U25 mit eigenem Einkommen

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moonlights

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Hallo,

meine Tochter (24) hat ihre Ausbildung im Januar beendet und wurde übernommen, verdient seit Februar netto 900,-
Nun wurde sie von der ARGE angeschrieben, dass sie Einkommensnachweis für Februar vorlegen muss.
Nun zu meiner Frage, wieso muss sie das noch vorlegen? Ich hatte nach ihrer mündl. Prüfung sofort eine Änderungsmitteilung gemacht, dass meine Tochter nun aus der BG raus ist und selbst für ihren Unterhalt aufkommt, mir ab Februar die Hälfte der Miete gibt und nur noch bei mir wohnt bis sie eine Wohnung gefunden hat. Auch hatten wir ihren Arbeitsvertrag kopiert und der ARGE gegeben, darin stand ja auch genau was meine Tochter brutto verdient. Daher versteht ich nun nicht warum die ARGE jetzt nochmal den Einkommensnachweis für Februar haben möchte.
Muss ich das so verstehen, dass die nicht bereit sind meine Tochter aus der BG rauszulassen obwohl sie ihren Lebensunterhalt selbt decken kann?

LG
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ela1953

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Deine Tochter ist nicht mehr in deiner BG, dann gilt eigentlich folgendes:

Doppelter Regelsatz und KdU als Freibetrag, was mehr ist, davon die Hälfte als dein Einkommen.

Allerdings muss vom Nettoeinkommen noch dieser Vom Brutto errechnete Freibetrag abgezogen werden, das Netto also deutlich niedriger sein wird wie die 900 Euro. Somit bliebe nichts mehr für dich übrig.

Mein Jobcenter ist aber der Ansicht, dass unter 25jährige immer BG-Mitglied sind mit dem Freibetrag von 281 + KdU. Der Rest geht an die Mutter.

Da heißt es kämpfen.
 

moonlights

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Allerdings muss vom Nettoeinkommen noch dieser Vom Brutto errechnete Freibetrag abgezogen werden, das Netto also deutlich niedriger sein wird wie die 900 Euro. Somit bliebe nichts mehr für dich übrig.
Ihr Nettoeinkommen sind die 900,- Euro, Brutto sind es 1200,- aber ich versteh es trotzdem nicht, wie muss ich das denn verstehen, dass ein vom Brutto errechneter Freibetrag vom Netto noch errechnet wird?
Ich dachte der Freibetrag wäre 2x Regelsatz + halbe KdU?

Hast Du denn keinen Widerspruch eingelegt, denn es ist doch nicht rechtens nur weil das Kind unter 25 ist nur 1x regelsatz + KdU als Freibetrag anzuerkennen.

Wenn ich das auf meine Berechnung umsetze: 2xRegelsatz + 190,- halbe Miete, dürfte doch meine Tochter ihr gesamtes Gehalt behalten da wir dann bei den 900,- Netto die sie verdient angelangt sind, oder?

LG
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gerda52

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ela1953 meinte:
Mein Jobcenter ist aber der Ansicht, dass unter 25jährige immer BG-Mitglied sind mit dem Freibetrag von 281 + KdU. Der Rest geht an die Mutter.
Das ist Nonsens, da nur Kindergeld übertragbar ist. An das andere Einkommen der Kinder kommen die nicht dran, egal ob doppelter, normaler oder reduzierter Regelsatz.
 

moonlights

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Das ist Nonsens, da nur Kindergeld übertragbar ist. An das andere Einkommen der Kinder kommen die nicht dran, egal ob doppelter, normaler oder reduzierter Regelsatz.
Heisst das also, dass die ARGE mir die Hälfte der Miete anrechnet und meine Tochter ihr Geld behalten darf?
Wenn dem so ist, warum wollen die dann den Einkommensnachweis für Februar haben obwohl denen der Arbeitsvertrag mit Brutto Gehalt vorliegt?

LG
Moonlights
 

gerda52

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Wenn dem so ist, warum wollen die dann den Einkommensnachweis für Februar haben obwohl denen der Arbeitsvertrag mit Brutto Gehalt vorliegt?
Weil die Nicht-BG-Mitgliedschaft nur mit einer Berechnung mit nachgewiesenen Zahlen (Abzügen vom Brutto, Nettolohn etc.) abgesegnet werden kann? Nur mit Bruttolohnangabe im Arbeitsvertrag ist das scheinbar nicht möglich.

Wie hoch ist eure mtl. Mietbelastung?

Nach meiner Überschlagsrechnung werden 250 € Freibetrag vom voraussichtl. Netto von 713 € abgezogen, sodass für die reine Bedarfsdeckung der Tochter 463 € anzusetzen sind. Nach Abzug der Rl stehen noch 182 € für die KdU zur Verfügung.
 

moonlights

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Wir bekamen als wir noch BG waren anteilig je 187,50 KdU
Achso und netto bekommt sie 898,- also knapp 900,- raus bei einem Bruttolohn von 1200,-

LG
Moonlights
 

gerda52

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Da fehlen also ca. 5 Euro zur vollen Bedarfsdeckung. Ihr könnt jetzt so verfahren:

Die Tochter stellt einen Antrag, dass sie sich künftig selbst vertreten will, siehe dazu auch § 38 SGB II. In Verbindung damit kann sie dann eine Verzichtserklärung auf Leistungen nach dem SGB II für sich abgeben.

Falls ihr den Einkommensnachweis doch einreicht, müsste euch die Arge aber auch automatisch sofort auf das vorrangige Wohngeld verweisen. Um diesen Anspruch noch für März zu sichern, muss der Antrag in diesem Monat noch gestellt werden.
 

gerda52

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Achso und netto bekommt sie 898,- also knapp 900,- raus bei einem Bruttolohn von 1200,-
Dann sieht die Rechnung natürlich ganz anders aus, d.h. man braucht gar nicht mehr groß zu rechnen. Auch die Wohngeldgeschichte kann wieder ad acta gelegt werden.

In einem kurzen Anschreiben auf die bereits vorgelegten Unterlagen verweisen und hinzufügen, dass durch den Berufsabschluss auch der Kindergeldanspruch weggefallen ist. Weitere regelmäßige Nachweise darüber, dass keine ALG II Leistungen mehr benötigt werden, sind bei der Sachlage ja wohl überflüssig.
 

moonlights

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Vielen herzlichen Dank Gerda52 :icon_smile:

Die Sache ist aber die, dass wenn meine Tochter Ihren Einkommensnachweis nicht vorlegt, wird mir die Leistung versagt, so steht es in dem Schreiben der ARGE drin. Kann ich absolut nicht nachvollziehen, da ich schon 2mal der ARGE mitgeteilt habe und zwar schriftlich, dass meine Tochter aus der BG raus ist und nicht mehr hilfebedürftig!

LG
Moonlights
 

moonlights

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In einem kurzen Anschreiben auf die bereits vorgelegten Unterlagen verweisen und hinzufügen, dass durch den Berufsabschluss auch der Kindergeldanspruch weggefallen ist. Weitere regelmäßige Nachweise darüber, dass keine ALG II Leistungen mehr benötigt werden, sind bei der Sachlage ja wohl überflüssig.
Ich mache zum 3. mal ein Schreiben fertig und reiche es morgen vorbei mit dem Hinweis auf SGB II § 7

4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1 bis 3 genannten Per-sonen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen könnnen. :icon_smile:

Vielleicht kapieren die es dann mal langsam, dass wir keine BG mehr sind!
 

gerda52

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Für die Leistungsversagung fehlt jegl. Grundlage, weil das EK der Tochter für Deinen Anspruch nicht maßgeblich ist.
 
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