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Terror wegen 2 Wochen

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Kerstin_K

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#1
Hallo Leute,

ich habe heute mit einer Freundin gesprochen, der ist unglaubliches bei der Arbeitslosmeldung passiert:

Sie ist nach 11 Jahren wegen einer Betriebsschließung gekündigt worden. Da sie frühzeitig bescheid wußte, hat sie sich schon umgetan und auch schon einen neuen Arbeitsvertrag in der Tasche. :) Der neue Vertrag ist erstmal auf ein Jahr befristet. Vom Erfolg des Projektes, dass sie leiten soll, hängt es ab, ob es danach weitergeht. Meine Freundin ist da aber zuversichtlich, denn sie hat schon mehrere solcher Projekte erfolgreich geleitet. Der neue Arbeitgeber kennt meine Freundin schon lange, deshalb hat er auf eine Probezeit ausdrücklich verzichtet. Allerdings weiß sie auch, dass er sich in 6 Jahren zur Ruhe setzen will. Dann wäre sie wieder ohne Job. Da sie sich nebenher eine Selbständigleit aufbaut, nimmt sie das in Kauf. Beim Arbeitsamt hat sie sich heute nur pro forma gemeldet, um keine Sperrzeit zu bekommen. Tatsächlich arbeitslos ist sie nur 2 Wochen ab 1. März 2007. Der neue AG kann sie nicht früher einstellen, weil er erst noch umbaut in den Räumemen, wo sie arbeiten soll und auch die Computer und andere Arbeitsplatzausstattung sind noch nicht eher da. Ist ja auch kein Problem, dachte sie zumindest. Tatsächlich frei ist sie schon ab Anfang Februar. Durch Resturlaubsansprüche und Überstunden also insgesmt 6 Wochen ohne Beschäftigung. Da sie Verwandschaft im Ausland hat, wollte sie diese Zeit für einen längeren Urlaub nutzen und hat für die 2 Wochen, in denen sie ALG I beziehen wird, Ortsabwesenheit beantragt.

Bei der Arbeitsargentur sagte man ihr heute, so gehe das nicht. :evil: Für 2 Wochen bekäme sie kein ALG I, das gebe es nur, wenn man mindetens einen Monat arbeitslos ist. Ortsabwesenheit stehe ihr nur der Anteil von 3 Wochen, also 1/24 zu. Außerdem kündigte man ihr schon an, sie erstmal ein eine Maßnahme (Bewerbungstraining) schicken zu wollen. Die soll auch schon in der Zeit laufen, wo sie noch gar kein ALG I bezieht. :kratz: Und sie sollle sich weiter um eine unbefristet Arbeitsstelle bemühen. Vermittlungsvorschläge hatte er auch gleich nen Stapel, allerdings alles Sachen, für die meine Freundin total überqualifiziert ist. :kinn: Außerdem möchte der SB sie zum Medizinischen Dienst schicken, um prüfen zu lassen, welche Arbeiten sie machen kann. Sie hat GdB 80 %. :?

Sagt mal, drehen die jetzt völlig ab? sind ja alles sinnvolle Maßnahmen, aber doch nicht, wenn man schon nen Arbeitsvertrag in der Tasche hat! :shock:

Ich bin mal gespannt, ob das alles schriftlich so kommt. Meine Freundin hat nicht übel Lust, auf das ALG 1 zu verzichten. KV für die 2 Wochen braucht sie in Deutschland eh nicht. Und Geld hat sie zum Glück genug, dass sie sich das leisten kann. :p

Ich bin eher dafür, da die entsprechenden Rechtsmitel einzulegen. Der SB :lol: hat wohl Langeweile oder was?

Was würdet Ihr tun?
 
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#2
Ich bin mal gespannt, ob das alles schriftlich so kommt. Meine Freundin hat nicht übel Lust, auf das ALG 1 zu verzichten. KV für die 2 Wochen braucht sie in Deutschland eh nicht.
.... nur mal sooooo, bei Arbeitsende und Abmeldung ist mann/frau 4 Wochen nach der Abmeldung in der KV "nachversichert" ;)

Da fällt mir noch ein - keine Arbeitslosmeldung würde ich auch für evtl. Ansprüche in der Zukunft ( Anrechnungszeiten etc. ) nicht raten
 

Kerstin_K

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#3
Hallo Arco,

danke für den Tipp mit der KV, die sagen einem sowas ja auch nicht freiwillig.

