Traumatische Erfahrung beim Gutachter: Weiterbewilligung der Erwerbsminderungsrente wurde abgelehnt. Bitte um Hilfe.

saurbier

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Hallo ABSW,

keine Therapien, keine Medikamente nichts wurde in der Zeit der Befristung
der Erwerbsminderungsrente unternommen.
Also ich bin eher der Auffassung das man sowas nicht pauschal sagen kann. Da kommt es immer auf das zur EMR führende Krankheitsbild an.

Es gibt halt viele krankheitsbilder die keiner dauerhaften Facharztbehandlung bedürfen, z.B. wenn er diese als austherapiert betrachtet. Da ist es durchaus ausreichend, wenn sich der weiteren ggf. medikamentösen Behandlung der Hausarzt animmt, schon aus Kostengründen. Nicht umsonst hat man ja seit langem das Hausarztmodell.

In meinem Fall z.B. will mir die DRV jetzt unter anderem durch die Hintertür doch auch einen Strikt daraus drehen, daß ich nicht in ständiger orthopädischer Behandlung bin, gleichwohl ein Orthopäde eine eindeutige Diagnose gestellt und mich mit dieser wieder an meinen Hausarzt zwecks medikamentöser Behandlung zurück übergeben hat. Selbst der Schmerztherapeut sieht keine Notwendigkeit dort ständig über 100km anzureisen, nur um sich ein neues Rezept abzuholen, das könne auch der Hausarzt vor Ort erledigen.

Man muß hier doch viel eher fragen, was die Verwaltungsmitarbeiter der DRV dazu veranlaßt zu unterstellen, daß eine vor Jahren attestierte Erkrankung die sehr wohl zu einer Verrentung führte, heute plötzlich nicht mehr die Vorraussetzungen erfüllen soll.

Da sollte man dann auch nicht außer Acht lassen, daß es nicht nur der Betroffene selbst sein muß, der einer weiteren medizinischen Behandlung im Wege steht, sondern genauso gut die Kostenträger welche die Behandlungskosten scheuen.

Hier bei Nohope darf man dann schon fragen, was die DRV so alles unternommen hat um eine EMR zu vermeiden, oder die KK um Nohope zu helfen mit seinen Problemen klar zu kommen. Nur das interessiert die Herrschaften recht wenig.

Und bei mir selbst sieht es nicht viel anders aus, denn bei mir hätte es seit Ende der 90er Jahre bereits einer dauerhaften Therapie zur Stärkung/Festigung der innen Rückenmuskulatur bedurft welche eben nur mit entsprechenden Trainings-Geräten umsetzbar ist, das aber wollte/will weder die KK noch die DRV zahlen.

Nein, für mich sind sowas nur billige Unterstellungen, um irgend einen Grund abseits der eigenen Mitverantwortung zu finden. Nichts ist doch einfacher als anderen für das eigene Versagen die Schuld zu geben, oder. Wir wollen doch bitte nicht vergessen, es ist Aufgabe der DRV uns erwerbsfähig zu halten bzw. darauf hinzuwirken das wir ggf. wieder eine Erwerbsfähigkeit erhalten.

Wie absurd das System inzwischen arbeitet sieht man vielleicht auch daran, daß man heute in 15 Tagen (alle 4 Jahre) etwas erreichen will was seitens der KK innerhalb der letzten 78 Wochen nicht gelang und für das man sich vor vielen Jahren seitens der DRV sogar noch ganze 6 Wochen (alle 3 Jahre) Zeit nahm. Die Wahrheit ist doch, es geht nicht darum wirklich eine Erwerbsfähigkeit wieder herzustellen, nein es geht darum jemanden an einen anderen Kostenträger erfolgreich abzuschieben, es geht ums Geld.


Grüße saurbier
 

little

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Mit Verlaub saurbier,

deine orthopädischen Probleme mit der psychischen Erkrankung von Nohope zu vergleichen ist doch wohl ziemlich daneben!
Ebenso die Frage, was die DRV/KK getan hat, um sie vom EM-Status zu "befreien". EM bedeutet NICHT, dass die zahlende Behörde hinkommt und "was willste, was können wir für dich tun" fragt, sondern man die Zeit bekommt, EIGENVERANTWORTLICH im Rahmen gewisser Möglichkeiten (Ärzte/Therapeuten/SHG's/Medikamente z.b.) seinen Zustand mithilfe diverser Hilfsangebote, zu beseitigen, zu verbessern oder zumindest nicht (durch Non-Compliance) ausschliesslich zu pflegen und vielleicht damit sogar zu chronifizieren!

Nohope führt ausschliesslich Dinge an, die sie daran "hindern" aktiv zu werden. Zum Teil nachvollziehbar (Psychotherapeut), zum Teil absolut nicht erklärbar (für mich zumindest).

