Trennung (BG) Darf die Freundin in Wohnung bleiben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Harald

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2015
Beiträge
144
Bewertungen
12
Bitte helft mir! Kann ich wirklich beim JC nachfragen was meiner Freundin an AlG2 stünde, wenn ich ausziehe?

Wie kann ich das formulieren?
[>Posted via Mobile Device<]
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
17.554
Bewertungen
14.121
Du musst nachfragen, was als KdU für eine Einzelperson als angemessen gilt.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
23.348
Bewertungen
12.879

Harald

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2015
Beiträge
144
Bewertungen
12
Die örtliche Richtlinien hatte ich in Post 10 schon reingestellt.

@Harald

Nun mach mal bitte langsam, wenn deine Freundin eine Kostensenkungsaufforderung bekommt, dann sollte sie oder du dich mal hier in diesem Link aus dem Forum durchlesen, wichtig:

https://www.elo-forum.org/aufforderung-zur-senkung-der-kdu-zwangsumzuege-/103288-gegenwehr-kostensenkungsaufforderung.html
Verdammt..und alles wird scheitern wegen 60€, was man zu viel an Kdu laut der örtlichen Linien hat. (((
[>Posted via Mobile Device<]

Ich weiß nicht was ich als erstes machen soll. Ich habe niemanden, der mir hilft. Ich will schnellstmöglich alles hinter mir bringen, um ein neues Leben zu beginnen...Und dass sie eine Arbeit findet ist fast undenkbar! Also muss ich alleine um alles kümmern, damit sie in Ruhe ihr alg2 bezieht.

Und nur wegen diesen verdammten 60 € zu viel!
[>Posted via Mobile Device<]
 

Harald

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2015
Beiträge
144
Bewertungen
12
Soll man mit JC mit offenen Karten spielen? Und erwähnen, dass wir die BG auflösen möchten und ob diese Wohnung nun für eine Person akzeptabel ist? Ich muss einfach was machen..ich kann kaum schlaffen.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
17.554
Bewertungen
14.121
Wieso musst du dich darum kuemmern? Wenn sie in der Wohnung jung bleiben will, ist das ihre Angelegenheit, das zu regeln mit dem JC oder si muss sich halt ärbeit suchen.

Oder bist du ihr Betreuer?
[>Posted via Mobile Device<]
 

Harald

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2015
Beiträge
144
Bewertungen
12
Wieso musst du dich darum kuemmern? Wenn sie in der Wohnung jung bleiben will, ist das ihre Angelegenheit, das zu regeln mit dem JC oder si muss sich halt ärbeit suchen.

Oder bist du ihr Betreuer?
[>Posted via Mobile Device<]

weil sie das niemals auf die Reihe kriegt. Und ich will im Guten auseinander gehen. Damit für keinen Nachteile gibt.

Also was ist mit dem JC? Wie soll ich jetzt vorgehen? Besteht überhaupt die Chance, dass sie in der Wohnung bleiben darf, und dass sie Differenz in Höhe von 60€ quasi selbst zahlt?
[>Posted via Mobile Device<]
 

Ines2003

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 April 2013
Beiträge
1.393
Bewertungen
416
Es müssen 2 Sachen geklärt werden.
1. Ist deine Freundin bereit mit dir den bestehenden Mietvertrag zu kündigen und ist der Vermieter bereit nur mit deiner Freundin einen neuen Mietvertrag abzuschließen.
Wenn ja, kann kannst du Punkt 2 in Angriff nehmen, sich mit dem Jobcenter in Verbindung zu setzen und zu klären ob die Kosten übernommen werden, falls nicht und deine Freundin könnte die 60 EUR die über der Grenze liegen aus Ihren Regelsatz zu zahlen, dann geht das auch.

Ist der Vermieter hingegen nicht bereit mit deiner Freundin alleine einen neuen Mietvertrag abzuschließen, dann bleinz dir nur den bestehenden Mietvertrag beizubehalten, mit dem Risiko, das du für die komplette Miete gegenüber dem Vermieter haftest, oder deine Freundin müsste sich eine neue Wohnung suchen.
 

