Titel mehrfach vollstrecken?

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Fantasia

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Hallo at all

Sitze gerade vor einer Sache die mich stutzig macht. Kann es sein das ein Gerichtsvollzieher nicht prüft, ob auf eine Forderung schon etwas bezahlt wurde?
Im vorliegenden Fall gibt es einen Titel auf den bereits gezahlt wurde bis auf einen Rest. Nun kam nach Jahren ein neuer Gerichtsvollzieher und versucht erneut die gesammte Summe einzutreiben.
Hatte bereits mehrfach einen kompletten Kontoauszug von der Creditreform angefordert aber da kommt nichts, das macht mich nachdenklich.

Für mich sieht das im Moment so aus, das mit dem Titel mehrfach abkassiert wird. Wenn weitere Infos gebraucht werden kann ich gerne den ganzen Kram mal scannen und online stellen.
 

Fantasia

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Damals wurde drei mal an den Rechtsanwalt bezahlt, danach an den GV weil der den Auftrag dazu bekam.
Dann kam der Titel und es wurde an den GV bezahlt. Dann war wieder die volle Summe im Raum, ich denke mal plus Zinsen und es wurde die EV abgegeben.
 

arbeitslos in holland

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ja, das kann in der tat passieren,wenn man sich den entsprechenden titel nicht aushändigen lässt.

darauf hat man nämlich einen rechtsanspruch. in dem fall jetzt, muss man nämlich zweifelsfrei nachweisen können, dass die forderung beglichen wurde.

evtl. ist das auch so bei der SCHUFA festgehalten, wenn die löschung der entsprechenden angaben noch nicht beantragt wurde :icon_kinn:

der damalige ra könnte die entsprechenden unterlagen noch archiviert haben :icon_kinn:
 

Fantasia

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Also der Vollstreckungstitel aus 17.6.2003 lautet:

Forderung 542,31
Kosten 95,13
Zinsen 5,72

Darauf wurden bezahlt vor dem Titel am 18.11.2002 50€, 2.1.2003 50€, 27.2.2003 75€, dann kam der Titel.
Von da wurden in 2003 290€ und in 2004 105€ bezahlt.
Dann kam erneut der GV in 2004 und wollte dann 704,23€ haben

Alles also sehr durcheinander, außerdem wird die Sache bei der Creditreform unter zwei Aktenzeichen geführt.
 

arbeitslos in holland

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es kann sein, dass mittlerweile(titel aus 2003)weitere kosten aufgelaufen sind :icon_kinn:

darüber würde eine detaillierte forderungsaufstellung aufschluß geben, die ich auch beim gläubiger bzw. forderungsinhaber umgehend anfordern würde :icon_daumen:
 

Inkasso

Super-Moderation
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Seh ich auch so
Detailierte Forderungsaufstellung wie oben empfohlen schriftlich von der Crefo einfordern und dann - falls was offen ist - einen vergleich aushandeln

Da hättest Du sehr gute Karten ( EV )

Dann nochmal posten
 

Fantasia

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Aber sehe ich es richtig, das nur die Beträge aus dem Titel zzgl. Zinsen gefordert werden können?
Was ist mit den Kosten des Gerichtsvollziehers?
 

rechtspfleger

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Die Gerichtsvollzieherkosten bis zur Vollzahlung des Titels können auch verlangt werden. Durch das "Recycling" entstandene weitere Gerichtsvollzieherkosten natürlich nicht.

An sich muss der Gerichtsvollzieher empfangene (Teil-)Zahlungen auf dem Titel vermerken. Da steht dann z.B.:

Auf diesen Titel wurden heute € 12,34 netto gezahlt.
Datum, Unterschrift, Siegel

"Netto" meint dabei, dass von der Zahlung vorweg die Gerichtsvollzieherkosten abgezogen werden (die ja nicht tituliert sind und über die der Gerichtsvollzieher dem Auftraggeber eine separate Rechnung erteilt).
 

Fantasia

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Also, ich habe jetzt gerade diese Aufstellung bekommen, werde nur nicht
ganz schlau daraus. Im Titel sind die Zinsen 5,72€ in der Aufstellung auf einmal dann am 17.6.2003 49,34€, dann in 2012 Gerichtsvollzieherkosten, habe hier keinen gesehen. Meldeamtgebühren?
 