Meien Freundin hat das ganze jetzt erstmal ihrem Anwalt übergeben. Sie hat ne gute Rechtschutzversicherung. Ich habe es doch irgendwie geschafft, sie davon zu überzeugen, dass es sich lohnt zu kämpfen. Ich sehe das als ein ganz kleines Stück Anteil an der Mitgestaltung dieser Gesellschaft, dass man sich in solchen Situationen wehrt.

So lange sie nichts schriftlich hat, kann man eh nicht viel machen. Als erstes wird der RA mal ein Schreiben wegen dieser Vermittlungsvorschläge aufsetzen. Meine Freundin hat BWL studiert. SIe wird sich ganz sicher nicht als Bürohilfskraft oder Büroalleinkraft in einem Miniunternehmen bewerben. ZUmal das zu erwartende Einkommen jeweils mehrere hundert Euro unter dem bei Ihrem neuen AG liegt.

Auch die Maßnahme wird sich wohl als wenig sachgerecht abwenden lassen. Der SB hat echt den Schuß nicht gehört. :hmm: Sie hat zuletzt in einer Unternehmensberatung gearbeitet und Menschen, die nach längerem Auslandaufenthalt zurück nach Deutschland kommen, gecoacht, teilwiese auch in Sachen Bewerbung. Also dieses Bewerbungstraining könnte sie selber abhalten. :lol:

Wegen der Untersuchung zur Eignungsfeststellung sind wir noch am Überlegen, wie man das abwehren kann. Ist ja auch ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Der Anwalt meinte, dass das wohl in diesem Fall kaum angemessen sein. :stop:

Reisen wird sie auf jeden Fall. Viel zu sanktionieren ist da ja eh nicht. Falls das Amt was von ihr will, hat der Anwalt alle Vollmachten. Erreichbar per Mail ist sie auch für ihn.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, bin selber gespannt, wie das weitergeht.
 

lopo

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#4
Hallo.

Arbeitslosengeld

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht nur dann, wenn die auf den folgenden Seiten beschriebenen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Grundsatz
Sie müssen für den Bezug von Arbeitslosengeld arbeitslos sein.
Beschäftigungssuche

Teil der Arbeitslosigkeit ist das Bemühen, die Beschäftigungslosigkeit zu beenden (Eigenbemühungen).

Verfügbarkeit
Außerdem müssen Sie für Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen.

Erreichbarkeit
Unter Erreichbarkeit versteht man,

* dass Sie persönlich für Ihre Agentur für Arbeit an jedem Werktag
* unter der von Ihnen benannten Anschrift erreichbar sind
und
* die Agentur für Arbeit auch täglich aufsuchen können.

Zumutbarkeit

Bei der Zumutbarkeit ist zu bedenken,

* dass die neue Beschäftigung nicht unbedingt Ihrer Ausbildung oder Ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit entsprechen muss,

http://www.arbeitsagentur.de/nn_248850/Navigation/zentral/Service -von-a-bis-z/Geldleistungen/Arbeitslosengeld/Anspruchsvoraussetzu ngen/Arbeitslosigkeit/Arbeitslosigkeit-Nav.html__nnn=true

Ich sage mal, die Freundin hat die Sache nicht sehr geschickt gemacht.

Wenn man sich heute für den 01.03.2007 arbeitslos meldet, muss man nicht zwangsläufig schon angeben, ich suche ja keine Arbeit in dieser Zeit, sondern mache da lieber Urlaub mit staatlicher Stütze. Das ist da wohl nicht so gut angekommen, denke ich. Da wird der Anwalt auch nichts ausrichten können. Der Arbeitslose hat keinen Rechtsanspruch auf Urlaub. Die Arbeitsagentur kann unter bestimmten Vorraussetzungen die Ortsabwesenheit genehmigen

Nachzulesen in der (Erreichbarkeits-Anordnung Anhang B − EAO −)

http://www.arbeitsagentur.de/nn_247862/Navigation/zentral/Service -von-a-bis-z/Bundesagentur-fuer-arbeit-intern/Interne-weisungen/R echtsquellen/Rechtsquellen-Nav.html__nnn=true
 
E

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#5
lopo sagte :
Hallo.

