Trotz Terminabsage werde ich angerufen und gefragt wieso ich nicht komme (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

For contentedness

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Seid gegrüßt :),

heute hat mein SB veruscht mich telefonisch zu erreichen; leider war mein Handy zu dem Zeitpunkt ausgeschaltet. Aber er hat eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Er hat gesagt, dass wir heute einen Termin gehabt hätten und wollte wissen, wieso ich nicht gekommen bin. Außerdem möge ich mich bitte telefonisch oder schriftlich bei ihm melden und mein Nichterscheinen erklären sowie meine momentane Situation schildern.

Es ist zwar richtig, dass ich einen Termin gehabt hätte.

Aber diesen habe ich vor einer Woche schriftlich abgesagt, da ich momentan AU geschrieben bin. In meiner schriflichen Terminabsage habe ich darauf hingewiesen, dass ich die AU bereits mitte November(!) nachweislich abgegeben habe.
Diese Terminabsage habe ich per Einschreiben mit Rückschein für teuer Geld weggeschickt. Und laut Rückschein ist mein Schreiben paar Tage vor dem Termin im JC eingegangen. Und trotzdem ruft man mich an...

Ich frage mich echt, was das soll... Was würdet ihr mir jetzt empfehlen?
 
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Zuerst sofort die Telefonnummer und E-Mail-Adresse löschen lassen, mit schriftlicher Bestätigung.
Werde ich glaube ich sogar in Erwägung ziehen.

War das ein Meldetermin mit RFB?
Ja war der. Aber eine "normale" Einladung; also ohne das eine WUB verlangt wird. Und so lange keine WUB verlangt wird, ist meines Wissens nach eine AU völlig ausreichend. In dieser Hinsicht bin ich meiner Pflicht nachgekommen.
 

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So ist es. Deshalb mit gleicher Post genau darauf verweisen, vll. eine Kopie des Rückscheines dazu legen.
Aber könnte es vielleicht nicht so gewesen sein, dass meine Terminabsage den SB noch nicht erreicht hat und dieser deshalb von nichts wusste? Andererseits würde jedoch die Tasache, dass ich meine AU bereits mitte November abgegeben habe, dagegen sprechen. Ich meine eine abgegebene AU braucht doch keine Wochen, bis diese den SB erreicht... Daher müsste er doch wenigstens von meiner AU wissen, oder?

Ich finds echt unfassbar, dass ich denen vielleicht sogar noch hinterherlaufen muss, obwohl ich meinen Pfichten nachgekommen bin. :mad: Oder sollte ich die Füße erstmal stillhalten und abwarten?
 

Seepferdchen 2010

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Aber könnte es vielleicht nicht so gewesen sein, dass meine Terminabsage den SB noch nicht erreicht hat und dieser deshalb von nichts wusste?
Das könnte durchaus sein, weil die E Akte bei dem Jobcenter eingeführt wurde schau in diesem Link:

Weisung 201809020 vom 20.09.2018 – Abschließende Regelungen nach Einführung der E-AKTE im Rechtskreis SGB II auf Basis § 50 Abs. 3 SGB II
 

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Das ist ja nicht dein Problem, du kannst aufgrund des Einschreibens nachweisen das du die AU eingereicht hast.
Ne, meine AU habe ich seinerzeit persönlich am Empfang gegen einen Eingangsstempel abgegeben.
Aber mein Absageschreiben, wo ich den Termin absage und auf die Abgabe meiner AU hinweise, habe ich per Einschreiben mit Rückschein versandt.

Also Leute, was meint ihr? Soll ich erstmal nichts tun und warten was kommt?
 

Ramteid

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Das ist ja noch besser, persönliche Abgabe! Also da kannst du jetzt aber dich beruhigen, mehr kann man einfach nicht machen. JO warte mal ab was nu passiert. Glaube aber nicht das da noch was kommt. Und wenn dann blamieren sie sich richtig schön.
 

