U25 Auszug - werden Kosten für neue eigene Wohnung übernommen?

Steckrübe

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Frage an die Profis. Der Einfachheit halber alles in Stichpunkten ohne viel Schnickschack.

-U25 in Leistungsbezug, wohnt im elterlichen Haushalt
-U25 findet SV-pflichtige Stelle und fällt aus Bezug raus
-während der Anstellung kommt U25 mit Ü25 zusammen und beide ziehen zusammen in Wohnung von Ü25
-U25 wird dann wieder arbeitslos und ist wieder im Leistungsbezug
-U25 trennt sich von Ü25 und möchte nun dort ausziehen

Fragen:

1.: Kann U25 wieder auf den elterlichen Haushalt verwiesen werden?
2.: Kann/darf/muss das JC Kaution und Erstausstattung zahlen?
3.: Kann das JC verlangen, dass U25 bei Ü25 wohnen bleiben muss?
 

romeo1222

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1.) Soweit ich es in Erinnerung habe, kann man nicht mehr auf die elterliche Wohnung verwiesen werden, wenn man bereits einen eigenständigen Haushalt als U25 hatte (also man nicht im Leistungsbezug einfach ohne Grund U25 aus der Elternwohnung auszieht).
2.) Daher komme ich auch zu Punkt 2, dass eine Zusicherung für eine eigene Wohnung anzusehen ist, mit allen weiteren Pflichten.
3.) Natürlich nicht, wäre ja noch schöner.

Gibt es vielleicht weitere Gründe, die hilfreich sein könnten? Ich hatte damals Kontakt mit dem Jugendamt und konnte mit 17 meine eigene Wohnung beziehen, da es nur Streß zu Hause gab.

"Die Vorschrift umfasst lediglich den erstmaligen Auszug einer Person U25 aus dem elterlichen Haushalt. Folgeumzüge(= Person U25 möchte aus einer eigenen Wohnung in eine andere Wohnung umziehen)werden im Rahmen der für sonstige Umzüge geltenden Regelungen des§ 22 Abs. 4 SGB II geprüft. "
https://wuppertal.tacheles-sozialhilfe.de/fa/redakteur/DA_JC_Wpt/SGBIIP22_Abs5_Handlungshinweis_U25_4-2017.pdf
 

Steckrübe

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Gilt das verlinkte Schreiben bundesweit oder nur in Wuppertal?
 

romeo1222

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Dieses ist eigentlich gängige Rechtssprechung, also bundesweit. Theoretisch kann sich aber natürlich jedes JC wegen allem quer stellen, sodass man in Widerspruch gehen muss oder Klagen muss.
 
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