Teures Krankengeld: Kassen setzen externe Berater auf psychisch Kranke an

XxMikexX

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Im Gesundheitssystem hat sich ein neues Geschäftsmodell etabliert: Externe Berater übernehmen für Krankenkassen die Betreuung psychisch Kranker. Ärzte und Datenschützer halten das Vorgehen für problematisch.

Kassen setzen externe Berater auf psychisch Kranke an - SPIEGEL ONLINE


Und spätestens wie ich das gelesen habe:

Rein in den Job - raus aus dem Krankengeld
Fast alle Kassen haben deshalb Krankengeld-Fallmanager eingestellt,
fingen bei mir alle Alarmglocken an zu läuten.:eek:
 

gila

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"Im Jahr betreue Ge.on etwa 10.000 Personen."

"Fast alle Kassen haben deshalb Krankengeld-Fallmanager eingestellt,
..."

Tja - da wird fleissig "umverteilt". Kein Geld für die Kranken und Bedürftigen -
dafür die Knete in die "Betreuungsindustrie" stecken.

Es besteht auch keine Pflicht, mit Leuten von der KK zu telefonieren.
Haben sie bei mir auch "freundlich aber fordernd" versucht - kann man sich verbitten.
 

Texter50

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"Fast alle Kassen haben deshalb Krankengeld-Fallmanager eingestellt,
..."
Bitte nicht noch mehr FM. :icon_cry:
Is wie auffem Amt: Wo bleibt da der Datenschutz?
Jeder, der sich mit der Materie ein wenig beschäftigt wird schnell feststellen, das diese FMs mehr Schaden anrichtet als sonst was!
Da wird Geld ausse Kasse abgezweigt, wenn man zum wirklichen Facharzt möchte, muss man mindestens 6 Monate warten?
Echt übel! :icon_kinn:
 
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Ein harter Schlag für die versicherungshörigen Deutschen, die sich ständig über die Amis kaputtlachen, weil die (angeblich) nicht krankenversichert sind (was nicht stimmt), sich aber gegen eine staatliche Krankenversicherung mit Händen und Füssen wehren.

Denn wie man sieht: beim Einbehalten von Versicherungsbeiträgen sind alle Versicherungen - auch die staatlichen - sofort dabei. Im Schadensfall wird mit allen Mitteln versucht, Auszahlungen zu verhindern. Wozu versichert sein?
 

Kleeblatt

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Ein harter Schlag für die versicherungshörigen Deutschen, die sich ständig über die Amis kaputtlachen, weil die (angeblich) nicht krankenversichert sind (was nicht stimmt), sich aber gegen eine staatliche Krankenversicherung mit Händen und Füssen wehren.

Denn wie man sieht: beim Einbehalten von Versicherungsbeiträgen sind alle Versicherungen - auch die staatlichen - sofort dabei. Im Schadensfall wird mit allen Mitteln versucht, Auszahlungen zu verhindern. Wozu versichert sein?
Auch an der Stelle ist es so wie es überall ist.
Gemacht wird was man will weil man es machen kann.
Ist doch ganz einfach, - überall wo es eine noch so kleine gesetzliche Regelungslücke gibt oder wo etwas nicht ausrücklich per Gesetz verboten ist, kann man es tun.

"Alles was nicht ausdrücklich verboten ist ist demnach erlaubt" - sagte mein Vater seinerzeit bereits grinsend und er mußte es wissen.

Oder auch : "Du darfst alles tun, dich bloß nicht erwischen lassen" - (stelle es intellegent an) mein Vater und seine grinsenden Sprüche.

Wären solche Dinge politisch oder gesellschaftlich nicht erlaubt oder sogar geächtet, dann würde man solche Dinge spätenstens im Nachhinein ausschließen per Gesetzgeber. Geschieht das nicht obwohl es lange Zeit öffentlich ist, - dann ist es ausdrücklich erlaubt so zu handeln.

Also, - haltet die Füße still, der Gesetzgeber sieht keinerlei Handlungsbedarf weil es so wie es gemacht wird gut ist.

Trifft auf ALLE Gesetz zu, - ob Leiharbeit, Werkverträge samt deren "Nutzung" ...

Es wird gemacht was erlaubt ist. Lebt damit.
 

hartaber4

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Ein harter Schlag für die versicherungshörigen Deutschen, die sich ständig über die Amis kaputtlachen, weil die (angeblich) nicht krankenversichert sind (was nicht stimmt), sich aber gegen eine staatliche Krankenversicherung mit Händen und Füssen wehren.

Denn wie man sieht: beim Einbehalten von Versicherungsbeiträgen sind alle Versicherungen - auch die staatlichen - sofort dabei. Im Schadensfall wird mit allen Mitteln versucht, Auszahlungen zu verhindern. Wozu versichert sein?
Wieso so ambivalent?

Vor kurzen hast du noch große Stücke auf das deutsche Sozialsystem gehalten..... besonders die dicken Renten aus der DRV...

