Todesfall in der Familie - WBA stellen - bin mit der Situation überfordert

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

iphonjunkie

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Oktober 2013
Beiträge
20
Bewertungen
9
Hallo,
ich muss einen Weiterbewilligungsantrag ausfüllen und traue mich nicht. Mein Vater ist verstorben und ich musste eine Beerdigung bezahlen. Habe meinen ganzen Computer Kram Handy etc bei ibäääh verkauft und in 3 Monaten knapp 1400€ umgesetzt. Aufgrund der Situation das mein Bruder am arbeiten ist, hat das Sozialamt die Beerdigungskosten abgelehnt. Ich sollte dann die Kosten bei meinem Bruder abbezahlen, was aufgrund der Familiären Situation aber auch nicht möglich war.

Habe Angst mich sogar vielleicht Strafbar gemacht zu haben aber wo sollte ich knapp 2000€ her nehmen (mein Anteil inkl Stein). Einen Sozialrechtler habe ich schon gefragt und dieser meinte, im schlimmsten Fall kommt ein Erstattungsbescheid. Ein Steuerrechtler meinte ist ganz klar privater Kram erkennt man deutlich. Ach ja Erbe wurde ausgeschlagen auch für meine Kinder selbst das hat Geld gekostet. In der Sterbephase habe ich auch viele Kosten übernommen zumindest das was möglich war. Die Heimkosten (Hospitz ähnlich) hat mein Bruder übernommen. Bin verzweifelt.
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.320
Bewertungen
831
AW: mit der Sitation überfordert

wo ist das Problem,
du hast in jedem Fall Anspruch-auf gehts!

woher kommst du?

übrigens, herzlich wilkommen.
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.320
Bewertungen
831
AW: mit der Sitation überfordert

sehe ich nicht so,wovon willst du Leben?

Empfehlung, zur nächsten Beratungsstelle und/oder vor Ort zur Partei die Linke.
 

Julchen68

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 Februar 2009
Beiträge
710
Bewertungen
420
AW: mit der Sitation überfordert

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein gesunder Verstand ein Problem darin sehen oder draus machen wird, daß Du Deinen, im Prinzip geschützten, Hausrat umgesetzt hast, um damit dann direkt notwendige Ausgaben zu decken.

Selbst ohne diese Ausgaben ist das doch nichts anderes als Vermögensumwandlung. Kein anrechenbares Einkommen.
Klar, streng genommen hättest Du es angeben müssen, aber angerechnet werden darf es nicht. Die Diskussion hatte ich ganz am Anfang meiner ALG2-Phase auch mit den SBs und ich mußte einen Widerspruch reindrücken bis sie sich entschieden, korrekt zu rechnen.

Mach den Antrag halt fertig. Den Einnahmen auf den Kontoauszügen stellst Du die Rechnungen und die Abbuchungen entgegen - was wie gesagt nicht notwendig ist, aber es erklärt die verschluderte Meldung, die doch ganz klar situationsbedingt ist.
 

Psychoraz

Elo-User*in
Mitglied seit
28 September 2010
Beiträge
150
Bewertungen
23
AW: mit der Sitation überfordert

Moin,

ich denke du kannst dich entspannen.

- mit dem Verkauf deiner privaten Dinge, hast Du nur eine Vermögensumwandlung gemacht. Als Einkommen, könnte man es Dir, meines Wissens, nur anrechnen, wenn Du die Sachen wertsteigernd verkauft hast. Also zu einem höheren Preis, als der, für den Du sie gekauft hast. Handys und PCs verlieren eher an Wert, als das Gegenteil.

- Ich musste zu keinem meiner Weiterbewilligungsanträge einen Kontoauszug beilegen. Insofern würde ich es einfach nicht erwähnen.

- Falls die Leistungsabteilung doch Auszüge sehen möchte, würde ich die Situation so schildern, wie Du sie hier geschildert hast. Bei Bedarf könnten sie dann eine Rechnung des Beerdigungsinstituts einsehen.

