Termin steht an / Wie soll ich mich verhalten?

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Bestagers

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Ich bitte um einen Rat!

Seit 01/09 bin ich nun zu Hause (vorher Bundesprojekt zur Wiedereingliederung).

1. Mein AV ist seit 02/09 bis dato krank
2. Es gibt 25 (!) neue AV's die erst eingearbeitet werden müssen
(Aussage Teamleiter AfA)
3. Rückrufe erfolgen nicht (Aussage Teamleiter: zu viel zu tun..)
4. Habe mich um Bildungsgutschein bemüht (alles telefonisch, AV-
Vertretung hatte keinen Termin für mich)
5. Weiterbildung / Prüfung bestanden /Kopie an AfA
(AfA wusste nichts damit anzufangen)

Meine Leistungen laufen jetzt aus und ALG II werde ich erst einmal nicht beantragen (Abfindung von früherem Arbeitgeber).

Welche Möglichkeiten habe ich dann zur Weiterqualifizierung?
Lt. Afa (telefonisch) KEINE!
- weder auf privaten AV
- noch auf Bildung
- auch keine weitere Qualifizierung (da gerade abgeschlossen?

Muss ich ohne Leistungsbezug eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben?

Gehe davon aus, dass man bei meinem nächsten Termin "meine Bewerbungsnachweise" sehen möchte!

Ich habe keine. Man hat mich im Bundesprogramm in einem für mich vollkommen neuen Berufsfeld eingesetzt. In diesem kann ich jedoch jetzt nicht arbeiten - da mir die "Qualifizierung" fehlt. Für dieses Projekt hat man uns nur ein "Zeugnis der Zeitarbeitsfirma" ausgestellt!!!.

Meinen eigentlichen Beruf habe ich seit 5 Jahren nicht mehr ausgeübt.

Bin ständig auf Stellensuche (Internet, Presse etc.) - für mich, mein Alter etc. ist nichts zu finden.

Die Texte der Anzeigen sind auch "gut und deutlich" formuliert.

Kann mir bitte Jemand weiterhelfen? Mir graut schon vor dem Besuch bei der AfA (zumal der/die AV wirklich noch von nichts eine Ahnung hat). Hatte den/die AV schon mal am Telefon und war total geplättet - unhöflich, frech, respektlos und jeder Satz begann mit "eigentlich kann ich dazu garnichts sagen, bin neu und muss sowie so bei allem nachfragen". Sobald ich nur den Mund aufmachte, wurde ich angefahren "cool bleiben, bleiben sie ruhig".

Ich war ruhig, ich war entspannt!

Über Tipps freue ich mich - Danke!
 

Sozialfall

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Muss ich ohne Leistungsbezug eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben?
Nein, wenn du nichts von der Arge bekommst, musst du auch keine EGV unterschreiben. MÜSSEN musst du da sowieso nichts unterschreiben, meinstens drohen sie dann mit Sanktion, sprich man will dir das Geld kürzen. Such dir dann halt die Lücken aus der EGV raus und nutze sie, falls du das nicht alleine schaffst, stelle die EGV hier ins Forum rein und man hilft dir diese zu umgehen.

Wenn du wieder Geld beziehen solltest, mache dir bitte keine große Hoffnung eine vernünftige Arbetsstelle zu bekommen.

Das was dir bleibt wird wohl ein 1-Euro-Job sein, der Sachbearbeiter wird dich erstmal damit vollquatschen und diesen 1-Euro-Job schön reden, z.B. wie hilfreich und sinnvoll der doch wäre, bitte nicht drauf reinfallen und genau fragen was das ist.

Hört sich hart an, aber das ist leider die Realität, auch für junge Leute Anfang 20 :icon_sad:

Mfg
 
E

ExitUser

Gast
1) Eine EGV brauchst du zwar nicht zu unterschreiben, d.h. dich kann keiner dazu zwingen. Das Arbeitsamt kann dann aber - auch bei Nichtleistungsempfängern - die notwendigen Eigenbemühungen per Verwaltungsakt festsetzen. Dagegen kannst du natürlich Rechtsmittel einlegen.

