Termin zur Untersuchung bekommen DRV!! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Giamo

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Hallo Gemeinde

Habe gestern ein Brief zur ärztlichen Untersuchung bei der DRV bekommen.
Ich wollte mal fragen ob jemand diesen ablauf dort kennt? Ich möchte gerne eine Umschulung zum Rettungsassistenten erzwingen deswegen habe ich damals die Unterlagen dort eingereicht.
Ich bin gelernter Elektriker und seit November 2011 krank geschrieben wegen Depressionen in meinem Beruf und zu dem Termin soll ich jetzt Ateste usw mitbringen.
Weiß einer wie der Ablauf dort ist? Bekomme ich die Entscheidung sofort gesagt oder muß ich dann wieder 4 Wochen warten? Und wie werde ich dort untersucht? usw usw

Übrigens den gleichen Antrag habe ich beim Arbeitsamt auch gestellt :icon_smile:(aber kam noch nichts)
Lieben Gruß
 
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Hallo Gemeinde

Habe gestern ein Brief zur ärztlichen Untersuchung bei der DRV bekommen.
Ich wollte mal fragen ob jemand diesen ablauf dort kennt? Ich möchte gerne eine Umschulung zum Rettungsassistenten erzwingen deswegen habe ich damals die Unterlagen dort eingereicht.
Ich bin gelernter Elektriker und seit November 2011 krank geschrieben wegen Depressionen in meinem Beruf und zu dem Termin soll ich jetzt Ateste usw mitbringen.
Weiß einer wie der Ablauf dort ist? Bekomme ich die Entscheidung sofort gesagt oder muß ich dann wieder 4 Wochen warten? Und wie werde ich dort untersucht? usw usw

Übrigens den gleichen Antrag habe ich beim Arbeitsamt auch gestellt :icon_smile:(aber kam noch nichts)
Lieben Gruß
Bei mir war es damals ein ca. 20 Minuten-Gespräch bei einer FÄ für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Gutachterin hat einen Fragenkatalog abgearbeitet und sich Kopien von meinen mitgebrachten Unterlagen gemacht, die ihr noch fehlten. Nach dem Gespräch fertigt die Ärztin dann ihr Gutachten an, welches direkt an die DRV geschickt wird. Bis zum Bescheid dauert es dann nochmal 6-8 Wochen. Es kann aber auch schneller gehen. Ich hatte schon nach 2 Wochen den Bescheid im Briefkasten.
 

Giamo

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Und was wurde alles gefragt? Waren da auch so fang Fragen dabei? War Deine Diagnose auch Depressionen? Und wie war nachher dann Dein Urteil?
 

ZynHH

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Warum will man mit Depressionen Rettungssanitäter werden?

Mir hat gelangt, welches Leid ich in meiner Zeit als Abschleppwagenfahrer gesehen habe.
 
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Und was wurde alles gefragt? Waren da auch so fang Fragen dabei? War Deine Diagnose auch Depressionen? Und wie war nachher dann Dein Urteil?
An alle Fragen kann ich mich nicht mehr erinnern aber einige waren z.B.

1. Sind Sie aktuell AU geschrieben?
2. Warum stellen Sie den Antrag?
3. Wie ist Ihr Gesundheitszustand bzw. welche Einschränkungen haben Sie derzeit?
4. Gibt es eine familiäre Vorgeschichte?
5. Welche Medikamente nehmen Sie zur Zeit?

Ich hatte den Antrag aus folgenden Gründen gestellt:


  • mittel- bis schwergradige depressive Episode mit Suizidgefährdung bei depressiv-zwanghafter Persönlichkeitsstruktur mit narzisstischen Anteilen
  • Angststörung
  • chronische Schlafstörungen
  • somatoforme autonome Funktionsstörung des kardiovaskulären Systems
Nur um einige Gründe zu nennen.


Mein Fazit nach dem Gutachtertermin:


Ärztin war etwas reserviert aber nicht unfreundlich, sachlich und kompetent und um eine schnelle Bearbeitung bemüht. Es gibt aber auch Fälle in denen es nicht so glatt läuft, ein Gegengutachten angefordert wird und letztlich das SG entscheiden muß.
 

maday

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Warum will man mit Depressionen Rettungssanitäter werden?
Die Frage habe ich mir auch gestellt. Bin selbst depressiv. Meiner Meinung nach passen Depressionen und Rettungssanitäter in keiner Weise zusammen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass bei der Diagnose Depression eine Umschulung als Rettungssanitäter genehmigt wird.

