Termin Sozialgericht

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T400

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Hallo Leute!

Ich hab im Januar und Februar 2005 Bewerbungskosten beantragt, wurden im März ablehnend beschieden. Direkt Widerspruch eingereicht, der dann im April zurückgewiesen wurde. Im Mai Klage beim Sozialgericht eingereicht. Im Juni Stellungnahme des Landkreises ans Sozialgericht. Im August Mitteilung des Sozialgerichts, es beabsichtigt ohne mündliche Verhandlung zu entscheiden, ebenfalls im August mein Einverständnis hierzu dem Sozialgericht mitgeteilt.

Jetzt im März 2006 bekomme ich eine Ladung zum Termin zur Erörterung der Sach- und Rechtslage.

Fragen hierzu: Kann ich da alleine auflaufen (ist das zu bewältigen?) oder soll/muß ich lieber einen Anwalt mitschleppen? Wenn ja, wer trägt die Kosten, steht mir anwaltliche Hilfe überhaupt zu? Wo finde ich einen Anwalt, der sich hierzu "auskennt"?

Hintergrund hier noch: Ich weiß, daß Bewerbungskostenübernahme eine Kann-Leistung ist und nicht zwingend erfolgen muß. Hier geht es in 1. Linie auch nicht nur um die Bewerbungskosten sondern auch um meinen FM , der extrem wortkarg ist, nicht informiert und nur mit Einbau kleiner oder großer Schikanen seiner Pflicht nachkommt.
Man hat mir mittels Bildungsgutschein ein Bewerbungstraining bewilligt, welches sich aber im Nachhinein als nicht geeignet für mich erwies (war ausschließlich für Akademiker). Zu den Kosten für diese einwöchige Vollzeitmaßnahme bekam ich keine Auskunft. Man wollte in dem Kurs zumindest meine Unterlagen optimieren (Zeitaufwand lt. Auskunft 20 Min., weitere Anwesenheit im Kurs dann nicht erforderlich), ich sollte aber die Anmeldung komplett ausfüllen (und die wollten Kosten einstreichen für Leistungen, die sie nicht erbracht hätten!). Mein Hinweis, wie diese Bildungsstätte zu Geld kommt, hat weder das Arbeitsamt noch den Landkreis interessiert. Das wollte ich nicht unterstützen (Gelder aus dem begrenzten Integrationsetat zu vergeuden) und habe stattdessen eine Optimierung meiner Unterlagen andernorts machen lassen für 85,- € (um die geht es jetzt u.a. in der Klage). Ich denke, ich habe die Kosten somit sicherlich um ein Vielfaches niedriger gehalten!

Freu mich auf Reaktionen von Euch!

Grüße
T400
 
A

Arco

Gast
Hallo T400

grundsätzlich kannste beim SG ohne Anwalt auftauchen. Ob das in deinem Fall notwendig ist mit Anwalt, mußt du schon alleine entscheiden.

Ansonsten Antrag auf Prozeßkostenhilfe oder so ähnlich.....
 

Netnetworx

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hallo T400

wenn du dir einen anwalt nimmst
werden die kosten für den anwalt von der anwaltskostenbeihilfe
getragen!
aber nur den wenn du den fall gewinnst!
solltest du nicht gewinnen trägst du die kosten des anwaltes!

ein anwalt finden kannst du hier

https://www.anwalt-suchservice.de/

https://www.anwaltauskunft.de/AVErgeb.jsp

https://www.google.de/search?hl=de&q=ich+suche+einen+anwalt&btnG=Google-Suche&meta=lr=lang_de

so wie Arco schon sagte muss jeder selber entscheiden ob man einen anwalt einschalten will oder nicht!

ich persönlich würde einen mitnehmen
besser ist es immer jemanden hinter sich zu haben der anung davon hat

man mus natürlich abwegen wie hoch die kosten sind für den fall das man verliert!

z.b
ich wuste in einen fall bei mir das die kosten die auf mich zu kommen höchstens 130 € betragen und das ich es in monatlichenraten abtragen kann! darauf hin habe ich entschieden meinen anwalt einzuschalten!


mfg

netnetworx
 

heuschrecke

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Naja, so wie ich das sehe wirst du es überleben, falls du verlierst. da es ja eher um eine Grundsatzfrage geht, als um dein Überleben.