2) Anträge auf Fortbildung, Förderung oder sonstige Leistungen stellst du bitte niemals mündlich oder telefonisch, sondern immer nur schriftlich mit Zugangsbestätigung auf einer Kopie. Auf diese Weise liegt beim Arbeitsamt nachweislich ein Antrag vor, mit dem sie sich zumindest beschäftigen müssen. Bei Nichtbewilligung bestehst du außerdem immer auf einer begründeten schriftlichen Ablehnung. "Das geht nicht" sagt sich immer ganz leicht. Muß man die Gründe schriftlich niederlegen, sieht es manchmal(!) schon anders aus.

3) Überlege dir grundsätzlich, ob eine Arbeitslosmeldung ohne Leistungsbezug dir überhaupt wesentliche Vorteile bietet (Erwerbsunfähigkeitsrente, Anrechnungszeiten für den vorgezogenen Bezug der Altersrente). Die Hilfe bei der Stellensuche kannst du wohl eher vergessen. Eventuell noch in dem Sinne, daß man dir eine Beihilfe zu den Bewerbungen und Reisen zu Vorstellungsgesprächen zahlt, was du dir aber vorher schriftlich zusagen lassen mußt.

4) Überhaupt solltest du, wenn du inkompetent und unwillig behandelt wirst, die Korrespondenz grundsätzlich nur schriftlich führen (Brief oder Fax, E-Mail ist nicht beweiskräftig). Wichtige Sachen per Zugangsnachweis abgeben oder als Einschreiben schicken. Wenn du persönlich eingeladen wirst, nimmst du dir jemanden als Beistand mit.
 

Martin Behrsing

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Also hier geht es um Arbeitslosengeld 1 und nicht um eine ARGE oder eine EGV nach dem SGB II

Grundsätzlich kannst Du an fortbildungsmaßnahme der Arbeitsagentur teilnehmen. Lehrgangskosten und Fahrtkosten werden dazu übernommen, sonstige Bezüge gibt es nicht. Du musst dich dafür allerdings Arbeit suchend melden.
Wenn Du der Vermittlung der Arbeitsagentur zur Verfügung stehst, können von dir Bewerbungsbemühungen und sogar eine EGV verlangt werden. Ansonsten kann die Arbeitsagentur ihre Vermittlungstätigkeit einstellen und damit gehen dann auch Rentenanwartschaftsansprüche verloren.

Vorsicht: Gerade bei Arbeit Suchenden versuchen die Arbeitsagenturen die Menschen mit allen Mitteln aus dem Status Arbeits suchend heraus zu bekommen. Schließlich wollen die ja eine gute Statistik haben.
 

Bestagers

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Danke für die Info!

Nein, erst einmal beziehe ich kein ALG II. Weder über Afa noch Arge werde ich einen vernünftigen Job bekommen - ist mir schon klar.

Habe versucht einen 400,--Job zu bekommen. Man hat in einem Marketingunternehmen die Stunden so aufgerecht, dass ich auf einen Stundenlohn von 3,-- € gekommen wäre. Es ist einfach dreist.

Danke dir.
 

Bestagers

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Also hier geht es um Arbeitslosengeld 1 und nicht um eine ARGE oder eine EGV nach dem SGB II

Grundsätzlich kannst Du an fortbildungsmaßnahme der Arbeitsagentur teilnehmen. Lehrgangskosten und Fahrtkosten werden dazu übernommen, sonstige Bezüge gibt es nicht. Du musst dich dafür allerdings Arbeit suchend melden.
Wenn Du der Vermittlung der Arbeitsagentur zur Verfügung stehst, können von dir Bewerbungsbemühungen und sogar eine EGV verlangt werden. Ansonsten kann die Arbeitsagentur ihre Vermittlungstätigkeit einstellen und damit gehen dann auch Rentenanwartschaftsansprüche verloren.