Meine Begutachtung hat knapp 2 h gedauert, davon war 1 h Gespräch mit dem Psychiater. Ich hatte eine medizinische REHA beantragt. Die RV hat sich nach dem Gutachten 5 Monate Zeit gelassen (das Gutachten war bereits 1 Woche nach Gutachtertermin bei der RV eingegangen) bis eine Entscheidung getroffen wurde. REHA wurde abgelehnt, dafür wurde eine befristete Erwerbsminderungsrente gewährt.
 
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Die Frage habe ich mir auch gestellt. Bin selbst depressiv. Meiner Meinung nach passen Depressionen und Rettungssanitäter in keiner Weise zusammen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass bei der Diagnose Depression eine Umschulung als Rettungssanitäter genehmigt wird.
Eben, als Rettungssanitäter bekommt man sehr viel Leid zu sehen, was bestimmt nicht förderlich bei Depressionen ist.
Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Ich war einige Jahre bei der Freiwilligen Feurwehr, und konnte es mit der Zeit nicht mehr ertragen
Wenn man mal ein totes oder schwerverletztes Kind aus einem Auto geborgen hat, so etwas brennt sich ins Gehirn ein.
 

Giamo

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Depressionen hab ich deswegen weil ich meine Familie mit 1100 Euro einfach nicht ernähren kann, weil ich nur Jobs kriege und finde bei Leihfirmen die mich dann jeden Tag 200 km weit weg schicken nur damit ich arbeit habe. Und dann bin ich von morgens 5 bis arbends 20 Uhr aus dem Haus. Super!!!!
Frage mich sehr oft warum ich eigentlich eine Ausbildung habe?
Jeden Tag muß ich schauen ob ich noch genug Geld habe zum Tanken habe und beten das das Auto heile bleibt. Also so stelle ich mir mein Leben bis zur Rente nicht vor!

Und deswegen bin ich auch Krankgeschrieben
 
E

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Depressionen hab ich deswegen weil ich meine Familie mit 1100 Euro einfach nicht ernähren kann, weil ich nur Jobs kriege und finde bei Leihfirmen die mich dann jeden Tag 200 km weit weg schicken nur damit ich arbeit habe. Und dann bin ich von morgens 5 bis arbends 20 Uhr aus dem Haus. Super!!!!
Frage mich sehr oft warum ich eigentlich eine Ausbildung habe?
Jeden Tag muß ich schauen ob ich noch genug Geld habe zum Tanken habe und beten das das Auto heile bleibt. Also so stelle ich mir mein Leben bis zur Rente nicht vor!

Und deswegen bin ich auch Krankgeschrieben

Ich bin auch Elektriker, und kann in meinem Beruf nicht mehr arbeiten.
Ich muss bald zum ärztlichen Dienst, damit ein Gutachten erstellt wird.
Auch ich möchte eine Umschulung.
Aber zum Elektroplaner.
Die Grundkenntnisse hat man ja in diesem Beruf.
Im Büro sitzen, und die Installationspläne am PC erstellen, das wäre doch was.
Mal sehen, ob ich so eine Umschulung bekomme.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg.

Und wenn ich beim ärztlichen Dienst war, dann schreibe ich hier, welche Fragen mit so gestellt wurden.
 

Aparigraha

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Hallo Giamo,

du musst dich darauf einstellen, dass sich dein Gutachter der Frage stellen muss, inwiefern du mit einer Depression in der Lage sein kannst, eine Umschulung zum Rettungsassistenten durchzuhalten.

Möglicherweise wird man erst einmal eine Reha seitens der DRV favorisieren.

Ich möchte dich bei deinen Plänen nicht entmutigen. Ich selbst hatte in meiner Zivi-Zeit 20 Monate lang als Rettungshelfer beim DRK in Koblenz gearbeitet. Ich wurde dafür in Mainz auf einer vier oder sechswöchigen (genau weiß ich es nicht mehr, da schon über 2 Jahrzehnte her) Intensiv Ausgebildet und in einem zusätzlichem vierwöchigen Praktikum im Operationssaal eines Krankenhauses bei einem Anästhesisten auf meine Aufgabe vorbereitet.

