Trotz BAföG Höchstsatz weniger als ALG2 - Möglichkeiten? (1 Betrachter)

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tImmyy

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Hallo zusammen,

Ich habe ne kleine Frage. Ich studiere mittlerweile wieder, vorher hab ich ne Ausbildung gemacht und berufsbegleitend das falsche studiert (nicht Bafög Förderungsfähig / privat).

Dank Ausbildung + Erwerbstätigkeit kann ich elternunabhängig den Höchstsatz bekommen, glaube sonst hätten meine Eltern zuviel "Besitz", sind beide aber nu in Rente und haben nicht so die Kohle mich da noch zu unterstützen, ist mir auch lieb so, dass ich das nach Möglichkeit selbst stemme.

Hab nu mal paar theoretische Fragen:

Ich bekomme 735€ Bafög, ALG2 wäre 736€. Soweit so gut.
Problem ist aber, dass man beim Bafög noch die Studi Krankenkasse zahlt (90€) und die Studiengebühren mit praktischem Ticket ne Vorraussetzung fürs Bafög sind. (50€).
Ergo 141€ weniger als H4. Dabei hab ich noch Glück mit 313 warm + 50€ Strom (wo ich eher was zurückkriege) günstig zu wohnen. Der Bafög Wohnzuschuss ist ja fix & nicht nach Mietspiegel oder so.

Jedenfalls hab ich jetzt 200€ im Monat für alles abseits von Miete statt 340€ H4 (mit dem komme ich locker aus, lebe recht spartanisch), mit den 200€ ist aber echt sehr bescheiden.

Ich weiß, dass man als Bafög-Bezieher mehr dazu verdienen kann vom Freibetrag. Studium hat aber nen gewissen Workload und bin so vom Klarkommen her schon froh, wenn ich meinen Alltag gut hinkriege, studiere und happy bin. Etwas Psycho Struggle, studieren mag ich aber trotzdem.

Dazu sehe ichs nicht ein, mich zu bilden, Darlehen zu sammeln und dann soweit ab vom Existenzminimum zu leben und auf Ersparnisse (hab ein paar, werden aber nicht ewig halten) oder Nebenjobs (die Spaß machen können und Alltag unterstützen - aber auch scheiße sein können) angewiesen zu sein.

Und kann mich jemand über die Änderungen vom 1 Aug 2016 aufklären? Hörte grob sowas, dass man bei Bafög Ablehnung auch ALG2 bekommen könnte? Gibts da Nachteile außer ggf. Amtsterror? Oder ist das nurn Härtefall, wenn man sein Bafög verkackt oder garnicht bekommt?

Also will schon im Studium was schaffen wie z.B. den Bafög Leistungsnachweis für 90CP nachm 4ten Semester, hab auch schon 45CP angerechnet bekommen, ergo in 4 Semestern theoretisch nur 45CP nötig.

Außerdem hab ich im Internet gefunden:

"Neu eingeführt wurde eine Weiterzahlungsregelung, wonach
ALG II-Leistungen solange weiter zu zahlen sind, bis das
BAföG-Amt über den BAföG-Antrag entschieden hat. Der
Anspruch auf Weiterzahlungs-ALG II besteht bis zum Folgemonat
des BAföG-Ablehnungsbescheids. Wird BAföG bewilligt,
wird aufstockendes ALG II gewährt, wenn das BAföG den
SGB II-Hilfebedarf unterschreitet. Wird der BAföG-Antrag
wegen Anrechnung von Einkommen und Vermögen abgelehnt,
wird aufstockendes ALG II gewährt, wenn das
Einkommen und/oder der Unterhaltsbetrag den SGB II-Bedarf
unterschreitet. Wird der BAföG-Antrag aus anderen Gründen
als der Anrechnung von Einkommen und Vermögen abgelehnt,
muss geprüft werden, ob nach Ausnahmeregelungen
ein Anspruch auf AG II besteht. "

https://www.harald-thome.de/fa/hara...udenten-_Stand-Rechtsvereinfachungsgesetz.pdf

Ein sehr sozialer und cooler Sachbearbeiter meinte auch zu mir so:

Jo Tim, ich hatte mit Bafög trotz Höchstsatz nie soviel wie mit Hartz. Es gibt ne neue Regelung. Ggf. einfach versuchen aufzustocken.

Das würde mir schon dicke reichen mit +140€, auch wenn ich da nur 185€ dazu verdienen könnte. Mein Plan wären so 80-100€ dazu verdienen.

ALG2 wurde mir natürlich zum 1.10 aufgrund von Anrecht auf Ausbildungsförderung eingestellt. Ist auch erstmal so okay.

Gibt es denn Optionen? Ich weiß echt nicht wieviel ich arbeiten kann und auch mag. Eltern nach Unterstützung fragen muss trotz gutem Verhältnis auch nicht sein.

Danke schonmal.

Gruß T.
 

Helga40

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Keine Optionen. Studenten mit eigener Wohnung sind nach wie vor ausgeschlossen. Aufstockend Alg 2 können Schüler bekommen, die Bafög nach § 12 oder § 13 Abs. 1 Nr. 1 BAföG beziehen bzw. Studenten, die noch bei den Eltern wohnen.

Du beziehst Bafög nach § 13 Absatz 1 Nr. 2, du bist ausgeschlossen. Auch die Härtefallregelung in § 27 Abs. 3 SGB II gilt nur für Schüler einer Fachschule, also die, deren Bafög sich nach § 13 Abs. 1 Nr. 1 BAföG bemisst.
 
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