Es gab ja z.B. nichtmal eine Beratungsstelle, die aktiv aufgesucht wurde, um sich über Angebote rein zu informieren! Dies kann man übrigens auch online mithilfe von Suchmaschine und den unterschiedlichsten Foren passieren, die zu zig gesundheitlichen Themen, die im Laufe der Jahre entstanden (wie Elo-Forum z.b.) !

Es tut mir leid, ich verstehe Nohope nicht :-/

Nur von anderen fordern (und z.t. wie du mit Trainingsgeräten !!) ist echt nicht drin!

kopfschüttelnde Grüsse,
little
 

welle10

Neu hier...
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ich habe Großes Verständnis für Nohope,

20 Jahre war ich nicht in der Lage irgendetwas gegen meine Psychischen Probleme zu machen, ich habe einfach funktioniert und wurde immer Kränker.

Das Resultat:
Heute xxxxxx ich in die Hose wenn ich keine Windel anhabe, auf beiden Ohren sehr lauter Tinnitus mit Schwindel, meine Bandscheibe ist so Kaputt das ich nicht mehr 20 Meter gehen kann (Laut MRT ist mein Rücken gesund) COPD 3 usw. usw.

Ja ich denke es sollte eine Stelle geben die zu einem kommt und Hilfe anbietet, weil man selber nicht in der Lage ist sich Hilfe zu suchen, oder anzunehmen auch wenn die Hilfe neben dir steht, du hast keine Kraft sie anzunehmen.

Nohope ich wünsche dir diese Kraft, viel Glück.
 
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Vetter aus Dingsda

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Nohope kann und wollte ich nicht begutachten oder sogar richten müssen. Mir persönlich helfen und fallen der 2- wöchige Weg zur Gesprächstherapie und Medikamenteneinnahme bedeutend leichter, als die Vision von Auseinandersetzungen vor Gericht.

Auch wenn meine Gesprächstherapie zeitweise aus meiner Sicht nicht wirklich nötig war, sondern die Teilnahme für mich nur einer Alibifunktion gegenüber offiziellen Entscheidern diente, habe ich sie regelmäßig in Anspruch genommen. Meine Therapeuten sahen das zum Glück anders. Ich habe jedoch auch eine andere persönliche Geschichte und Krankheitshintergründe und -zusammenhänge.

Entscheidet ein Gutachter nach Aktenlage oder bereitet seine Befragungsstrategie danach vor, dann ist er bei Aktenlosigkeit sicherlich voreingenommen.

Ein lückenloses Gutachten oder einen zusammenhängenden Befund würde ich nicht veröffentlichen.

Nohope will ich mal anschubsen, darüber noch einmal nachzudenken; ggf. nur Teile zu veröffentlichen und sich damit eventuell an einen Moderator oder Administrator zu wenden.

Das entscheidet aber jeder für sich.

Viele psychisch erkrankte Menschen sollen Medikamenteneinnahme und Therapien sehr kritisch gegenüberstehen. In diesem speziellen Fall und mit dem geschilderten Hintergrund könnte ich (als ebenfalls psychisch kranker Mensch) das verstehen. Ein Gutachter, der seinen Job im Sinne seines Brötchengebers macht und dem es an Einfühlsamkeit mangelt (oder der sich während seiner Arbeitszeit zu gut abgrenzt), wird das eventuell nicht.

Die anfangs geschilderte Frage nach dem Drogenkonsum erinnert mich an die (an mich von der Gutachterin gestellten) Frage danach, was denn die Stimmen zu mir sagen. Ich fühlte mich plötzlich wie im falschen Film und fragte die Gutachterin, ob sie zu begutachtende Personen durcheinander bringt. Stimmen hatten nie zu mir gesprochen.

Nohope wünsche ich ebenfalls Kraft und Glück.
 

Muzel

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Ich würde an Stelle der TE erst einmal versuchen das Wort "Aggravitationstendenzen" auszuräumen. Mit diesem "Schild um den Hals" kann es leicht sein, dass dich kein Mensch mehr ernst nimmt. Da wäre ein Attest oder Befund hilfreich,
 

Susanne42

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An Welle: es gibt auch Hilfe, die ins Haus kommt. Nennt sich PPM ( Personen Bezogene Hilfe für psychisch erkrankte) und die erstellen auch im 12 oder 6 Monate Zeitraum Berichte, die hilfreich sind für den Gutachter.
Eine Bekannte hat sowas und es hilft ihr sehr
 

saurbier

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Hallo little,

Mit Verlaub saurbier,

deine orthopädischen Probleme mit der psychischen Erkrankung von Nohope zu vergleichen ist doch wohl ziemlich daneben!
Ebenso die Frage, was die DRV/KK getan hat, um sie vom EM-Status zu "befreien". EM bedeutet NICHT, dass die zahlende Behörde hinkommt und "was willste, was können wir für dich tun" fragt, sondern man die Zeit bekommt,
Mir erscheint das du dich überhaupt nicht mir meiner Ausführung befasst hast, sondern viel lieber etwas negatives für Nohope konstruieren möchtest um dort alleine die Schuld zuzuschieben.

