Thomas Middelhoff zu drei Jahren Gefängnis verurteilt

elolein

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Im Prinzip mich auch... aber mal ganz ehrlich... wie viel davon muss er am Ende wirklich absitzen und mit wie viel Millionen wurde ihm das im Vorfeld bereits "versüst" die er natürlich behalten kann
Aber stimmt schon ... immer schön wenn die "wahren" Verbrecher auch mal einen aufn Sack bekommen
 
E

ExitUser

Gast
Revision steht noch aus. Und selbst wenn, ist er nach nicht mal zwei Jahren wieder draußen.
Oder er ist sowieso Freigänger (= fast keine Strafe).
 

Tarps

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Middelhoff nahm das Urteil mit versteinerter Miene zur Kenntnis. Er sah allerdings sehr blass aus. Beim Fototermin kurz vor Bekanntgabe der Strafe hatte er noch minutenlang in die Kameras gelächelt.
Zumindest ist ihm schon mal sein dämliches Grinsen vergangen! :icon_klatsch:
 

roterhusar

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Dann will ich den gemütlichen Schaumschlägern mal ihre Einzeltäterthese auseinandernehmen. Ein Blick in den labournet. de Newsletter gibt sofort Auskunft, worum es wirklich geht. Wiedereinmal deutlich, nicht Einzeltäter, sondern Kapitalismus= Arbeitnehmerbetrug. Anschließend einige Daten aus Wikipedia


Dossier


  • Karstadt-Verkäufer sollen mehr leisten und weniger verdienen
    Die Unternehmensleitung von Karstadt fordert laut Betriebsrat niedrigere Gehälter bei längeren Arbeitszeiten. Gekürzt werden soll bei Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, die wöchentliche Arbeitszeit könnte von 37,5 auf 40 Stunden steigen. Der Betriebsrat spricht von einem „Paket an Grausamkeiten. Gerade erst hat der neue Konzernchef Stephan Fanderl die etwa 17 000 Karstadt-Mitarbeiter in einem Brief auf tiefe Einschnitte im Unternehmen vorbereitet. Jetzt ist es der Betriebsrat, der sich an die Beschäftigten wendet. Es ist ein zweiseitiges Schreiben, das es in sich hat. Schon der erste Satz lässt erahnen, wie ernst die Lage bei der Warenhauskette ist. „Die Unternehmensleitung hat uns ein Paket an Grausamkeiten vorgelegt“, schreiben Betriebsratschef Hellmut Patzelt und vier weitere Arbeitnehmervertreter. Patzelt und seine Kollegen befürchten offensichtlich Einsparungen, die weitreichender sind als bislang bekannt…“ Aus dem Artikel von Ulf Meinke am 07.11.2014 in der WAZ (weiterlesen »)
2014 wurde die Komplettübernahme von Karstadt durch die Signa Holding René Benkos bekanntgegeben.
Zur Karstadt Warenhaus GmbH gehören 83 Warenhäuser. Die 28 Sporthäuser gehören zur Karstadt Sports GmbH.
Am 14. Mai 1881 gründete Rudolph Karstadt sein erstes Geschäft in Wismar. Das zweite Karstadt-Haus wurde 1884 in Lübeck eröffnet. Kunden der ersten Stunde waren Thomas Mann und sein Bruder Heinrich. In den 1930er Jahren wurden Warenhäuser allgemein als „jüdische Erfindung“ angesehen und zahlreichen Repressionen ausgesetzt. Die Karstadt AG musste 830 jüdische Angestellte entlassen, darunter vier Vorstandsmitglieder und 47 Geschäftsführer.
1977 erwarb Karstadt Neckermann und wurde mit einem Jahresumsatz von 10,62 Mrd. DM zum größten Handelsunternehmen in der Bundesrepublik.
1994 wurden die Hertie-Kaufhäuser (darunter auch das KaDeWe) von Karstadt übernommen. 2005 wurde die KarstadtQuelle AG vom Berliner Verwaltungsgericht zu einer Entschädigung der Erben mehrerer Grundstücke des Kaufhausgründers Wertheim verurteilt.
Aufgrund der anhaltenden Krise wurden 2005 74 Filialen mit Verkaufsflächen von weniger als 8.000 Quadratmetern geschlossen, 51 SinnLeffers-Modehäuser sowie Runners Point verkauft, hieß bis 2007 KarstadtQuelle AG, lief bis 2010 weiter als Tochtergesellschaft der Arcandor AG.
2009 Insolvenzverfahren. Im November akzeptierte die Gewerkschaft in einer Vereinbarung einen Gehaltsverzicht von 150 Mio. Euro für die 28.000 Beschäftigten in den nächsten drei Jahren.
2010 wurde die Karstadt Warenhaus GmbH an Nicolas Berggruen verkauft. 40.000 Gläubiger mussten auf rund zwei Mrd. Euro verzichten. Im Mai 2013 teilte das Unternehmen mit, bis 2015 eine „Tarifpause“ einzulegen, und damit vorübergehend aus der Tarifbindung auszusteigen.2014 wurde bekannt, dass die Signa Holding übernimmt. Weitere Häuser wurden geschlossen.
 
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