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Tertia Widerspruch einlegen

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Nicht offen für weitere Antworten.

GittiBloch

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#1
Hallo,

ich bin neu im Forum und habe zwar die Suche bemüht aber nichts gefunden, was mir weiterhelfen könnte.

Ich bin seit heute arbeitssuchend gemeldet und wurde der Tertia zugeteilt. Dazu soll ich nun an 3 Tagen die Woche 4 Stunden dort vor Ort an (für mich absolut unpassenden) Seminaren teilnehmen.

Hat jemand schon mal Widerspruch bei der ARGE eingereicht?

Viele Grüsse
Gitti
 

hergau

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#2
Hallo,

ich bin neu im Forum und habe zwar die Suche bemüht aber nichts gefunden, was mir weiterhelfen könnte.

Ich bin seit heute arbeitssuchend gemeldet und wurde der Tertia zugeteilt. Dazu soll ich nun an 3 Tagen die Woche 4 Stunden dort vor Ort an (für mich absolut unpassenden) Seminaren teilnehmen.

Hat jemand schon mal Widerspruch bei der ARGE eingereicht?

Viele Grüsse
Gitti
Ein Widerspruch dürfte nicht erfolgreich sein.
Hast Du denn eine EGV unterschrieben, die Dich dorthin bindet ?
 

GittiBloch

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#3
Hallo,

Danke für die Antwort. Ich habe unterschrieben, das mir erörtert wurde, was Tertia ist. Allerdings hat der nette Sachbearbeiter (ARGE) dort auf viele meiner Fragen keine Antworten gehabt. Nun war ich heute da, und es hat sich rausgestellt, das ich diese Seminare definitiv nicht brauche und die sich auch nicht mit den Betreuungszeiten meines Sohnes vereinbaren lassen.

Von Seiten Tertia und von Seiten der ARGE wurde mir gesagt, ich solle schriftlichen Widerspruch einlegen. Und der Sachbearbeiter der Tertia meinte, es wären schon einige wieder gegangen und dann nicht mehr gekommen.

Nun wollte ich mal hören, ob hier jemand schon in diese Richtung Erfahrungen gemacht hat.

LG
Gitti
 
E

ExitUser

Gast
#4
Hallo

Du kannst nur gegen einen schriflichen Verwaltungsakt der Arge Widerspruch einlegen.

Also nicht gegen eine von dir unterschriebene (Willenserklärung) EGV .

Sollte eine Zuteilung gekommen sein kannst du dagegen Widerspruch einlegen.

Aber dann sage ich dir das der Kampf erst recht losgehen kann.

Aber irgendwann lassen die dich in Ruhe mit Schwachsinns Massnahmen
 

GittiBloch

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#5
Hallo Patrick,

aber die Arge meinte ich solle schriftlichen Widerspruch einlegen....

Na, ich probiers mal. Vielleicht findet sich ja noch jemand hier, der das gemacht.

Danke für die Antwort :icon_smile:.
 

hergau

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#6
Hallo Patrick,

aber die Arge meinte ich solle schriftlichen Widerspruch einlegen....

Na, ich probiers mal. Vielleicht findet sich ja noch jemand hier, der das gemacht.

Danke für die Antwort :icon_smile:.
Wenn Du das tust, dann kann später die Arge argumentieren, das Du Dich weigerst.
 

GittiBloch

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#7
Hm... ich weigere mich ja, weil das absolut keinen Sinn für mich macht.

Warum soll ich an sinnlosen Seminaren teilnehmen? Das heisst ja nicht, das ich nicht arbeiten will. Ich bemühe mich selbstverständlich um einen Job, aber eben in dem Rahmen, wie es zu der Kinderbetreuung passt. Und ich muss vor Ort bleiben und kann nicht 30 km weg, für Seminare, die nichts bringen.....
 
E

ExitUser

Gast
#8
Weigerung bei durchgeführten Verwaltungsakten sind nur kontra produktiv.

EGV die nicht unterschrieben werden sind nicht sanktionierbar. Sie versuchen es zwar aber dagegen hast du dann rechtliche Mittel und sehr gute chancen zu gewinnen.

Bei EGV´s per VA wird scheinbar nicht mehr sanktioniert wenn man dagegen verstösst. ein paar Deppen SB machen es dennoch. Dazu mal MobyDick fragen. ich denke aber die Argen die das machen lesen ihre Dienstanweisungen nicht.