Auch scheinst du das System nicht zu verstehen, aber das ist ja der einfachste Weg, dem Betroffenen die Schuld zuzuweisen.

Aufgabe der KK ist es, die entsstehenden Kosten für eine Krankheit und deren Heilung zu übernehmen und ggf. auf diesem Weg sorge zu tragen das die Krankheit bestmöglich bekämpft wird damit sie nicht erneut auftritt. Sowas ist bei psychisch erkrankten mitunter nicht einfach.

Aufgabe der DRV ist es unter anderem, jemanden der in seiner Erwerbsfähigkeit so eingeschränkt ist das ihm damit ggf. die Fortführung dieser nicht mehr möglich ist, diese wieder herzustellen oder wenn das nicht mehr geht über eine Rente den Lebensunterhalt zu sichern. Für diese Aufgabenstellung stehen der DRV unzählige Möglichkeiten zur Verfügung. Sollte jemand dazu nicht bereit sein mitzuwirken, so stehen der DRV dafür Sanktionsmöglichkeit zur Verfügung.

EIGENVERANTWORTLICH im Rahmen gewisser Möglichkeiten (Ärzte/Therapeuten/SHG's/Medikamente z.b.) seinen Zustand mithilfe diverser Hilfsangebote, zu beseitigen, zu verbessern oder zumindest nicht (durch Non-Compliance) ausschliesslich zu pflegen und vielleicht damit sogar zu chronifizieren!
Das siehst du leider ein klein wenig falsch.

Wenn jemand von der DRV z.B. eine EMR auf Zeit erhält, dann bekommt er diese nicht um seinen Gesundheitszustand weiter zu verbessern, sondern weil wohlmöglich die Aussicht besteht/gegeben ist, das es zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit mit Sicht auf eine mögliche Erwerbsfähigkeit in der Zukunft kommen kann/könnte. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist lediglich eine Prognose - nicht mehr und nicht weniger -.

Und warum soll man meinen jetzigen Fall bitte nicht mit dem von Nohope vergleichen, nur weil es da um grundsätzlich andere Krankheitsbilder geht. Nein, es geht um die Einschätzung ob eine befristete EMR weiterhin erforderlich ist oder nicht, sonst nichts.

Was bitte hat denn die DRV im Fall von Nohope alles unternommen, um eine EMR zu verhindern, doch nichts oder. jetzt kommt der Gutachter auf die Idee man sollte mal eine stationäre Reha ins Auge fassen, ja warum bitte hat man das nicht bereits vor langer Zeit bereits gemacht. Warum bitte hat man Nohope nicht begleitende Maßnahmen nahe gelegt. Nun wohl weil sowas Geld kostet - Geld das niemand ausgeben will.

Nichts ist einfacher als der Verwurf eines Gutachters man habe in den letzten Jahren keine Ärzte aufgesucht um damit eine Ablehnung der EMR zu konstruieren. Aber eben genau dafür dürfte es sicherlich Gründe geben und genau diese hat ein Gutachter zu eruieren, im besonderen bei psychisch Kranken. Eigentlich sollte die der Hinweis - zur Abschiebung an die KK doch zu denken geben -, genauso wie das der Gutachter jetzt eine Reha als Sinnvoll erachtet.

Nichts anderes läuft doch jetzt auch in meinem Fall, wo man mir seitens der DRV billigt unterstellen will das ich nach über 20 Jahren EMR plötzlich gesund sei, weil ich in den letzten 7 Jahren keinen Orthopäden mehr besucht habe. Das ist einfach nur billig, denn ein SB der in meine Akte anständig rein geschaut hätte, hätte feststellen können das ich bereits seit 2007 seitens des Orthopäden austherapiert bin. Da ist der letzte Ausweg nur noch eine OP der HWS-/LWS mit allen Risiken. Im übrigen möchte ich mal am Rande anmerken, nicht jeder Patient ist in der Lage einen ewige Ärztemarthon mitzumachen, bis man ggf. eine Krankheitsursache gefunden hat. Über die fachliche Kompetenz macher Ämtergutachter können hier viele berichten so auch ich, als ich damals den äD-Gutachter über meine massiven Hüftbeschwerden berichtete. Für den war da nichts vorhanden, nur komisch 3 Monate später lag ich unterm Messer - wozu nur wenn da lt. Gutachter doch nichts war.

Ich erlaube mir nicht Nohope zu sagen, wie sie im Umgang mit Ärzten und deren möglicher Behandlung zu verfahren hat, denn ich kenne nicht ihren psychischen Zustand und was dazu geführt hat. Sowas sollte man dann lieber den Fachleuten überlassen, nur scheint mir der Gutachter verfährt hier lediglich nach Schema "F" ohne auf die Probleme und Nöte von Nohope einzugehen.

