TROTZ geplanter Umschulung und Gleichstellung (GdB 30) ALGI-EGV abschließen müssen ?!

Leser in diesem Thema...

G

Gelöschtes Mitglied 60000

Gast
Hallo Liebes Forum, ich hoffe Ihr könnt mir helfen...

kurz zu mir, ich bin 34 männlich, habe Ende März einen Aufehbungsvertrag abgeschlossen und zum 01.03.2017 meinen Job nach vielen Jahren aufgegeben aus gesundheitlichen Gründen. Die letzten 4 Monate war ich krankgeschrieben, und seit meiner Arbeitslosigkeit war ich auch schon 5 von 8 Wochen krankgeschrieben, wenn die Arbeitserprobung vorbei ist werde ich schnellstmöglich eine 3-wöchige Reha von der Rentenversicherung antreten.

Bevor ich das gemacht habe, habe ich beim Arbeitsamt eine Reha Umschulung beantragt, nachdem ein ärztliches Gutachten erstellt wurde und diverse Atteste vorlagen wurde die Umschulung zum teilhaben am Arbeitsleben auch genehmigt.

Jetzt bin ich seit knapp 2 Monaten arbeitslos, und befinde mich gerade in einer Arbeitserprobung im BFZ zwecks der Umschulung. Je nachdem ob ich einen Vorbereitungskurs brauche oder nicht beginne ich dann im September diesen Jahres oder im Januar 2018 mit der Umschulung.

MEINE FRAGE :

Ich habe nun einen Termin vom Arbeitsamt bekommen für nächste Woche, dieser soll dazu dienen, diese Eingliederungsvereinbarung abzuschliessen. Ich verstehe das aber nicht genau, ich werde doch zu 100 % eine Reha Umschulung machen also was will der Herr nun von mir ? Ich habe gelesen man sollte aufpassen was man unterschreibt ?!

Ich muss dazu sagen ich habe eine Behinderung von 30% und bin einem Schwerbehinderten gleichgestellt, und könnte selbst wenn ich keine Umschulung anstreben würde, nicht jeden Job machen.

Liebe Grüße aus München
 

arbeitsloskr

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 Jan 2017
Beiträge
1.622
Bewertungen
1.013
AW: TROTZ geplanter Umschulung und Gleichstellung (GdB 30) ALGI-EGV abschließen müssen ?

Ich habe gelesen man sollte aufpassen was man unterschreibt ?!

Hallo Christakoo,

das Wichtigste bei einer EGV: Niemals vor Ort und ohne angemessene Bedenkzeit (14 Tage) direkt unterschreiben.

Du nimmst also diesen Termin wahr und lässt dir die EGV aushändigen und Punkt für Punkt erläutern. Gleichzeitig kannst du auch selbst passende und zielführende Vorschläge machen. Wenn du dir unsicher sein solltest, dann nimm eine weitere Person, der du vertraust, als Beistand mit (sofern auch in SGB III ein Beistand gestattet ist).
 
G

Gelöschtes Mitglied 60000

Gast
Hallo und vielen Dank für deine Antwort, was ich halt nicht verstehe ist wozu er das bei mir braucht da es ganz sicher ist dass ich eine Reha Umschulung machen werde. Kann es sein dass in dieser Vereinbarung drin steht dass ich eine Umschulung machen muss oder irgendwie sowas? Kann es sein dass er verärgert sein wird wenn ich das nicht vor Ort unterschreibe? LG
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
11.428
Bewertungen
15.161
Hallo Christakoo,

gehe mal auf deinen ersten Beitrag noch mal ein, denn da ist mir Einiges nicht ganz klar.
Zudem gehört deine Thematik auch besser in einen anderen Bereich, wo es mehr solcher Problemlagen gibt von anderen Usern.

kurz zu mir, ich bin 34 männlich, habe Ende März einen Aufehbungsvertrag abgeschlossen und zum 01.03.2017 meinen Job nach vielen Jahren aufgegeben aus gesundheitlichen Gründen.
Ich denke mal das war schon der erste Fehler, man sollte nciht den Job selber aufgeben, weil man meint das gesundheitlich nicht mehr machen zu können.
Auch einen Aufhebungs-Vertrag kann man übrigens nur für die Zukunft schließen und NICHT rückwirkend oder hast du dich da nur verschrieben und meinst den 01.04. ???