Ohne Zuweisung (Verwaltungsakt) kann nicht sanktioniert werden. ergo sind sanktionen die dann folgen rechtwidrig.
 
E

ExitUser

Gast
#9
Hallo,

Danke für die Antwort. Ich habe unterschrieben, das mir erörtert wurde, was Tertia ist.
Ich kann mir nicht so recht vorstellen, was du da unterschrieben hast. Schau doch mal, ob das nicht ein Vertrag ist, der sich "Eingliederungsverenibarung" nennt.

Wie bist du denn zu dieser Maßnahme sonst zugewiesen worden? Oder hat der SB dir nur mündlich gesagt, dass du da hingehen sollst?


Allerdings hat der nette Sachbearbeiter (ARGE) dort auf viele meiner Fragen keine Antworten gehabt.
Dann weise ihn bitte auf seine Auskunftspflicht nach § 15 SGB I hin. Wenn er es nicht weiss, muss er sich erkundigen.

Nun war ich heute da, und es hat sich rausgestellt, das ich diese Seminare definitiv nicht brauche und die sich auch nicht mit den Betreuungszeiten meines Sohnes vereinbaren lassen.
Hast du denn niemand, der deinen Sohn zu dieser Zeit betreuen kann? Dann würde ich mir ein Attest von Kita oder Schule besorgen, dass der Sohn zu diesen Zeiten nicht betreut werden kann. Dann bist du aus der Sache fein raus.

Von Seiten Tertia und von Seiten der ARGE wurde mir gesagt, ich solle schriftlichen Widerspruch einlegen. Und der Sachbearbeiter der Tertia meinte, es wären schon einige wieder gegangen und dann nicht mehr gekommen.
Deshalb müsste man die Zuweisung sehen. Du kannst nämlich nur Widerspruch einreichen, wenn dieser auch zulässig ist. Deshalb nochmal die Frage: Wie bist du zur Tertia zugewiesen worden? Da muss doch irgend etwas vorliegen. Und in diesem Schriftstück müsstest du nachsehen, ob als letzter Satz steht: "Rechtsbehelfsbelehrung: Gegen diesen Bescheid konnen Sie innerhalb von 4 Wochen Widerpsruch einreichen". Dann kannst du auch einen Widerpsruch schreiben. Den kannst du mit den Betreuungszeiten deine Sohnes begründen, der zu den Anwesenheitszeiten ohne Betreuung ist. Das Attest kannst du beilegen.
 

GittiBloch

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#10
Danke für die Antworten. Ich habe ein Schreiben, das sich "Zuweisung in eine Massnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung ......" nennt.

Dort steht auch, wenn ich die Teilnahme ablehne, das ich dann 12 Wochen Sperrzeit bekomme. Was für mich nicht weiter schlimm ist, da ich nicht aus finanzieller Sicht eine Arbeit suche. Da ich sowieso nicht viel Geld bekommen würde und ab Oktober einen 400 Euro-Job vor Ort habe (was ich dem netten Mitarbeiter auch mitgeteilt habe, worauf dieser sehr gereizt reagiert hat) würde ich im Endeffekt vom Amt gar keine finanziellen Leistungen mehr in Anspruch nehmen.

Ich weiss nicht, warum die sich so quer stellen. Ich will arbeiten und ich bin durchaus in der Lage mir was zu suchen, das im Rahmen meiner persönlichen Lage auch passt. Aber ich sehe es einfach auch nicht ein mich - ohne mein Willen - in ein Projekt stecken zu lassen, das a. nur Kosten verursacht und b. sinnvolle Zeit klaut, die ich für die Jobsuche oder eben einen 400 Euro-Job nutzen könnte. Da setzen sie die Leute lieber in einen Raum mit ettlichen anderen Teilnehmern und schulen ziellos Menschen, die absolut unterschiedliche Wissengrundlagen haben. Auf mein Fragen bzw. Englischschulungen (die ich für mich als sinnvoll betrachten würde) wurde mir nur lapidar gesagt, sowas wird nicht angeboten.

Es kann doch nicht sein, das für sowas das Geld rausgeschmissen wird. Im Endeffekt bin ich 20 Jahre arbeiten gegangen um mir dann Schulungen antun zu müssen, die ich schon die ganze Berufslaufbahn hatte? Alleine, wenn ich an die Benzinkosten denke..... Unfassbar.
 