Später als ich wieder mal arbeitslos wurde, stellte ich mir die Frage, ob ich nicht wieder dort anknüpften könnte. Folgende Erkenntnisse aus dieser Zeit hatten mich dann davon abgehalten:

Das DRK hatte die Auftrags Hoheit im Rettungswesen in der Stadt Koblenz. Die Schichten im Rettungsdienst waren jeweils 12 Stunden lang und das ganze 14 Tage am Stück. Egal ob jetzt Tag oder Nacht. Erst danach hatte man 4 Tage frei. Danach musste man 3 bis 6 Wochen Krankentransport machen. Auch jeweils 12 Stunden, diese aber nur am Tag. Das war übel, denn man schwanzte den ganzen Tag Patienten welche nicht mehr laufen konnten Treppauf und ab, wenn kein Fahrstuhl in der Nähe war. Und zuhaue hatte niemand einen Fahrstuhl. Nur in den Krankenhäusern und Altenheimen oder Arztpraxen waren welche vorhanden. An vielen Tagen war das wie ein Fließband Job. Wir fuhren um 7 Uhr morgens aus der Wache und kamen um 18:45 zurück zur Wache. Das Mittagsessen in der Kantine im Krankenhaus mussten wir uns zeitlich oft mit der Meldung : gelb (nicht einsatzfähig, da Wagen innen versaut ist und erst gereinigt werden muss) erschleichen. Wir hatten Funkpiepser und waren immer, sogar in den Treppenhäusern für die Einsatzzentrale erreichbar, was auch gnadenlos ausgenutzt wurde.

Und jetzt der Knackpunkt: in seiner kargen Freizeit musste man als Hauptamtlicher (also beruflicher Rettungssanitäter) ein bestimmtes Kontingent Ehrenamtlich für das DRK Koblenz tätig sein. Die Bezahlung war zwar gut, aber auch nicht so gut, dass man davon reich wurde. Abgesehen davon hatte man keine Zeit im Leben mehr das Geld auszugeben.

Warum will man mit Depressionen Rettungssanitäter werden?

Mir hat gelangt, welches Leid ich in meiner Zeit als Abschleppwagenfahrer gesehen habe.
Diese Frage stellt sich der Gutachter auf jeden Fall. Denn, der Beruf als Elektriker ist psychisch weniger belastend als der eines Rettungshelfers. Wenn du mir nicht glaubst, fahre einfach mal im Rettungswagen als Ehrenamtlicher für ein paar Wochen mit. Schnuppere mal rein in das Leben dort. Du wirst nur sehr wenig erheiterndes erleben. Die meiste Zeit wirst du für die Psyche sehr belastendes erleben. Ich war damals noch jung und unbelastet. Wunderte mich manchmal sogar, dass alte gestandene Hasen (Rettungssanitäter), und sogar einmal eine Notärztin fertig mit den Nerven waren, als besonders belastete Situationen uns konfrontieren. Alle in dieser Branche haben ihren persönlichen Kampf auf schlimme Situationen auszutragen. Ok, einer anscheinend oder angeblich nicht. Der war aber in seinem vorherigen Beruf Schlachter. Bis auf Todesfolgen durch Ertrinken und Verbrennen habe ich so ziemlich alles in den 20 Monaten kennen gelernt. Man hält es kaum für möglich, was einem Menschen so alles an Unfällen widerfahren kann.

Ich drücke dir aber trotzdem die Daumen, dass du das Richtige für dich findest.
 

Homer450

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Ich selber war Rettungsassistent und Lehrrettungsassistent so wie Fachdozent für den Rettungsdienst bis zu meiner Rente jetzt. Ich selber habe damals Einstellungsgespräche für Rettungsdienstmitarbeiter geführt und auch an Fachschulen ausgebildet.
Erst mal eine Umschulung erzwingen mit diesen Eingangsvoraussetzungen wird nicht klappen.

