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Tochter nicht in der BG,besteht trotzdem Anspruch auf Renovierungskosten?

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J*O*Y

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#1
Wegen 383€ Schülerbafög ist meine Tochter nicht mehr in der BG.
Wir sind umgezogen, aber die für sie beantragten Renovierungskosten sollen aus diesem Grund nicht bewilligt werden.
Sie bekommt noch Kindergeld und ab 01.01.10 95 € Wohngeld.
Sie zahlt monatlich noch 90€ für die Monatskarte.
Im Grunde hat sie dann auch nicht mehr als den Regelsatz.
Ist die Entscheidung der Arge so richtig?
 
E

ExitUser

Gast
#2
Seid ihr den auf Aufforderung der ARGE umgezogen?


M.E. müssen die die Kosten für deine Tochter nicht unbedingt übernehmen. Trotzdem würde ich hier mal einen Anwalt aufsuchen. Das sollten dir die 10 Euros schon wert sein. Das erscheint mir alles etwas zu leicht für die ARGE. Wer soll denn den Rest der Wohnung rennovieren, wenn die ARGE nur die Hälfte bezahlt!
 

J*O*Y

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#3
Hätte sie denn nicht auch einen Anspruch auf Erstausstattung, wenn sie in eine eigene Wohnung ziehen würde? Deshalb verstehe ich das auch nicht, denn sie ist ja nur knapp über den Satz.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Hallo J*O*Y,

BAföG und Wohngeld schließen Leistungen nach dem SGB II leider aus.
 

J*O*Y

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#5
Nur Bafög würde den Bezug von SGBII Leistungen nicht ausschließen:

Nach § 22 Abs. 7 SGB II kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Zuschuss zu ungedeckten angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung geleistet werden. Diesen Zuschuss erhalten bestimmte Auszubildende, Teilnehmer/innen an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, Schüler/innen und Studierende, die trotz des Bezuges von Berufsausbildungsbeihilfe, Ausbildungsgeld oder BAföG ihre angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung nicht decken können. Auskünfte dazu erteilen die jeweiligen Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende.
Die Regelung betrifft vor allem folgende PersonenkreiseSchüler/innen von Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen und von Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, die im Haushalt der Eltern untergebracht sind (Bedarfssatz nach § 12 Abs. 1 Nr. 2 BAföG).

Da sie Wohngeld bekommt, kann sie keine Wohnkosten geltend machen, leuchtet mir ein, aber schließt das dann auch aus, eine Beihilfe für Renovierung zu beantragen?

Und welchen Abzug kann die Arge denn da vornehmen? Wir sind ein 5-Personen-Haushalt, für 4 Personen soll bewilligt werden.

Meine Wohnung hat 95 qm, steht mir nach der neuen Rechtssprechung jetzt auch als Alleinerziehende mit 3 Kindern zu.
 

Erolena

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#6
Wie hoch ist denn der Anteil an den Mietkosten, der auf deine Tochter entfällt?

Eventuell käme sie nämlich mit dem Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft für Schüler besser (SGB § 22 Absatz 7).

Leider habe aber bisher nichts dazu gefunden, ob beim KdU-Zuschuss Renovierungskosten dazugehören würden.
Aber z.B. die Nebenkostennachzahlungen gehören dazu. D.h. die Nebenkosten wären für den Schüler im Rahmen des KdU-Zuschusses auch zu übernehmen.

Es würde sich lohnen, bei einer Erwerbslosenberatungsstelle mal zu fragen, wie bei Euch der KdU_Zuschuss für Bafög-Empfänger berechnet wird.
(entweder nur Vergleich der Wohnkosten oder eine komplette ALG2 Berechnung unter Abzug eines zweckbestimmten Bildungsanteils am Bafög von 91 Euro als Pauschale).
Aber wahrscheinlich habt ihr das schon geprüft und festgestellt, dass Deine Tochter mit Wohngeld besser kommt (?)
 

Erolena

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#7
Hier geht es nur um Menschen, deren Einnahmen am Existenzminimum dahin schrammen.

Egal, ob sie arbeiten oder nicht. Also geht diese Meinungsäußerung ins Leere.

Wenn jemand z.B. sein Fachabitur o.ä. in ca. 10 Monaten macht, dann kann er schlecht noch regelmäßig für seinen Lebensunterhalt arbeiten.
Falls Du das nicht glaubst, kannst Du es ja mal selber versuchen.

Und noch ist es in Deutschland so, dass jeder den Schulabschluss anstreben kann, der ihm nach seinen Begabungen möglich ist.
Deiner Meinung nach wäre es wohl besser, das Abitur machen nur noch Kinder reicher Eltern - wie anno 1910.
 

J*O*Y

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#8
Danke Erolena für Deinen Beistand, aber am Besten ist bestimmt, wenn man auf sowas nicht antwortet.:icon_pause:
In eine Notlage kann jeder kommen und mit Kindern in einer Wohnung ohne Teppich und Tapeten zu leben ist auch eine.
 
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#9
Das Kind fällt erst zum 01.01. aus der BG. Zum Zeitpunkt der Beantragung war das Kind Teil der BG. Damit ist auch für das Kind der Renovieranteil auszukehren. Es zählt der Zeitpiunkt der Antragstellung nicht der Zeitpunkt der Bewilligung. Sollte ein SB aber wissen.
 

biddy

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#10
Das Kind fällt erst zum 01.01. aus der BG.
Da sie 383 € Bafög plus Kindergeld erhält, gehört sie allein schon aufgrund des Bafögs (dadurch Auschluss vom Alg II) nicht mehr zur BG, das hat mit dem Zeitpunkt, ab dem Wohngeld gezahlt wird, nichts zu tun. ;)
 
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