Trotz Behinderung Vermittlung in nicht passende Jobs als wäre ich Gesund?

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ExUser 1309

Gast
Hallo,

ich habe schon lange den GdB 30 auf Asthma und Rückenprobleme, jetzt nach Verschlimmerungsantrag GdB 40 auf annerkannt Rücken ( Unterere Wirbelsäule Bandscheibenschaden inoperabel), Athrose die HWS Runter und auch nicht mehr zu reparieren, Psychische Beeinträchtigung (lebenslang - Medikamenteneinnahme erforderlich) und Athma. Dadurch kann ich nicht alle Tätigkeiten ausüben. Letztes und vorletztes Jahr hatte ich auch schon je 1 Leistenbruch nur der wird nicht anerkannt für den GdB nach OPs.

Arbeiten in staubigen Umgebungen, schwere Hebetätigkeiten, Arbeiten unter Druck - nicht möglich.

Die Jobcenter Vermittlerin ignoriert das geflissentlich obwohl ich ihr das erst mündlich mitgeteilt und dann auch den Bescheid vom Versorgungsamt zugestellt habe und meint ich kann auch als Lagerhilfsarbeiter arbeiten (mit Entlade/Beladetätigkeiten) usw.

Das kann doch nicht rechtens sein, oder? Da ich im letzten Job zuwenig verdient habe bin ich leider trotz ALGI Bezugs in ALGII oder HartzIV gelandet weil die ergänzend leisten müssen und somit für die Vermittlung zuständig sind.

Ich hab jetzt vorsorglich noch einen Antrag auf Gleichstellung als Schwerbehinderter beim der Arbeitsagentur gestellt. Das wird wohl bei dieser Sachbearbeiterin auch nix bringen fürchte ich :icon_neutral:

Irgendwelche Tipps was ich tun kann?
 

Piccolo

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antrag auf gleichstellung war schonmal goldrichtig. meist wechselt man dann in die reha-abteilung und dort sind andere sb's zuständig. somit wäre ein problem wohl weniger denn die mitarbeiter dort sind im umgang mit behinderten und deren einschränkungen korrekter.

das was du erlebt hast, kenne ich auch und zwar noch schlimmer. mir warf man vor ich sei absichtlich behindert, also mit vorsatz. wie sowas gehen soll wenn man seine behinderungen schon seit frühen kindertagen hat, konnte oder wollte mir niemand erklären.
 

Anna B.

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Hallo,

bei einem GDB von 50 oder Gleichstellung wechselt man tatsächlich in die REHA-Abteilung..ob die allerdings freundlicher sind ??

meine SB hatte mich zum wiederholten male eingeladen, um mit mir meine "beruflichen"..usw. usw. zu besprechen...
Einladung jedesmal nach 309 in Verbindung mit..

anstatt mit mir über meine berufliche..blabla zu sprechen, forderte sie Schweigepflichtentbindungen an. "könnten sie sich überlegen, die einzureichen?..

ja, konnte ich mir überlegen, hab ich aber nicht eingereicht..

beim letzten mal war dann ihr Chef beim Gespräch dabei und der donnerte sofort los, dass ich verpflichtet wäre, die Schweigepflichentbindungen einzureichen...ich schau sie an...??...sie schaut beschämt zu Boden, wird rot, schaut aus dem Fenster...
er brüllt weiter, ich steh auf und geh...

sie wußte, das er das nciht durfte, hat aber nichts dagegen unternommen...

vielleicht nenne ich sie in der Verhandlung noch als Zeugin für mich...das wär es ja mal...:biggrin:
 

gelibeh

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Du kannst Deine Einschränkungen ja nachweisen. Hat das Jobcenter etwas Schriftliches darüber? Du könntest mit Hinweis auf die unpassenden Vermittlungsvorschläge schriftlich die Feststellung der Erwerbsfähigkeit nach §44a beantragen. Das heißt, dann wird ein Gutachten gemacht. Da steht dann z.B. drin, nicht schwer heben, kein Stress oder Ähnliches. Daran hat sich die SB zu halten. Du musst keine Arbeiten annehmen, die Du aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kannst. Ich persönlich würde auf dem Bogen, der den VVs beiliegt, reinschreiben nicht zumutbar wegen gesundheitlicher Einschränkungen. Und keine EGV unterschreiben. Solange die Erwerbsfähigkeit nicht geklärt ist, dürfen die keine EGV mit Dir abschließen. Mach denen als erstes nachweislich klar, dass gesundheitliche Einschränkungen existieren.
 