Arbeitslosengeld

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht nur dann, wenn die auf den folgenden Seiten beschriebenen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Grundsatz
Sie müssen für den Bezug von Arbeitslosengeld arbeitslos sein.
Beschäftigungssuche

Teil der Arbeitslosigkeit ist das Bemühen, die Beschäftigungslosigkeit zu beenden (Eigenbemühungen).

Verfügbarkeit
Außerdem müssen Sie für Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen.

Erreichbarkeit
Unter Erreichbarkeit versteht man,

* dass Sie persönlich für Ihre Agentur für Arbeit an jedem Werktag
* unter der von Ihnen benannten Anschrift erreichbar sind
und
* die Agentur für Arbeit auch täglich aufsuchen können.

Zumutbarkeit

Bei der Zumutbarkeit ist zu bedenken,

* dass die neue Beschäftigung nicht unbedingt Ihrer Ausbildung oder Ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit entsprechen muss,

http://www.arbeitsagentur.de/nn_248850/Navigation/zentral/Service -von-a-bis-z/Geldleistungen/Arbeitslosengeld/Anspruchsvoraussetzu ngen/Arbeitslosigkeit/Arbeitslosigkeit-Nav.html__nnn=true

Ich sage mal, die Freundin hat die Sache nicht sehr geschickt gemacht.

Wenn man sich heute für den 01.03.2007 arbeitslos meldet, muss man nicht zwangsläufig schon angeben, ich suche ja keine Arbeit in dieser Zeit, sondern mache da lieber Urlaub mit staatlicher Stütze. Das ist da wohl nicht so gut angekommen, denke ich. Da wird der Anwalt auch nichts ausrichten können. Der Arbeitslose hat keinen Rechtsanspruch auf Urlaub. Die Arbeitsagentur kann unter bestimmten Vorraussetzungen die Ortsabwesenheit genehmigen

Nachzulesen in der (Erreichbarkeits-Anordnung Anhang B − EAO −)

http://www.arbeitsagentur.de/nn_247862/Navigation/zentral/Service -von-a-bis-z/Bundesagentur-fuer-arbeit-intern/Interne-weisungen/R echtsquellen/Rechtsquellen-Nav.html__nnn=true
Ist ja alles gut und schön, aber sie hat ja bereits alles getan, was man an Mitarbeit fordern kann: nämlich sich einen neuen Job selbst gesucht.

Ich würde mich über den SB so aufregen, daß mich mein Arzt krankschreiben muß... dann braucht man dringend Erholung... :twisted:

Ich würd mich in dem Fall auch mit Händen und Füßen wehren...

Gruß aus Ludwigsburg
 

Kerstin_K

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#6
2 Wochen ALG

Eben , Ludwigsburg, genau das ist der Punkt.

Normal wäre das Verhalten des SB nicht zu beanstanden, aber wenn man bereits wieder einen Vertragin der Tasche hat.... :shock:

ALso der Anwalt hat auch nur den Kopf geschüttelt. Der SB schint wirlich zu wenig zu tun zu haben. Na, dem können wir abhelfen... :lol:

Mir tut das halt immer in der Seele weh, wie hier mal wieder Geld an der falschen Stelle verpulvert wird.
 
E

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#7
Re: 2 Wochen ALG

Kerstin_K sagte :
Der SB schint wirlich zu wenig zu tun zu haben. Na, dem können wir abhelfen... :lol:
Das hab ich auch gedacht...dem zumindest würd ich nen heißen Herbst bereiten :)

Auch deshalb, weil er wahrscheinlich jeden so behandelt... und da ist es schön, wenn sich mal jemand wehren kann. Hilft dann vielleicht auch anderen...

Gruß aus Ludwigsburg
 

lopo

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#8
Hallo.

