U 25 und exmatrikuliert Auszug geplant

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Theobalduin

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Hallo,

im Verwandtenkreis folgender Fall:

Jugendlicher 22 Jahre alt mit Berufsabschluss hat sich nach einigen Monaten Studienzeit selbst exmatrikuliert und ist auf Jobsuche. Derzeit wohnt er noch bei seinen Eltern (im Gartenhaus) und möchte nun in einer eigenen Wohnung als WG wohnen. Außerdem muss er nun einen Antrag auf ALG II stellen, da derzeit ohne Einkommen.
Was gibt es da zu beachten ?

Danke schon mal für alle Hinweise, da mir das Thema U25 fremd ist.
 
E

ExitUser

Gast
Da er noch U25 ist, bildet er mit seinen Eltern eine Bedarfsgemeinschaft. D.h. auch sie müssen ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen legen. Diese werden in die Berechnung mit einbezogen. Könnte also sein, dass evtl. gar kein Anspruch besteht. Also erstmal zum Jobcenter und Antrag stellen.
Zur Anmietung einer eigenen Wohnung benötigt er dann die Zustimmung des Jobcenters, die nicht ohne Weiteres erteilt wird.
Siehe hierzu § 22 Abs. 5 SGB II.
 

Makale

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Wenn keine diversen Härtegründe für einen Auszug aus dem elterlichen Haushalt vorliegen, hat er gefälligst dort wohnen zu bleiben. Es sei denn seine Eltern sichern voll seinen Bedarf, aber nicht auf Steuerzahlerkosten ausziehen ...
 

Erolena

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Man kann dabei die Sache aus Sicht von zwei Seiten betrachten, aus Sicht der Eltern und aus Sicht des erwachsenen Kindes.

Sind die Eltern selber ALG 2-Bezieher oder nicht?

Wenn die Eltern selber kein ALG2 beziehen, sind sie im Vorteil, Dann könnten sie ihren Sohn einfach rauswerfen. Unterhalt müssen sie für das arbeitslose Kind (für das potentiell ALG2-beziehende Kind) nicht mehr zahlen, denn der Sohn hat schon eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Im Nachteil sind Eltern, die selber ALG2-Bezieher sind. Diese müssen wichtige Gründe geltend machen, um ihr erwachsenes Kind vor dem 25. Geburtstag "loszuwerden", z.B. ernsthafte Zerwürfnisse.

Aus Sicht des Kindes:
Günstig könnte sich auswirken, wenn der damalige Student fürs Studium aus dem ALG 2-Haushalt der Eltern richtig ausgezogen war. Das heißt, wenn er wegen der Ausbildung seinen festen Wohnsitz an den Studienort verlegt hatte. Dann wäre er schon einmal ausgezogen gewesen und nach der Exmatrikulation wäre er nur übergangsweise bei den Alg2-beziehenden Eltern untergekommen. Und nun auf der Suche nach Ersatz für seine verlorene eigene Wohnung, die er am Studienort hatte.
 

Theobalduin

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Hallo,
noch mal ein update der Situation:

der Sohn hat nach Berufsabschluss 3 Monate gearbeitet, Lohn erhalten, wegen des Studiums gekündigt und während des Studiums Bafög bezogen.
Er hat nun wohl Anspruch auf ALG I - ändert das etwas an den Hürden zum Auszug ?
Die Eltern sind keine Leistungsbezieher.
 

Erolena

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Die Eltern, die kein ALG2 beziehen, sollten gegenüber dem Sohn schriftlich erklären, dass er nicht mehr länger bei Ihnen wohnen kann/darf und bis zum ... ausziehen soll. Frist vielleicht bis zum 1.5.?

Folge: der Sohn ist gezwungen, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Er muss ausziehen.

Falsch wäre, wenn der Sohn dem Jobcenter erklärt, er will nicht mehr bei den Eltern wohnen.

- Aus- und Umzugsverbot sowie die Absichtssanktion gelten nur für Leistungsempfänger.

- D.h.: Wenn andere den Auszug bewirken, hat die Regelung keine Wirkung!

- wird der unter 25-Jährige von den Eltern "rausgeschmissen“,

- ziehen die Eltern aus der Wohnung aus und belassen darin den unter 25- Jährigen darin: Auflösung der Bedarfsgemeinschaft!
ver.di: Stallpflicht
 
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