Trotz Arbeit und Hartz IV kaum Geld zum Leben (1 Betrachter)

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Frank71

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Zehn Jahre Hartz-Gesetze: Zwei Betroffene aus Witten schildern, wie die Arbeitslosigkeit ihr Leben beeinflusst und wie sie versuchen mit dem wenigen Geld zu haushalten.


Die Arbeitsmarktreform ist bis heute umstritten. Die einen sagen, durch sie hätten Menschen erst wieder den Weg zurück auf den Arbeitsmarkt gefunden. Andere meinen, gerade Hartz IV habe viele in die Armut getrieben. Was sagen die Betroffenen ? Wir fragten am Montag vorm Jobcenter in Annen nach.

Trotz Arbeit und Hartz IV kaum Geld zum Leben | WAZ.de
 

Trixi2011

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Da ist ein 48 Jahre alter Mann, mit Berufserfahrung und der aufgrund seiner Gesundheit diesen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Anstatt aber dass man ihm vom Amt her eine neue Perspektive bietet, sprich z.B. eine Umschulung, wird er in einen EEJ verheizt, die nach Beschreibung auch noch jede Zusätzlichkeit vermissen lässt.

Da ein EEJ kein positive Bewerbungsgrundlage bietet, wird der Mann ein weiteres Frustopfer der Behörde werden, wenn er es nicht schon ist.

Damit hätte das Amt seinen inoffiziellen Auftrag wieder einmal erfüllt.
 
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Das Gros der Hartz IV Empfänger, das in 1,- Euro Maßnahmen gezwungen wird, ist selbst schuld - ohne Beistand zum JC, dort EGV unterschrieben und dann wundern was da plötzlich abgeht?!

Deshalb wird in diesem und auch anderen Foren immer wieder darauf hingewiesen.

1. Niemals eine EGV unterschreiben, die gegen das Grundgesetz verstößt!

2. Immer mit Beistand die Termine bei der Behörde wahrnehmen!
 
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Das Gros der Hartz IV Empfänger, das in 1,- Euro Maßnahmen gezwungen wird, ist selbst schuld - ohne Beistand zum JC, dort EGV unterschrieben und dann wundern was da plötzlich abgeht?!
Die Mehrheit derer, die in 1€ Jobs landen, hatten wahrscheinlich weder das nötige Wissen, noch das nötige Durchsetzungsvermögen, um dagegen vorzugehen.

Die Schuldfrage würde ich da an einer ganz anderen Stelle sehen.
 
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Die Mehrheit derer, die in 1€ Jobs landen, hatten wahrscheinlich weder das nötige Wissen, noch das nötige Durchsetzungsvermögen, um dagegen vorzugehen.

Die Schuldfrage würde ich da an einer ganz anderen Stelle sehen.
Ich verlange auch nicht, das Jeder alles weiß. Das kann keiner!

Aber wenn ich keine Ahnung habe oder mir vor allem in Rechtsfragen unsicher bin, dann frage ich einen Freund oder Bekannten oder wende mich an eine Rechtsberatung (Verbraucherschutz, Sozialverbände, Rechtsanwälte).

Möglichkeiten gibt es also genug. Und wer dies trotzdem nicht in Anspruch nimmt, hat Pech gehabt.
 
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Ich verlange auch nicht, das Jeder alles weiß. Das kann keiner!

Aber wenn ich keine Ahnung habe oder mir vor allem in Rechtsfragen unsicher bin, dann frage ich einen Freund oder Bekannten oder wende mich an eine Rechtsberatung (Verbraucherschutz, Sozialverbände, Rechtsanwälte).

Möglichkeiten gibt es also genug. Und wer dies trotzdem nicht in Anspruch nimmt, hat Pech gehabt.
Zitat aus einem mir persönlich bekannten Fall:
"ich war mit meiner Tochter beim AA, und haben da auch ne EGV unterschrieben."
"Seid ihr wahnsinnig?"
"Wieso? Wir dachten, das sei der normale Gang der Dinge."

Will sagen, viele legen ja gar keine Unsicherheit in Rechtsfragen an den Tag, wenn zu einem offiziellen Amt der Bundesrepublik Deutschland GmbH & Co. KG geladen wird, weil davon ausgegangen wird, dass da alles mit rechten Dingen abläuft.
 