Stell den Antrag - Du musst dir von irgendwas zu Essen kaufen und Miete zahlen.

:icon_pause:
 

iphonjunkie

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Oktober 2013
Beiträge
20
Bewertungen
9
AW: mit der Sitation überfordert

Es sind halt viele PC Teile auch alte Rams und eine Sammlung von 1995. Es ist halt einiges um auch auf diese Summe zu kommen wie Handy usw usw. Es geht ja hier nicht um eine Jeanshose o.ä. sondern schon um eine beträchtliche Summe.

Das schlimmste war das Sozialamt. Es war zwar eine Feuerbestattung dennoch hätten sie diese nicht so wie in der Rechnung übernommen. Mein Bruder kam mir schon entgegen, und hat das Grab für 30Jahre gemietet. Das sind auch 2200€ die mir erlassen wurden. Die Beerdigung wurde durch zwei geteilt. Somit lagen wir keinem Amt auf der Tasche, und die Beerdigung wurde korrekt abgewickelt und sein letzter Wille wurde erfüllt.

Was mache ich wenn die mich Anzeigen? Der Sozialrechtler meinte je nach Sachbearbeiter kann es so kommen, dass diese nach dem Recht argumentieren.
Erbe ausgeschlagen = keine Beerdigungskosten man wäre nicht verpflichtet gewesen dieses zu bezahlen. Mein Bruder wäre auch da der Blöde er hätte es dem Sozialamt zahlen müssen.

Oder das Sozialamt hätte es übernommen zu einem Teil und dieses bei meinem Bruder widergeholt. Was eine beschissene Situation. Gab es hier im Forum vielleicht jemanden mal in einer ähnlichen Situation?

Mir war auch wichtig das sein letzter Wille erfüllt wird. Ob das jetzt Juristisch nicht OK ist kann ich nicht sagen, aber für mein Gewissen ist es beruhigend es erfüllt zu haben. Mir fehlt durch diesen Verlust auch echt die Kraft. Ziemlich ausgebrannt, da es eine harte und schlimme Zeit war wie ein Mensch von uns geht. Paliativmedizin ist Grausam. Ein Mensch mit Krebs ist nun mal Gefangen im eigenen Körper. Er war bis zum Schluss klar im Kopf, und ist am ende an einer Lungenembolie erstickt. Diese Bilder bekomme ich nicht aus meinem Kopf. Tut mir Leid hier meine sorgen gerade zu schreiben, aber ich habe einfach Angst das jetzt noch gewaltiger Ärger auf mich zu kommt. Wenn man selber noch Krank ist und auf dieses verdammte Amt derzeit angewiesen ist, macht das alles nicht leichter.

Naja gut werde es mal ausfüllen und alles über mich ergehen lassen. Die Sachbearbeiterin ist vielleicht 25Jahre alt, und hat ziemlich Haare auf ihrer Zunge. Daher meine sorge.
 

Julchen68

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 Februar 2009
Beiträge
710
Bewertungen
420
AW: mit der Sitation überfordert

Es sind halt viele PC Teile auch alte Rams und eine Sammlung von 1995. Es ist halt einiges um auch auf diese Summe zu kommen wie Handy usw usw. Es geht ja hier nicht um eine Jeanshose o.ä. sondern schon um eine beträchtliche Summe.

Die Summe ist völlig schnurz.
Ich habe auch letztens eine PC Sammlung aufgelöst. Die Leute waren wie irre. Eins der Diskettenlaufwerke hat knapp 100 Piepen gebracht und ich habe es sogar nach Griechenland verschiffen müssen.
Aber wenn man bedenkt, daß die Geräte früher schlappe 400 DM oder sogar 800 DM gekostet haben, ist das mitnichten ein Gewinn, selbst wenn es heutzutage (noch) moderne Diskettenlaufwerke aus der Grabbelkiste für 10€ gibt.