Ob das wirklich so ist und du eine Umschulung deswegen bekommen wirst werden Andere entscheiden, dass dazu bereits alles entschieden sein soll, kann ich mir nur schlecht vorstellen.

Die letzten 4 Monate war ich krankgeschrieben, und seit meiner Arbeitslosigkeit war ich auch schon 5 von 8 Wochen krankgeschrieben, wenn die Arbeitserprobung vorbei ist werde ich schnellstmöglich eine 3-wöchige Reha von der Rentenversicherung antreten.
Warum warst du nicht weiter AU geschrieben, die AfA soll dich in Arbeit vermitteln, wenn man AU -krank ist geht das nicht und nach 6 Wochen "Leistungsfortzahlung" gibt man dich an die KK zur Krankengeldzahlung ab.

§ 146 SGB III Leistungsfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit

Du hättest auch besser nach Ende des Arbeitsvertrages schon AU bleiben sollen, die KK muss dann nach dem letzten Einkommen trotzdem weiter Krankengeld zahlen, da wäre ALGI noch gar nicht nötig gewesen.

Bevor ich das gemacht habe, habe ich beim Arbeitsamt eine Reha Umschulung beantragt, nachdem ein ärztliches Gutachten erstellt wurde und diverse Atteste vorlagen wurde die Umschulung zum teilhaben am Arbeitsleben auch genehmigt.
Das hast du vermutlich bei der DRV beantragt, es ist jedenfalls (vom Alter her) anzunehmen, dass die Rentenkasse bereits dafür zuständig ist bei dir, in der Regel wird aber zunächst eine medzinische Reha durchgeführt, um die zukünftigen beruflichen Möglichkeiten (aus gesundheitlicher Sicht) erst mal heraus finden zu können.
Ist ja auch schon vorgesehen wenn ich das richtig verstehe.

Wer (AfA -ÄD oder DRV -Gutachter ???) hat dieses Gutachten denn beauftragt und erstellt, liegt es dir selber auch vor ???

Jetzt bin ich seit knapp 2 Monaten arbeitslos, und befinde mich gerade in einer Arbeitserprobung im BFZ zwecks der Umschulung. Je nachdem ob ich einen Vorbereitungskurs brauche oder nicht beginne ich dann im September diesen Jahres oder im Januar 2018 mit der Umschulung.
Und die meiste Zeit davon warst du (eigentlich) AU -krank wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ... ohne die Unterbrechungen wärst du bereits über die KK im Krankengeld-Bezug und dort braucht man keine EGV ...

Die AfA soll und will dich in Arbeit vermitteln, das ist kein "Parkplatz" bis du mal in berufliche Reha gehen wirst, das geht über die KK alles deutlich einfacher zu regeln und die werden dann auch akzeptieren MÜSSEN, wenn dein Arzt dich bis zum Beginn einer Reha / Umschulung weiter AU schreiben wird.

Krankengeld gibt es dann in der gleichen Höhe (monatlich) wie dein ALGI aktuell ist, aber es wird von der KK bezahlt und du behältst deinen (Rest) Anspruch auf ALGI für später.

Ich habe nun einen Termin vom Arbeitsamt bekommen für nächste Woche, dieser soll dazu dienen, diese Eingliederungsvereinbarung abzuschliessen. Ich verstehe das aber nicht genau, ich werde doch zu 100 % eine Reha Umschulung machen also was will der Herr nun von mir ?
Du hast keinen Anspruch darauf von der AfA verschont zu werden, weil irgendwann mal eine Reha beginnen wird, wenn du nicht arbeiten kannst und AU -krank bist ist die KK zuständig und das hätte man dir mal offen bei der AfA mitteilen sollen, auch zu solchen Informationen sind die verpflichtet.