Ludwigsburg hat folgendes geschrieben :


Ist ja alles gut und schön, aber sie hat ja bereits alles getan, was man an Mitarbeit fordern kann: nämlich sich einen neuen Job selbst gesucht.
Ich kann das ja menschlich verstehen, aber nach dem Buchstaben des Gesetztes, hat das Amt das Recht auf seiner Seite. Und nur das zählt.

@ Kertstin :

ALso der Anwalt hat auch nur den Kopf geschüttelt.
Der Anwalt will berechtigterweise Geld verdienen. Der hat keinen sozialen Auftrag zu erfüllen, oder? Am liebsten mit Rechtsschutz, Anwalts Liebling.

Also nochmal, wer so ungeschickt agiert, muss sich jetzt nicht beschweren. Auch wenn es die Kerstin in Stellvertretung tut.
 

Kerstin_K

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#9
Arbeitsvertrag ist bereits unterschrieben

Lopo, Du hasst es noch immer nicht verstanden:

Sie hat bereits einen unterschriebenen Arbeitsvertrag in der Tasche. ES geht nur um einen Zeitraum von 2 Wochen, wo sie tatsächlich arbeitslos ist.

Du hast ja völlig recht mit der Rechtlage usw. und bei einer längeren Arbeitslosigkeit ooder Arbeitslosigkeit ohne absehbares Ende fände ich die Vorgehensweise auch ungeschickt, gleich Urlaub zu beantragen.

Aber nicht in diesem Fall. Schon mal die Aussage, dass sie kein ALG I bekommt, weil es kein ganzer Monat ist, düfte ja wohl falsch sein. Dann eine Schulungsmaßnahme in einem Zeitraum, wo sie noch gar nicht arbeitslos ist, sondern lediglich ihren Resturlaub nimmt, dürfte auch nicht rechtmäßig sein. In diesem Zeitraum darf sie ja sogar vereisen, ohne das jemandem vorher zu sagen. oder? Und die zweckmäßigkeit der Maßnahme steht bei Ihrer Qualifikation wohl auch auf sehr wackeligen Beinen. Die Vermittlungsvorschläge sind absolut inakzeptabel. Warum bitte soll sie sich al Bürohilfe bewerben, wenn sie bereits einen JOb hat, wo sie mehrer hundert Euro mehr verdient? Nur weil der befristet ist? Und die medizinische Untersuchung zur Eignungsfeststellung halte ich für schlicht unverhältnismäßig.

Lies doch bitte nochmal mein Eingangsposting. Können wir uns darauf einigen?

Kerstin
 

lopo

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#10
Hallo Kerstin,

der Grund meines Beitrages war folgender Satz von Dir :

"Reisen wird sie auf jeden Fall. Viel zu sanktionieren ist da ja eh nicht. Falls das Amt was von ihr will, hat der Anwalt alle Vollmachten. Erreichbar per Mail ist sie auch für ihn."
Ich wollte Dir zeigen, wie falsch der Satz von Dir ist. Wenn ich ALG I beziehen will, muss ich die von mir zitierten Anspruchsvoraussetzungen erfüllen. Es reicht nicht aus zu sagen :" Falls das Amt was von ihr will, hat der Anwalt alle Vollmachten. Erreichbar per Mail ist sie auch für ihn."

Ich habe sehr wohl verstanden, dass es nur für den Zeitraum von zwei Wochen geht und sie schon den neuen Arbeitsvertrag hat. Das ändert aber nichts an den von mir geschilderten Sachverhalt. Ich wiederhole :

"Ich sage mal, die Freundin hat die Sache nicht sehr geschickt gemacht.

Wenn man sich heute für den 01.03.2007 arbeitslos meldet, muss man nicht zwangsläufig schon angeben, ich suche ja keine Arbeit in dieser Zeit, sondern mache da lieber Urlaub mit staatlicher Stütze. Das ist da wohl nicht so gut angekommen, denke ich. Da wird der Anwalt auch nichts ausrichten können. Der Arbeitslose hat keinen Rechtsanspruch auf Urlaub. Die Arbeitsagentur kann unter bestimmten Vorraussetzungen die Ortsabwesenheit genehmigen!"