Heute geht es nicht mehr um den Patienten (Leistungsempfänger), nein heute dreht sich alles nur noch um die Vermeidung von Kosten. Funktioniert man ist alles gut, funktioniert man nicht wird man zum Kostenfaktor den es zu vermeiden gilt!


Grüße saurbier
 
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little

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Wer sich immer nur als Opfer sieht, vom System oder von Einzelnen, der fühlt, denkt und handelt letztlich auch, wie ein Opfer!
Ich bin ein grosser Freund von Eigenverantwortung!
Was kann ICH tun, was ist MEIN Teil der Aufgabe, welche Möglichkeiten haben ICH??

Nur so kommt man final aus dieser Opfer-Denkschiene!

Ja, es gibt es Erkrankungen, die austherapiert sind, aber sie bedeuten doch nicht (immer) das Ende, oder?

Hast du seit deinem letzten Besuch beim Arzt, NIE online oder offline geschaut/gefragt, ob es neuere Erkenntnisse/Therapien/Möglichkeiten/Medikamente gibt, die deine Situation betreffen/möglicherweise verbessern könnten? Wirklich nie??

Ich habe eine vergleichbare Ausgangssituation wie Nohope und stand, zunächst ohne Hilfe, kurz vorm Abgrund! Mein Glück, dass "kurz vor knapp" mich jemand "an die Hand" nahm, genau für 1 Tag, an dem ich endlich Hilfe annahm, Notwendiges beantragte und der Grundstein meines Helfer-Netzwerkes gelegt wurde!

Das ist fast genau 15 Jahre her, es geht mir (um einiges) besser, aber weder bin ich "geheilt", noch vor Rückfällen sicher :-/

Viele Hilfsmöglichkeiten waren mir unbekannt, vieles habe ich gelernt, in erster Linie online!
Nachdem ich die ersten Diagnosen hatte, hab ich das Netz durchwühlt, nicht eben nur den 1sten Link bei G**gle, sondern nächtelang nach Betroffenenforen gesucht, dort gelesen, hier geschaut u.s.w.

Es brauchte viel Zeit, um das heutige Ärzte-Team zu finden, welches mich betreut, unterstützt und das ich immer fragen kann.

Ich hatte auch so manches Mal sicher "Glück" mit Gutachter, aber auch "faules Obst" begegnete mir immer wieder. Da heisst es dann nach dem Rückschlag "aufstehen, Krone richten, weitermachen" (z.B. Widerspruch einlegen).

little
 

Larsson

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Wer sich immer nur als Opfer sieht, vom System oder von Einzelnen, der fühlt, denkt und handelt letztlich auch, wie ein Opfer!
Ich bin ein grosser Freund von Eigenverantwortung!
Was kann ICH tun, was ist MEIN Teil der Aufgabe, welche Möglichkeiten haben ICH??

Nur so kommt man final aus dieser Opfer-Denkschiene!

Ja, es gibt es Erkrankungen, die austherapiert sind, aber sie bedeuten doch nicht (immer) das Ende, oder?
Da bin ich sowas von bei dir. Wenn ich schon in den Medien höre nach Gewalttaten „Die Opfer haben lebenslang“, dann kommt mir schon die Galle hoch. Denn jeder, egal ob Opfer oder nicht, hat auch eine gewisse Selbstverantwortung für sein Leben. Man kann sich nicht immer auf der Vergangenheit „ausruhen“.
Mal davon ab, dass ich der TE raten würde, das Gutachten hier raus löschen zu lassen, so empfinde ich es beim Lesen ähnlich wie Little, nämlich das alles, was evtl. helfen könnte, abgeblockt wird, sicherlich auch aus Angst heraus, als Teil der Erkrankung. Aber das ist jetzt mein persönliches Empfinden nach dem Lesen.
 

Wolllaus

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wenn man Leistungen möchte, dann muss einem klar sein, dass man die nicht einfach so bekommt. Das ists jetzt nicht wertend gemeint, aber es ist eben so, dass die DRV nicht der Teil ist, der beweisen muss, dass man nicht mehr kann, sondern, dass man das selber tun muss. Und gibt es nicht einen einzigen Versuch, die Lage zu verbessern, dann ist das wie man sieht sehr schlecht.
Ich würde das Gutachten auch rausnehmen.

Was soll der Gutachter denn machen? Dinge wie APP abgelehnt, weil sie es nicht braucht, irgendwann doch schafft, da sieht der Gutachter nur, ah sie kann es doch, nicht, wie schwer es ihr gefallen ist, kein Versuch die Situation irgendwie zu verbessern, dazu alleine mit dem Öffis angereist, keine Pause gebraucht, kein Glas Wasser (auch wenn es banal wirkt, die kleinen Dinge sind es, auf die sie achten) zusammenreißen zählt da nicht, im Gegenteil.

