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U 25 und die eigene Wohnung

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jslberlin

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#1
Junge Menschen, die eine eigene Bleibe brauchen, sollten sich eine suchen und, wenn die Suche erfolgreich war, die Übernahme der Kosten dieser Unterkunft bei der zuständigen Alg-II-Behörde beantragen. Dem Antrag sollten sie eine Erklärung der Eltern beifügen, die deutlich macht, dass die Eltern nicht länger gewillt, das erwachsene „Kind“ bei sich zu beherbergen. Der Gesetzgeber hat seine Rechnung im Wortsinne ohne den Wirt gemacht. Denn die Eltern erwachsener Menschen sind für ihre Kinder nicht mehr sorgeberechtigt, damit aber auch nicht mehr verpflichtet, ihren Kindern Wohnung zu gewähren. Und drohende Obdachlosigkeit ist allemal ein „schwerwiegender sozialer Grund“, der die Behörden verpflichtet, die Übernahme angemessener Wohn- und Heizkosten zuzusichern.
Das Problem hier in Berlin ist sogar noch ein wenig größer, denn hier ist das JobCenter sogar so dreist, dass sie einen 22 jährigen, lieber in einen Männerwohnheijm unterbringt und dadurch mehr Kosten hat, als wenn sie ihm eine eigenen Wohnung finanzieren würden.

Der Fall im einzelnen:

Mein Kumpel und ehemaliger Nachbar sah sich mit 20 nach einer eigenen Wohnung um. Er wohnte bis dato mit seiner Mutter und seinem 17jährigen Bruder in einer 2 Zimmerwohnung. Seine Mutter ist berufstätig und sein Bruder macht eine schulische Ausbildung und bezieht BaFög. Er selber bezog gekürztes ALG II, nicht aber der Rest seiner Familie.

Die Wohnungbaugesellschaft machte ihm auch ein gutes Angebot. Er ging damit zum JobCenter und lehnten lächelnd ab. Begründung, er könne da weiter wohnen bleiben, auch wenn die Wohnung mit 62m² und 2 Zimmern eigentlich viel zu klein ist. Ansonsten könne er ja ins Männerwohnheim ziehen.

Er tat sich also mit einem Kumpel zusammen, der auch in Arbeit stand und zog mit ihm Mietfrei in eine 1 Zimmer Wohnung. Dieser Kumpel hatte nun eine Freundin und der liebe Kerl nervte auf einmal und er teilte ihm im Februar mit, dass er 14 Tage Zeit hätte um auszuziehen.

Ich konnte ihn als Kumpel nicht auf der Straße leben sehen und bot ihm an, dass er bei mir in meine 1 Zimmer Wohnung mit einziehen könne. Ebenfalls mietfrei. Er ist hier polizeilich gemeldet und auch mit dem JobCenter gab es keinerlei Probleme.

Nun ergibt sich aber die Situation, dass ich mit meiner Freundin und ihrem Sohn in eine 2 1/2 Zimmerwohnung zusammenziehen werde. Wir machten ihm das Angebot ihn weiterhin mietfrei mitzunehmen, welches er aber ablehnt.

Zu seiner Familie will und kann er nicht zurück, denn nachdem sich der Bruder nach seinem Auszug komplett neues Mobiliar gekauft hat, ist in dem Zimmer kein Platz mehr für eine 2. Person.

Wie sieht es aus, wenn er sich nun erneut eine Wohnung bei der Wohnungsbaugesellschaft besorgt und erneut den Antrag auf Mietkostenübernahme stellt. Kann das JobCenter erneut ablehnen, weil er unter 25 ist? Er wohnt ja nicht mehr bei seiner Familie, also kann man ihn auch kaum zum Rückgang zwingen.

Gibt es eine Möglichkeit nun für ihn eine eine eigenen Wohnung zu bekommen ???

Er ist ja nun nicht mer bei den Eltern gemeldet, sondern bei mir. Müsste ich dann ebenfalls eine Erklärung abgeben, dass es wegen dem Umzug bei mir keine Möglichkeit mehr gibt zu wohnen ??? Vielleicht kann er ja meine Wohnung gleich übernehmen ???