Ich gönne ja Deiner Freundin den Urlaub, aber die Entscheidung wird vom Amt getroffen.
 
E

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#11
lopo sagte :
Die Arbeitsagentur kann unter bestimmten Vorraussetzungen die Ortsabwesenheit genehmigen!"
Eben... und zwar dann, wenn dem nichts entgegen steht.

Was, bitte, steht dem entgegen? Da müßtest du schon sachliche Gründe nennen, und nicht daß man zu tun hat, was Herr SB bestimmt!

Gruß aus Ludwigsburg
 

lopo

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#12
Hi,

Ludwigsburg hat folgendes geschrieben :

"Was, bitte, steht dem entgegen? Da müßtest du schon sachliche Gründe nennen, und nicht daß man zu tun hat, was Herr SB bestimmt!

Du irrst, ich muss überhaupt nichts, ich bin nicht das Amt. Auch habe ich nicht gesagt : "daß man zu tun hat, was Herr SB bestimmt!"

Mein Satz lautete :"Ich gönne ja Deiner Freundin den Urlaub, aber die Entscheidung wird vom Amt getroffen."

Ich habe lediglich die gültige Rechtslage angegeben und die jeweiligen Links der Arbeitsagentur mit gültiger Erreichbarkeits-Anordnung − EAO

Kann also jeder nachlesen und meine Aussage überprüfen.
 
E

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#13
lopo sagte :
Du irrst, ich muss überhaupt nichts, ich bin nicht das Amt. quote]


Die Entscheidung wird vom Amt getroffen?
Wir werden sehen... ich schätze eher von nem Richter :)

Ich wollte aber doch von DIR ne Begründung, den DU sollst mich hier überzeugen, nicht irgend ein Amt...

aber ich denk, dir fällt kein vernünftiger ein, ebenso wie dem SB - denn sonst hätte der den sicher genannt. :mrgreen:

Gruß aus Ludwigsburg
 

lopo

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#14
Hi,


ich glaube langsam, wir reden aneinander vorbei.

Ich war und bin überhaupt nicht dagegen. Ich wiederhole mich, die Freundin von K. war absolut ungeschickt. Die Gründe habe ich mehrmals genannt.

Das Ergebnis war der Beitrag von Kerstin. Mit den bekannten lockeren, aber rechtlich falschen Argumenten. Ich erspare mir die Wiederholung. Deshalb meine Hinweise auf die Rechtslage.

Es hilft hier keinen, nur lockere Sprüche zu machen, die Spielregeln müssen von allen Teilnehmern schon eingehalten werden. Und dann zu sagen :" Die Freundin ist ja über den Anwalt ( natürlich mit Vollmacht und Mail Addi ) zu erreichen, wenn das Amt was will,) geht leider an die Realitäten vorbei. Das will ja kein ALG I, oder? Hat ja eine Rechtsschutzversicherung, Anwalts Liebling, Kohle ist ja gesichert. Ob der Anwalt Sachkenntnisse im SGB II hat, wer weiss das schon.

Aber was soll es, man sieht sich halt bei Gericht. Kostet ja auch nichts. Hat ja eine Rechtsschutzversicherung, Anwalts Liebling.
 
E

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#15
lopo sagte :
Hi,


ich glaube langsam, wir reden aneinander vorbei.

Das glaube ich langsam auch...denn auf das, was ich geschrieben habe, gehst du gar nicht ein.

Ich war und bin überhaupt nicht dagegen. Ich wiederhole mich, die Freundin von K. war absolut ungeschickt. Die Gründe habe ich mehrmals genannt.

um geschickt oder ungeschickt geht es mir nicht...


Das Ergebnis war der Beitrag von Kerstin. Mit den bekannten lockeren, aber rechtlich falschen Argumenten. Ich erspare mir die Wiederholung. Deshalb meine Hinweise auf die Rechtslage.


Ich zitiere, auf was ich mich beziehe...