Couchhartzer

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Irgendwelche Tipps was ich tun kann?
Antrag auf ärztliche Begutachtung durch den ÄD (ärztlichen Dienst) zur Feststellung von Einschränkung der gesundheitlichen Erwerbsfähigkeit stellen.


Aber Achtung!


Ärztliche Unterlagen, ärztliche Diagnosen zu Erkrankungen, eventuelle Entbindungen der behandelnden Ärzte / des Versorgungsamtes, usw. gehören allesamt NICHT in die Hände eines SB oder in Akten des JC , sondern sind (wenn überhaupt) NUR dem ärztlichen Dienst und somit qualifizierten Ärzten zu geben.

In die Hände eines SB gehört NUR der Antrag auf ärztliche Begutachtung, ohne jegliche weitere Unterlagen oder Angaben, damit SB das Gutachten einleiten kann!
 
S

Steamhammer

Gast
Du kannst Deine Einschränkungen ja nachweisen. Hat das Jobcenter etwas Schriftliches darüber? Du könntest mit Hinweis auf die unpassenden Vermittlungsvorschläge schriftlich die Feststellung der Erwerbsfähigkeit nach §44a beantragen. Das heißt, dann wird ein Gutachten gemacht. Da steht dann z.B. drin, nicht schwer heben, kein Stress oder Ähnliches. Daran hat sich die SB zu halten. Du musst keine Arbeiten annehmen, die Du aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kannst. Ich persönlich würde auf dem Bogen, der den VVs beiliegt, reinschreiben nicht zumutbar wegen gesundheitlicher Einschränkungen. Und keine EGV unterschreiben. Solange die Erwerbsfähigkeit nicht geklärt ist, dürfen die keine EGV mit Dir abschließen. Mach denen als erstes nachweislich klar, dass gesundheitliche Einschränkungen existieren.
Ich habe das heute gemacht, die Feststellung auf Erwerbsfähigkeit beantragt.
Das ist der einzigste Weg, zusammen mit einem Gleichstellungsantrag, der Hölle der "normalen" Arbeitsvermittlung zu entkommen. Normalerweise(!!!!!!!!!!) geht es in diesen Integrationsabteilungen doch humaner zu -- haben mir Betroffene erzählt. Meine SB meinte sogar, man käme schon mit 30 rein, ich glaube das aber nicht.
 
S

Steamhammer

Gast
antrag auf gleichstellung war schonmal goldrichtig. meist wechselt man dann in die reha-abteilung und dort sind andere sb's zuständig. somit wäre ein problem wohl weniger denn die mitarbeiter dort sind im umgang mit behinderten und deren einschränkungen korrekter.

das was du erlebt hast, kenne ich auch und zwar noch schlimmer. mir warf man vor ich sei absichtlich behindert, also mit vorsatz. wie sowas gehen soll wenn man seine behinderungen schon seit frühen kindertagen hat, konnte oder wollte mir niemand erklären.
Oft wird ja eben auch nur die Aussicht auf Gleichstellung
und nicht diese selbst bewilligt. Ich weiss jetzt nicht, ob man damit AUCH in die Reha-Abteilung wechseln kann.
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo hansklein,

Arbeiten in staubigen Umgebungen, schwere Hebetätigkeiten, Arbeiten unter Druck - nicht möglich.

Wer hat das festgestellt und bescheinigt, sicher ja nicht das Versorgungsamt, die sind für sowas nicht zuständig...

Die Jobcenter Vermittlerin ignoriert das geflissentlich obwohl ich ihr das erst mündlich mitgeteilt und dann auch den Bescheid vom Versorgungsamt zugestellt habe und meint ich kann auch als Lagerhilfsarbeiter arbeiten (mit Entlade/Beladetätigkeiten) usw.