Die wissen doch sonst so genau Bescheid wenn ein anderer Leistungsträger zuständig wäre, damit sie nicht selber zahlen müssen. :bigsmile:

Ich habe gelesen man sollte aufpassen was man unterschreibt ?!
Man sollte im Leben generell IMMER aufpassen was man unterschreibt, das gilt nicht nur bei der AfA ... die EGV ist ein Vertrag und ich nehme an, du unterschreibst im sonstigen Leben auch keine Verträge ohne gründliche Prüfung und Überlegung. :idea:

Die wollen eben auch wissen woran sie sind aber dafür braucht man keine EGV , lass dich weiter AU schreiben und dann bist du ohnehin bald erst mal weg von der AfA ...

Das mit den EGV ist eben deren "Steckenpferd", egal ob das sinnvoll ist oder nicht, noch machst du keine Umschulung und die AfA soll dich in Arbeit bringen und dafür will man was mit dir "vereinbaren", du bist ja nicht Erwerbsgemindert (dann bekommst du gar kein ALGI ). :icon_evil:

Ich muss dazu sagen ich habe eine Behinderung von 30% und bin einem Schwerbehinderten gleichgestellt, und könnte selbst wenn ich keine Umschulung anstreben würde, nicht jeden Job machen.
Nun mal langsam, du bist mit GdB 30 nicht so schwer "behindert" und den gesundheitlichen Rahmen deiner Arbeitsvermittlung hätte dann der ÄD der AfA festzustellen, denn ein GdB ist an sich erst mal nur ein "allgemeiner" Hinweis darauf, dass es Einschränkungen zu beachten gibt, aber nicht welche genau.

Die Gleichstellung dient hauptsächlich nur dem erhöhten Kündigungsschutz wenn du im Arbeitsverhältnis bist, die macht dich NICHT zum "echt" Schwerbehinderten (mit Ausweis und GdB 50 vom Versorgungsamt), bei dem (vermutlich) umfangreichere gesundheitliche Einschränkungen vorliegen dürften, als mit einem GdB 30 ...

Auf deinen besonderen Kündigungsschutz hast du ja bereits "freiwillig" durch Aufhebungsvertrag verzichtet, für einen neuen AG wird die Gleichstellung eher ein "Einstellungs-Hindernis" darstellen, weil er dich später (nach der Probezeit) nicht mehr so leicht kündigen kann.
Aber das kann dir ja aktuell mit der Aussicht auf die Umschulung noch egal sein ...

Wie hat denn die AfA ansonsten auf deinen Aufhebungsvertrag reagiert, in der Regel wird da zunächst über eine Sperre wegen freiwilliger Arbeits-Aufgabe nachgedacht (besonders wenn das mit Gleichstellung eigentlich verhindert werden sollte, dass du arbeitslos wirst) ... so ganz zeitlich nachvollziehbar sind mir deine Vogänge noch nicht.

Eine EGV steckst du beim Termin "zur Prüfung zu Hause" in die Tasche ind fertig, im ALGI haben die ohnehin nur wenig Sinn ... die haben eigentlich gar keinen aber so deutlich muss man den SB das ja nicht sagen. :idea:

Wenn du die med. Reha antrittst wird dein ALGI ohnehin aufgehoben, weil die DRV dann "Übergangsgeld" zahlen muss ... direkt danach solltest du dich besser wieder AU schreiben lassen, dann will die AfA erst mal nichts mehr von dir.

MfG Doppeloma
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
11.428
Bewertungen
15.161
AW: TROTZ geplanter Umschulung und Gleichstellung (GdB 30) ALGI -EGV abschließen müssen ?