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Die Mehrheit derer, die in 1€ Jobs landen, hatten wahrscheinlich weder das nötige Wissen, noch das nötige Durchsetzungsvermögen, um dagegen vorzugehen.

Die Schuldfrage würde ich da an einer ganz anderen Stelle sehen.
Ich denke nicht, dass es sich dabei um eine Mehrheit handelt. Zumindest kann ich sagen, dass - bis auf eine Ausnahme - alle mir bekannten Teilnehmer auf das zusätzliche Geld geschielt haben. Sie fanden zwar die Maßnahmen Scheisze und hätten das Geld lieber so genommen, haben aber letztendlich genau deswegen teilgenommen. Ein Fall ist mir bekannt, da lässt sich der Alo jährlich um dieselbe Zeit, nämlich, wenn seine Jahresrechnungen eintrudeln, einweisen, bettelt darum. In der übrigen Zeit des Jahres ...
 

Paolo_Pinkel

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Da ist ein 48 Jahre alter Mann, mit Berufserfahrung und der aufgrund seiner Gesundheit diesen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Anstatt aber dass man ihm vom Amt her eine neue Perspektive bietet, sprich z.B. eine Umschulung, wird er in einen Ein-Euro-Job verheizt, die nach Beschreibung auch noch jede Zusätzlichkeit vermissen lässt.
Ich möchte hier keine Lanze für das arge Gesindel brechen, allerdings würde ich mein persönliches Glück, sei es auch beruflich, nicht von denen abhängig machen und mich selber informieren. Hey, wir leben im Zeitalter des Internet. 3 Klicks und man hat alles, um einen Antrag auf berufliche Rehe zu stellen. Ein bisschen Eigenverantwortung hat noch keinem geschadet.
 
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Ich verlange auch nicht, das Jeder alles weiß. Das kann keiner!

Aber wenn ich keine Ahnung habe oder mir vor allem in Rechtsfragen unsicher bin, dann frage ich einen Freund oder Bekannten oder wende mich an eine Rechtsberatung (Verbraucherschutz, Sozialverbände, Rechtsanwälte).

Möglichkeiten gibt es also genug. Und wer dies trotzdem nicht in Anspruch nimmt, hat Pech gehabt.
Es gibt aber auch viele, die den psychischen Druck der Sachbearbeiteter nicht standhalten.
Nicht jeder Mensch hat ein starkes Selbstbewusstsein.
Auch wenn man sich vorher informiert hat, und sich eigentlich über seine Rechte klar ist, so kann es vielen jedoch an Mut fehlen, sich bei den Sachbearbeitern zur Wehr zu setzen.

Deshalb ist es eigentlich am besten, einen Beistand mitzunehmen.
So habe ich es hier gelernt, und so werde ich es auch machen, wenn ich Angfang September zur Agentur für Arbeit muss.

Denn auch ich bin einer, der viel zu schnell "ja" zu allem sagt.

Ich weiß nicht, ob es Möglichkeiten gibt, sich so etwas abzugewöhnen.
 
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Ich denke nicht, dass es sich dabei um eine Mehrheit handelt. Zumindest kann ich sagen, dass - bis auf eine Ausnahme - alle mir bekannten Teilnehmer auf das zusätzliche Geld geschielt haben. Sie fanden zwar die Maßnahmen Scheisze und hätten das Geld lieber so genommen, haben aber letztendlich genau deswegen teilgenommen. Ein Fall ist mir bekannt, da lässt sich der Alo jährlich um dieselbe Zeit, nämlich, wenn seine Jahresrechnungen eintrudeln, einweisen, bettelt darum. In der übrigen Zeit des Jahres ...
Ja gut, so jemand ist dann natürlich selber schuld.
 
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Ich möchte hier keine Lanze für das arge Gesindel brechen, allerdings würde ich mein persönliches Glück, sei es auch beruflich, nicht von denen abhängig machen und mich selber informieren. Hey, wir leben im Zeitalter des Internet. 3 Klicks und man hat alles, um einen Antrag auf berufliche Rehe zu stellen. Ein bisschen Eigenverantwortung hat noch keinem geschadet.
Das ist klar.
Aber wenn jemand mit 48 Lenzen und Berufserfahrung zum ersten Mal mit diesem, ich bleib im Terminus, Gesindel zu tun bekommt, womöglich nix mit Internet am Hut hat (gibts genügend)... dann wirds schon bissl schwieriger.