Solidar

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#11
Hallo,

Die TERTIA ist eine von vielen,die aus den Hartz-Gesetzen,Profit schlagen.

Sie bekommen für jeden Erwerbslosen,eine schöne Summe Geld,und dafür lässt man euch Stunden Absitzen.
(Umverteilung von unten nach oben)
Man könnte diese Gelder auch zur Aufstockung des Regelsatzes verwenden,und damit die KAUFKRAFT steigern.

Wenn man es genau nimmt,handeln diese "Unternehmen" kriminell,sie bieten zwar für das viele geld eine Leistung,aber ob die wirklich ausreichend ist,bezweifel ich.

So lange aber Erwerbslose,EINGESCHÜCHERT alles UNTERSCHREIBEN und BEFOLGEN,wird sich daran auch nichts ändern.
Und nochwas,geht wählen,jeder Bürger der nicht wählt,stimmt gegen die Demokratie,die wir schon fast verloren haben.
 
E

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#12
Danke für die Antworten. Ich habe ein Schreiben, das sich "Zuweisung in eine Massnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung ......" nennt.
Das ist genaugenommen nur eine Maßnahme,bei der du an das frühe Aufstehen gewöhnt werden sollst..denn du kennst ja das Klischee:Hartz4-Empfänger stehen erst Mittags auf.

Da setzen sie die Leute lieber in einen Raum mit ettlichen anderen Teilnehmern und schulen ziellos Menschen, die absolut unterschiedliche Wissengrundlagen haben.
Ist in "meiner" Maßnahme auch so. Wir sitzen hier in einem Modul für die kaufmännische Weiterbildung. Inzwischen wurden wir aber mit Maßnahme 3 zusammengeworfen,welche gerade den Stoff erlernen sollten,den wir vor 3-4 Monaten schon dran hatten. Da es aber nicht so einfach für eine Dozentin ist, zwei unterschiedliche Stoffbereiche zu erklären, machen eben alle gemeinsam was anderes. Apropos Stoff:Geht man davon aus,daß es das Ziel sein sollte,die Leute hinterher auch in einen Bürojob zu bringen,sollte man eigentlich erwarten,daß auch praxisnahe Themen behandelt werden. Anfangs war das auch noch ansatzweise so...mittlerweile werden wir aber nur noch mit Zeug "unterhalten",welches die einfachen Bürokraft nicht wirklich interessiert und weiterbringt (Personalwirtschaft,Zweige der Sozialversicherung usw),weils ganz einfach nicht in ihren Aufgabenbereich gehört..
 
E

ExitUser

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#13
Ich habe ein Schreiben, das sich "Zuweisung in eine Massnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung ......" nennt.
Kannst du bitte nachsehen, ob diese "Zuweisung" eine Rechtsbehelfsbelehrung hat? Steht als letzter Satz: "Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb von 4 Wochen Widerspruch einreichen"?

Dort steht auch, wenn ich die Teilnahme ablehne, das ich dann 12 Wochen Sperrzeit bekomme.
Das kann bei ALG II nicht sein, denn hier kann höchstens 30% der Leistung über 3 Monate gekürzt werden. Kann das vielleicht sein, dass du ALG I beziehst?
 

GittiBloch

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#14
Hallo Hildegard,

ich bin jetzt erst seit Montag arbeitslos. Den Antrag auf Arbeislosengeld konnte ich noch nicht abgeben, weil ich noch nicht alle Unterlagen vom alten AG habe.

Es gibt eine Rechtsfolgenbelehrung. Da steht:

Lehnen Sie ohne wichtigen Grund die Teilnahme an der umseitig angebotenen beruflichen Eingliederungsmassnahme ab, treten sie diese nicht an, brechen sie diese ab oder werden sie wegen ihres massnahmewidrigen Verhaltens durch den Massnahmeträger oder die ARGE aus der Massnahme ausgeschlossen, tritt eine Sperrzeit ein. Sie dauert längstens 12 Wochen.

Drei Wochen im Falle des erstmaligen versicherungswidrigen Verhaltens.
Sechs Wochen im Falle eines zweiten ......

Hm, ich habe nochmal genau gelesen. Von einem schriftlichen Widerspruch steht nichts drinnen.....

Die Arge meinte aber, ich muss schriftlichen Widerspruch einlegen....
 
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