in der nächstgelegenen Stadt aufsuchen.

Die Angebote für "Betreutes Wohnen" und diverse anderer Angebote für Psychisch Erkrankte Menschen sind örtlich sehr unterschiedlich.

Ein Beispiel:
Quelle:
Lotse e.V. Verein zur Hilfe seelisch Erkrankter im Emsland

Herzog-Arenberg-Str. 64a, 49716 Meppen

So hast mal einen kleinen Einblick, welche Möglichkeiten es geben kann.

LG
 
Oben Unten