Termineinladung mit verlangen auf Attest

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G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
Hallo,

Ich habe nun eine Einladung bekommen, um mal wieder "Über meine Berufliche Situation zu sprechen"

So, jetzt wird aber verlangt, dass ich ein Attest meines Psychiaters mitbringe in wie weit ich Arbeitsfähig bin.

Punkt 1. Hat das Jobcenter nicht ihren eigenen Dienst dafür? Ich war doch schon bei der Psychologien. Bis auf weiteres nicht Arbeitsfähig. Müsste auch demnächst einen neuen Termin bekommen.

Punkt 2. Mitwirkungspflicht. Fällt da die se Forderung auch drunter?? Denn ein Attest hat sie bereits bekommen das ist weiterhin gültig.

Ich sehe mich NICHT in der Pflicht immer die Arbeit von denen abzunehmen in dem ich mein Psychiater sage er solle das machen.

Wo kommen wir denn da hin????:icon_pfeiff:

Also, Frage:

Wenn ich kein Attest hole, kann man mich Sanktionieren?

Ich habe ohnehin erst mitte Juni einen Termin, vorher läuft nichts bei meinem Psychiater und Jobcenter habe ich Anfang Juni einen Termin.


grüße euch.
 

Doppeloma

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Hallo 50GdB23,

So, jetzt wird aber verlangt, dass ich ein Attest meines Psychiaters mitbringe in wie weit ich Arbeitsfähig bin.

und wie wird das rechtlich begründet, dass der SB ein ärztliches Attest verlangt, hat der einen Dr.-Titel draußen an der Türe stehen ???

Das ärztliche Attest dazu ist deine AU-Bescheinigung, damit dokumentiert dein behandelnder Arzt bereits klar und eindeutig, dass er dich nicht für arbeitsfähig hält ...zum Blick "in die Zukunft /Glaskugel" ist auch dein Arzt nicht verpflichtet.

Punkt 1. Hat das Jobcenter nicht ihren eigenen Dienst dafür? Ich war doch schon bei der Psychologien. Bis auf weiteres nicht Arbeitsfähig. Müsste auch demnächst einen neuen Termin bekommen.

Richtig, die Arbeitsfähigkeit hat nur dein behandelnder Arzt zu beurteilen, die ÄD der JobCenter dürfen nur die Leistungsfähigkeit /Erwerbsfähigkeit allgemein für den Arbeitsmarkt beurteilen, ob du aktuell gerade (trotzdem) zu krank zum Arbeiten bist, stellt immer noch ein ambulanter Arzt außerhalb des JC fest.

Solange der meint, dass du (im festgestellten Rahmen des ÄD vom JC) auch nicht arbeiten kannst schreibt er dich AU und das JC hat sich dem zu fügen, im Übrigen gibt es ja inzwischen die gesetzlich geregelte Möglichkeit dich "bei Zweifeln an der AU" vom MDK der Krankenkasse untersuchen zu lassen ...das machen die wohl doch nicht so gerne (wie Anfangs befürchtet wurde), denn dafür möchte der MDK natürlich auch Geld (vom JC) sehen...

Punkt 2. Mitwirkungspflicht. Fällt da die se Forderung auch drunter?? Denn ein Attest hat sie bereits bekommen das ist weiterhin gültig.

Welche "Mitwirkungspflicht" hat dein Arzt denn dem JC gegenüber zu erfüllen, du kannst dir das Attest ja nicht selber ausstellen und dein Arzt ist überhaupt nicht verpflichtet einem SB vom JC irgendwelche medizinischen Informationen zu geben, das darf er gar nicht ohne dein Einverständnis (Schweigepflicht-Entbindung), warum gibst du einem medizinischen Laien sowas überhaupt in die Hand... :icon_neutral:

Ich sehe mich NICHT in der Pflicht immer die Arbeit von denen abzunehmen in dem ich mein Psychiater sage er solle das machen.

Wo kommen wir denn da hin????:icon_pfeiff:

Es ist nicht Aufgabe deines Psychiaters nach den Wünschen deines JC-SB zu handeln und du brauchst auch keine Atteste bei ihm "erbetteln", die er gar nicht erstellen muss (schon gar nicht kostenlos), welche Rechtsgrundlage (deinen Arzt betreffend) wird denn dafür genannt ???

Wenn ich kein Attest hole, kann man mich Sanktionieren?

Man kann es natürlich versuchen, aber durchkommen sollten die damit nicht, wofür gibt es denn den eigenen med. Dienst und/oder die Möglichkeit dich zum MDK zu schicken, wenn man das dann doch "preisgünstig" umgehen möchte, ohne dass es wirklich zulässig ist ... deine "Mitwirkungspflichten" enden da, wo ein anderer (dein Arzt) machen soll, was man von dir verlangt ohne dazu überhaupt verpflichtet zu sein ...

Einem Arbeits-Vermittler stehen überhaupt keine medizinischen Unterlagen zu ... ist dein JC der AfA untergeordnet oder eine Optionskommune ???

Es wäre ganz gut, wenn du diese Einladung mal anonymisiert einstellen könntest.

Ich habe ohnehin erst mitte Juni einen Termin, vorher läuft nichts bei meinem Psychiater und Jobcenter habe ich Anfang Juni einen Termin.

