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Tertia Überraschungsmaßnahme. Bräuchte eure Hilfe

Wackelwichtel

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Hallo Ihr Lieben!

Da bin ich wieder. Nach nicht mals einem halben Jahr seit meinem Neuantrag werde ich wieder zu den Tertia-Kursen geschickt und dieses Mal für 6 Monate.

Zu meiner Person: bin 45 Jahre alt, seit ca. 6 Monaten bekomme ich das ALG 2, verschicke jeden Monat fleißig meine Bewerbungen (10-12 St./Monat) als Bankkaufmann und werde jeden Monat zu meiner Beraterin eingeladen.

Hatte Ende März das letzte Termin bei ihr und nach ein paar Tage bekam ich eine Einladung zur Tertia, wobei die mit mir "über eine zusätzliche Hilfe für meinen Weg auf dem Arbeitsmarkt" sprechen wollten. Bei dem Termin war davon nicht die Rede.

Nun war ich gestern dort. Überraschenderweise handelt es sich bei dem "zusätzlichen Gespräch" um eine 6-monatige Schulung 😰🥶 mit ca. 20 Teilnehmern!

Dabei wurde mir eine neue EGV vorgelegt. Ich habe nichts unterschrieben, trotz Erpressung von zwei Jobcentermitarbeitern, die versucht haben sehr unfreundlich mich zur Unterschrift zu zwingen . Ihre einzige Begründung zur Notwendigkeit dieser Umschulung für mich: Es wäre besser als auf der Couch zu sitzen. Ich erwiderte, dass ich jeden Monat mehrere Bewerbungen verschicke und einen Tertia-Kurs mit dem gleichen Inhalt (Bewerbungstraining) bereits vor ein paar Monaten besucht habe. Außerdem würde ich keine Einwilligungserklärung zum Datenschutz unterschreiben. Die beiden wurden richtig böse, haben mit Sanktionen gedroht etc. Ich solle schließlich am Donnerstag wieder kommen.

Nun habe ich heute einen Tag Zeit um eure Unterstützung zu holen. Wie soll ich nun weiter vorgehen? Bin da nicht so erfahren(
Alle Unterlagen füge ich unten bei.

🙂Würde mich über jede Antwort sehr freuen!
 

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Sonne11

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ch solle schließlich am Donnerstag wieder kommen.
Dann aber nur, falls eine Einladung mit rechtmäßiger Begrünung und den entsprechenden § eintrifft. Mündliche Aufforderungen zählen dort nicht.

Übrigens war die Vorladung am 16. bereits schon ein sehr gespannter Bogen. Die Begründung für die Vorladung klingen nämlich sehr nach "Kaffeefahrt" und nach nichts, worauf man sich einstellen (vorbereiten) kann.

Aber es war auch die Absicht dahinter, denn eine Vorladung als Antritt zu nutzen, ist nicht zulässig. Wurde bereits gerichtlich bestätigt.

Ich würde raten, immer Gesprächsnotizen anzufertigen, selbstverständlich nach den Namen der Personen fragen und notieren. Diese Drohungen sind bei dem SB-sonder-Volk im Blut und selbstverständlich, weil das deren Mittel ist.

Dem EGV Angebot musst Du natürlich nicht folgen. Man müsste gucken, ob die gültige EGV auch "bis auf weiteres" unterschrieben wurde, denn dann kann kein VA erlassen werden. Es müsste die gültige EGV gekündigt werden.

Die Maßnahmebeschreibung in der EGV ist unbestimmt. Es fehlen die Zeiten, wer die Kosten übernimmt und eine Begründung, warum diese Maßnahme?

Da Dir aber eine neue EGV angeboten wurde, kann man eine Verhandlung vortäuschen. Somit liefert man keinen Grund, dass man Dir vorwirft, Du willst nicht verhandeln und hast keine Fragen.