Ferner besteht meist kein Wahlrecht....deswegen muss man sich ja auch kaum Gedanken machen als Arbeitnehmer, ob man versichert sein will oder nicht..... es wird einfach abgezogen.....
 
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Wieso so ambivalent?

Vor kurzen hast du noch große Stücke auf das deutsche Sozialsystem gehalten..... besonders die dicken Renten aus der DRV...
Die Rente wird - sofern die Voraussetzungen zutreffen - ohne Wenn und Aber gewährt. Da liegt der Fall klar.

Bei Krankenversicherungen ist das völlig anders. Es ist - so sehe ich das - eben eine Versicherung, die Krankheitskosten übernimmt. Wie man sieht, ist dem nicht immer so, weil eine Krankheit nicht immer eindeutig belegbar ist. Insbesondere bei geistigen Erkrankungen. Ich halte eine steuerfinanzierte Gesundheitsvorsorge so wie in anderen Ländern für wesentlich besser. Wer eine Luxusversorgung wünscht, muss privat vorsorgen. Was natürlich letztlich auch dazu führt, daß man sich - im Schadensfall - mit einer Versicherung rumschlagen muß. Ich würde also davon eher abraten.
 

hartaber4

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Die Rente wird - sofern die Voraussetzungen zutreffen - ohne Wenn und Aber gewährt. Da liegt der Fall klar.
Ach? Danke für die erhellenden Worte..... "wenn und aber" sind also keine denkbaren Voraussetzungen....

z.B.


§ 35 SGB VI Regelaltersrente

Versicherte haben Anspruch auf Regelaltersrente, wenn sie

1.die Regelaltersgrenze erreicht und

2.die allgemeine Wartezeit erfüllt
haben.

Die Regelaltersgrenze wird mit Vollendung des 67. Lebensjahres erreicht.






Köstlich...... mich wundert wirklich wie Du mit diesen kognitiven Leistungen bis 2006 so gut verdienen konntest...aber es sei dir gegönnt....

Leider reißt deine Rentenmitteilung dort ja ab.... aber sicher hast du mittlerweile die 100.000er Marke locker geknackt....
 
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Köstlich...... mich wundert wirklich wie Du mit diesen kognitiven Leistungen bis 2006 so gut verdienen konntest...aber es sei dir gegönnt....

Leider reißt deine Rentenmitteilung dort ja ab.... aber sicher hast du mittlerweile die 100.000er Marke locker geknackt....
Ich arbeite sicher nicht bis 67, sondern nur bis 65. Weil mein Vertrag da endet, ich meine 45 Einzahlungsjahre voll habe und bis dann schon genügend an Rentenansprüchen eingesackt habe :icon_cool:

Auf die Abschläge kann ich problemlos verzichten.

Selbstverständlich zahlt ein Rentenversicherung ohne Wenn und Aber. Ist Dir ein Fall bekannt, wo sie nicht gezahlt hat, sofern die Voraussetzungen erfüllt waren? Wenn ja: Belege bitte!
 

JürgenK

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Hehe ja die AOK hatte das bei mir auch probiert....man hätte doch was wichtiges zu klären mit mir in einem persöhnlichem Gespräch.

Man würde mich herzlich einladen zum Gespräch:biggrin:mit Datum..Uhrzeit.
Klar bin ich da nicht hingegangen.
Paar Tage später...kam Post von denen...ich solle doch mal zurück rufen...oder zumindest meine Rufnummer hinterlegen.
Ja habe dann angerufen mit unterdrückter Nummer...und habe mal klartext gerettet das sie sich so was sparen können.

Es ging um Kostensenkung...bin ihnen wohl zu teuer an Medikamenten...so knapp 390eur. jeden monat.
 
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Ja habe dann angerufen mit unterdrückter Nummer...und habe mal klartext gerettet das sie sich so was sparen können.

Es ging um Kostensenkung...bin ihnen wohl zu teuer an Medikamenten...so knapp 390eur. jeden monat.
Davon lassen die sich ganz sicher beeindrucken. :icon_rolleyes:

Nicht wundern, wenn da was Schriftliches hinterherkommt. Und irgendwann die Kosten der Medikamente nicht mehr so ohne weiteres übernommen werden.
 

hartaber4

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Davon lassen die sich ganz sicher beeindrucken. :icon_rolleyes:

Nicht wundern, wenn da was Schriftliches hinterherkommt. Und irgendwann die Kosten der Medikamente nicht mehr so ohne weiteres übernommen werden.
Achso... bisher war das eine Spende der KV?

Was die KV tragen muss steht dort:

Arzneimittel-Richtlinie


Die Arzneimittel-Richtlinie soll den Vertragsärzten Orientierung beim Verordnen von Medikamenten geben und ihnen eine therapie- und preisgerechte Arzneimittelauswahl ermöglichen.
Sie enthält Empfehlungen oder Anweisungen dazu, für welche Arzneimittel unter welchen Bedingungen die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Seit 1. April 2009 gilt eine neue Arzneimittel-Richtlinie. Sie schließt bestimmte Arzneimittelgruppen von der Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen aus.
Die Inhalte der Arzneimittel-Richtlinie werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen. Beschlüsse zur Änderung der Arzneimittel-Richtlinie unterliegen der Nichtbeanstandung durch das Bundesgesundheitsministerium.