Vorsicht: Gerade bei Arbeit Suchenden versuchen die Arbeitsagenturen die Menschen mit allen Mitteln aus dem Status Arbeits suchend heraus zu bekommen. Schließlich wollen die ja eine gute Statistik haben.

Ich werde mich gleich weiter Arbeit suchend melden!
Auf was muss ich da aupassen? Wie kann die AfA mich davon abhalten/bringen?
 
L

lupe

Gast
Meine Leistungen laufen jetzt aus und ALG II werde ich erst einmal nicht beantragen (Abfindung von früherem Arbeitgeber).
Dinge, die ich nicht verstehe ohne nähere Angabe dazu.
Der normale Weg ist ALG I, dann ALG II...Auch mit guter Abfindung.

4. Habe mich um Bildungsgutschein bemüht (alles telefonisch, AV-
Vertretung hatte keinen Termin für mich)
Ein Bildungsgutschein ist eine "Kann" Leistung. Kein Anspruch.

Grüße Lupe
 

Rechte wahrnehmen

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Das letzte Mal nahm ich meinen Mann mit - ER MUSSTE VOR DER TÜR WARTEN!!!

drauf bestehen du hast einen gesetzlichen anspruch darauf einen beistand dabeizuhaben

und nicht vor der tür

forensuche benutzen

dann haben sie ja etwas zu verbergen, wenn sie keinen beistand dabei haben wollen

NICHTS unterschreiben!!!

alles erst nach dem
gespräch überlegen
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Bestagers,

schaue mal hier rein, da findest Du auch die gesetzlichen Bestimmungen. :icon_smile:

Sie haben das Recht, eine Person Ihres Vertrauens mit auf die Behörde zu nehmen, einen so genannten Beistand. (§ 13 Abs. 4 SGB X)
Quelle

Sucht euch Beistand und leistet Beistand! Niemand zwingt uns , alleine diesen oder ähnliche Gänge (ärztlicher Dienst, Jobbörse ) zu erledigen. Ganz im Gegenteil. Das Sozialgesetzbuch X sagte indeutig: „Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen.“ § 13 Abs. 4 SGB X: Bevollmächtigte und Beistände.
Quelle

Und hier der § 13 Abs. 4 SGB X
 
L

lupe

Gast
Hi Bestargers,

meine Meinung zu den Beiständen...

1. Man hat das Recht, da jemanden mitzunehmen. Klar.
2. Sollte der/die dann auch eine gewisse Ahnung (von Gesetzen) haben. Ansonsten kann solch Schuß auch nach hinten losgehen.
3. Gibt man sich aber selber aus der Hand, nämlich mangels Selbstbewußstsein.
4. Viele der Hartzer lassen sich leider nicht in einen sturen Gesetzestext pressen. Da kommt man teilweise mit einem emotionalen, individuellem Gespräch wesentlich weiter.

Die Links habe ich mir durchgelesen und wenn ich das mal auf mich selber beziehe, bin ich immer bestens mir meinen eigenen Argumentationen gefahren. Ich brauchte nie einen "Beistand"! Ich kann/konnte für mich selber sprechen. Und ich hatte es schon mit zwei SB's gleichzeitig zu tun.

Muß aber jeder selber wissen, in wieweit sich ein mündiger Bürger/in letztendlich selber für unmündig erklärt. Für mich persönlich ist das nichts anderes, wenn ICH einen Beistand mitnehmen würde. JEDER Mensch kann für sich selber sprechen. Wenn nicht, kann man das lernen, eine gewisse Portion Selbstbewußsein zu entwickeln.

@ bestargers,

ist nur meine Meinung dazu, da ich persönlich noch keine schlechten Erfahrungen mit dem was ich schrieb, gemacht habe...
 

Bestagers

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Wie soll ich mich verhalten?

Hallo
Canigou, Rechte wahrnehmen, Martin Behrsing, Gurkenaugust und Sozialfall

Erst einmal herzlichen Dank für die zahlreichen Antworten. Damit habe ich nicht gerechnet - bin ja NEU hier - "!