Da könnte man sich ja noch gut vorher bei der AfA in Nürnberg beschweren (jedenfalls wenn die zuständig sind) über so eine unrechtmäßige Forderung, dein Arzt muss sowieso gar nichts in der Richtung machen, dazu ist er überhaupt nicht verpflichtet ...

Meine Ärzte hätten da auch nicht mitgemacht, aber von mir wollte sowas auch nie einer beim Amt haben ... da hat immer die AU-Bescheinigung ausgereicht ...

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
Also AU`s vom Arzt bekomme ich ja nicht. Der Bericht der Psychologin reicht ja aus, dass ich nicht Arbeitsfähig/Vermittlungsfähig bin.

Eine Erneute Begutachtung muss natürlich nochmals statt finden.

In der Einladung, steht bis auf das Übliche zusätzlich in Fettschrift:


Punkt 1
Bitte füllen sie den beigefügten Kundenfragebogen bla bla ...
(Das Thema hatten wir ja schon ;) )

Punkt 2.

Bitte bringen Sie zum Gespräch eine aktuelle Einschätzung Ihres behandelnden Facharztes Dr. Sowieso über Ihre Erwerbsfähigkeit mit.



Wenn ich mich in Nürnberg darüber beschweren kann, würd ich das gerne tun.

Achja, Laut Wiki ist es bei uns eine Optionskommune.
 

gila

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Hallöchen mal wieder :icon_party:

Bist du noch u25? Und will eine Vermittlerin u25 mit dir sprechen?
Du bist ja in der gleichen Lage/Erkrankung wie meine Tochter.
Hast du da nicht auch bei Vermittlung u25 eine/n Sozialarbeiter/in mit dabei, die sich auch um die Belange von euch kümmern?

Du musst mal unterscheiden: arbeitsfähig oder leistungsfähig.

Wenn du schreibst: "Hat das Jobcenter nicht ihren eigenen Dienst dafür? Ich war doch schon bei der Psychologien. Bis auf weiteres nicht Arbeitsfähig. Müsste auch demnächst einen neuen Termin bekommen."

Meinst du damit, du warst schon beim ÄRZTLICHEN DIENST (oder auch Psychologischer Dienst) und der hat ein Gutachten gemacht - derzeit nicht "Leistungsfähig" und DAS ist (wohl nach 6 Monaten) bald abgelaufen?

So isses bei uns auch. Wenn das bei dir auch so ist, dann brauchst du kein weiteres Attest - das ist Quatsch.

Kann natürlich sein, wenn die 6 Monate für das Gutachten ausgelaufen sind, dass die nun wissen wollen, was Sache ist.
Dafür muss die SB halt ein neues Gutachten beantragen.

Geht denn bei dir gesundheitlich etwas voran? Therapien?
Klinik? Bei uns ist es nach dem letzten Klinikaufenthalt so, dass die Leistungsfähigkeit wohl noch eine ganze Weile nicht gegeben ist und
dass nun ein neues Gutachten erstellt wird, damit Tochter aus dem SGBII eine Weile raus kommt ins SGB XII, damit die Einladerei und Vermittlerei mal aufhört.
Erst mal eine Phase der Erholung, Genesung, Stabilisierung.

Vielleicht ist das für dich auch mal ein Weg für eine Weile?
 
G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
DU genau das ist das was ich will, und mein alter Psychiater.

Diese EInlader ei und den Stress...Ich war am absetzen meiner Medikamente, aber ich habe gestoppt. Weil mir das alles zu viel wird. Und das werde ich ihr auch sagen, solange ich weiter gestrizt werde , werde ich keine Medikamente mehr absetzen. Ist mir zu riskant.

Und ja, es wurde ja gesagt das der Ärztliche Dienst erneut eine begutachtung durchführt, aber scheinbar will sie es erstmal von meinem Psychiater wissen. Was ich aber nicht richtig finde.
 

gila

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Musste nicht - die wollen einen schon im SGB II behalten, um zu kontrollieren, wann du wieder flott bist.
Wenn das aber nicht DIENLICH ist auf deinem Genesungsweg, dann frage doch nach einer Beratung, ob es möglich ist,
eine weitere Begutachtung zu machen (dein Arzt unterstützt das vielleicht) und "vorrübergehend" für 1 Jahr oder so ins SGB XII
zu wechseln.
 
G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
Na, ich brauch nur sagen, dass die Begutachtung durch die Psychologin vom letzten mal statt finden soll, mein Psychiater hat mit der Sache nichts zu tun. Und der Psychologin werde ich sagen, dass es so nicht weiter geht. Ich denke mal, die werden ja nicht nochmals 6 Monate sagren, warten wir erstmal ab.

Die Beraterin, die sagte ja selbst, die ersten 6 Monate verbleibe ich in Obhut (Naja obhut will ich gar nicht) des Jobcenters, danach würde ich dann Grundsicherung erhalten. Also werde ich sie dann darauf ansprechen. :icon_daumen:

Mein Arzt weis allerdings im gegensatz zu meinem alten weniger bescheid. der hat sogar die Medikamentennamen inkl. Dosis auf ein Attest geschrieben:icon_neutral:
 
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