Trotz Arbeit reicht es nicht

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Paolo_Pinkel

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Aachen. Kein Auskommen mit dem Einkommen. Bei immer mehr Aachenern reicht der Arbeitslohn nicht mehr für den Lebensunterhalt. 2500 sogenannte «Aufstocker» hat Arge-Geschäftsführer Marcell Raschke derzeit in seiner Kartei...

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Gruss

Paolo
 

McMurphy

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Vor allem der Absatz hier:

«Prekäre Arbeitsverhältnisse»

Das sei zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig, beklagen Betroffene in Gulbins Beratungsstunden. «Ich habe hier Leute sitzen, die dringend einen Ein-Euro-Job suchen», berichtet der KAB-Sekretär, «das ist für die dann schon eine große Entlastung.» Der Verdienst werde zwar mit den Hartz-IV-Bezügen verrechnet, es gebe aber Freibeträge. Schließlich soll sich die Arbeit auch lohnen. «Wer arbeitet, hat es leichter», bestätigt Gulbins.

Doch immer öfter reicht die Arbeit eben nicht für den Lebensunterhalt. Der KAB-Sekretär weiß von Aufstockern, aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit wechselten und «vor allem in der Startphase» ihres Mini-Unternehmens auf die Unterstützung der Arge angewiesen sind. Andere brauchen Hilfe, weil sie statt eines Vollzeitjobs nur eine 12-Stunden-Stelle haben. «Auch wenn die richtig nach Tarif bezahlt werden, kommen sie damit nicht hin», sagt Gulbins.

Überdies habe die Gesetzgebung selbst dafür gesorgt, dass es immer mehr «prekäre Arbeitsverhältnisse» gebe. «Da heißt es dann, 'wir zahlen nur die Löhne, die der Markt hergibt', und der Staat regelt den Rest», so Gulbins. Und so werde eben mit den Steuermitteln für die Aufstocker das System subventioniert. Zudem habe die Politik den Kündigungsschutz eingeschränkt, um Einstellungen zu erleichtern. «Wenn aber Leute rausfliegen und dann als Leiharbeiter wiederkommen, um den gleichen Job für weniger Geld zu machen», so Andris Gulbins, «dann ist das eine Schweinerei.»

 
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