Und dann zu sagen :" Die Freundin ist ja über den Anwalt ( natürlich mit Vollmacht und Mail Addi ) zu erreichen, wenn das Amt was will,) geht leider an die Realitäten vorbei. Das will ja kein ALG I, oder? Hat ja eine Rechtsschutzversicherung, Anwalts Liebling, Kohle ist ja gesichert. Ob der Anwalt Sachkenntnisse im SGB II hat, wer weiss das schon.

Erinnere mich gar nicht, daß ich mich dazu geäußert hätte...

Aber was soll es, man sieht sich halt bei Gericht. Kostet ja auch nichts. Hat ja eine Rechtsschutzversicherung, Anwalts Liebling.


Da stimmen wir endlich mal überein :)
 

lopo

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#16
Nachtrag zu vorherigen Beitrag

Hi,

sorry, ich meine natürlich : "Ob der Anwalt Sachkenntnisse im SGB III hat, wer weiss das schon."
 

lopo

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#17
Auch wenn Du hier 2093 Beiträge geschrieben hast, sagt das nichts über die

Qualität Deiner Beiträge aus, sondern nur über die Quantität ( Menge ).

Hiermit ist mein Beitrag zum Thema beendet.
 

Kerstin_K

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#18
Das hat nichts mit geschickt zu tun

Hallo Lopo,

ich werde jetzt einen allerletzten Versuch starten:

Der SB hat im Rahmen der gültigen Gesetze zu handeln. Der Otsabwesnheit meiner Freundin steht rein gar nichts entgegen. Das es derm SB gelingt, sie für 2 Wochen in ein anderes Arbeitsverhältnis zu vermitteln ist ja wohl sehr unwahrscheinlich. Einem potentiellen Arbeitgeber müßte sie im Vorstellungsgespräch sagen, dass sie nach 2 Woche wieder weg ist Diesem SB würde ich zwar zutrauen, dass er ihr das negativ auslegt, aber die Vermittlungsvorschläge, die er ihr gemacht hat, sind sowas von am Ziel vorbei, dass man über eine eventuelle Arbeitsaufnahme nicht mal nachzudenken braucht. Würde einer der Arbeitgeber sie für 2 Wochen haben wollen, dann sucht der keinen Mitarbeiter sondern eine billige Arbeitskraft. Im übrigen wird meine Freundin sich dort nicht mal bewerben. Das ist schlicht Geldverschwendung. Das entspechende Schreiben des Anwaltes ist heute rausgegangen.

Ein zweiter Grund für die Verweigerung der Ortsabwesenheit könnte eine Fortbildung sein. Die angebotene Maßmahme ist aber keine Fortbildung. Solche Kurse hat meine Freundin bei ihrem letzten Arbeitgeber selber abgehalten, als Dozentin. Auch dies hat der Anwalt dem Amt heute mitgeteilt.

Bleibt noch die Untersuchung zur Eignungsfeststellung. Dies ist ebenfalls sinnlos, Geldverschwendung. oder fällt Dir ewas ein, wozu die in diesem Fall gut sein soll?

Also ist das reine Schikane durch den SB. Und im Gesetz steht nirgends, dass das erlaubt ist, oder?

Meiner Freundin liegt es fern, sich auf Staatskosten schöne Ferien zu machen. Sie wollte ja zunächst auch einfach auf das ALG verzichten. Aber solchen Menschen muß man halt mal sagen, was sie dürfen. Reden half nicht, also macht das jetzt der Anwalt. Sollte es Sanktionen geben, entscheidet das Gericht.

Wann bitte hätte meine Freundin die Ortsabwesenheit beantragen sollen? Also bei dieser Konstellation fand ich es schon zweckmäßig, gleich in einem Gespräch alles zu regeln, denn ein zweites ist schlicht überflüssig und kostet alle Beteiligten nur unnötig Zeit.