KBV - AIS - Arzneimittel-Richtlinie - Arzneimittel-Richtlinie


P.S.

In einem Land mit Medikamenten-Preisen, die sicher nicht zu den niedrigsten in der EU gehören (plus "Mindestlohn" für Apotheker Arzneimittelpreisverordnung), ist deine Anmerkung ja ein echter Gag!

Und die Pharmalobby wird schon dafür sorgen, dass es nicht leer wird auf dem Rezeptblock....
 
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In einem Land mit Medikamenten-Preisen, die sicher nicht zu den niedrigsten in der EU gehören (plus "Mindestlohn" für Apotheker Arzneimittelpreisverordnung), ist deine Anmerkung ja ein echter Gag!
Jeder Versicherer hat das Recht kritisch nachzufragen, wieso er für diese oder jene Leistung zahlen soll. Die Meinung eines Feld-Wald-Wiesen-Mediziners wird sowieso nicht ernst genommen. Schon gar nicht, wenn teure Medikamente langfristig verabreicht werden sollen. Selbstverständlich steht es dem Leistungsträger (also der Krankenkasse) frei, sich eine zweite Meinung einzuholen.

Und psychische Erkrankungen sind dann noch ein ganz eigener Problemkreis.
 

hartaber4

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Jeder Versicherer hat das Recht kritisch nachzufragen, wieso er für diese oder jene Leistung zahlen soll. Die Meinung eines Feld-Wald-Wiesen-Mediziners wird sowieso nicht ernst genommen. Schon gar nicht, wenn teure Medikamente langfristig verabreicht werden sollen. Selbstverständlich steht es dem Leistungsträger (also der Krankenkasse) frei, sich eine zweite Meinung einzuholen.

Und psychische Erkrankungen sind dann noch ein ganz eigener Problemkreis.

In einfachen Worten:


Was der Vertragsarzt auf Rezept und damit zu Lasten der Kasse verordnen darf, regeln die Arzneimittel-Richtlinien.

Quelle:

Arzneimittel auf Rezept | TK


Zu deiner weiteren Anmerkung:

dabei ist den besonderen Erfordernissen der Versorgung behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen und psychisch Kranker Rechnung zu tragen,


aus § 92 SGB V (dort auch mehr Details)
 
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Zu deiner weiteren Anmerkung:

dabei ist den besonderen Erfordernissen der Versorgung behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen und psychisch Kranker Rechnung zu tragen,


aus § 92 SGB V (dort auch mehr Details)
Gesetze sind nicht in Stein gemeisselt. Auch Vertragsbedingungen nicht. Das solltest Du wissen. Klagen sind jederzeit möglich.
 

hartaber4

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Gesetze sind nicht in Stein gemeisselt. Auch Vertragsbedingungen nicht. Das solltest Du wissen. Klagen sind jederzeit möglich.

Da wird die Pharma-Lobby schon (dem Gesetzgeber) feste auf die Finger hauen... man kann aber eher von Zuckerbrot-Methode ausgehen.....denn schließlich lockt am Ende der politischen Karriere vielleicht ein nettes Pöstchen in der Pharma-Branche....

Jüngstes Beispiel:

Kurt Beck wird Berater bei Pharmafirma Boehringer Ingelheim - SPIEGEL ONLINE



P.S.

Ist dir eine Krankenkasse bekannt, die dagegen klagt ?
 

gila

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Hehe ja die AOK hatte das bei mir auch probiert....man hätte doch was wichtiges zu klären mit mir in einem persöhnlichem Gespräch.

Man würde mich herzlich einladen zum Gespräch:biggrin:mit Datum..Uhrzeit.
Klar bin ich da nicht hingegangen.
Paar Tage später...kam Post von denen...ich solle doch mal zurück rufen...oder zumindest meine Rufnummer hinterlegen.
Ja habe dann angerufen mit unterdrückter Nummer...und habe mal klartext gerettet das sie sich so was sparen können.

Es ging um Kostensenkung...bin ihnen wohl zu teuer an Medikamenten...so knapp 390eur. jeden monat.
Davon lassen die sich ganz sicher beeindrucken. :icon_rolleyes:

Nicht wundern, wenn da was Schriftliches hinterherkommt. Und irgendwann die Kosten der Medikamente nicht mehr so ohne weiteres übernommen werden.
DOCH - werden sie!
Fraglos - klaglos. Auch sinnlos.
Bei meiner Tochter über JAHRE pro Quartal im höheren vierstelligen Bereich.
Nachdem die Psychiater sie körperlich und seelisch damit klein gekriegt haben,
und die Medikamente nun entgiftet wurden, keine Chemie mehr genommen wird,
zahlt die Kasse NICHT MAL DIE 20-30 Euro monatlich für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung.
Das ist einfach eine Frage des "Systems" hier ...
 
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