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Wenn der SB nicht stillhält und tatsächlich eine Anhörung schickt, hast Du ja alles zur Hand. Dann einfach auf die Anhörung antworten mit Belegen, AUB und das Terminabsageschreiben.
Soll ich dann die Original AUB beilegen? (Habe noch das Original, da ich damals die Kopie abgegeben habe). Oder auch wieder nur kopieren? (Der Eingangsstempel befindet sich auf der Rückseite der AUB)
 

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Achso, das war die Geschichte.
Mach ne Kopie und gut ist. Das Original mit dem Empfangsstempel würde ich behalten.
Ok danke. Habe nur noch ne letzte Frage (Sorry, wenn ich nerve :sorry:): Nur die Vorderseite von der AUB kopieren oder auch die Rückseite (wo der Eingansstempel ist), damit das JC auch die Kopie von der Rückseite mit dem Eingangsstempel hat?
 

ZynHH

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Nur die Vorderseite von der AUB kopieren oder auch die Rückseite (wo der Eingansstempel ist), damit das JC auch die Kopie von der Rückseite mit dem Eingangsstempel hat
Machs doch nicht immer so kompliziert.
Wenn du dich darauf beziehen willst, das du dich längst AU gemeldet hattest, dann kopiere beide Seiten.
 

Uhus

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Unser Jobcenter verfolgte zeitweise eine besondere Masche (nicht nur bei mir). Da es mehrere MitarbeiterInnen im Bereich Integration/Vermittlung samt Teamleiterin betraf, kann man nicht von einem Zufall oder gar einem Fehler Einzelner ausgehen. Allerdings muss man der Teamleiterin zugute halten, dass sie auf die Sanktionsandrohung in ihrer Folgeeinladung verzichtete; der Rest vollzog sich bei ihr allerdings genauso.

(1) Meldetermin während bestehender AU wird verschickt (AUB ordentlich in EDV verbucht). Laut beigelegtem Bogen für die Rückantwort reicht normale AUB als Grund für das Nichterscheinen aus. Rechtzeitige Abgabe der Rückantwort gegen Eingangsstempel + Unterschrift auf Kopie oder Versand per Einschreiben.

(2) Folgetermin flattert per Post herein. Tenor: Letzter Termin wurde ohne Angabe von Gründen nicht wahrgenommen. Nunmehr wird ein Attest des Arztes verlangt, falls die Wahrnehmung des Folgetermins aus gesundheitlichen Gründen wiederum nicht möglich sein sollte. Kostenerstattung des JC bis zu ca. 5 Euro wird diesbezüglich zugesagt. Parallel wird eine Sanktion von 10 % der Regelleistung angekündigt. Man dürfe sich aber vorab im Rahmen einer Anhörung dazu äußern. Alle passenden Paragraphen des SGB II sind im Schreiben enthalten.

Ich gehe davon aus, dass hier gegenüber Kranken gezielt Druck aufgebaut werden soll, und zwar in einer abartigen und rechtswidrigen Weise. Wer als Betroffener Nachweise für alles hat, ist zwar juristisch auf der sicheren Seite, gerät aber trotzdem schnell unter psychischen Druck. Und genau das ist wohl beabsichtigt.
 

gila

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Natürlich kann man den einfachen Weg gehen und kurz schriftlich mitteilen, dass alles eingereicht wurde, der SB sollte hier nachforschen. Punkt. Ohne Kopien und Gedöns erstmal.

Ich pers. würde abwarten. Einen AB muss man weder haben, noch dort "Anweisungen" empfangen.
Verbindlichkeit sollte vorzugsweise über den Schriftweg gepflegt werden.
Du hast deine Pflichten erledigt. Man ist nicht der Laufbursche des JC.

Sollte hier schriftlich etwas nachkommen, hast du alle Nachweise parat.
 

humble

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Unser Jobcenter verfolgte zeitweise eine besondere Masche (nicht nur bei mir).
Was ist jetzt "besonders" daran? Das ist genau das Vorgehen, dass die jc bei AU-ELos seit einem Jahrzehnt durchziehen. Brauchst nur nach "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" hier im Forum zu suchen. Genug Fälle dabei.
 