Auszug von dir:
Ich hatte den Antrag aus folgenden Gründen gestellt:


  • mittel- bis schwergradige depressive Episode mit Suizidgefährdung bei depressiv-zwanghafter Persönlichkeitsstruktur mit narzisstischen Anteilen
  • Angststörung
  • chronische Schlafstörungen
  • somatoforme autonome Funktionsstörung des kardiovaskulären Systems
Kein Gutachter wird dir mit diesen Erkrankungen auch nur ansatzweise eine Umschulung zum Rettungsassistenten bewilligen.
Und sollte es doch der Fall sein wird spätestens bei der vor Untersuchung der Umschulung Schluss sein. Auch wenn sie wollten dürften die dich gar nicht zulassen, da mit diesen Symptomen du auch eine Gefahr für Patienten bildest.
Der Stress Faktor im Rettungsdienst ist sehr hoch viele die ich persönlich kenne sind an diesen Beruf zerbrochen.

Wer diesen Beruf ausüben will, muss so wohl körperlich auch als Physisch fit sein, sonst hat er keine Chance.
Da von mal abgesehen würde dich auch keine seriöse Rettungsstelle mit diesen Vorerkrankungen einstellen.

Es tut mir Leid das ich dir keine anderen positiven Aussagen mitgeben kann. Aber so ist es leider. Mein Tipp versuche eine andere Umschulung mit weniger Stressfaktor.
 
E

ExitUser

Gast
Auszug von dir:
Ich hatte den Antrag aus folgenden Gründen gestellt:


  • mittel- bis schwergradige depressive Episode mit Suizidgefährdung bei depressiv-zwanghafter Persönlichkeitsstruktur mit narzisstischen Anteilen
  • Angststörung
  • chronische Schlafstörungen
  • somatoforme autonome Funktionsstörung des kardiovaskulären Systems
Wenn du schon zitierst dann bitte auch vom richtigen Mitglied. Dein Zitat stammt aus meinem Beitrag (#5) und bezieht sich auf meine Krankheiten/Symptome.
 

Homer450

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Ups, da ist mir ein folgenschwerer Fehler unterlaufen Sorry. Könnte ein Moderator den Beitrag von mir löschen? Ich sollte mal meine Brille überprüfen lassen:icon_sad:
Danke Mauli das du mich drauf hingewiesen hast.
 

Luna 17

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Warum will man mit Depressionen Rettungssanitäter werden?

@Giamo,
also diese frage stelle ich mir gerade auch.:icon_eek:
Du scheinst wohl keine Vorstellung vom Rettungsdienst zu haben,zumal Du ja nicht gesund bist.
Mich würde es sehr wundern,wenn man der gewünschten Umschulung zustimmt.

LG
Luna 17
 

Giamo

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Du scheinst wohl keine Vorstellung vom Rettungsdienst zu haben,zumal Du ja nicht gesund bist.
Mich würde es sehr wundern,wenn man der gewünschten Umschulung zustimmt.

LG
Luna 17
Also Vorstellungen habe ich schon, bin auch seit über 10 Jahren Ehrenamtlich in diesem Bereich tätig. Eigentlich habe ich zu Anfang auch geschrieben warum ich Depressionen habe und nichts davon erwähnt das ich das Leid anderer Menschen nicht ertragen kann.:icon_sad:
 

Luna 17

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Also Vorstellungen habe ich schon, bin auch seit über 10 Jahren Ehrenamtlich in diesem Bereich tätig. Eigentlich habe ich zu Anfang auch geschrieben warum ich Depressionen habe und nichts davon erwähnt das ich das Leid anderer Menschen nicht ertragen kann.:icon_sad:

Ich vermute,bei festgestellten Depressionen wirst Du schlechte Karten haben,stell Dich darauf ein.
Als Rettungsassistent stehst Du noch mehr unter Druck,auch die bezahlung ist nicht gut,falls Du überhaupt danach eine Anstellung findest,in dieser Branche tümmeln sich schon ganz viele private Arbeitgeber.
Ich habe einen familienangehörigen,der war schon immer bei der freiwilligen Feuerwehr und hat dann auf einer Rettungsschule seinen R.**** gemacht.Nach Ableistung vieler Stunden hat er großes Glück gehabt und ist jetzt bei der Feuerwehr.
Er ist ein harter Bursche,aber auch er hat manchmal tage wo es ihm nahe,sehr nahe geht.

LG
Luna 17
 
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