Die Reaktionen haben mir wirklich "GUT" getan.:icon_daumen:

Könnt ihr mir bitte noch zu meiner Frage bzgl. der :icon_neutral:Bewerbungsunterlagen noch einen Tipp geben?:confused: Das wäre wirklich super!
 
E

ExitUser

Gast
@Bestagers

Was genau ist denn deine Frage hinsichtlich der Bewerbungsunterlagen? Geht es darum, was du ggf. beim nächsten Termin beim Arbeitsamt vorlegen mußt?

Du mußt auch ohne Leistungsbezug ausreichende Eigenbemühungen zur Stellensuche unternehmen. Du darfst also auf keinen Fall den Eindruck erwecken, daß du gar nichts in dieser Hinsicht gemacht hättest, weil alles sowieso aussichtslos sei. Das garantiert praktisch eine Streichung des Arbeitslosenstatus mangels Verfügbarkeit. Aber da du dich ja bewirbst, betrifft dich das ja nicht.

"Eigenbemühungen" sind nicht nur Bewerbungen, sondern auch andere sinnvolle Anstrengungen zur Stellensuche - z.B. wenn du dich bei Firmen und ehemaligen Kollegen nach freien Stellen umhörst. Sinnvolle Bewerbungen bleiben natürlich immer ein zentraler Punkt.

Ohne EGV oder eine Festlegung der erforderlichen Bewerbungsbemühungen per schriftlichen Verwaltungsakt bleibt es allein dir überlassen, wo und wie häufig du dich bewirbst, solange es einigermaßen der Stellensituation angemessen ist. Da kann dir keiner was wollen, solange du nicht deine Aktivitäten völlig einstellst.

Ohne vorherige ausdrückliche Aufforderung bist du auch nicht verpflichtet, eine Liste deiner Bewerbungen zu führen oder entsprechende Unterlagen aufzuheben. So etwas kann das Arbeitsamt allenfalls für die Zukunft verlangen, und so etwas wäre eindeutig schriftlich festzulegen.

Falls du eine EGV mit Verpflichtung zu bestimmten Eigenbemühungen abschließt, achte darauf, daß auch eine entsprechende Gegenleistung des Arbeitsamtes festgelegt ist. Beispielsweise eine verbindliche(!) Zusage der Übernahme von Bewerbungskosten und Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen. Das kannst du auch bekommen, wenn du keine Leistungen beziehst.

Wenn du bei Terminen unsicher bist, nimm bitte - wie dir schon geraten - eine Person deines Vertrauens als "Beistand gemäß § 13 Abs. 4 SGB X" mit. Ein Beistand muß grundsätzlich zugelassen werden und darf nur in wenigen Ausnahmefällen zurückgewiesen werden, was auch schriftlich zu begründen wäre. In so einem unwahrscheinlichen Falle wäre es ratsam, den Termin abzubrechen, da dir ein Verhandeln ohne Beistand nicht zumutbar wäre.
 

Bestagers

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@Gurkenaugust

Danke für die rasche Antwort.

Ich habe mich zwar "schriftlich" nicht beworben - aber natürlich Kontakte genutzt und nutze sie immer noch! Selbstverständlich nutze ich auch Medien.

Schriftlich habe ich das aber nicht fixiert.

Ich muss nun allerdings davon ausgehen, dass mein AV (NEU in der Einarbeitungsphase) genau das aber von mir beim nächsten Termin erwartet!!!.

Das ich zu Eigenbemühungen verpflichtet bin weis - habe ja z.B. auch um eine Qualifizierungsmaßnahme bzgl. der besseren "Vermittlung" etc. gekämpft. Selbst von der AfA hat bisher keiner aus unserer 1000-Mann-Truppe-Bundesprogramm nur einen Vermittlungsvorschlag bekommen.

Ich/Wir sind zu lange aus unseren Berufen und haben nichts in der Hand, dass wir 18 Monate in anderen Berufsfeldern qualifiziert wurden.