Weißt Du lupo, viele hier können es sich nicht leisten, ihre Rechte voll durchzusetzen, weil eventuelle Sanktionen sie hart treffen würden. Meine Freundin geht kein Risiko ein, denn da ist nicht viel zu sanktionieren und wenn, wäre das auch nicht schlimm für sie. Gerade deshalb finde ich es wichtig, dass sie sich die Behandlung durch diesen SB nicht gefallen läßt, sondern das durchzieht. Vielleicht ebnet sie ja damit ein bißchen den Weg für den nächsten? :kinn: :kratz:

Kerstin
 
E

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#19
Re: Das hat nichts mit geschickt zu tun

Kerstin_K sagte :
Vielleicht ebnet sie ja damit ein bißchen den Wg für den nächsten? :kinn: :kratz:

Kerstin
Ich denke genauso... letztlich ist sie auf die 14 Tage ALG I nicht angewiesen.
Aber es ist eine Versicherungsleistung, die ihr durch ihre Beiträge zusteht...
und irgendwas wird ihr Vorgehen bewirken, kann nur etwas Positives für die anderen "Kunden" bringen!

Gruß aus Ludwigsburg
 
E

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#20
Die Story erinnert mich an ein Erlebnis von 1992, als man damals beim Arbeitsamt versuchte mich von Bewerbungsgespräch zu Bewerbungsgespräch zu hetzen. Und das 6 Woche vor einer Operation und 8 Wochen nach der letzten.

Ich zog halt die Bewerbungen durch. Bezüglich der OP hat man aber eine Informationspflicht gegenüber einem potentiellen Arbeitgeber. Das Märchen, daß man solches verschweigen müsse, weil sonst Sanktionen möglich seien ist und bleibt eines. Das ist auch heute nicht anders. D.h. Deine Freundin müßte bei einem Gespräch ihre mangelnde Verfügbarkeit sehr wohl offenbaren. Und wer braucht sie dann noch?

Es gibt übrigens ein Gerichtsurteil in dem ausdrücklich klargestellt wurde, daß unsinnige Bewerbungen eben nicht sein müssen.

Eine Leistung zum eigenen Nachteil nicht in Anspruch zu nehmen, das würde zwar so manchem Politiker gefallen, er würde selbst aber niemals so handeln. Es sind Gelder in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt worden, also ist der Anspruch da. Nachteile für die spätere Rente braucht ebenfalls niemand zu akzeptieren. Also handelt sie mir ihrer Meldung völlig richtig. Frage: Hat die Bekannte/Freundin gegenüber dem Exarbeitgeber noch einen Resturlaubsanspruch?

Das ein SB ihr die Zeit tatsächlich nicht als Abwesenheitszeit genehmigen muß, ist leider korrekt, aber in diesem Fall wohl wirklich nur reines Machtgehabe. Ein Gespräch mit dem direkten Vorgesetzten auf freundlicher Basis kann hier oft Wunder wirken.

Helfen könnte beispielsweise auch, wenn ein Arzt ihr bescheinigen kann, daß sie nach dem letzten Arbeitsverhältnis dringend etwas Auszeit benötigt um fit zu sein für das nächste Arbeitsverhältnis. Dann wäre sie für die Zwischenzeit krankgeschrieben. Bei Krankschreibung gilt keineswegs eine Aufenthaltspflicht am Wohnort. Man darf alles tun, was der Gesundung dienlich ist und wenn das eine Abwesenheit einschließt, dann ist das ok.
 
E

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#21
Tom_ sagte :
Das ein SB ihr die Zeit tatsächlich nicht als Abwesenheitszeit genehmigen muß, ist leider korrekt, aber in diesem Fall wohl wirklich nur reines Machtgehabe.

genau darum gehts meiner Meinung nach in dieser Sache...

Helfen könnte beispielsweise auch, wenn ein Arzt ihr bescheinigen kann, daß sie nach dem letzten Arbeitsverhältnis dringend etwas Auszeit benötigt um fit zu sein für das nächste Arbeitsverhältnis. Dann wäre sie für die Zwischenzeit krankgeschrieben. Bei Krankschreibung gilt keineswegs eine Aufenthaltspflicht am Wohnort. Man darf alles tun, was der Gesundung dienlich ist und wenn das eine Abwesenheit einschließt, dann ist das ok.

