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Trennung? neue wohnung?

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mamisgirl

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Hallo liebes Forum ! ! !

Ich bin neu hier, habe mich zwar schon ein bißchen durchs Forum gelesen, aber ich stelle meine Situation kurz selbst dar...

Ich bin verheiratet, habe ein Kind. Mein MAnn arbeitet jetzt wieder, so dass wir kein ALG2 mehr bekommen.

Nun ist es aber so, dass wi wirklich unüberwindbare Probleme haben und ich mit dem GEdanken spiele, aus der gemeinsamen Wohnung mit meinr Tochter auszuziehen.

Wie würde das ablaufen? Da ich ja im Erziehungsjah bin, somit kein Enkommen und auch sonst nichts habe?

Muss ich mir eine Wohnung suchen und von der Arge absegnen lassen? Umzugskosten?

Geld? Wie schnell würde das gehen? Diese "Trennungserklärung" was ist das?

Möbel, ein paar habe ich in der Ehe angeschafft, aber der größte Teil, wurde von ihm bezahlt...

FRagen über Fragen....

Wo müsste ich Unterhalt beantragen? Fürs Kind? Jugendamt? Und für mich?

Liebe Grüße mamisgirl
 

mamisgirl

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Hallo????:icon_question:

Hat denn keiner eine Antwort für mich?
 
E

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Gast
Es gehört zum guten Anstand in Foren mindestens mal 24 Stunden zu warten bevor man schiebt.
 

mamisgirl

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Entschuldigung, das wusste ich nicht. Tut mir leid!

Es ist nur so, dass mein Mann demnächst wieder kommt und ich dann keine Zeit mehr habe, am Rechner zu sitzen und "hier" zu schauen...

Ehrlich, das wusste ich nicht....
 
E

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Muss ich mir eine Wohnung suchen und von der Arge absegnen lassen? Umzugskosten? Ja, die Arge muss die bewilligen und erst dann kann auch der Umzug und dessen Kosten bezahlt werden.

Geld? Wie schnell würde das gehen?
So schnell, wie das eben dauert. Das ist oft unterschiedlich. Du stellst einen ALG2-Antrag für dich und dein Kind.

Möbel, ein paar habe ich in der Ehe angeschafft, aber der größte Teil, wurde von ihm bezahlt...Darüber müsst ihr Eheleute euch einigen. Normalerweise hat eine Frau mit Kind das Recht, die dringend benötigsten Möbel mitzunehmen. Frage deinen Scheidungsanwalt.
Wenn noch Fragen sind ...
Nu mal vorweg. Du hast mit einem Kind und alleinerziehend immer insgesamt 680€+Miete, da Kindesunterhalt vom Vater und Kindergeld immer gegengerechnet werden. Am Ende hast du immer insgesamt diese 680+Miete.
Du musst dich jetzt auch darum kümmern, dass du den Unterhalt für das Kind von deinem Ex-Mann bekommst.
So wie du schreibst, weiß dein Mann noch nichts von deinen Trennungsabsichten??? Da ist es natürlich schwierig, eine Erklärung abzugeben, die da Trennungserklärung heißt.
 

Arania

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Also manchmal ist eine ANtwort sofort da, manchesmal dauert es länger, mach Dir da keine Gedanken

Es muss ja erst mal geklärt werden ob Du Dich scheiden lassen möchtest
 

mamisgirl

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Also.. Erstmal danke.

Ich denke schon, dass es soweit ist, sich zu trennen (es sei denn, es passiert ein wunder.)

Wenn, ich umziehen würde, dann wieder zurück nach hessen, da meine ganze familie da wohnt und ich somit auch ein bißchen unterstützung hätte. Wir wohnen derzeit in bayeern.
Wie verhält sich das dann?

Bezüglich der Möbel... Und was ist, wenn ich nur erstmal (von ihm die bkomme, die ich auch gekauft habe...)??? Ich meine bis zu eineer Scheidung dauert es ja immer?
Was mach ich dann???? (Oh gott, mir wird ganz schlecht bei dem GEdanken...)