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Fantasia

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Wer hat die Kosten für den Gerichtsvollzieher zu tragen? Kann es sein, das die Kosten schwanken???

Zitat:
" jedoch an den Gerichtsvollzieher; dieser hat uns dann nach Abzug seiner Kosten anstatt 65.-- E nur 58.90 E , anstatt 40,00 E nur 33,90 E, anstatt 40,00 E nur 36,40 E, anstatt 100,00 E nur 96,40 E, anstatt 150,00 E nur 119,90 E überwiesen,"
 

Inkasso

Super-Moderation
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Also ich kann keine größeren "Fehler" erkennen
Deine bisherigen nicht zweckgebundenen Zahlungen sind halt immer mit den Kosten verrechnet worden

Stimmen die in der Abrechnung aufgelisteten Zahlungen ?
 

Fantasia

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ja das mit den zahlungen stimmt soweit.
nur die differenz bei den zinsen paßt für mich nicht. im titel sind es etwas um die 5€ und in deren rechnung fast 50€, am 17.6.2003.
und es kann doch nicht sein, wenn man zum gv hinfährt 150€ dort läßt das dann 31€ kosten anfallen.

alleine die tatsache das die sache bis heute unter zwei aktenzeichen geführt wurde und man für beides geld haben wollte macht mich stutzig.
 

rechtspfleger

Technische-Moderation
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Die Verzinsung gem. Titel scheint mir hier in der Tat von der Verzinsung gem. Forderungsaufstellung abzuweichen. In dem Auszug aus dem Mahnbescheid (Grafik "seite3.jpg" in #10) sind € 5,72 Zinsen vom 01.03.2003 - 16.05.2003 ausgewiesen (sowie weitere Zinsen ab 17.05.2003). Das sind die ausgerechneten Zinsen ab Mahnbescheids-Antrag. Unter der Voraussetzung, dass der Vollstreckungsbescheid diesbezüglich nicht vom Mahnbescheid abweicht, sind daher Zinsen bis 28.02.2003 nicht tituliert.

Die Kosten für den Gerichtsvollzieher hat der Schuldner zu tragen, soweit es sich um notwendige Kosten der Zwangsvollstreckung handelt (§ 788 ZPO). Nicht notwendige Kosten verbleiben beim Gläubiger.

Bei den Kleinbetragsabzügen auf die geleisteten Zahlungen (siehe #11) handelt es sich um die Vergütung des Gerichtsvollziehers für die Entgegennahme von Teilzahlungen. Dies ist gesondert abrechnungsfähig mit einer Gebühr von € 3,00 zuzüglich Auslagen. Die Schwankung wird dann wohl auf unterschiedlicher Berechnung der Auslagen beruhen.

Der Gerichtsvollzieher darf von der empfangenen Zahlung seine Vergütung abziehen, bevor er die Zahlung an den Gläubiger abführt.

Bei dem Punkt "Zahlung von € 150,00 und Gutschrift von nur € 119,90" handelt es sich vermutlich um die Buchung vom 06.10.2003. Die Differenz kann wahrscheinlich darauf beruhen, dass dem Gerichtsvollzieher ein neuer Vollstreckungsauftrag erteilt wurde.


Die Auslagen für Meldeamtsgebühren wurden 2008 und 2012 angesetzt, nachdem vorher zuletzt 2005 vollstreckt wurde. Unabhängig davon, ob Du umgezogen bist: Meldeamtsgebühren vor einem Vollstreckungsauftrag kann man so oder so sehen. Wenn ein erfolgloser Vollstreckungsversuch unternommen worden wäre, wären die Gerichtsvollzieherkosten höher.

Zu den Gerichtsvollzieherkosten aus 2012, bei denen Du keinen Gerichtsvollzieher gesehen hast: Nach der Forderungsaufstellung wurde im August 2012 ein Vollstreckungsauftrag erteilt, und Du hast Anfang September 2012 eine Teilzahlung geleistet. An wen ist das auf wessen Veranlassung erfolgt?

Bei wem wurde/wird die Sache unter zwei Aktenzeichen geführt? Gläubiger oder Gerichtsvollzieher?
 
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