Das wär der Weg für die "Kunden", die auf das Geld angewiesen sind.
Tom, sie kann es sich aber leisten sich zur Wehr zu setzen, also sollte man das auch tun... eben im Interesse der anderen Kunden, für die ein solches Machtgehabe schlimm sein kann. Denn ein SB, der sich in einem solchen Fall so verhält, wie verhält der sich bei anderen Dingen?

Ich wünsch mir den SB nicht...

zum Glück ist mein SB vernünftigen Argumenten gegenüber aufgeschlossener...

Gruß aus Ludwigsburg
 

Kerstin_K

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#22
Tom_ sagte :
Hat die Bekannte/Freundin gegenüber dem Exarbeitgeber noch einen Resturlaubsanspruch?
Hallo Tom, das hatte ich ja am Anfang schon geschrieben: Resturlaub+Überstundenabfeiern+2 Wochen ALGI ergeben insgesamt 6 Wochen. Sie möchte die gesamte Zeit bei Verwandten in den USA verbringen, der SB wills sie die gesamte Zeit in dieses sinnlose Bewerbungstraining stecken.

Alles klar?

Kerstin
 

Seebarsch

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#23
Viel Gerede um Nichts!

Wenn die Mitarbeiterin über das Ende des Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisses hinaus noch Urlaubsansprüche hat und diese geltend macht, ruht der Anspruch gem. § 143 SGB III.
Für die Zeit der Urlaubsabgeltung besteht also kein Anspruch auf Leistungen!
8)
 

Kerstin_K

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#24
Leistungen während des Resturlaubes

Och Seebarsch,

wo hat denn hier jemand behauptet, dass sie in der Zeit des Resturlaubes Leistungen beziehen will? :?:

Speziell für Dich mal der Zeitplan:

Arbeitsvertrag alt endet durch betriebsbedingte Kündigung am 28.02.07.
Wegen Resturlaub und Überstundenabgeltung letzter Arbeitstag am 31.01.07.
ALG I-Bezug 01.03-14.03.07
Arbeitsvertrag neu beginnt am 15.03.06

Reise geplant 01.02.07-14.03.07
Genau in diesem Zeitraum möchte der SB sie zu einem Bewerbungstraining schicken, also auch in der Zeit, wo sie noch keine Leistungen bezieht.

Alles klar jetzt?

Kerstin
 

Seebarsch

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#25
Urlaub

Zitat aus dem Eingangsthread:
"Durch Resturlaubsansprüche und Überstunden also insgesmt 6 Wochen ohne Beschäftigung."

Im übrigen verweise ich auf § 144 Absatz 4 letzter Absatz SGB III.
 

Kerstin_K

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#26
Lesen

Seebarsch,

ich gebe es auf!

Rede ich chinesisch? :|
 

Kerstin_K

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#28
Sperrzeit

Sperrzeit, und Arco, wo ist das Problem?

Da sind maximal 14 Tage zu sperren, und eine Sperrzeit braucht eine Begründung. Ob diese Begründung in diesem Fall eienr gerichtlichen Überprüfung standhält, das wage ich schwer zu bezweifeln.

Arco, ich glaube, auch Du hast den Fall noch nicht verstanden.

Sollte ich etwas übersehen haben, laßt es mich bitte wissen.

Kerstin
 
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#29
Re: Sperrzeit

Kerstin_K sagte :
Sperrzeit, und Arco, wo ist das Problem?

Da sind maximal 14 Tage zu sperren, und eine Sperrzeit braucht eine Begründung. Ob diese Begründung in diesem Fall eienr gerichtlichen Überprüfung standhält, das wage ich schwer zu bezweifeln.

Arco, ich glaube, auch Du hast den Fall noch nicht verstanden.

Sollte ich etwas übersehen haben, laßt es mich bitte wissen.

Kerstin
.... wenn Du meinst das ich es noch nicht verstanden habe :mrgreen:
 
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#30
Hallo, Kerstin!

Freut mich sehr zu lesen, daß Gegenwehr mal wieder erfolgreich war...

nun können viele deiner Freundin dankbar sein, die den sb nun auch nicht mehr ertragen müssen!

Schlimm, was manche mitmachen müssen...

Gruß aus Ludwigsburg
 
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