Würde nun auch gerne wieder im Sozialbereich arbeiten (bei AfA auch so geführt) aber auch da gibt es keine Perspektiven. Also wo und als was bewerben? Pflege weiterhin meine Kontakte um evtl. als Quereinsteiger im Sozialbereich unterzukommen.

Wie lege ich das meinem AV dar?

Freue mich über deine Antwort.
LG
 
E

ExitUser

Gast
@Bestagers

Zunächst solltest du dir über eines klar werden. Als "Arbeitsloser ohne Leistungsbezug" wird das Arbeitsamt nicht viel für dich tun. Man wird vielmehr versuchen, dich aus der Statistik zu bekommen, indem man dich zur Abmeldung drängt oder es mit irgendwelchen Tricks versucht. Das ist traurig, aber wahr. Statistiken zeigen ja, daß der relative Anteil der Nichtleistungsbezieher an den Arbeitslosen über die letzten Jahre stetig zurückgegangen ist.

Was du ehesten noch erwarten kannst, sind finanzielle Beihilfen aus dem Vermittlungsbudget für Bewerbungskosten und Reisen zu Vorstellungsgesprächen. Wenn du Glück hast und Geld übrig ist, allenfalls noch einige (hoffentlich für dich sinnvolle) Fortbildungsmaßnahmen. Bei der Arbeitsvermittlung verläßt du dich besser auf dich selbst. Fortbildungs- oder Förderungsmaßnahmen beantragst du nur schriftlich, ggf. mit Zugangsbestätigung, und bestehst bei Ablehnung auf einem schriftlichem Bescheid.

Praktisch heißt es: zu Terminen solltest du nur gehen, wenn du offiziell (und selbstverständlich gegen vorherige Zusage der Reisekostenerstattung) vom Arbeitsamt gemäß § 309 SGB III eingeladen wird. Alles andere handelst du vorzugsweise schriftlich oder per Fax ab. Bei Terminen nimmst du dir stets eine Person deines Vertrauens als Beistand mit.

Falls dir der Sachbearbeiter eine EGV (genau gesagt: den Entwurf einer EGV) vorlegt, unterschreibst du bitte nichts an Ort und Stelle, sondern steckst den Entwurf ohne weitere Diskussion "zur Prüfung" ein. Weiteren Rat kannst du dir dann hier holen. Du bist nicht verpflichtet, eine EGV sofort beim Termin zu unterzeichnen.

Gegenüber dem Sachbearbeiter kannst du wahrheitsgemäß auf deine vielfältigen, aber leider erfolglosen, Eigenbemühungen hinweisen - falls er dich danach fragt. Nachweise brauchst du nicht vorzulegen, da du nicht vorher zum Sammeln solcher Unterlagen aufgefordert worden bist.

Was du speziell in deinem Berufsfeld am sinnvollsten machen könntest, kann ich dir mangels eigener Erfahrung leider nicht sagen.
 

Bestagers

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@Gurkenaugust

Du hast mich beruhigt!

Danke für die Zeit und die Mühe!

Du wohnst nicht zufällig nähe MTK? Vielleicht brauche ich ja mal einen Beistand (AfA).


Habe am Freitag erst mal beim Sozialministerium angeregt, dass wir (Teilnehmer des Bundesprogrammes) einen Nachweis über 18 Monate Qualifizierung in einem neuen Berufsfeld erhalten.
Bisher kam keiner der beteiligten Ministerien auf die Idee.

Liebe Grüße
 

Bestagers

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@Lupe

Hallo Lupe,

sorry - ich antworte spät!!!

Ich bin schon sehr selbstbewusst und habe auch keine "Angst" alleine zu einem Termin zu gehen.

Meine NEUE SB (hatte sie 1x am Telefon) ist die absolute Krönung!
Unverschämt und frech.:eek: Bei ihr rechne ich mit ALLEM.:icon_motz:

Ich selbst bin schon sehr umgänglich - weis was ich will - man kann mit mir reden und ich lasse mich nicht überrollen.