Also nochmal zusammen gefasst: Wenn wir uns dann einig sind, uns zzu trennen, wo bekommen wir dann diese Erklärung her?

Danke, bin etwas konfus...:redface:
 
E

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Gast
Also nochmal zusammen gefasst: Wenn wir uns dann einig sind, uns zzu trennen, wo bekommen wir dann diese Erklärung her?
Geh zum Einwohnermeldeamt mir euren Steuerkarten und laß die Steuerklasse ändern (aber ob das für euch sinnvoll ist..mußt du wissen) ...so hab ich es gemacht, dann gibts da auch ein Formular, das man ausfüllen muß - das ist alles
 

Neuerdings

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Bezüglich der Möbel... Und was ist, wenn ich nur erstmal (von ihm die bkomme, die ich auch gekauft habe...)??? Ich meine bis zu eineer Scheidung dauert es ja immer?
Damit wirst Du meinen, bzw. kann ich so verstehen, dass euch das Trennungsjahr bevorstehen würde.
Dieses entfiele nur, wenn ihr noch nicht lange verheiratet seid, und/oder ein Härtefall die sofortige (8-10 Wochen) Scheidung erforderlich machen würde.

Verstehe ich das ebenfalls richtig, dass ihr keinerlei (weder KdU, noch Regelsatz, noch Krankenkasse) von der ARGE bekommt, also ein Aufhebungsbescheid "Null Euro" vom xx.xx.xxxx vorliegt ?

In dem Fall wäre der Umgang mit der ARGE um neuen Wunschort evtl. etwas einfacher.
Die Möbelverteilung hängt auch wesentlich von Vereinbarungen ab, die ihr vielleicht getroffen habt (Ehevertrag ? Gütertrennung ? Oder Zugewinn ?).
Grundsätzlich ist es besser, das SINNVOLL und gütlich aufzuteilen; wenn Du ein Jahr mit nagelneuem Schreibtisch, aber ohne Kinderbett in der Fremde sitzt, bringt das auch nichts.
Als Veteran des Scheidungskrieges muss ich aber auch sagen, dass man sich hinter schwarz ärgert, wenn man dem/der Ex "gütlich" alles Mögliche geschenkt/nachgeworfen hat........ schwer abzuwägen.

Die Steuerkarten finde ich erstmal allein nicht so wichtig; KK und Familienversicherung fürs Kind haben da m.M. Vorrang, falls ihr doch schleunigst weg müsst ("seine" Kenntnis und Reaktion steht ja wohl noch bevor).
Falls ARGE nichts mehr an KK trägt, müsstest Du dich im Vorfeld klären, wer dich wo krankenversichert.

Ist das Kind noch ganz klein, soll heissen: hast Du noch einen Erziehungsgeldanspruch ? Bei wem landet momentan das Kindergeld ?

Klingt alles recht materialistisch, aber wenn du erst mitten im Trennungsdrama anfangen musst, über das Finanzielle nachzudenken, ists auch nicht einfacher.

Gruss,
M.
 

mamisgirl

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Ohje ohje... ICh befürchte schilimmes. (ich wusste, es ist besser, sich vorher ein paar infos einzzuholen, als blind in die ganze Sache hineinzustürzen,,,)

ALSO: Wir bekommen GAR nichts mehr von der Arge... Er verdient so in etwa 1800 raus, also hieße das etwa, dass ich bis auf seinen Selbstbehalt alles bekommen würde? und den REst legt die Age drauf? ICH BIN ECCHT PLANLOS.

Alles läuft zur ZEit auf mein Konto. Auch Kindergeld. Ich bin noch in Elternzeit, bekomme aber nur noch 1 Zahlung. (Sockelsatz 300euro)

Ich dachte, ich laufe über seine VErsicherung, bis man endgültig geschieden ist? Nicht?

