Trotz Bezugsbeginn März nur "angemessene" KdU erhalten, was tun?

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EinevVielen

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Ich hoffe, das hier ist der passende Bereich dafür.
Falls nicht, verschiebt es bitte passend.
Es wurde ja kürzlich kommuniziert, dass die Corona-Regelungen bis Ende September verlängert wurden.
Ich hatte dazu schon einmal etwas gefragt, hier nochmal als Zitate:

Da habe ich auch direkt mal eine Frage:
Wie ist das mit Leuten, die nicht durch Corona sondern kurz vorher die Arbeit verloren haben?
Ich bin im Februar in der Probezeit gekündigt worden, habe im März das erste Mal Leistungen (ALG2) bezogen.
Habe Anfang März dann auch den Brief mit Aufforderung zur Kostensenkung bzgl KdU erhalten.
Wird da ein Unterschied gemacht?
Dann fragte jemand ob mein Bescheid mit Hinweis auf Paragraph 67 SGB II erlassen wurde.
Ich habe gerade nochmal nachgesehen.
Ich habe einen Ablehnungsbescheid für Februar bekommen (wobei ich mir eigentlich sicher war, dass ich ab 1.3. in den Antrag reingeschrieben habe) und dann einen Bescheid für März bis Juli mit vollen KdU und von August bis Januar '21 dann das "Angemessene" mit Datum vom 4.3.
Der Brief, dass ich KdU senken muss ist auch auf den 4.3. datiert, kam aber ein, zwei Tage später, wenn ich nicht irre.
Von Paragraph 67 SGB II habe ich in beiden Bescheiden nichts gefunden.
Dafür fiel mir gerade auf, dass sie sich in den Bescheiden auf meinen Antrag vom 10.02. beziehen.
Dabei habe ich mich erst am 18.02. beim Amt gemeldet.
(Edit: Kopien vom Antrag habe ich leider nicht gemacht, ich hatte Stress mit der Mietbescheinigung und irgendwie habe ich das dabei dann total vergessen)
Edit 2:Kündigung wurde am 14.02. ausgesprochen, habe mich dann online arbeitssuchend gemeldet, bekam Montag einen Anruf, dass ich für ALG2 persönlich hin muss, war dann am Dienstag (18.02.) da und habe mich gemeldet.
Gespräch mit dem Arbeitsvermittler war am 25.2., Gespräch zur Abgabe der Unterlagen am 2.3.

Nun habe ich heute mein Geld für August erhalten und es ist der "angemessene" Satz, sprich ich falle anscheinend nicht unter die Corona-Regelung, obwohl mein Bezugszeitraum im März begann.

Kann ich da etwas machen, evtl auch im Hinblick auf die komischen Daten auf dem Bescheid?
 

ZynHH

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Dabei habe ich mich erst am 18.02. beim Amt gemeldet.
Nein, der Anruf gilt schon als Antragstellung. Also 14.2. Und nicht 10.2. oder 18.2.
Aber das macht ja auch keinen Unterschied, da du erst ab 01.03. im Leistungsbezug bist.

Du bist der Meinung, das sie deine volle Miete länger zahlen müssten?
und von August bis Januar '21 dann das "Angemessene" mit Datum vom 4.3.
Hast du dagegen Einspruch erhoben?

Hast du nachweislich versucht deine Miete zu senken oder eine angemessene Wohnung gesucht und das nachweislich belegt?
 

EinevVielen

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Nein, der Anruf gilt schon als Antragstellung. Also 14.2. Und nicht 10.2. oder 18.2.
Aber das macht ja auch keinen Unterschied, da du erst ab 01.03. im Leistungsbezug bist.
am 14.2. wurde ich gekündigt. Am Wochenende habe ich mich online arbeitssuchend gemeldet.
Am 17.2. wurde ich angerufen und da stellte sich raus, dass ich da es bei mir um ALG2 und nicht ALG1 geht, ich persönlich zum Amt gehen muss, was ich am 18.2. auch tat.

Du bist der Meinung, das sie deine volle Miete länger zahlen müssten?

Hast du dagegen Einspruch erhoben?

Hast du nachweislich versucht deine Miete zu senken oder eine angemessene Wohnung gesucht und das nachweislich belegt?
Nein, es geht mir nicht darum, dass ich der Meinung bin, dass sie meine volle Miete länger zahlen sollen.
Es geht mir darum, dass aufgrund Covid19 die vollen KdU ohne Umzugsaufforderung etc übernommen werden und dieser Zeitraum bis zum 30.09. verlängert wurde.
Ich bin also der Meinung, dass meine vollen KdU auch bis zum 30.09. übernommen werden sollten.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Dass sie mir "für immer" die vollen KdU zahlen erwarte ich gar nicht, ich erwarte nur, dass ich gleich behandelt werde wie die anderen, die seit März im Leistungsbezug sind.
 

ZynHH

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Wie können denn Leute die im Juni den Antrag stellen seit März im Bezug sein?
Was hat das damit zu tun?

Für dich gilt scheinbar nicht der vereinfachte Antrag, da ja wohl auch der Hinweis auf Paragraph 67 fehlt.
Vieleicht deswegen:
Wie ist das mit Leuten, die nicht durch Corona sondern kurz vorher die Arbeit verloren haben?


Hattest du denn nun bzgl der Kostensenkungsaufforderung etwas unternommen? Oder hast du das ignoriert?
 

EinevVielen

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Ich bin für die Arbeit in meinen jetzigen Wohnort gezogen.
Ich habe vorher 3 Monate einen doppelten Haushalt geführt und diese beiden erst 6 Wochen vor der Kündigung wieder zu einem zusammengeführt.
Es ist absehbar, dass ich für eine erneute Arbeitsaufnahme wieder umziehen muss.
Darum will ich zwischendurch nicht noch einmal umziehen.
Das habe ich dem JC auch so in einem Brief geschrieben.
Auch, dass ich wg. Corona nicht umziehen möchte. (Kontakte etc, konnte auch keine Helfer organisieren wg, anderem Bundesland, ausserdem Risikogruppe, war ja März, als ich das schrieb).
Auch, dass ich geschaut habe und mit den Vorgaben nichts finden könnte in dem Ort (stimmt auch, habe wirklich geschaut) und dass ich eine Suchanzeige aufgeben würde.
Dazu die Frage, bis wann ich das denn nachweisen solle.
Darauf kam nichts mehr von ihnen.


Ich konnte vor der Kündigung einige Rücklagen bilden (im erlaubten Rahmen) und bin bereit mich noch mehr einzuschränken, um einen weiteren Umzug zu vermeiden, bis ich zur Arbeitsaufnahme wieder umziehen muss.
 

Helga40

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Ist doch egal, ob 67 oder nicht. Auch in normalen Zeiten muss in den ersten 6 Monaten die volle Miete berücksichtigt und ein Kostensenkungsverfahren eröffnet werden, § 22 Abs. 1 Satz 3 SGB II.
 
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