Das Benehmen der SB ist so unmöglich - es fehlen mir die Worte.
Aus diesem Grunde ist es wohl wirklich angebracht einen "Beisitzer" mitzunehmen.

Komischer Weise habe ich den Termin noch immer nicht erhalten?!

Bin soweit bei und mit dir! Danke:icon_daumen:


Liebe Grüße
Hi Bestargers,

meine Meinung zu den Beiständen...

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2. Sollte der/die dann auch eine gewisse Ahnung (von Gesetzen) haben. Ansonsten kann solch Schuß auch nach hinten losgehen.
3. Gibt man sich aber selber aus der Hand, nämlich mangels Selbstbewußstsein.
4. Viele der Hartzer lassen sich leider nicht in einen sturen Gesetzestext pressen. Da kommt man teilweise mit einem emotionalen, individuellem Gespräch wesentlich weiter.

Die Links habe ich mir durchgelesen und wenn ich das mal auf mich selber beziehe, bin ich immer bestens mir meinen eigenen Argumentationen gefahren. Ich brauchte nie einen "Beistand"! Ich kann/konnte für mich selber sprechen. Und ich hatte es schon mit zwei SB's gleichzeitig zu tun.

Muß aber jeder selber wissen, in wieweit sich ein mündiger Bürger/in letztendlich selber für unmündig erklärt. Für mich persönlich ist das nichts anderes, wenn ICH einen Beistand mitnehmen würde. JEDER Mensch kann für sich selber sprechen. Wenn nicht, kann man das lernen, eine gewisse Portion Selbstbewußsein zu entwickeln.

@ bestargers,

ist nur meine Meinung dazu, da ich persönlich noch keine schlechten Erfahrungen mit dem was ich schrieb, gemacht habe...
 
E

ExitUser

Gast
Es geht hier nicht nur darum, psychologische Unterstützung durch die Gegenwart eines Beistandes zu haben. Auch nicht darum, daß jemand für einen anderen sprechen kann oder muß.

Ein ganz wesentlicher Punkt bei der Sache ist, daß man dann auch gleich einen Zeugen dabei hat für Dinge, die nur mündlich besprochen worden sind. Ebenso ggf. für das gesamte Verhalten und Auftreten des Sachbearbeiters, falls das problematisch werden sollte (Stichwort Beschwerde). In so einem Falle würde ich zusammen mit dem Beistand unmittelbar nach dem Termin ein Gedächtnisprotokoll der wesentlichen Punkte des Gesprächs anfertigen. Natürlich kann der Beistand sich auch während des Termins seine Notizen machen.

Bitte beachten: Äußerungen des Beistandes beim Termin gelten als Äußerungen des Kunden selbst, sofern er ihnen nicht sogleich widerspricht. Der Beistand sollte also schon darauf achten, nicht munter darauf loszuquasseln, wenn er von der Sache keine Ahnung hat.
 

Bestagers

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@gurkenaugust

Mein "BeiSITZER" wird sich nicht äussern!:icon_evil:

Ein Gedächtnisprotokoll werde ich auf jeden Fall anfertigen.
Als R. Ko...'s "Baby" habe ich viel gelernt.:icon_eek:

Danke für die Tipps!

Gruß
 

Erolena

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Wenn deine Arbeit im eigenen Beruf 5 Jahre her ist,
dann hast du einen nicht mehr auf dem 1. Arbeitsmarkt verwertbaren Berufsabschluss.

Nur mal als Argumentationshilfe.
Ob du daraus noch etwas machen kannst bezügilch Qualifikation o.ä, weiß ich nicht (Ü50Forum).
Besser wäre wahrscheinlich, dir fiele was ein, wie du deinen Beruf und Sozialbereich verknüpfen könntest.
Vielleicht fällt mir was ein. Wie heißt denn dein Beruf und mit was für Leuten würdest Du arbeiten wollen? (Wenn du willst auch per PN)
 
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