Oh man... :icon_kratz:
 

Neuerdings

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Ohje ohje... ICh befürchte schilimmes. (ich wusste, es ist besser, sich vorher ein paar infos einzzuholen, als blind in die ganze Sache hineinzustürzen,,,)
Um ehrlich zu sein, gehören Trennung/Scheidung zu den schlimmeren Dingen, die einem passieren können; wer mir sagt, dass alles in schönstem Frieden&Freundschaft über die Bühne gegangen ist, war vielleicht etwas oberflächlich liiert.....
ALSO: Wir bekommen GAR nichts mehr von der Arge... Er verdient so in etwa 1800 raus, also hieße das etwa, dass ich bis auf seinen Selbstbehalt alles bekommen würde? und den REst legt die Age drauf? ICH BIN ECCHT PLANLOS.
Ich muss davon abraten, auf Unterhalt durch ihn zu spekulieren, wenn Du seine Reaktion noch nicht kennst.
Da laufen dann alle Tricks, von der Änderung zur teilweisen Lohnleistung in Form eines Autos, über "Honorar" auf ein Schweizer Konto, bis zu demjenigen, der seinen Job hingeschmissen und alle weltliche Habe zu Minipreisen verschleudert hat, um den Unterhalts(nach)forderungen zu entkommen.
Alles so erlebt damals bei den werten Herren Kollegen, und Unterhaltsvermeider gibts noch ein paar mehr.....
Aber mal vom Übelwollen weg:
auch der Unterhalt für Dich hängt zuallererst an eurer Ehedauer;
dann muss er seine gerade angetretene Stelle auch behalten (er ist sicher noch in Probezeit, und da werden so manche trotz aller Bemühungen rausgekündigt, weil der Laden nur Leistung abgreifen wollte).
Zusätzlich (auch wenn uns Dreibeinern eine gewisse emotionale Stumpfheit nachgesagt wird) muss er während der Trennung überhaupt halbwegs aufrecht bleiben, und sich tapfer zum neuen Job schleppen wollen.
Das gelingt auch nicht jedem.

Geh insgesamt lieber vom worst case aus, dass nämlich die ARGE voll für dich aufkommen muss, und Du die Regelsätze, das Kindergeld, Alleinerziehendenzuschlag, aber sonst auch nicht mehr viel haben müsstest.

Ich dachte, ich laufe über seine VErsicherung, bis man endgültig geschieden ist? Nicht?
Doch. Wenn er nichts zerschmeisst....
Solltest Du im neuen Wohnort ALG2 beantragen, steht zumindest die Möglichkeit der Neuregelung KK an.
Vor Umzug sollte aber auch klar sein, dass die ARGE (irgendwo in Hessen) auch den nagelneuen Mietvertrag akzeptiert. Weil dieser Bereich für mich aber der theoretische Teil ist, bitte noch anderen Rat/Meinungen einholen.

Wie üblich ist das hier natürlich keine Rechtsberatung, sondern private Meinungsäußerung.

Dies der Vollständigkeit halber,
M.
 

mamisgirl

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Erstmal vielen dank @ neuerdings

Ok, also jetzt nochmal alles zusammen, bin echt ducheinander....

Ich rede mit ihm, und hole mi dann diese Erklärung beim Einwohnermeldeamt (????) hier in BAyern, dann melde ich mich hier (???) oder schon in hessen (????) bei der Arge an, suche mir eine Bleibe und lasse sie mir absegnen, dann beantrage ich Umzugskostenbeihilfe (?), um dann schluß endlich nach hessen wieder zu ziehen.

Muss ich i Bayern oder in Hessen zu JA oder macht das die Arge selbeer, damit sie wissen, wieviel sie mir anrechnen?