Ich wäre sehr dankbar für Antworten mit Az, sofern es erfolgreiche Klagen von U25 darüber gibt.

mfg

Jerry
 

Arco

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#2
... also wenn er polizeilich in der jetzigen Wohnung (bei dir 1 Zimmer-Wohnung) gemeldet ist und die Arge das akzeptiert hat - müßte er eigentlich keine Probleme hinsichtlich zurück zu Mama haben.

Gut andere Probleme - aber nicht diese ....

Warum übernimmt er denn nicht deine 1 Zimmer Wohnung ? ?

Wenn dies nicht geht, dann ist er bald obdachlos und hat Anspruch auf eine eigene Wohnung mit Unterstützung der Arge.

Also wenn oben mit deiner Wohnung nicht geht, dann angemessene Wohnung suchen und Anträge stellen.

Erst dann bei Ablehnung kannt er Widerspruch etc. machen.

Gerichtsurteile gibt es meines Wissen noch nicht, geht ja fast auch noch nicht da das U25 Gesetzt ja noch so jung ist ...
 

jslberlin

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#3
Arco sagte :
... also wenn er polizeilich in der jetzigen Wohnung (bei dir 1 Zimmer-Wohnung) gemeldet ist und die Arge das akzeptiert hat - müßte er eigentlich keine Probleme hinsichtlich zurück zu Mama haben.
Das er da keine probleme mit der Arge bekommt, wenn zurück zu Mama geht ist klar. Das geht aber menschlich und platztechnisch nicht.

Meine Wohnung könnte er nur übernehmen, wenn das JobCenter ihm eine Mietkostenübernahme bewilligt. Da er aber unter 25 ist (deswegen auch das Forum hier), bewilligt das JobCenter nur die Rückkehr zu Mama oder aber die Unterbringung in einem Männerwohnheim. Eine eigenen Wohnung haben die ihm schon einmal abgelehnt mit der Begründung, weil er unter 25 wäre könnte er noch bei seiner Mutter wohnen.

Deswegen auch die Nachfrage ob einer jemanden kennt, der dieses, außer bei einer Schwangeren, schonmal durchgesetzt bekommen hat.

mfg

Jerry
 

Martin Behrsing

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#4
wenn es menschlich und platztechnisch nicht geht ist dies ein wichtiger Grund. Es soll es mal angehen. Unterstützung gibt es hier. Und dies ist jetzt ein Angebot.
 
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#5
Martin Behrsing sagte :
wenn es menschlich und platztechnisch nicht geht ist dies ein wichtiger Grund. Es soll es mal angehen. Unterstützung gibt es hier. Und dies ist jetzt ein Angebot.
:daumen: :klatsch:
 

Arco

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#6
:evil: .... ich glaube ihr habt mich in meinem Beitrag nicht ganz verstanden was ich eigentlich sagen wollte :mrgreen:

... also wenn er polizeilich in der jetzigen Wohnung (bei dir 1 Zimmer-Wohnung) gemeldet ist und die Arge das akzeptiert hat - müßte er eigentlich keine Probleme hinsichtlich zurück zu Mama haben.
Gut, etwas doof ausgedrückt - ich meinte nicht das er zurück zur Mutter sollte, sondern ich wollte damit das Gegenteil eigentlich ausdrücken :!: :!:

Wenn es doch so ist das die Arge das polizeilich Gemeldete AKTZEPTIERT hat, dann wohnt er doch nicht mehr zu Hause, also fällt er nicht unter das Gesetz U25 wenn ich das richtig sehe :!: :!:

Ansonsten wäre es ein Härtefall wie Martin geschrieben hat ! ! !

Die Frage ist doch wie die Arge das Wohnen bei dir in der Vergangenheit aktzeptiert hat - nur weil er bei dir umsonst wohnte ? ? Wenn er officiell bei Muttern raus ist, dann ist er raus (evtl. noch ein kleines Problem vor oder nach dem 17. Februar 2006 ?)......

Also nachhaken :daumen:
 
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