NoHope, es gibt immer Hoffnung, selbst wenn man es nicht mehr glaubt. Es geht weiter und man muss sich selber eine Chance geben. Ich würde sofort anfangen Hilfe zu suchen, sei es erstmal nur eine Selbsthilfegruppe. Es ist umgemein hilfreich, wenn man weiß, es geht anderen ähnlich und dass der eine oder andere sogar einen Weg daraus gefunden hat.
Das was ich oben geschrieben habe ist kein Angriff gegen dich, ich weiß selber wie schwer das alles ist, aber man muss verstehen, warum der Gutachter so handeln musste. Nur so kannst du es besser machen und deine Chancen erhöhen. In einer Selbsthilfegruppe oder einem anonymen Forum könnte man dir schon helfen, da sind ja Menschen, denen ähnliches passiert ist und die könnten dir Tipps geben, wie man zb wirklich nützliche Hilfe bekommen kann, die einem nicht alles abverlangt oder ewig weit zurück wirft ins Trauma.
du musst zusehen, dass du was tust, auch wenn es schwer fällt.

Bei mir ist es zwar körperlich, aber mir fällt es sehr schwer zum Arzt zu gehen, weil ich kaum Kraft habe und vor Schmerzen oft kaum weiß wo mir der Kopf steht, aber ich muss. Mir haben die Ärzte auch lange nicht geglaubt. Das hat mich eine Zeit in eine tiefe Depression gebracht, aber ohne die Arztbesuche hätte ich keine EMR bekommen. Die Verlängerung steht bald an und ich muss mich also wieder zu Fachärzten quälen und auch wieder mit dem Hintergedanken, dich nimmt keiner ernst. Obwohl ich nun doch einige Male sehr positive Erfahrungen gemacht hatte.

Ich habe übrigens auch eine sehr traumatische Erfahrung machen müssen, ich wurde als Jugendliche durch meinen damaligen Freund fast umgebracht, zum Glück gab es Zeugen die einschritten, vorher hatte ich eine lange Phase der Gewalt gegen mich durch, hatte mehrfach Todesangst, die Polizei hat mich auch noch unter Druck gesetzt, keine Anzeige zu machen, obwohl ich das Opfer war. Aber ich hatte danach Hilfe, die ist wichtig. Man packt es nicht ohne und je länger man es rauszögert, desto schwieriger wird es. Man muss sich dem irgendwie stellen, sonst geht man langsam daran kaputt. Man hat nur zwei Optionen, sich aufgeben oder irgendwie versuchen weiterzumachen und dazu zählt etwas zu tun, damit es einem besser geht. Irgendwie gibt es immer eine Möglichkeit für einen. Das ist das, was ich aus den ganzen schlimmen Dingen in meinem Leben gelernt habe, es geht weiter und das nicht unbedingt schlecht, wenn man es zulässt. War ein langer Prozess, aber ich bin froh, dass ich Hilfe hatte.

Ich drücke dir die Daumen, dass du es mit dem Widerspruch schaffst und auch, dass es dir irgendwann wieder etwas besser geht und du dein Trauma einigermaßen bewältigen kannst.
 

HermineL

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Da bin ich sowas von bei dir. Wenn ich schon in den Medien höre nach Gewalttaten „Die Opfer haben lebenslang“, dann kommt mir schon die Galle hoch. Denn jeder, egal ob Opfer oder nicht, hat auch eine gewisse Selbstverantwortung für sein Leben. Man kann sich nicht immer auf der Vergangenheit „ausruhen“.
Nach deiner hier kund getanen Auffassung sind also Menschen die unter posttraumatischer Belastungsstörung leiden, Menschen die keine Selbstverantwortung haben und sich nur auf der Vergangenheit ausruhen.

Ebenso die bei PTBS, unter Komorbiditäten wie Depressionen, Dissoziative Störungen, Persönlichkeitsveränderungen, Bindungsstörungen, Suchtverhalten, Aggressive Verhaltensmuster, Selbstverletzendes Verhalten oder Suizidversuche leiden sind wohl auch ebenso solche Menschen.

Die erhöhte Sterblichkeit solcher "Opfer" durch gastrointestinale Erkrankungen, Krebserkrankungen und Herzerkrankungen etc. sind auch darauf zurückzuführen das diese Menschen sich nur auf der Vergangenheit ausruhen.

Alles nur Anstellerei. Genau wie bei Depressionen. Da isst man mal ein Stück Schokolade und dann ist es auch wieder gut.
 

Larsson

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Nach deiner hier kund getanen Auffassung sind also Menschen die unter posttraumatischer Belastungsstörung leiden, Menschen die keine Selbstverantwortung haben und sich nur auf der Vergangenheit ausruhen.

Ebenso die bei PTBS, unter Komorbiditäten wie Depressionen, Dissoziative Störungen, Persönlichkeitsveränderungen, Bindungsstörungen, Suchtverhalten, Aggressive Verhaltensmuster, Selbstverletzendes Verhalten oder Suizidversuche leiden sind wohl auch ebenso solche Menschen.