Ich würde eine genaue Begründung fordern, warum diese Maßnahme? Dann von der letzten Maßnahme schwafeln und fragen, warum wieder? (dies wäre allein nur, weil man Akten erzeugt und SB sich dann auch erklären müsste. Man hätte sonst den Nachweis, dass SB nichts begründet hat) Eine feste Bewerbungskostenerstattung je 5 EUR / Bewerbung verhandeln. Und was noch so auffällt.

Ich würde eine Kostenzusage für die Rückantwort der geforderten VV-Antwortseite fordern. Denn Forderungen müssen auch Leistungen gegenüberstehen. Wer bezahlt den Brief? Diese Rückantworten sind sinnlos und sollen nur Sanktionsfallen schaffen.

Das EGV Angebot wäre jetzt nicht mehr zu befolgen, da die MN am 16. startete. Es müsste jetzt was neues kommen, mit neuem Starttermin.

Für den getätigten Termin Fahrtkosten beantragt? Nein? Dann nachholen.
 

Elwing76

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Hallöchen,

wie Sonne schon schrieb , die ganze EGV ist zu unbestimmt , alleine schon die Maßnahme vor allem wenn Du schon was ähnliches absolviert hast.

........... verschicke jeden Monat fleißig meine Bewerbungen (10-12 St./Monat) als Bankkaufmann ..............
Wow das sind aber viele Bewerbungen . Wie versendest Du diese , gibt es da Kostenzusagen vom Jobcenter ? Sowas müsste auch in der EGV vereinbart werden. Oder zahlst Du das aus eigener Tasche , vor allem kommen da nicht noch VV dazu ? Gibt der Arbeitsmarkt in deiner Gegend so viel her ? Das könnte man als Gegenvorschlag in die EGV vorschlagen , feste Bewerbungskostenzusage und Bewerbung innerhalb 3 Werktage statt 3 Tage bei VV .
 

gila

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Ich würde jetzt erstmal NICHTS tun - du warst eingeladen - du warst da.
Dir wurde eine EGV vorgelegt - die man nicht unterschreiben MUSS - und die du nicht unterschrieben HAST.
Einen Vertrag mit dem Maßnahmeträger wirst du auch nicht unterschreiben - und dazu besteht auch kein Zwang.
In den letzten Tagen und Wochen hatten wir die Thematik DAUERND - du wirst daher bei den neueren Themen hier und der Suche so einiges dazu finden!

Das JC wäre nun am Zug - entweder die EGV als Verwaltungsakt zu erlassen und eine "Zuweisung" zu erstellen.
DANN ist noch immer Zeit, die bis dahin gesammelte Munition zu verschleudern.

Hierzu lies mal auch das Urteil in dem Post: Was kann man tun wenn man in den Maßnahmen des Jobcenters unterfordert ist?

Ich habe gestern oder vorgestern noch etwas Erhellendes von einem User gelesen - bin noch auf der Suche ;-)
 

0zymandias

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Die Datenschutzerklärung muss man nicht unterschreiben, wie es ja auch schon in ihr geschrieben steht.
Sollte man auch nicht, denn für die behaupteten Zwecke gibt es schon gesetzliche Regelungen und eine
(vertragliche) Vereinbarung wäre unnötig.

Die Pflichten in der EGV unter Punkt 6. gehen überhaupt nicht.
Hier soll die Sanktionsgewalt auf den Maßnahmenträger (MT) übergehen, was einfach nicht drin ist.
Das Unterbreiten sanktionsbewehrter Arbeitsangebote ist eine hoheitliche Aufgabe, die nur die Behörde JC
wahrnehmen kann. Meldepflichtig wird man bei einem privatwirtschaftlichen Dritten mit finanziell bewegten
Interessen generell nicht, schon gar nicht in Höhe einer 30 %-Sanktion.

Den Arbeitsvertrag (sanktionsberoht) dem MT geben zu müssen, ist eine nicht zweckerforderliche und
vor allem eine prinzipiell nicht freiwillige Datenfreigabe, womit man jederzeit die zuständigen Datenschutz-
beauftragten mit ins Boot holen könnte.
Im Falle von Verschwiegenheits- oder Geheimhaltungsklauseln wäre die Arbeitsstelle schon vor Antritt
ohne Sinn und Verstand gefährdet, zuzüglich zu möglichen Vertragsstrafen.
 