So einen Bescheid gibt man keiner Vermittlungs-SB, welche medizinischen Kenntnisse hat die denn aufzuweisen, dass du ihr sowas in die Hand gibst.
Für deine Vermittlung spielen die Erkenntnisse des Versorgungsamtes nur eine untergeordnete Rolle, danach braucht sich die SB auch nicht zu richten...

Das kann doch nicht rechtens sein, oder? Da ich im letzten Job zuwenig verdient habe bin ich leider trotz ALGI Bezugs in ALGII oder HartzIV gelandet weil die ergänzend leisten müssen und somit für die Vermittlung zuständig sind.

Nein, rechtens ist das tatsächlich nicht, denn wenn du gesundheitliche Einschränkungen angibst (bei AfA /JC) dann haben die durch den Amtsarzt prüfen zu lassen, für welche Tätigkeiten du noch belastbar bist und vermittelt werden kannst und NUR nach diesem Gutachten hat sich die SB dann auch zu richten. :icon_daumen:

Ich hab jetzt vorsorglich noch einen Antrag auf Gleichstellung als Schwerbehinderter beim der Arbeitsagentur gestellt. Das wird wohl bei dieser Sachbearbeiterin auch nix bringen fürchte ich

Das wird dir tatsächlich nicht weiterhelfen den Umfang der Vermittlung in Arbeit zu klären, selbst bei Abgabe an die zuständige Reha-Abteilung (nach einer Gleichstellung) kann NUR ein Gutachten vom Amtsarzt deine Einschränkungen für den Arbeitsmarkt feststellen, aus der Gleichstellung ergibt sich das ja dann auch nicht.

Bei vielen JC gibt es gar keine speziellen SB für Reha-Fälle, wir sollten auch weiterhin von der AfA-Reha "betreut" werden, die konnten schon nix mit uns anfangen, als wir noch ALGI bezogen haben... :icon_neutral:

Seit wir Optionskommune sind (und nicht mehr zur AfA gehören) gibt es erst recht keine SB mehr für Reha-Fälle und ganz ehrlich, Arbeit für gesundheitlich Eingeschränkte Leute haben die auch nicht zu bieten, da wird man auch höchstens in "altersgerechten Gesundheits-Maßnahmen geparkt", sofern man nicht AU geschrieben ist.

Fordere schriftlich (nachweislich) die Klärung deiner Erwerbsfähigkeit ein, damit es endlich ein Gutachten gibt, was gültige klare Aussagen zu deiner Leistungsfähigkeit am Arbeitsmarkt macht, daran hat sich dann auch JEDER SB des JC zu halten. :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 

Margarethe

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Hallo,

ich habe schon lange den GdB 30 auf Asthma und Rückenprobleme, jetzt nach Verschlimmerungsantrag GdB 40 auf annerkannt Rücken ( Unterere Wirbelsäule Bandscheibenschaden inoperabel), Athrose die HWS Runter und auch nicht mehr zu reparieren, Psychische Beeinträchtigung (lebenslang - Medikamenteneinnahme erforderlich) und Athma. Dadurch kann ich nicht alle Tätigkeiten ausüben. Letztes und vorletztes Jahr hatte ich auch schon je 1 Leistenbruch nur der wird nicht anerkannt für den GdB nach OPs.

Arbeiten in staubigen Umgebungen, schwere Hebetätigkeiten, Arbeiten unter Druck - nicht möglich.

Die Jobcenter Vermittlerin ignoriert das geflissentlich obwohl ich ihr das erst mündlich mitgeteilt und dann auch den Bescheid vom Versorgungsamt zugestellt habe und meint ich kann auch als Lagerhilfsarbeiter arbeiten (mit Entlade/Beladetätigkeiten) usw.

Das kann doch nicht rechtens sein, oder? Da ich im letzten Job zuwenig verdient habe bin ich leider trotz ALGI Bezugs in ALGII oder HartzIV gelandet weil die ergänzend leisten müssen und somit für die Vermittlung zuständig sind.