Du hast keinen Gewinn gemacht. Du hast zugebuttert. Die erlöste Summe ist irrelevant.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
AW: mit der Sitation überfordert

Das schlimmste war das Sozialamt. Es war zwar eine Feuerbestattung dennoch hätten sie diese nicht so wie in der Rechnung übernommen. Mein Bruder kam mir schon entgegen, und hat das Grab für 30Jahre gemietet. Das sind auch 2200€ die mir erlassen wurden. Die Beerdigung wurde durch zwei geteilt. Somit lagen wir keinem Amt auf der Tasche, und die Beerdigung wurde korrekt abgewickelt und sein letzter Wille wurde erfüllt.
HAst Du das beim Sozialamt schriftlich beantragt und einen schriftlichen Ablehnungsbescheid bekommen? Als mein Vater beerdigt werden musste, habe ich meinen Anteil vom Sozialamt wieder bekommen. Da musste ich nichts verkaufen oder in Raten abbezahlen. Ich habe das Gefühl, die haben die beschummelt.
Aufgrund der Situation das mein Bruder am arbeiten ist, hat das Sozialamt die Beerdigungskosten abgelehnt.
Meine Brüder arbeiten auch.
§ 74
Bestattungskosten


Die erforderlichen Kosten einer Bestattung werden übernommen, soweit den hierzu Verpflichteten nicht zugemutet werden kann, die Kosten zu tragen.
Das Sozialamt das für den Wohnort Deines Vaters zuständig war, muss Deinen Anteil übernehmen. Das geht auch noch nachträglich. Hol Dir das Geld wieder.
 
S

silka

Gast
AW: mit der Sitation überfordert

aus Iserlohn. Denke mal das gibt bestimmt ärger :frown:
Warum sollte es Ärger geben? Weil du Iserlohner bist?
Achwas.:smile:
Wenn du Sachen aus deinem Privatvermögen (angemessener Hausrat) verkaufst, gibt das keinen Ärger. Auch nicht in Iserlohn.
Wenn du 10 private Iphones verkauft hast, könnte sich einer am Kopf kratzen. Aber erst, wenn der dich fragt.
Warum aber sollte dich einer fragen.
Was hat denn das alles mit dem WBA zu tun ???---??
Guck dir bitte den WBA an und entspann dich!
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...terbewilligungsantrag-Arbeitslosengeld-II.pdf
 
Mitglied seit
30 April 2013
Beiträge
665
Bewertungen
406
Mir fällt auf, es wurde angedeutet: Sammlung.
Eine Sammlung ist kein normaler Hausrat, sondern etwas, was Wert haben kann und dann beim Erstantrag angegeben werden sollte, damit es in den Freibetrag fällt, aktenkundig ist und dann ist dessen verkauf immer absolut gedeckelt ist als Vermögensumschichtung.

Ob man nun ne Münzsammlung, Briefmarkensammlung oder ne RAM-Chip-Sammlung hat oder von mir aus eine C64 Sammlung, ist dabei dem Amt egal. Die Frage ist, hat das jeder im Haushalt und gehört es dazu wie ein Herd in die Küche und als nächstes, was für Wert. Zuletzt fällt der Wert in den Freibetrag? Ein Computer, Handy ist sicherlich vollkommen haushaltsüblich.
Eine Amigasammlung mit 20 Amigas sicher nicht mehr.

Deshalb ist es wichtig, die Freibeträge nicht nur beim Finanzamt auszuschöpfen, sondern auch bei ALG2 und dem Erstantrag. Bis ans Limit. Dafür hat man später etwas, mit dem man jonglieren kann. Sonst heißt es gleich: Wo kommt das her, ist nicht haushaltsüblich, wurde nicht angegeben, Gewinn, BÖSE BÖSE.