DANKE, mamisgirl
 

Neuerdings

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Ich rede mit ihm, und hole mi dann diese Erklärung beim Einwohnermeldeamt
Halte ich beides nicht unbedingt für den ersten Schritt, am besten eher, wenn über die anderen Sachen zumindest Klarheit herrscht.
(????) hier in BAyern, dann melde ich mich hier (???) oder schon in hessen (????) bei der Arge an, suche mir eine Bleibe und lasse sie mir absegnen,
Würde erst in Hessen als "Frau Schmidt" bei der ARGE anrufen, um rauszufinden, ob die dort "du bist gerade hergezogen", in dem Fall problemlos die Miete übernehmen würden; das liefe dann etwas inoffiziell, aber es wäre ne böse Überaschung, wenn du den neuen Mietvertrag abgeschlossen hast, doch die örtliche ARGE aus irgendwelchen Gründen die Miete nicht übernimmt.
Die Variante "erst bei der ARGE Bayern melden, dann Umzug genehmigen lassen" ist wegen der Kostenübernahme sinnvoll (schon wegen der reinen Entfernung), aber es kann auch da sein, dass irgendwas abgelehnt wird.
Ich kann dir da ehrlich nicht guten Gewissens einen Rat für das eine oder andere geben, weil es zu sehr auf die jeweiligen Gegebenheiten ankommt.
Muss ich i Bayern oder in Hessen zu JA oder macht das die Arge selbeer, damit sie wissen, wieviel sie mir anrechnen?
Das würde ich erst an dem Ort angehen, wo Du dauerhaft sein wirst. Demnächst also eher Hessen.
Übrigens auch ne Frage fürs Telefonat mit deinem Zielort, um (zwar nichts schriftlich Verbindliches, aber) wenigstens eine Vororientierung zu haben.

Nochmals: du hast immer noch nicht verraten, wie lange ihr verheiratet seid (+3Jahre ?), und ob es euer gemeinsames Kind ist (wg. Unterhalt).
Dir ist das alles völlig klar, aber für andere ists etwas Blindflug.

So, das klingt jetzt alles ganz eklig konspirativ, und Du solltest bei Vorerkundigungen (Einzelverbindungsnachweis Telefonrechnung...) auch nicht unbedingt Spuren hinterlassen, die den Trennungsstress zu früh lostreten.

Auch dafür gilt, dass ich eigtl. keinen "guten" Rat geben kann, wie jetzt der Umgang mit ihm + Trennung am besten wäre.
Ganz sicher solltest Du auch vor Ort (jetzt) Hilfe suchen/haben, Verwandte, eindeutige Freunde (von dir!), wenns ins Reale geht.

Gruss,
M.
 
E

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Gast
Erstmal vielen dank @ neuerdings

Ok, also jetzt nochmal alles zusammen, bin echt ducheinander....

Ich rede mit ihm, und hole mi dann diese Erklärung beim Einwohnermeldeamt (????) hier in BAyern, dann melde ich mich hier (???) oder schon in hessen (????) bei der Arge an, suche mir eine Bleibe und lasse sie mir absegnen, dann beantrage ich Umzugskostenbeihilfe (?), um dann schluß endlich nach hessen wieder zu ziehen.

Muss ich i Bayern oder in Hessen zu JA oder macht das die Arge selbeer, damit sie wissen, wieviel sie mir anrechnen?

DANKE, mamisgirl
erst mußt du dich getrennt lebend melden, beim Einwohnermeldeamt und bei deiner ARGE, in deiner jetzigen Wohnung auch alles trennen, was möglich ist - dann mußt dir ne Wohnung suchen, dann muß deine alte Arge dem Umzug zustimmen, dannmuß die neue ARGE deinen neuen Mietvertrag, der noch nicht unterschrieben sein darf, genehmigen... dann mußt den Mietvertrag unterschreiben und bei der alten Arge die Anträge für den Umzug stellen...und wenn du soweit bist, sieht man weiter
 

Anne135

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Vielleicht aber trotzdem erst mal einen Anwalt fragen. Das ganze ist erstmal ein familienrechtliches Problem. Es gibt inzwischen Jugendämter und Gerichte, die ziemlich krass reagieren, wenn man mit dem Kind weiter weg zieht - und du wolltest ja gerne wieder nach Hessen.

Wenn ein Getrenntleben in der ehelichen Wohnung für einige Zeit zumutbar ist, kann das auch durch ein an den Mann gerichtetes Schreiben und entsprechende Aufteilung der Wohnung gemacht werden. Steuerkartenwechsel: bloß nicht. Bei der derzeitigen Konstellation kann das als unterhaltsschädliches Verhalten angesehen werden - weil ja dann der z.Zt. Alleinverdiener plötzlich viel höhere Steuern bezahlt. Auch deshalb -Anwalt fragen, auch wegen sachgerechter Aufforderung zur Unterhaltszahlung.

