Transfergesellschaften eher Luftnummer

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wolliohne

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„Lösen den Anspruch, den sie erheben, nicht ein“


Wie erfolgreich TG sind und ob sie höhere Vermittlungsquoten generieren als Arbeitsagenturen, weiß niemand genau. Zwar müssen die Gesellschaften Daten über ihre Vermittlungserfolge an die Arbeitsagenturen weiterleiten, diese werden aber selten ausgewertet. Eine Anfang 2007 veröffentlichte Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit in Bonn (IZA) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ergab, „dass sich bei Transferleistungen keine Verbesserung der Vermittlungschancen ausmachen lässt“. Das Fazit: „Seit den Hartz-Reformen macht es praktisch keinen Unterschied, ob die Vermittlung durch die Arbeitsagentur oder eine Transfergesellschaft erfolgt.“ Hilmar Schneider, Direktor für Arbeitsmarktpolitik am IZA, formuliert es drastischer: „Transfergesellschaften lösen den Anspruch, den sie erheben, nicht ein.“
In der Theorie profitieren alle Beteiligten von Transfergesellschaften: Das Management muss keine Kündigungen aussprechen und spart sich teure Arbeitsgerichtsprozesse und Abfindungen. Die Betriebsräte können ihrer Belegschaft einen Ausweg nennen. Die Mitarbeiter finden mit Hilfe des Beraters und Job-Coachs schneller zurück in den Arbeitsmarkt oder können zumindest ein Jahr überbrücken, bevor sie Arbeitslosengeld beantragen. Und das im Unternehmen verbleibende Personal bleibt loyal und motiviert, weil es sieht, dass der Arbeitgeber soziale Verantwortung übernimmt - so die Theorie.

„Die Betroffenen verlieren ganz elementare Fähigkeiten“





Transfergesellschaften: Parkplatz für die Mitarbeiter - Arbeitsrecht - Beruf und Chance - FAZjob.NET
 
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Rounddancer

Gast
Eine Transfergesellschaft ist für ausgediente, übrige Mitarbeiter eigentlich wie Byetta® für die Nahrung in einem Typ 2-Diabetiker:
Byetta® bremst, verzögert den natürlichen Abgang der Nahrungsreste in den Darm,- und entlastet dadurch die Bauchspeicheldrüse.

Die Transfergesellschaft bremst den Abgang überflüssig gewordener Mitarbeiter in die Erwerbslosigkeit,- und entlastet damit die Arbeitslosenstatistik.
 

Paul Sommer

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Transfergesellschaften

Aus meiner Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Transfergesellschaften unterscheide ich zwischen zwei Arten:

1.
Diejenigen, die unter Ausnutzung der aus Steuern gespeisten Fördertöpfe ihren Vorteil sehen und an den Menschen und ihrem Schicksal nicht wirklich interessiert sind

2.
Diejenigen, die ihr Bestes versuchen, aber weder Ahnung von Psychologie noch von professioneller Personalarbeit mitbringen und deshalb an der Oberfläche von Technokratie und schönen Worten hängenbleiben.

In jedem Fall bleiben letzendlich die Mitarbeiter auf der Strecke.

Die Wirkungsmechanismen werden sehr gut erklärt auf:

TRANSFERGESELLSCHAFT :: ENTSCHEIDUNGDHILFEN, FORUM und ERFAHRUNGSAUSTAUSCH zur TRANSFERGESELLSCHAFT
 
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