Und der gemeine Bürger geht nunmal nicht davon aus, dass ihm in einem Amt von Rechtsbeugung bis hin zu regelrechten Verbrechen alles passieren kann.
 

Paolo_Pinkel

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Das ist klar.
Aber wenn jemand mit 48 Lenzen und Berufserfahrung zum ersten Mal mit diesem, ich bleib im Terminus, Gesindel zu tun bekommt, womöglich nix mit Internet am Hut hat (gibts genügend)... dann wirds schon bissl schwieriger.

Und der gemeine Bürger geht nunmal nicht davon aus, dass ihm in einem Amt von Rechtsbeugung bis hin zu regelrechten Verbrechen alles passieren kann.
Da stimme ich zu. Am Anfang bezahlt jeder sein "Lehrgeld". Das habe ich auch. Die Frage ist dann aber, was man danach macht. Setzt man weiter Hoffnung in eine Behörde, dass man irgendwann mal, je nach Hormonhaushalt des SBchen, korrekt beraten wird oder nimmt man den Telefonhörer (wenn kein Internet vorhanden) in die Hand und ruft mal die KK oder RV an?
 
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Aber wenn ich keine Ahnung habe oder mir vor allem in Rechtsfragen unsicher bin, dann frage ich einen Freund oder Bekannten oder wende mich an eine Rechtsberatung (Verbraucherschutz, Sozialverbände, Rechtsanwälte).

Nicht jeder weiß, dass er kostenlose Beratung bei Sozialverbänden bekommt oder wo diese in seiner Stadt ansässig sind. Oder wo man generell Hilfen herbekommt. Anwälte kosten übrigens viel Geld und nicht jeder weiß, dass er da nen Beratungsschein bekommen kann.

Weil: Elos über ihre Rechte nicht ausreichend aufgeklärt werden. (Eigentlich werden sie ja gar nicht aufgeklärt.)

Möglichkeiten gibt es also genug. Und wer dies trotzdem nicht in Anspruch nimmt, hat Pech gehabt.

Das machst du dir wirklich zu einfach.


Ich denke nicht, dass es sich dabei um eine Mehrheit handelt. Zumindest kann ich sagen, dass - bis auf eine Ausnahme - alle mir bekannten Teilnehmer auf das zusätzliche Geld geschielt haben. Sie fanden zwar die Maßnahmen Scheisze und hätten das Geld lieber so genommen, haben aber letztendlich genau deswegen teilgenommen. Ein Fall ist mir bekannt, da lässt sich der Alo jährlich um dieselbe Zeit, nämlich, wenn seine Jahresrechnungen eintrudeln, einweisen, bettelt darum. In der übrigen Zeit des Jahres ...
Natürlich haben sie das und wenn die Jahresrechnungen den Regelsatz killen, kann ich sowas auch verstehen, dass da jemand nicht unbedingt in die Schuldenfalle geraten will.

Ich möchte hier keine Lanze für das arge Gesindel brechen, allerdings würde ich mein persönliches Glück, sei es auch beruflich, nicht von denen abhängig machen und mich selber informieren. Hey, wir leben im Zeitalter des Internet. 3 Klicks und man hat alles, um einen Antrag auf berufliche Rehe zu stellen. Ein bisschen Eigenverantwortung hat noch keinem geschadet.
Nicht jeder hat Laptop/PC und Internet oder gar Internetkenntnisse. Vor allem die älteren Bürger haben das doch nicht. Kostet außerdem auch alles viel Geld.

Es gibt aber auch viele, die den psychischen Druck der Sachbearbeiteter nicht standhalten.
Nicht jeder Mensch hat ein starkes Selbstbewusstsein.
Auch wenn man sich vorher informiert hat, und sich eigentlich über seine Rechte klar ist, so kann es vielen jedoch an Mut fehlen, sich bei den Sachbearbeitern zur Wehr zu setzen.

Genau und deshalb halte ich die Pauschalisierung SELBST SCHULD für unangemessen.

Deshalb ist es eigentlich am besten, einen Beistand mitzunehmen.

Beistände wachsen leider nicht auf Bäumen und wer will schon freiwillig auf eine Behörde.

So habe ich es hier gelernt, und so werde ich es auch machen, wenn ich Angfang September zur Agentur für Arbeit muss.

Ja, weil du den Weg hierher gefunden hast. Viele kennen das Forum nicht.