Wenn du derzeit das Geld auf deinem Konto hast, hast du ja erst mal keinen Bedarf - das muss also auch geregelt werden.

Insgesamt sehe ich so viele Details, dass ich denke, nur mit den Ratschlägen hier aus dem Forum wirst du wirklich nicht auskommen, wenn du keine Fehler machen willst.
 
E

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Gast
Daran hatte ich zunächst gar nicht gedacht. Er verdient 1800€ Netto und natürlich ist er da nicht nur Kindesunterhaltspflichtig, sondern auch Betreungsunterhaltspflichtig, bis das Kind drei Jahre alt ist. Die Arge wird das Gehalt deines Mannes auf gar keinen Fall außer Acht lassen.
Nach Unterhaltsleistungen wird im ALG2-Antrag gefragt. Das ist das Formular UH.

http://www.arge-bochum.de/uploads/media/Alg-II-Anlage-UH_4-2008_01.pdf

Ich würde raten, sich das mal durchzulesen, da weißt du gleich, was du unbedingt machen musst. Unterhaltszahlungen sind vorrangig und die Arge wird darauf bestehen, dass du dich da kümmerst. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber du solltest wissen, was auf dich zukommt.

So wie ich das mal schnell ganz grob gerechnet habe, hättest du fast keinen Anspruch auf ALG2, wenn der Mann bis auf die 1000 Euro Selbstbehalt+Fahrtkosten runter ist. Du könntest Wohngeld beantragen. Aber bis das alles durch ist und geregelt, gibt es sicher etwas.

Ich rate schnellstens zu einem Scheidungsanwalt, wenn du sicher bist, geschieden werden zu wollen.
Dein Mann wird aus allen Wolken fallen. Frau weg, Geld weg, Kind weg, wenn du umziehst.
Wollt ihr nicht lieber eine Eheberatung aufsuchen oder ist das schon durch? Muss das wirklich sein???
Anne hat es schon erwähnt. Es ist auch ein familienrechtliches Problem und noch habt ihr beide das Sorgerecht. Du müsstest das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen, um umziehen zu können oder deinen Mann um Erlaubnis fragen.
Nicht mal uneheliche Mütter dürfen so einfach umziehen. Es muss einen triftigen Grund dafür geben. Zm Beispiel Arbeit in der anderen Stadt. Ob Familie dazu zählt, da bin überfragt, war noch nie verheiratet. ;-)
 

biddy

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Steuerkartenwechsel: bloß nicht. Bei der derzeitigen Konstellation kann das als unterhaltsschädliches Verhalten angesehen werden - weil ja dann der z.Zt. Alleinverdiener plötzlich viel höhere Steuern bezahlt.
:icon_kratz:
Ich kenne es nicht anders, dass der Unterhalt bei Familiengericht eh schon nach Steuerklasse I berechnet wird, der Unterhaltsverpflichtet würde sonst ja bei nachträglicher Steuerklassenänderung plötzlich unter den Selbstbehalt rutschen und es müsste eine Abänderungsklage eingreicht werden.
 
E

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Oh je, wieder etwas vergessen. Dann sind es auch keine 1800€Netto mehr. Sondern viel weniger. Da wird sie doch noch ALG2-bedürftig sein.
Es ist eine Schweinerei, dass nur verheiratete Familien mit und ohne Kinder die Steuerklasse3 haben und nicht auch derjenige, der unterhaltsverpflichtet und geschieden ist. Er hat auch jemanden zu ernähren und ist kein Single. Sind diese Kinder weniger wert?
 
E

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erst mußt du dich getrennt lebend melden, beim Einwohnermeldeamt und bei deiner ARGE, in deiner jetzigen Wohnung auch alles trennen, was möglich ist - dann mußt dir ne Wohnung suchen, dann muß deine alte Arge dem Umzug zustimmen, dannmuß die neue ARGE deinen neuen Mietvertrag, der noch nicht unterschrieben sein darf, genehmigen... dann mußt den Mietvertrag unterschreiben und bei der alten Arge die Anträge für den Umzug stellen...und wenn du soweit bist, sieht man weiter
Das wäre wohl doch erst mal das Erste, was zu tun wäre. Alles andere ist vielleicht doch etwas vorgegriffen. Denn der Arge muss erst mal die Trennung bewiesen werden.