Berenike1810

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 April 2008
Beiträge
1.908
Bewertungen
798


@Harald,

- was ist für Dich wichtiger ?

- Dein Nervenkostüm oder ob Deine Ex doch einmal "etwas" auf die Reihe bekommt ?

Vielleicht hat sie nur keine Lust, kennt sie dich gutmütigen (Dackel....) ähhh: ich wollte Kerl schreiben, einfach zu gut.

Es ist durchaus möglich, dass Du ihr am meisten hilfst, wenn sie erkennt, dass es Zeit ist "sich zu bewegen"!

Schon ein 450 € - Job wäre ein Fortschritt.

Suche Dir eine Wohnung - das geht heut'zutage nicht von heute auf morgen und sehe zu, dass Du für Dich alles auf die Reihe bekommst.

Meint

Berenike
.
 

RoxyMusic

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Oktober 2016
Beiträge
862
Bewertungen
618
Guten Morgen @Harald,

ihr könntet die Trennung dem JC durch eine nachweisbar eingereichte Veränderungsmitteilung / von euch beiden unterschriebene Erklärung bekannt geben, dass ihr ab xx.xx.2018 nicht mehr in einer Partnerschaft lebt und dass ihr bis zu deinem Auszug (Wohnungssuche läuft) auch nicht mehr aus einem "gemeinsamen Topf wirtschaftet" - siehe hierzu

https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/7.html

"(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
...
3. als Partnerin oder Partner der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
...
b) die nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartnerin oder der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,
c) eine Person, die mit der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person in einem gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen."
Euer Anspruch auf ALGII-Leistungen würde dann einzeln geprüft werden - voller Regelsatz iHv derzeit 416€ (ab Januar 424€) statt Partner-Regelsatz 374€. Dein anrechenbares Einkommen würde nicht mehr anteilig auf den Bedarf deiner Ex-Partnerin angerechnet werden, falls es einen Überhang geben sollte.

Die Kosten der Unterkunft KdU würden weiterhin kopfanteilig als Bedarf berücksichtigt werden (auch bei BK-Abrechnungen). Wie hier bereits geschrieben wurde, bist du zahlungspflichtiger Mieter, solange du als Mieter im Mietvertrag stehst. Wenn der Vermieter bereit sein sollte, den Mietvertrag nur mit deiner Ex-Partnerin weiterzuführen, könnte er vllt. die Garage als Vertragsbestandteil herausnehmen oder schriftlich festhalten, dass eine Untervermietung erlaubt ist.

Zum Kostensenkungsverfahren:

Vor der Aufforderung, die Aufwendungen für die Wohnung zu senken, sind eine Wirtschaftlichkeitsberechnung (eventuell anfallende Umzugs- und Wohnungsbeschaffungskosten) und eine individuelle Prüfung der persönlichen Situation vorzunehmen. Zu berücksichtigen sind Alter, Wohndauer, gesundheitliche Einschränkungen, wesentliche soziale Bezüge (z.B. Pflege naher Angehöriger), Prognose über die voraussichtliche Dauer des Leistungsbezugs (Härtefallregelung/Unzumutbarkeit).

Während bzw. nach Ablauf der Frist zur Kostensenkung (idR sechs Monate) wäre die Wohnungssuche zu belegen und ggfl. nachzuweisen, dass es keine Möglichkeit gab/gibt, angemessenen Wohnraum neu anzumieten. Das JC müsste in dem Fall selbst entsprechende Angebote nachweisen. Andere Bemühungen - wie vorübergehende Untervermietung oder Senkung der Neben-/Heizkosten - wären ebenfalls zu belegen (Bestätigung des Vermieters).
 