Denn auch ich bin einer, der viel zu schnell "ja" zu allem sagt.

Ich weiß nicht, ob es Möglichkeiten gibt, sich so etwas abzugewöhnen.
Ja, indem man nicht mehr zu allem JA sagt. Ist aber, wenn man Angst hat vor Sanktionen, nicht so einfach. Oder man muss halt Wege finden, die nicht geradeaus führen, um sich rauszuwinden aus gewissen Sachen wie VVs für ZAFs.
 
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Da stimme ich zu. Am Anfang bezahlt jeder sein "Lehrgeld". Das habe ich auch. Die Frage ist dann aber, was man danach macht. Setzt man weiter Hoffnung in eine Behörde, dass man irgendwann mal, je nach Hormonhaushalt des SBchen, korrekt beraten wird oder nimmt man den Telefonhörer (wenn kein Internet vorhanden) in die Hand und ruft mal die KK oder RV an?
Logisch.
Wenn man sein Lehrgeld erstmal bezahlt hat und dann immer noch Hoffnung in eine, zumindest diese ganz spezielle, Behörde setzt... ja dann ist einem nichtmehr zu helfen.

Zu mir hat sogar mal ein Fallmanager gesagt: "Ach wissen Sie, ob wir hier immer der richtige Ansprechpartner für konkrete Hilfestellungen bei der Jobsuche sind... ich bin da durchaus selbstkritisch."

Es gibt sie, die lichten Momente. ;)
 
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Paolo_Pinkel
Ich möchte hier keine Lanze für das arge Gesindel brechen, allerdings würde ich mein persönliches Glück, sei es auch beruflich, nicht von denen abhängig machen und mich selber informieren. Hey, wir leben im Zeitalter des Internet. 3 Klicks und man hat alles, um einen Antrag auf berufliche Rehe zu stellen. Ein bisschen Eigenverantwortung hat noch keinem geschadet.
Möchte dann doch mal darauf hinweisen, dass es auch heute noch Menschen gibt, die kein Internet haben aus, welchen Gründen auch immer. Auch Ältere tun sich oft schwer damit, konnte ich schon feststellen.:icon_pause:

derBayer
Die Mehrheit derer, die in 1€ Jobs landen, hatten wahrscheinlich weder das nötige Wissen, noch das nötige Durchsetzungsvermögen, um dagegen vorzugehen.

Die Schuldfrage würde ich da an einer ganz anderen Stelle sehen.
Die Schuld an allem hat für mich dieses verkommene Gesetz, was den JC Untätigkeit ermöglicht, alle Rechte gibt, dem Betroffenen keine!

derBayer
Das ist klar.
Aber wenn jemand mit 48 Lenzen und Berufserfahrung zum ersten Mal mit diesem, ich bleib im Terminus, Gesindel zu tun bekommt, womöglich nix mit Internet am Hut hat (gibts genügend)... dann wirds schon bissl schwieriger.

Und der gemeine Bürger geht nunmal nicht davon aus, dass ihm in einem Amt von Rechtsbeugung bis hin zu regelrechten Verbrechen alles passieren kann.
Genauso sieht das aus. Es gibt Menschen, die sich beim Amt keinen Rechtsbruch - keine Rechtsbeugung vorstellen können, dass ist ein Problem!

Da stimme ich zu. Am Anfang bezahlt jeder sein "Lehrgeld". Das habe ich auch. Die Frage ist dann aber, was man danach macht. Setzt man weiter Hoffnung in eine Behörde, dass man irgendwann mal, je nach Hormonhaushalt des SBchen, korrekt beraten wird oder nimmt man den Telefonhörer (wenn kein Internet vorhanden) in die Hand und ruft mal die KK oder RV an?


Die Meisten kommen erst in die Beratung, wenn sich schon die "Hölle" aufgetan hat und wirklich nichts mehr geht, leider!

Bis zu sieben Stunden arbeitet er täglich auf dem Friedhof - und kann trotzdem von seiner Arbeit nicht leben.
Für mich hat dieses Gesetz erst den Lohnverfall möglich gemacht. Dieses Gesetz ist Schuld, dass soviele Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können, weil es den Unternehmen Tor und Tür für Dumpinglöhne öffnet. Auch der Minijob gehört abgeschafft, weil er Mißbrauch fördert und in die Altersarmut treibt. Von den 1 Eurojobs ganz zu schweigen, ich sehe garnichts davon als gute Wiedereinstiegsmöglichkeit in den Beruf.