Die erhöhte Sterblichkeit solcher "Opfer" durch gastrointestinale Erkrankungen, Krebserkrankungen und Herzerkrankungen etc. sind auch darauf zurückzuführen das diese Menschen sich nur auf der Vergangenheit ausruhen.

Alles nur Anstellerei. Genau wie bei Depressionen. Da isst man mal ein Stück Schokolade und dann ist es auch wieder gut.
Wenn Du das in meinen Beitrag hereininterpretierst, dann hast du mich gründlich missverstanden.
Und ich weiß schon auch wovon ich schreibe, da ich selbst einige dieser Diagnosen habe, komplexe PTBS, chron. Depression, etc.
Deswegen lache ich trotzdem im Leben und bin nicht immer rundum jeden Tag meines Lebens unglücklich.
Ich kenne die TE nicht, und ich schrieb, dass sich das Gutachten so liest, als würde sie alles abblocken und in ihrer Opferrolle verharren. Und ich kenne aus meiner Therapieerfahrung genug Menschen, die an ihrer Opferrolle festhalten.
 

Kerstin_K

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Ich hänge mich jetzt mal weit aus dem Fenster:
Ichhatte nach dem Lesen es Gutachtens das Gefühl, dass der Gutachter helfen wollte. Wenn die TE keine EM Rente mehr bekommt, dann muss sie etwas tun, um weiter von irgendwo Geld zu bekommen. Sowas kann auch manchmal der entscheidende Anschubser sein, damit man sich mal bewegt.
 

HermineL

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So wie du das schreibst kann man das eigentlich nicht anders verstehen. Sei es drum. Abgesehen davon das ich selber auch damit zu tun habe würde ich mir, nur auf Grund der Teilnahmen an mehreren Therapien, nie anmaßen auf Grund dieser Erfahrungen zu glauben ich könnte andere beurteilen.

Sowas kann auch manchmal der entscheidende Anschubser sein, damit man sich mal bewegt.
Da gebe ich dir Recht. Es sieht in der Tat danach aus das hier ein Anschubser notwendig ist aber entgegen meinem Vorredner bin ich nicht der Meinung das hier fehlende Selbstverantwortung vorliegt sondern ehre eine Schockstarre.
 

Larsson

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So wie du das schreibst kann man das eigentlich nicht anders verstehen. Sei es drum. Abgesehen davon das ich selber auch damit zu tun habe würde ich mir, nur auf Grund der Teilnahmen an mehreren Therapien, nie anmaßen auf Grund dieser Erfahrungen zu glauben ich könnte andere beurteilen.
Ich Maße mir garnichts an. Außer das das mein Eindruck nach lesen des Gutachtens war. Ich habe nirgends geschrieben, dass die TE sich weigert oder sonst etwas, einzig, dass es sich so liest. Das ist schon ein Unterschied.
 

Kerstin_K

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Ich kann das auch nicht beurteilen, was bei der TE los ist, aber der Gutachter lässt ihr ja im Prinzip alle Türen offen. Wenn sie Gesund ist, dann kann sie arbeiten, wenn sie zu krank ist, schlägt er eine vollstationäre Reha vor.

Die Frage wird sein, ob die TE rehafähig ist angesicht der traumatischen Therapieerfahrungen.

Ich sehe das ja bei meiner Bekannten. Okay, ihre Medikamente nimmt sie, sofern sie es nicht krankheitsbedingt vergisst (oder doppelt nimmt!). APP wäre gut, aber der Hauarzt möchte sowas nicht verschreiben, weil er das nicht kennt, aber ihre Hammermedis verschreibt er. Sie war in der Tagesklinik und anschliessend in der Institusambulanz, aber da will sie nicht mehr hin, weil dort zu viele Türken sind. Dazu muss man wissen, dass Ihr Trauma auf Folter durch das türkische Militär zurückzuführen ist. Sie ist Kurdin und Allevitin. Die Psychiater, die wir bisher angerufen haben, nehmen keine Patienten mehr an. Eine Telefonnummer hat sie noch bekommen, da konnte sie sich bisher noch nicht aufraffen, dort anzurufen. Eine Therapie in deutscher Sprache funktioniert nicht, das hat de Reha gezeigt. Ein türkischsprachiger Therapeut darf kein Türke sein. Jetzt haben wir eine Tdietsch Therapeutin gefunden, die türkisch spricht und wohl in ca. 6 Monaten eine Therapieplatz hat. Ich hoffe, dass das funktioniert. ansonsten sehe ich auch bei ihr schwarz für die Verlängerung der EMR nächstes Jahr.

Ich habe im letzten Jahr viel über Depressionen und PTBS gelesen usw. Aus meiner Sicht, als Nichtbetroffene ist es irrsinnig schwer für das Umfeld. Einerseits muss man die Betroffenen malnchmal an die Hand nehmen und auch ein bischen anstubsen, damit sich noch was bewegt, andererseits muss man dabei aufpassen, dass der Druck nicht zu stark wird und die Betroffenen sich unverstanden fühlen. Und das die Depression nicht jeden Tag gleich stark auftritt, macht es nochmal schwerer, weil man nie weiss, was heute geht, und was nicht.