So einfach mal abhauen und so, das ist auch mit der Arge nicht drin.
 

Anne135

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Ich kenne es nicht anders, dass der Unterhalt bei Familiengericht eh schon nach Steuerklasse I berechnet wird, der Unterhaltsverpflichtet würde sonst ja bei nachträglicher Steuerklassenänderung plötzlich unter den Selbstbehalt rutschen und es müsste eine Abänderungsklage eingreicht werden.
Biddy, damit hast du Recht, wenn es um den nachehelichen Unterhalt geht. Für den Trennungsunterhalt bis zur Scheidung und den Rest des Kalenderjahres, in dem die Ehegatten sich getrennt haben, gilt der Splittingtarif, und danach muss solange auch gerechnet werden.
I.Ü. wird ohnehin das Einkommen der letzten 12 Monate zugrunde gelegt - und das bestimmte sich ja nach Steuerklasse III. Nur wenn es sich wesentlich verringert - was es durch die vorzeitige Steuerklassenänderung ja würde - kann darauf bestanden werden, das aktuell Einkommen der Berechnung zugrunde zu legen.
 

biddy

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Ich rate schnellstens zu einem Scheidungsanwalt, wenn du sicher bist, geschieden werden zu wollen.
Du, mamisgirl, musst jetzt noch nicht darüber nachdenken, ob Scheidung oder nicht.

Ich bin seit zig Jahren getrennt lebend, die Scheidung steht jetzt erst an. Trotzdem würde auch ich, wie andine, zu einem Anwalt/Anwältin für Familienrecht gehen. Erstens bekommst Du dort die Getrenntlebendbescheinigung auch und zweitens kannst Du Dich beraten lassen, was Dir und dem Kind überhaupt zusteht, was möglich ist und was nicht. Man wird auch gleich viel ruhiger, wenn man einen Teil der "Trennungssorgen" in andere Hände geben kann bzw. sich zu zweit damit beschäftigt. Jedenfalls ging es mir so - ich habe mich viel sicherer gefühlt.

Hört sich blöd an, was nun folgt, aber Du wirst es nicht bereuen, selbst wenn ihr Euch doch freundschaftlich trennen sollten: Wichtige Unterlagen (Bank, Konten, Kind etc.) sichern bzw. kopieren. Auch für den Anwalt/Anwältin.
 

biddy

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Biddy, damit hast du Recht, wenn es um den nachehelichen Unterhalt geht. Für den Trennungsunterhalt bis zur Scheidung und den Rest des Kalenderjahres, in dem die Ehegatten sich getrennt haben, gilt der Splittingtarif, und danach muss solange auch gerechnet werden.
I.Ü. wird ohnehin das Einkommen der letzten 12 Monate zugrunde gelegt - und das bestimmte sich ja nach Steuerklasse III. Nur wenn es sich wesentlich verringert - was es durch die vorzeitige Steuerklassenänderung ja würde - kann darauf bestanden werden, das aktuell Einkommen der Berechnung zugrunde zu legen.
Ich BIN getrennt lebend. Viele meiner Freundinnen sind getrennt lebend mit Kindern.

Würden wir Unterhalt bekommen, der sich nach Steuerklasse III des Verpflichteten bemisst, sähen die Väter der Kinder ganz schön "alt" aus. Alles Mangelfallberechnungen. Ich schätze mal, dann bliebe ein übers andere Mal der Unterhalt aus.
 

b31runner

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Wichtig auch: Unterhaltsvorschuss beantragen beim Jugendamt.