Auch beurteile ich als Laie die Wahrscheinlichkeit, dass Du verlieren könntest als durchaus möglich.

Du würdest dich wahrscheinlich schwarz ärgern und dein Fallmanager sich totlachen, wenn du nicht nur auf den Bewerbungskosten sitzen bleibst, sondern zusätzlich vom kargen ALG2 noch die Anwaltskosten abstottern musst.

Natürlich würde ich mich vorher so gut es geht schlau machen, welche Tatsachen für deinen Fall für das Gericht entscheidend sein werden und wie wohl die Gegenseite argumentieren wird.

Dazu würde ich wahrscheinlich die 10 Eur für eine anwaltliche Beratung im Vorfeld der Anhörung anlegen (bei einem Fachanwalt zu dem Thema). Dort kannst Du den Anwalt dann bei Bedarf auch gleich fragen, was es kosten würde wenn er mitkäme und ob Du die Gebühr ggfs. in Raten bezahlen könntest. Die 10 Eur kriegst Du allerdings auf keinen Fall zurück.

So würde ich es machen, aber entscheiden musst Du das selbst, je nachdem wie rechtserfahren und redegewandt Du Dich selbst einschätzt und wie wichtig Dir der Erfolg der Aktion ist. Selbst wenn Du ohne Anwalt verlierst hast Du dem Schikanierer dennoch vor Augen geführt, dass er bei Dir stets mit einer Klage vorm SG rechnen muss... Und vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Will sagen, er kann sich keineswegs sicher sein, da jedesmal zu gewinnen.
 

T400

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Hallo!
Kurze Info (wen es interessiert!).

Ich habe gestern den Termin ohne anwaltliche Unterstützung und vorherige Beratung wahrgenommen. Es war ganz locker und tat auch nicht weh! Warum: Weil ich einen total coolen Richter hatte! Heißt also nicht, daß jetzt jeder ohne Anwalt losgehen sollte, ich hab es halt gewagt und hatte (endlich mal!) Glück!

Es ist in einem Vergleich geendet. Die RAin des Landkreises wollte gar kein Geld raustun, der Richter wollte zumindest einen Teil rauskitzeln und hat dies auch geschafft. Nachdem der Richter sie nochmals drauf hinwies, daß die Zahlung an mich um ein Vielfaches geringer ist als die Kosten die nach verlorener Klage auf sie zukommen und auch eine Gegendarstellung des Fallmanagers meine Glaubhaftigkeit für ihn nicht verändern wird, hat sich die RAin bereit erklärt, auf den Vergleich einzugehen, wenn der Richter ein "eindeutiges Protokoll" formuliert.

Das "eindeutige Protokoll", mit dem sie dann den Vergleich dem Landkreis gegenüber rechtfertigen wollte, weil sie ja dazu beigetragen hat, daß mir Kosten erstattet werden, beinhaltet folgenden Wortlaut: "... sind der Klägerin Kosten in Höhe von X zu erstatten, auch wenn die Antragstellung erst nach Entstehung der Kosten erfolgte und somit der Landkreis nicht zur Erstattung verpflichtet wäre. Da aber ein Beratungsfehler des Fallmanagers hierzu führte..."

Wenn die RAin wüßte, welchen Gefallen sie mir mit dem "eindeutigen Protokoll" getan hat! :klatsch: Diese "Beratungsfehlerpraxis" besteht bei diesem Fallmanager seit Januar 2005 und dauert an, deshalb war ich heute wieder beim Anwalt...

Grüße
T400
 

kalle

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:daumen: Wie man sieht, es lohnt sich.

Und mit dem Protokoll kannst Du sicherlich noch einiges anfangen..... :lol: :twisted:
 
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