Ich weiss zu Beispiel bis heute nicht, ob die Aversion meiner Bekannten gegen jeglichen Papierkram krankheitsbedingt ist, oder ob das einfach nur ein normales "Keine Lust zu sowas" ist. Gartenarbeit geht jedenfalls immer, oder wenn die Fibromalgie das nicht zulässt, dann wenigstens im Garten sitzen.
 

Larsson

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Das habe ich auch nirgends behauptet. Ich sprach von einzig von mir selber.
Nun sollten wir Diskussion darüber aber beenden weil das dem TE nicht wirklich weiterhilft
Wenn ich dich da falsch verstanden habe, dann Asche über mein Haupt.
Ansonsten, ja, stellen wir die Diskussion hier ein, nicht hilfreich für die TE
 

saurbier

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Hallo little,

bevor ich aus der weiteren Diskussion abseits deinem Vortrag auch aussteige doch noch meine Antwort.

Ja, es gibt es Erkrankungen, die austherapiert sind, aber sie bedeuten doch nicht (immer) das Ende, oder?
Doch das gibt es.

Hast du seit deinem letzten Besuch beim Arzt, NIE online oder offline geschaut/gefragt, ob es neuere Erkenntnisse/Therapien/Möglichkeiten/Medikamente gibt, die deine Situation betreffen/möglicherweise verbessern könnten? Wirklich nie??
Doch ständig, nur halte ich mich da eher an den jahrlangen Berufserfahrungen von Uni-Ärzten als an dem was so mancher im Internet von sich gibt.

Klar, wenn nichts mehr geht kann man über eine OP mal eben die Wirbelsäule versteifen. Schon mal Leute gesehen die sowas gemacht haben, ein toll deren Lebensqualität. Und bei reinen Bandscheibenschäden gibt es ja die OP´s, nur sollte man da mal genauer hinterfragen wieviel davon 2 oder 3 Jahre später wieder beim Schmerztherapeuten sitzen. Mir hat 1998 der Uni Oberarzt als auch der Prof. gesagt, wenn es ausfallerscheinungen gibt bekommen sie sofort ein Bett, vorher ist alles viel zu riskant, daß ist doch eine Ansage, oder.

Klar bei meiner Hüft-OP meinte die Anestisitin es gäbe heute doch so tolle OP Möglichkeiten für die Wirbelsäule, nur als ich entgegnete wer da das Risiko trägt, wurde sie kommischer Weise ganz ruhig.

Meinem Nachbar hat man z.B. vor einiger Zeit an der Wirbelsäule operiert, ja die Schmerzen sind jetzt erträglich nur dafür hat er im Oberschenkel eines Beines kein Gefühl mehr. Und bei meinen Freund hat man gleich mal 2 Bandscheiben OP´s verhunst, so das er gar nichts mehr kann.

Da bleibt ich lieber bei der Feststellung meines Schmerztherapeuten, solange es gegen die Schmerzen noch Medikamente gibt, sollte man OP´s vermeiden. Auch die Aussage des damaligen Gerichtsgutachters gibt mir dabei arg zu denken.

Wer schon mal in der Schmerztherapie eine PDK mit Pumpe gemacht hat (oder Frau zur Geburtshilfe), wird mir zustimmen, sowas macht man nicht aus lauter Spaß, sonder weil es einem endlich mal den Schmerz nimmt.

Und ich sehe mich nicht in der Opferrolle, ein Opfer gewinnt keine Prozesse wie ich. Ich bin nicht bereit mich über den Tisch ziehen zu lassen und kämpfe zur Not um meine Rechte. Ich möchte dich einmal erleben, wie du dich nach 20 Jahre EMR verhalten würdest wenn du von der DRV plötzlich zu hören bekämst das du wieder so gesund sein sollst das du wieder arbeiten kannst, nur weil ein SB oder der ärztliche Dienst (am Schreibtisch) das meint.

Nun aber gut damit, ansonsten bringen wir Nohope nur durcheinander.


Grüße saurbier
 

Nohope

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So, nach dem ich erst mal nur still mitgelesen habe, will ich mich jetzt auch noch mal äussern:

Wie ich schon schrieb, so, wie der Gutachter mich beschreibt, bin ich nicht. Deswegen bin ich ja so empört.

Was ich wollte, waren Tipps für meine Widerspruchsbegründung, keine Spekulationen, Be- oder gar Verurteilungen. Letzteres steht Euch auch gar nicht zu.