Ich hab jetzt vorsorglich noch einen Antrag auf Gleichstellung als Schwerbehinderter beim der Arbeitsagentur gestellt. Das wird wohl bei dieser Sachbearbeiterin auch nix bringen fürchte ich :icon_neutral:

Irgendwelche Tipps was ich tun kann?

Hallo,

ich habe das bisher immer so geregelt, dass ich dem Chef bei dem ich mich vorstellen sollte gesagt habe, dass ich aus den und den Gründen nur bedingt einsetzbar bin. Meistens haben sie dann andere vorgezogen.
Weil ich schon ganz gerne arbeiten möchte, habe ich beim Jobcenter bisher eher passiv agiert (mal abwarten), weil ich mir nichts verbauen möchte. Hinterher landet man noch in der Behindertenwerkstatt, da können die auch ganz fix sein.

Gruss
Margarethe
 

Margarethe

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Margarethe, wie hoch ist denn dein GdB?

50 habe ich, bin aber noch alleinerziehende Mama. Das Jobcenter rafft aber beides nicht. Nur, was will ich mich mit denen zanken? Vielleicht kommt ja mal ein Jobangebot, von dem ich begeistert bin? Jetzt die Weiterbildung ist nicht schlecht, obwohl ich das für mich zu viel finde. Also, wenn ich raus wollte, könnte ich raus, jeder Arzt wuerde mich krank schreiben.

Mal abgesehen davon, war ich bisher nie die einzige Bewerberin. Das Jobcenter hat anscheinend bestimmt 20 anderen Harzern ebenfalls die Aufforderung zukommen lassen, sich auf die Stelle zu bewerben. Manchmal reichte beim 1-Euro-Job schon die Nachfrage beim Chef des Altenheims, ob es eigentlich nicht um eine Stelle für eine Ergotherapeutin geht.
 
E

ExUser 1309

Gast
Hallo,

erstmal lieben Dank für euer Feedback.

Es tut sich was, aber was weiß ich noch nicht... Da ich ALGI + ergänzend ALGII beziehe habe ich mich an die Arbeitsagentur natürlich gewandt und die haben die neuen Prozente eingetragen (Die brauchen dafür den Bescheid) und das weitergeleitet. Dazu muss ich sagen das ich dort vor 10 Jahre schonmal eine Umschulung bekommen habe wegen gesundheitlicher Einschränkungen (ReHa) und das bekannt und damals schon festgestellt worden ist was ich arbeiten kann und was nicht. Nur das es sich eben verschlimmert hat in den "paar Jahren" dazwischen.

Da hab ich auch schon eine erste Info per Teflon erhalten, wahrscheinlich lande ich in der Reha Abteilung, evtl. noch "vorgezogen" ins Ü50 Programm. Ob das ein Vorteil ist weiß ich nicht, ich bin jetzt "erst" 48. Ich soll noch diese Woche Bescheid erhalten, dann darf ich wahrscheinlich zu einem Infotermin der Arbeitsagentur (nicht Jobcenter...) und erfahre dort weiteres. Ich lass mich überraschen was mich jetzt erwartet und was das Jobcenter macht und wer ab jetzt dann für mich zuständig sein möchte.
 

Piccolo

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das ü50-programm hätte die bundesagentur für arbeit auch 'auf sie mit gebrüll' nennen können.
vorher denkt man das jobcenter hätte einen vergessen, aber kaum ist man ü50 wird man mit massnahmen, sinnbefreiten umschulungen und anderen dingen zugeschüttet. das ganze natürlich wie immer ohne greifbare ergebnisse.
 
S

Steamhammer

Gast
das ü50-programm hätte die bundesagentur für arbeit auch 'auf sie mit gebrüll' nennen können.
vorher denkt man das jobcenter hätte einen vergessen, aber kaum ist man ü50 wird man mit massnahmen, sinnbefreiten umschulungen und anderen dingen zugeschüttet. das ganze natürlich wie immer ohne greifbare ergebnisse.

Die Erfahrung hab ich auch gemacht.Vor 50 hatte ich meine Ruhe,dann wurden die verrückt und nur durch ungewöhnlicheSchritte kann man die sich etwas voM Leibe halten.
 
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