Uhus

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Was ist jetzt "besonders" daran? Das ist genau das Vorgehen, dass die jc bei AU-ELos seit einem Jahrzehnt durchziehen. Brauchst nur nach "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" hier im Forum zu suchen. Genug Fälle dabei.
Das Neue daran war für mich, dass bei einer Folgeeinladung während einer fortdauernden Krankschreibung standardmäßig unterstellt wurde, man wäre zum ersten Termin ohne Angabe von Gründen nicht erschienen - und das selbst dann, wenn man sich schriftlich vorher entschuldigt und auf die bestehende AUB hingewiesen hatte. Bei der Ersteinladung wurde nie eine "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" gefordert. Die Folgeeinladung ging dann dreisterweise auch immer mit der Einleitung eines Sanktionsverfahrens einher, wobei man mit diesem Schreiben die Möglichkeit eingeräumt bekam (ach wie großzügig!), sich im Rahmen einer Anhörung zum Sachverhalt zu äußern.

Diese Form, eine konkrete Drohkulisse bei kranken ALG-II-Beziehern aufzubauen (Sanktion), ohne dass sich diese in irgendeiner Form falsch verhalten hatten, kannte ich bis dato nicht. Völlig abgefuckte Zustände. Erstaunlich, dass bei einer solchen "Spezialbehandlung" nicht wesentlich mehr Menschen in den Jobcentern ausrasten und übergriffig werden.
 
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humble

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Nochmal: Du machst hier ein Fass wieder auf, das wir in den letzten Jahren mit viel virtueller Tinte und Mühe nach und nach zugemacht haben. Das hilft dem TE hier überhaupt nicht.

Um Dir die unnötige Schreiberei zu ersparen und uns den Lesern das wiederholte antworten auf immer wieder die gleichen Argumente, habe ich vorgeschlagen, dass Du hier nach "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" suchst. Lies Dir die Threads zumindest der letzten 3-4 Jahre durch. Deine Verwunderung wird sich legen, da das Vorgehen der jc längst üblich ist, in den fachlichen Weisungen vorgegeben wird und durch das Urteil des BSG aus 2010 (B 4 AS 27/10 R) begründet wird.

Kannst z.B. mit diesen Threads anfangen und den dort enthaltenen links weiter folgen:
 

Uhus

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@humble: Du hast offensichtlich nicht meinen eigentlichen Punkt verstanden: Es ging mir vorranging NICHT nicht um die von dir genannte "Wegeunfähigkeitsbescheinigung", sondern um die standardmäßige Einleitung eines Sanktionsverfahrens im Rahmen der Folgeeinladung. Und das trotz seit langem vorliegender AUB und trotz schriftlicher Entschuldigung vor dem ersten Termin mit Verweis auf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die auch korrekt in der EDV des JC verbucht war. (Beim Ersttermin wurde keine "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" gefordert.)

Reine Schikane durch die Abteilung Integration/Vermittlung unseres Jobcenters, die nicht nur mich betraf.

Beenden wir das besser hier, ist eh schon mitten in der Nacht.
 
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humble

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Doch, genau den Punkt habe ich verstanden, denn genauso ist es bei mir und anderen auch abgelaufen. Du stellst das aber als etwas "besonderes" da, was es eben nicht ist. Gut, für dich mag es neu sein, deswegen mein Ratschlag sich einzulesen und die meisten Beiträge zum Thema AU mit sofortiger Sanktionsandrohung und Anhörung eben unter dem Oberbegriff "WUB" laufen.

Also erst mal viel lesen und erst dann mitdiskutieren. Kannst ja auch bei mir nachlesen, wie ich den Ablauf schon vor 2,5 Jahren empfand. Genauso verstörend, wie du jetzt. Und ja, ich bin auch der Meinung es ist reine Schikane. Und nu?
 
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