Fordern und Fördern - hier liegt das Problem! Die JC fordern nur und kommen ihren Pflichten in Bezug auf Fördern nicht nach!

Täten sie das, würden jeden individuell seinen Fähigkeiten gemäß fördern, notwendige Umschulungen genehmigen, wäre ja alles OK.

Was sich stattdessen abspielt, können wir uns Tag für Tag als "Deppenalarm" hier im Forum angucken!







 

Paolo_Pinkel

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Möchte dann doch mal darauf hinweisen, dass es auch heute noch Menschen gibt, die kein Internet haben aus, welchen Gründen auch immer. Auch Ältere tun sich oft schwer damit, konnte ich schon feststellen.:icon_pause:
Wie ich bereits in #12 schrieb, gibt es bei solchen Fällen auch die Möglichkeit KK und/oder RV anzurufen und sich beraten zu lassen. Alternativ auch da hinzugehen. Es geht um die Eigeninitiative. Viele erwarten, dass ihnen gebratenen Tauben direkt in den Mund fliegen und wundern sich, warum sie das trotz wochen- und monatelangen warten nicht tun:eek:
 
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Das machst du dir wirklich zu einfach.
Es ist ja auch einfach. Wir leben im Informations- und Kommunikationszeitalter. Jeder Bürger hat die Möglichkeit, sich über alles und jeden zu informieren z.B. via TV, Radio, Zeitung, Internet, persönliche Gespräche mit Freunden und Bekannten.

Nicht jeder weiß, dass er kostenlose Beratung bei Sozialverbänden bekommt oder wo diese in seiner Stadt ansässig sind. Oder wo man generell Hilfen herbekommt. Anwälte kosten übrigens viel Geld und nicht jeder weiß, dass er da nen Beratungsschein bekommen kann.
Das Unwissen liegt in der Vielzahl der Fälle nicht daran, daß sich die Betroffenen nicht informieren können. Sie wollen es einfach nicht und lassen lieber alles über sich ergehen, um nur nicht irgendwo anzuecken. Das gilt insbesondere für die älteren Mitmenschen.

Weil: Elos über ihre Rechte nicht ausreichend aufgeklärt werden. (Eigentlich werden sie ja gar nicht aufgeklärt.)
Da machst du es dir jetzt zu einfach! Es liegt auch ein Stück weit an jedem selbst, etwas für seine Allgemeinbildung bzw. und/oder sein Fachwissen zu tun oder eben "dumm" zu sterben. Man kann nicht immer alles auf den Gesetzgeber schieben.

Bestes Beispiel ist die Agentur für Arbeit. Im Haus liegen Unmengen an Infobroschüren zu den Themen Alg, Schulungen, Aus- und Weiterbildungen in den Regalen. Aber kaum einer steckt sich etwas davon ein! Und dann aber beim Stammtisch hinsetzen und rummotzen: "Das hat mir aber keiner gesagt!"
 
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Wie ich bereits in #12 schrieb, gibt es bei solchen Fällen auch die Möglichkeit KK und/oder RV anzurufen und sich beraten zu lassen. Alternativ auch da hinzugehen. Es geht um die Eigeninitiative.

:icon_kinn: Das ist alles richtig, Paolo, aber es gibt solche und solche Charaktäre. In der Beratung siehst du viele davon, versuchst allem gerecht zu werden. Jeder Mensch ist anders, sollte/müsste man bedenken!

Viele erwarten, dass die gebratenen Tauben direkt in den Mund fliegen und wundern sich, warum sie das trotz wochen- und monatelangen warten nicht tun:eek:

Das ist auch richtig, aber oft ist es auch Hilflosigkeit von völlig überforderten ALG II-Empfängern. In der Beratung ist zu sehen, dass oft völlig resignierte Menschen kommen. Durch langes ALG II zermürbt, krank, hoffnungslos. Zusätzlich dann noch JC mit Rechtsbeugung, Rechtsbruch und Schikane!
 
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Die Beratungen von GKV + RV sind teilweise grottenschlecht. Eine wirklich gute + unabhängige Beratung zu bekommen, beinhaltet ja auch, dass man den zu Beratenden und seine Schwächen + Stärken genau kennt. hierauf wird i.d. Regel viel zu wenig Wert gelegt.
 
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