Harald

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 August 2015
Beiträge
144
Bewertungen
12
Guten Morgen @Harald,

ihr könntet die Trennung dem JC durch eine nachweisbar eingereichte Veränderungsmitteilung / von euch beiden unterschriebene Erklärung bekannt geben, dass ihr ab xx.xx.2018 nicht mehr in einer Partnerschaft lebt und dass ihr bis zu deinem Auszug (Wohnungssuche läuft) auch nicht mehr aus einem "gemeinsamen Topf wirtschaftet" - siehe hierzu

https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/7.html



Euer Anspruch auf ALGII-Leistungen würde dann einzeln geprüft werden - voller Regelsatz iHv derzeit 416€ (ab Januar 424€) statt Partner-Regelsatz 374€. Dein anrechenbares Einkommen würde nicht mehr anteilig auf den Bedarf deiner Ex-Partnerin angerechnet werden, falls es einen Überhang geben sollte.

Die Kosten der Unterkunft KdU würden weiterhin kopfanteilig als Bedarf berücksichtigt werden (auch bei BK-Abrechnungen). Wie hier bereits geschrieben wurde, bist du zahlungspflichtiger Mieter, solange du als Mieter im Mietvertrag stehst. Wenn der Vermieter bereit sein sollte, den Mietvertrag nur mit deiner Ex-Partnerin weiterzuführen, könnte er vllt. die Garage als Vertragsbestandteil herausnehmen oder schriftlich festhalten, dass eine Untervermietung erlaubt ist.

Zum Kostensenkungsverfahren:

Vor der Aufforderung, die Aufwendungen für die Wohnung zu senken, sind eine Wirtschaftlichkeitsberechnung (eventuell anfallende Umzugs- und Wohnungsbeschaffungskosten) und eine individuelle Prüfung der persönlichen Situation vorzunehmen. Zu berücksichtigen sind Alter, Wohndauer, gesundheitliche Einschränkungen, wesentliche soziale Bezüge (z.B. Pflege naher Angehöriger), Prognose über die voraussichtliche Dauer des Leistungsbezugs (Härtefallregelung/Unzumutbarkeit).

Während bzw. nach Ablauf der Frist zur Kostensenkung (idR sechs Monate) wäre die Wohnungssuche zu belegen und ggfl. nachzuweisen, dass es keine Möglichkeit gab/gibt, angemessenen Wohnraum neu anzumieten. Das JC müsste in dem Fall selbst entsprechende Angebote nachweisen. Andere Bemühungen - wie vorübergehende Untervermietung oder Senkung der Neben-/Heizkosten - wären ebenfalls zu belegen (Bestätigung des Vermieters).
Wow... ich muss mich recht herzlich für die ausführliche Antwort bedanken. Wenn ich eure Ratschläge und Antworten lese geht's mir um vieles besser.

Ich würde sogar soweit gehen, dass ich bis zu meinem Auszug aus gemeinsamer Wohnung weiterhin aus "gemeinsamen Topf" leben würde. Es geht mir wirklich nicht um das Geld.

Wenn ich mir überlege ..dass es noch mehr Stress zusätzlich mitbringen würde.. würde ich lieber auf das ganze verzichten.

Denn es kommen bestimmt Besuche, die das überprüfen wollen. Und eigentlich schlaffen wir noch in einem Bett zusammen (nur schlaffen ! :-D) und kaufen gemeinsam ein. Wir haben ein gemeinsames Kobto.Bloß man kann das ganze nicht als normale Beziehung sehen. Es ist mehr eine Gewohnheit weil es bequem ist. Jeder ist für sich selbst zuständig, ich koche und wasche für mich selbst.

Also es geht nur um ihre Existenz quasi. Ja..es klingt bescheuert!

Ich habe mir schon überlegt wegen der Garage. Wenn der Vermieter Verständnis zeigen sollte, könnte man ihn bieten die Kosten für Garage aus der Gesamtmiete rauszunehmen. Und dann einen getrennten Vertrag aushandeln. Im Endeffekt kriegt er ja die ganze Summe am Schluss.
[>Posted via Mobile Device<]
 
Oben Unten