Hallo arbeitsloskr,

ein Beistand ist bei ALLEN Behörden IMMER erlaubt, sogar bei Gericht kann man sich (teilweise) von einem Beistand unterstützen lassen, wenn man z.B. keinen Anwalt hat, jedenfalls wenn kein Anwalts-Zwang besteht.

§ 13 SGB X Bevollmächtigte und Beistände

Wer in weniger als 2 Monaten in der Lage war eine Umschulung durchzusetzen, wird eine sofortige Unterschrift auf einer EGV sicher noch alleine abwehren können und den Vertragsvorschlag einfach einstecken und zur Prüfung mitnehmen. :idea:

Darüber braucht man doch mit dem SB gar nicht zu diskutieren.

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 60000

Gast
AW: TROTZ geplanter Umschulung und Gleichstellung (GdB 30) ALGI -EGV abschließen müssen ?

Hallo Doppeloma und Danke für deine Mühe, ich versuche mal das ganze genauer zu schildern.

Ich Ich war von Anfang Oktober 2016 bis 31.12.2016 AU geschrieben.

Während dieser Zeit habe ich mich dazu entschieden aufzuhören und eine Umschulung zu machen, daher habe ich einen Aufhebungsvertrag zum 28.02.2018 abgeschlossen aus gesundheitlichen Gründen.

Januar/Februar 2017 war ich bezahlt freigestellt, daher keine AU und Kündigungsfrist eingehalten - daher keine Sperre.

BEVOR ich diesen Schritt gewagt habe, war ich bei der Reha Beratung beim AA und da wurde mir nach meinem Antrag auf Umschulung schriftlich zugesagt das ich diese nötig habe. Dafür war allerdings ein Gutachten nötig, das vom ärztlichen Dienst im AA erstellt wurde. Darin steht auch das ich den Job nicht mehr machen kann, nicht mehr heben kann, keine Schicht arbeiten kann usw. ...

ab. 01.03.2017 war ich also Arbeitslos, und ab dem 06.03. war ich dann wieder AU geschrieben für ca. 5,5 Wochen. Danach nicht mehr AU damit ich an dieser Arbeitserprobung teilnehmen kann zwecks der Umschulung.

Die Reha-Umschulung habe ich beim AA beantragt, die sind der Leistungsträger.
Die med. Reha habe ich bei der Rentenversicherung beantragt ( ist dann meine 2. Reha seit 2012 OP)

Das med. Gutachten hat der Reha Berater vom AA beantragt und das liegt mir vor, klar.
Es gab aber wiegesagt diverse Atteste von Orthopäden & Psychologen dass ich diese Arbeit nicht mehr machen kann.

Ich denke nicht das ich vermittelt werde, aufgrund der Krankheit und der geplanten Umschulung.

Okey, ich werde das bei meinem Termin mitnehmen und noch nicht unterschreiben.

LG
 
E

ExUser 2606

Gast
AW: TROTZ geplanter Umschulung und Gleichstellung (GdB 30) ALGI -EGV abschließen müssen ?

Kostentraeger medizinische Reha DRV und Umschulung AfA ist ungewoehnlich. Bist Du sicher, dass die das nicht weiterleiten?
 
G

Gelöschtes Mitglied 60000

Gast
AW: TROTZ geplanter Umschulung und Gleichstellung (GdB 30) ALGI -EGV abschließen müssen ?

Also ich war beim Termin, und es wurde mir gesagt dass wir diese EGV erst machen wenn der Bericht vom BFZ da ist und entschieden wird welche Umschulung ich mache. Er hat jetzt ein Bewerberprofil angelegt als Bürogehilfe, befristet bis ein Tag vor Umschulungsbeginn im Juli. Schade das von Doppeloma nichts mehr kommt zu meiner Antort auf ihre Fragen.

Liebe Grüße
 
Oben Unten