Vielleicht noch mal zur Klärung:
Nach den Ereignissen mit dem Therapeuten war ich insgesamt 2x in einer Klinik, einmal über die KK und einmal über die DRV. Nach letzterem wollte ich eigentlich eine berufliche Reha machen, weswegen mir die Klinik volle Arbeitsfähigkeit ausserhalb meines letzten Berufes attestierte. Bei der Beantragung schickte mich die DRV zur Gutachterin, die mich aber (richtigerweise, weiss ich heute) nicht für erwerbsfähig hielt. Dann bekam ich rückwirkend für 1 1/2 Jahre Rente (insgesamt 2 1/2 Jahre).

In der Zeit habe ich sehr wohl etwas gemacht, damit es mir besser geht. Ich war bei diversen Beratungen (nein, keine Selbsthilfegruppe) und bin regelmäßig zu einem Therapeuten gegangen, den ich selbst bezahlt habe. Ausserdem habe ich mir immer wieder kassenbezahlte Therapeuten angeschaut, aber es hat nie gepasst. Mittlerweile habe ich jemanden gefunden und bin auf seiner Warteliste. Ich habe mich auch um meine anderen gesundheitlichen Probleme gekümmert und mache sehr wohl Päne für den Tag, gehe regelmäßig raus, bewege mich etc.

Mit der Gewalterfahrung allerdings UND den wiederholten Erfahrungen, damit nicht ernst genommen zu werden (siehe Gutachter), ist es allerdings äusserst schwierig für mich, zu Ärzten und Therapeuten zu gehen und mich zu öffnen. Das hat nichts mit fehlender Compliance im Sinne von Widerstand oder Opferhaltung zu tun, sondern ist Folge meiner Lebenserfahrung und der Empathielosigkeit vieler Fachleute.
Psychotherapie funktioniert nicht mit Gewalt, sondern mit Vertrauen und einem Gefühl von Sicherheit. Das kann man nicht "machen". Alleine deswegen ist eine Forderung nach "Anstupsen" bzw. "in-den-Hintern-treten" vollkommen kontraproduktiv und würde eine erneute Gewalterfahrung für mich bedeuten.

Was neben den Depressionen zusätzlich SEHR belastend für mich ist, ist, dass ich gegen diesen Therapeuten rechtlich vorgehe und aktuell ein Verfahren läuft. Das wirbelt natürlich alles wieder emotional auf, zumal er mit allen Mitteln versucht, mich zu diskreditieren.

Ich finde, unter diesen Bedingungen halte ich mich sehr wacker und bin keinesfalls in der Opferschiene gefangen. Ich habe mir meine Erfahrungen nicht ausgesucht, ich muss aber damit umgehen.
Es würde helfen, wenn neben "schlauen" Ärzten und Therapeuten nicht auch noch hier manche Mitglieder der Meinung seien, sie wüssten, wie ich bin und was richtig für mich ist.

Der Gutachter war dermaßen scharf und unverschämt, dass ich innerhalb weniger Minuten dissoziiert bin und überhaupt nicht mehr klar denken konnte. So konnte ich ihm eben nicht von meinen Eigenbemühungrn erzählen, weil ich vor lauter Weinen nur noch Stottern und Stammeln konnte. Unter diesen Bedingungen habe ich auch Wasser und Pause abgelehnt, weil ich es nur noch hinter mich bringen wollte. Es war demütigend.
Ein Beispiel: Ich habe eine Autoimmunerkrankung (Hashimoto) mit Schilddrüsenunterfunktion. Diese ist hormonell zwar gut eingestellt, dennoch habe ich sämtliche Symptome, die zu einer Hashimoto dazugehören (Müdigkeit, Antriebsschwäche, Muskelschmerzen etc.). Als ich ihm das zu erklären versuchte, fährt er mir scharf über den Mund und behauptet, ich wäre medikamentös gut eingestellt und damit könnte ich keine Symptome haben. Dies ist definitiv falsch, aber was willst Du da diskutieren?! Zumal ich sowieso nur noch eine weinendes, stammelndes Bündel war ohne klare Gedanken.

Ich hätte mir außerdem die Mühe gemacht und dem Arzt vor der Begutachtung einen Brief geschrieben, in dem ich meine Thematik, aufgrund meiner Erfahrungen Schwierigkeiten mit Ärzten zu haben, erklärte. Er wusste also, was mit mir ist und hat sich trotzdem (oder gerade deswegen?!) Dafür entschieden, mich so herablassend zu behandeln.
Und wie fundiert ein Gutachter hinschaut, der bereits nach 10 Minuten zu der Auffassung kommt, er werde meinen Antrag ablehnen, könnt Ihr Euch vielleicht denken. Ich bin sogar der Meinung, er hatte die Entscheidung bereits getroffen, bevor er mich überhaupt gesehen hat. Aber das ist nicht zu beweisen.

Also, falls Ihr noch sinnvolle Hinweise für meinen Widerspruch habt, freue ich mich darüber und bedanke mich bei denen, die mich und meinen "Fall" ernst nehmen. Auf Spekulationen und Bewertungen verzichte ich gerne.
Danke.

Nohope
 
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