Ebenfalls, wie bereits geschrieben wurde, dass du deine volle Leistung beanspruchst gegenüber dem Jobcenter (Arge) und DIE, NICHT DU sollen sich um den Unterhalt bei deinem Bald - Ex bemühen.
So bist du auf der sicheren Seite, dass dein Geld am 31.....auf deinem Konto ist.
 

biddy

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Hier bei uns hat eine SB der ARGE-Abteilung Unterhaltsheranziehung zig tausend Fälle auf dem Tisch - das dauert ewig und drei Tage, bis sich da etwas rührt. Sorry, so meine Erfahrung, b31runner. Die wälzen das zu gerne auf den HE ab, damit sie sich eben NICHT darum kümmern müssen. Ich kann nur sagen: Glücklicherweise. Ich hätte auch kein Interesse daran. Wenn man selbst einen Familienanwalt einschaltet, ist es immer besser, weil dann eben NICHT die ARGE mit im Boot sitzt (Übertragung Unterhaltsansprüche ...)

Wenn irgend möglich, würde ich auch nicht das Jugendamt für Unterhaltsvorschuss in Anspruch nehmen. Es ist genug Einkommen da, dass der Vater Kindesunterhalt zahlen kann. Das kann familienrechtlich vor Gericht geregelt werden. Bei mir hat die ARGE dann den bis zum Prozess fehlenden Unterhalt übernommen. Erste Frage war: "Haben sie schon einen Anwalt wegen des Unterhalts aufgesucht?" Ich war froh, sagen zu können: "Ja!" Wer will schon mit der ARGE als Partner sich um Unterhalt streiten? *grusel*
 

b31runner

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Okay biddy, so gehen die Erfahrungen auseinander.

Liegt auch an den unterschiedlichen Argen, den unterschiedlichen Sachbearbeitern.

Bei mir ist das so, dass ICH ALS MANN unterhaltsberechtigt war/bin.
Hab zwar nie was bekommen von meiner Exfrau (ich war Hausmann und hab die Kinder 24 Stunden betreut -- sie war Beamtin und verdiente gut)
aber mein Jobcenter hat erstmal gezahlt und sich selbst um Unterhaltszahlungsausgleich bei meiner Ex, damals Nochfrau, bemüht.

Ich hatte gar keine Probleme.

Das mit dem Unterhaltsvorschuss kann man, da hast du Recht, vergessen, wenn die Zahlungen anderweitig geklärt sind.
 

Anne135

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Ich BIN getrennt lebend. Viele meiner Freundinnen sind getrennt lebend mit Kindern.

Würden wir Unterhalt bekommen, der sich nach Steuerklasse III des Verpflichteten bemisst, sähen die Väter der Kinder ganz schön "alt" aus. Alles Mangelfallberechnungen. Ich schätze mal, dann bliebe ein übers andere Mal der Unterhalt aus.
Bei längerem Getrenntleben kommt das hin, weil ja im Kalenderjahr nach der Trennung der Splittingtarif wegfällt.
Aber es gilt:
"Das Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen entspricht dem monatlichen Durchschnittsnettoeinkommen der letzten zwölf Monate.
Hierzu müssen auch eventuell erhaltene Abfindungen, Nachzahlungen, Aufwandsentschädigungen, Zulagen, Sitzungsgelder mit eingerechnet werden.
Vom Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen können auch bestimmte Kostenpunkte abgerechnet werden. Hierzu gehören beispielsweise die Kosten für die Krankenversicherung und Altersvorsorge, berufsbedingte Aufwendungen mit üblicherweise 5 % des Nettoeinkommens, Fahrtkosten zur Arbeitsstelle und zum Teil auch familienbedingte Schulden."
Einkommenshöhe - Unterhalt - Rechtsberatung!

Das heißt, bei Trennung im Mai 2008 (als Beispiel) berechnet sich der Unterhalt bis Dezember 2008 aus dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der Monate Mai 2007 - April 2008. In dieser Zeit hatte in einem Fall wie dem vorliegenden der Unterhaltspflichtige Steuerklasse III.
Erst im Januar 2009 kann er geltend machen, dass sich sein Einkommen ohne eigenes Verschulden erheblich verringert hat - durch den Steuerklassenwechsel - und Berechnung nach dem aktuellen Einkommen verlangen.
 
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