Atana

Neu hier...
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Diese Rückantworten sind sinnlos und sollen nur Sanktionsfallen schaffen.
Das befürchte ich auch. Denn seit einiger Zeit sind die Jobcenter offensichtlich auf eine Funktionsübertragung nach § 6 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 SGB II aus und wollen keine reine Auftragsdatenverarbeitung nach § 80 SGB X,.

Es sehe trotzdem wichtige Gründe keinerlei Verträge eines Trägers oder gar dieses Trägers zu akzeptieren. Damit eben keine Funktionsübertragung zum Nachteil des angedachten Teilnehmers möglich wird. Insbesondere kann man das im nachfolgendem Link in der Unterverlinkung Orientierungshilfe Auftragsdatenverarbeitung auf Seite 2 die Grundlage finden., die man tunlichst vermeiden sollte. Es geht meistens schief, wenn ein privater Träger vorrangig das Jobcenter imitieren will oder soll.
Auftragsdatenverarbeitung im öffentlichen Bereich (§ 6 NDSG) | Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen
 

0zymandias

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Bei der VV-Nachweisregelung werden übrigens sanktionsbewehrte, bindende Fristen für einen Bewerbungsnachweis
eingeregelt, was auch noch unzulässig ist, da der Nachweis, anders als die Bewerbung, nicht in Arbeit bringt - na ja,
außer die Gesellschaft für Prüfen, Spähen, Aufklären (vulgo JC). :biggrin:
 

Sonne11

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Zugegeben, ich habe mir das EGV Angebot gar nicht richtig durchgelesen, da sie ja nicht unterschrieben wurde. Ich würde aber nicht einfach nichts tun. Ich würde SB einfach zur Mitarbeit bewegen, es wäre mir den einen Brief wert.

Die ganze EGV ist einseitig und sehr willkürlich. Sie bietet TE eigentlich nichts. Selbst das Profil soll nicht anonym veröffentlicht werden. Ob das jetzt schon so ist? Würde ich nachfragen und SB Arbeit machen. Und dann liest man den ganzen Rest, wie Fallen, an die man hereintappen soll, da man ständig diese außergewöhnliche EGV im Hinterkopf haben müsste.

Man verspricht nur, beantragte Bewerbungskosten und Fahrten zu prüfen. Damit wäre das dann alles. Vermittlungsvorschläge macht dann wohl der Arbeitgeberservice.

Dann aber eine Maßnahme mit sehr überzogenen Pflichten, wie bereits genannt. Man will sogar verpflichten, den Arbeitsvertrag an den MT zu liefern. Damit die Prämie fließt. Selbst die AU soll am Folgetag beim MT vorliegen. Bei einem AG sollte sie am 3. Tag vorliegen. Und dann auch erst nach Erhalt der AU am 3. Tag.

Die EGV soll Dir nicht helfen, soll Dir nichts bieten. Man erkennt das sofort. Ich würde SB mit der Nase in diese :poop: herein stupsen und mal erklären lassen.

Man hat sich sogar eine billige Begründung für die Maßnahme gespart. Es könnte auch daran liegen, da TE bereits erfolgreich in einer Maßnahme zu Geld wurde. Man hat es ja billigst mit der Vorladung und Druck erneut versucht. Wenn es nicht klappt, kommen die Worte und das Verhalten aus den Schulungen durch. Liest sich immer gleich

Finde das auch immer so scheußlich-süß, wie kein einziger tarn-pAp-SB in diesem Forum zu solchen Dingen wie dieser EGV und dem Verhalten und der Vorladung etwas zu sagen haben. Habe eigentlich darauf gewartet, dass zumindest die eine bekannte Person aus dem Forum den TE fragt, warum er/sie in dem Alter und mit diesem Beruf nichts findet und warum und wieso.... :rolleyes::cautious::ROFLMAO:

Ich frage mich auch, ob TE seine vielen Bewerbungen erstattet bekommt?
 
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