Vielleicht sollte man sich überlegen, ob es nicht doch KEINE Sammlung ist und nicht NICHT von einer Sammlung reden, sondern vielmehr von verstreuten, verschiedenen Gegenständen des Haushaltes. Das man mal ne Floppy liegen hat, kann schliesslich sein. Oder mal nen Drucker oder mal nen Lap zum PC. Aber der Charakter des haushaltsunüblich entfällt dann.
Es sei denn, wie gesagt, diese Sammlung wurde als Sammlung mit einem Wert beim Erstantrag angegeben. Dann ist das wasserdicht. Dann kann das JC im schlimmsten Fall versuchen da was zu drehen, aber damit würden sie bei Gegenwehr nicht durchkommen.

Ich hab z.B. ne Sammlung, die aber angegeben ist mit einem realistischen Wert. War im Rahmen des Freibetrages. Diese würde mit 1000% als nicht haushaltsüblich eingestuft werden. Und so ist alles :icon_pause:
Insgesamt glaube ich aber auch, das Du Dir zuviel Stress im Vorwege machst.
Das Moral nicht beim JC zählt, ist klar. Aber etwas für eine Beerdigung verkauft zu haben, indem man alles zusammengekratzt hat, das kriegt man durch ohne Strafe.
 

nik72

Elo-User*in
Mitglied seit
14 April 2013
Beiträge
334
Bewertungen
75
Eine Möglichkeit wäre noch gewesen, das Erbe auszuschlagen (soweit nichts zu erben war, wie Vermögen, Versicherungen usw.).

Dann "erbt" der Staat und muss auch die Bestattung bezahlen. So war es zumindest bei meinem Bekannten.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Wir mussten die Bestattung trotzdem zahlen, obwohl wir das Erbe ausgeschlagen haben. Normalerweise kann man sich die Bestattungskosten vom Erbe wiederholen, aber ob man das sich auch vom Staat, der Erbe geworden ist, wiederholen kann? Ich musste ja sowieso nichts zahlen.
 

iphonjunkie

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Oktober 2013
Beiträge
20
Bewertungen
9
Vielen Dank für eure Hilfe. ICh habe diesen Antrag ausgefüllt, und ein Brief ! Darin habe ich geschrieben, dass ich Private Dinge verkauft habe um die Beerdigungskosten zu decken. Es kam 4 Tage später der Bescheid :) Ohne Rückfragen oder sonstiges. Jetzt werde ich mal versuchen mit Hilfe eines Sozialrechtlers beim Sozialamt wenigstens ein bissl Geld zurück zu bekommen.
 

iphonjunkie

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Oktober 2013
Beiträge
20
Bewertungen
9
So für alle die jemals in so eine Situation kommen.

Wer Hartz IV erhält und eine Beerdigung bezahlen muss:

1. erst einen Antrag SCHRIFTLICH beim Sozialamt stellen. Wichtig ist zu diesem Antrag aktuellen Hartzer Bescheid beifügen.

2. Dem Bestatterinstitut vorher mitteilen, dass es nicht aus eigenen mitteln bezahlt werden kann, und ein Antrag bei Sozialamt gestellt wird zeitgleich. (Hat in meinem Fall aber nix gebracht die Lage der Situation)

In meinem Fall sieht die Rechtslage so aus. Da ich private Dinge verkauft habe zahlt das Sozialamt nix. Das Sozialamt begründet es mit der Bedarfssituation. Da jetzt kein Bedarf mehr ist (Beerdigung bezahlt), wird auch nix bezahlt. Komme gerade von einem Anwalt für Sozialrecht. Es gibt auch keinen Anspruch mehr sich das Geld im -Nachhinein wiederzuholen. :icon_kotz2:

In meiner Situation war es so, dass ich nach zwei Wochen schon ne Mahnung mit Anwaltsdrohung im Kasten hatte vom Bestatter. Obwohl er die Situation wusste.

Anders sieht es bei unseren Ausländischen Mitbewohnern aus die keine Versicherung haben. Da zahlt das Sozialamt sogar die Überführung des Leichnams ins Heimatland RÜCKWIRKEND! Laut Aussage vom Juristen. :eek:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten