Termin zur "Vermittlungsoffensive" - ist sowas freiwillig?

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rotblau

Elo-User*in
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Hallo,
ich habe heute nachmittag einen Termin in meinem JC. Der Einladungsgrund ist eine Vermittlungsoffensive, wo mir durch "intensive Gespräche" und "auf mich abgestimmte Tipps und Angebote" angeboten werden sollen. Ob diese mir vorgestellt oder ob ich dazu verdonnter werden soll, werde ich sicherlich in wenigen Stunden erfahren. So wie es sich liest, ist der SB (ist nich mein normaler SB) für diese Offensive ein "Spezialist"

Zuerst dachte ich, dass es eine Gruppenbelaberung sein könnte. Allerdings ist der Raum identisch mit der Zimmernummer des SBs. Also vermute ich doch ein Einzelgespräch.

Ist solch eine Vermittlungsoffensive i.d.R. durch eine Zwangs-VA (falls sie mal rechtlich ok sein sollte) möglich oder ist sowas freiwillig?
ich habe sowas ähnliches schonmal gemacht - nicht beim JC, sondern bei einem Träger. Und das war freiwillig.

Nicht, dass ich für jede Hilfe dankbar wäre, aber wenn dies freiwillig sein sollte, dann wäre der Gesprächsverlauf sicherlich anders.

Ich hoffe, ihr könnt mit diesen spärlichen Angaben etwas anfangen

Danke
 

Bernd the Beast

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Was auch immer "freiwillig" beim JC bedeutet ,vermutlich wird dieser Spezialist die Vermittlungsoffensive über den grünen Klee loben,
In der Regel denke ich das man deine "freiwillige" Teilnahme in einer EGV oder wie bei mir in einem VA enden wird,hör dir die Sachen an und überprüfe ALLES GANZ GENAU,und hoffe das es nicht so wie bei mir abgeht Hier
 

Organismus

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Ich habe heute auch eine Einladung zur "Vermittlungsoffensive 2019" bekommen.. Klingt sehr nach ZAF-Bombardement per VV und ELO-Piesackerei à la "Wissen Sie eigentlich wer ihr ALG2 bezahlt?" et cetera..

Hier mal ein Auszug meiner Einladung:
im Rahmen der Vermittlungsoffensive 2019 möchten wir Ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz deutlich erhöhen. In intensiven Beratungsgesprächen erhalten Sie konkrete, auf Sie abgestimmte Tipps und Angebote, wie Sie mit Ihrem Können und Ihrer Persönlichkeit Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen.

Das Jobcenter stellt Ihnen dafür besondere (uhh, spannend!:icon_rolleyes:) und praxisnahe Möglichkeiten (?) zur Stärkung Ihrer Position auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

bitte kommen Sie am bla, bla, bla.. ----

Dies ist eine Einladung nach §59 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) in Verbindung mit §309 Abs. 1 Drittes Sozialgesetzbuch (SGB III).

Wenn sie ohne wichtigen Grund diese Einladung nicht Folge leisten, wird Ihr Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld um 10% des für Sie nach §20 SGB II maßgebenden Regelbedarfs für die Dauer von drei Monaten gemindert.

Beachten Sie bitte unbedingt auch die nachfolgende Rechtsfolgenbelehrung und die weiteren Hinweise.

Bitte bringen Sie zu dem oben genannten Termin Ihre aktuellen Bewerbungsunterlagen mit.

Fahrkostenteil ----

Ich könnte also mit 10% rechnen, wenn ich nicht hingehe. Ist bei mir auch in einem SB Büro, SB selbst ist nicht mein regulärer. Ein Erfahrungsbericht zur "Vermittlungsoffensive" wäre natürlich spannend!
 
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ExUser 67103

Gast
Das könnte das sein, was bei uns Joboffensive heißt. Die ist auf 6 Monate angelegt. Daher solltest du dir überlegen hinzugehen, weil es sonst teurer als 10% wird.

Die versuchen einen in jeden Mist zu drücken. ZAF oder Probearbeiten mit anschließendem Job im Mindestlohnbereich.

Ich habe diese Termine als sehr stressig empfunden.
 

götzb

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Das ist ja das absurde, selbst an sich freiwilliges wird in unfreiwilligen Vorladungen "vorgestellt."
Am besten zu jeden Gesprächen im Kackcenter nur noch zu allen "Nein" sagen.
So spart man sich manche Scheiße die einen mächtig an den Nerven zerrt.

Wären Jobcenter wirklich kundenorientierte Service Unternehmen, dann würde man dem Kunden ein Prospekt überreichen, dies und jenes an Möglichkeiten gibt es.
Such dir eine aus, dann gibt es ein Gespräch dazu, und die Maßnahme / Hilfestellung / Begleitung wird dann beginnen.
Und wenn du dir nix aussuchst, freuen sich die Kunden, für die es sinnvoll erscheint, und die meinen damit weiter zukommen, oder wirklich weiterkommen.
Letzteres soll es ja auch geben.
 

Organismus

Elo-User*in
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Im Anhang habe ich vom Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis (File 1) eine knappe Erklärung gefunden. Files 2-4 sind vom Arbeitgebermagazin des Jobcenters Wuppertal, welche natürlich die Geschichte in höchsten Tönen loben.. Ob es jetzt freiwillig ist oder nicht, kann ich nicht sagen. In einem Bericht von 2006 (File 5) wird gesagt, dass das Personal für die "Vermittlungsoffensive" in Potsdam aus dem Egt finanziert wird. Was Egt ist, weiß ich auch nicht.. Deswegen scheint es jedenfalls aber wohl nicht eine ESF Geschichte zu sein, welche freiwillig zu sein scheint. Es wird jedenfalls auch hier (File 5) gesagt, dass die geringere Anzahl von ELOs auf einen SB- Spezialisten deren großer Geniestreich ist, was mit den Aussagen der anderen Quellen zum Konzept/Maßnahme "Vermittlungsoffensive" übereinstimmt.

Das einzige was an der Geschichte gut klingt, ist "Förderung der beruflichen Weiterbildung" aus File 1 des Jobcenters RNK. In der Realität werden die aber entscheiden worin ich mich weiterbilden möchte, wie üblich halt.. Auch kommen die Wuppertaler JCs großspurig mit "Arbeitgeber ins Boot holen" um die Ecke, was zu 99.9% ZAF bedeuten wird..

Auf jeden Fall nichts unterschreiben (EGV etc.) beim ersten Gespräch (möglicherweise ist dieser Termin zum weichklopfen gedacht) und erstmal hier im Forum hochladen, wenn ihr einfach mal so plötzlich eine Einladung zum Thema "Vermittlungsoffensive" bekommt..
 

Anhänge

  • 1 Vermittlungsoffensive - Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis.pdf
    692,5 KB · Aufrufe: 44
  • 2 Broschüre Arbeitjetzt Dezember 2017 - arbeit-jetzt-AusgabeDez2017-bfrei-web.pdf
    608,3 KB · Aufrufe: 37
  • 3 Broschüre Arbeitjetzt - arbeitjetzt-Ausgabe_1_2015.pdf
    1 MB · Aufrufe: 33
  • 4 Arbeit-Jetzt-Ausgabe-4-2014.pdf
    2,6 MB · Aufrufe: 27
  • 5 (seite 47, oben).pdf
    2 MB · Aufrufe: 33
E

ExitUser

Gast
"Vermittlungsoffensive"
Ich muss da immer an das Militär denken Herbstoffensive und so Gedöns wo dann nachher alle am heulen sind.
Was mich wundert ist das es Ihnen nicht peinlich ist, entweder die haben was genommen oder sind tatsächlich so dumm
Da werden Selbstverständlichkeiten die Sie nicht gebacken bekommen aufgebauscht wie wenn Sie das Rad neu erfunden hätten
Ich denke immer so viel Blödheit kann es doch nicht geben und vor allem so lang schon, was ist da los
Vor allem sprachlich, das ist doch kein Deutsch, mal ein Fremdwort sag ich ja nichts aber immer so primitive Möchtegern Slangsprache
Wer braucht das?
 

Buerosklave

Elo-User*in
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Das einzige was an der Geschichte gut klingt, ist "Förderung der beruflichen Weiterbildung" aus File 1 des Jobcenters RNK. In der Realität werden die aber entscheiden worin ich mich weiterbilden möchte, wie üblich halt.

Weiß Gott, wie lange sich BA + JC schon anmaßen, den "Kunden" Maßnahmen aufs Auge zu drücken, ohne die Kunden überhaupt mal nach Ihrer Meinung zu fragen oder gar auf die Eignung zu prüfen. Und das auch noch in Crashkursen von 6 Monaten Dauer. Was glauben die Schergen wohl, warum normale Ausbildungen 3,5 Jahre dauern und nicht auch nur 6 Monate ? Will sagen: indem man Leute ungeachtet von Eignung und Interesse in Maßnahmen steckt, kriegt man die nicht vermittelt. Stattdessen bekommt man nur einen Haufen Leute, die nur einen Bruchteil des nötigen Wissens haben und daher auf dem Arbeitsmarkt in etwa so gefragt sind wie Fußpilz in der Sauna.
 
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