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Termin mit dem Wunsch über gesundheitliche Situation zu sprechen?

HollowTobi

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#1
Schönen guten Abend,

ich habe da mal eine Frage an euch die mich etwas beschäftigt. Undzwar bekam ich einen Termin von meiner Sachbearbeiterin des Jobcenters in welchem folgender Grund stand -

"Ich möchte mit Ihnen über Ihre gesundheitliche Situation sprechen"

Anbei die üblichen Drohungen mit der Kürzung von 10% wenn ich nicht auftauche. Dieses mal sogar der Satz "Beachten Sie bitte unbedingt auch die nachfolgende Rechtsfolgenbelehrung und die weiteren Hinweise".


Nun frage ich mich warum sie über meine gesundheitliche Situation sprechen möchte. Ich habe hier im Forum schon ein paar mal nach Hilfe gefragt bezüglich dieser Sachbearbeiterin und habe bereits in 3 Fällen bei dem Sozialgericht geklagt und gewonnen. Zur kurzen Information , ich bin seit März 2015 wegen schweren Depressionen krank geschrieben und auch seitdem in Behandlung, meine Sachbearbeiterin wollte dies nur nie wirklich Akzeptieren und wollte mir immer wieder EGV-VA's unterjubeln die ich jedes mal abgeschmettert habe (danke nochmal an das Forum hier). Seit sie dann das dritte mal bei dem Sozialgericht verloren hatte, hat sie das erste mal kurz den Kopf benutzt und hat mich zum Ärztlichen Dienst geschickt, das war irgendwann im Dezember. Kurz darauf bestätigte der Ärztliche Dienst meinen Fall und zog mich für mindestens 6 weitere Monate aus dem Verkehr.

Als mir meine Sachbearbeiterin den Entschluss des Ärztlichen Dienstes gab, meinte diese das sie mich dann irgendwann im neuen Jahr nochmal einladen würde, warum hat sie nicht gesagt. Auch das ich weiterhin Arbeitsunfähigkeits scheinchen bei ihr abgeben müsse. Nun habe ich die Einladung bekommen worin sie , wie oben genannt , über meine gesundheitliche Situation sprechen will.

Ist das alles so richtig? Ist meine Sachbearbeiterin überhaupt befugt sich über meine Gesundheit zu informieren?
 

gelibeh

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#2
Ich frage mich, ob das schon angesichts der Feststellung des ÄDs ein zulässiger Meldegrund ist. Was will die da besprechen?
 

tunga

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#3
Als medizinischer Laie hat sie in keinster Weise mit Dir über Deine Gesundheit zu reden.
Dies ist auch kein Meldegrund für eine Einladung nach § 309 SGBII
 

HollowTobi

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#4
Vielen dank für die schnelle Antwort.

Du hast es mir quasi vor die Füße geworfen wie "Falsch" ihr Grund ist. Dort steht sogar, "Dies ist eine Einladung nach § 59 Zweites Buch in Verbindung mit § 309 Abs. 1 Drittes Buch Sozialgesetzbuch.

Hab mir das selbst auch nochmal durchgelesen und du hast tatsächlich Recht, dort steht nichts davon das sie mich unter dem Grund der gesundheitlichen besprechung her bestellen darf.
 
G

Gast1

Gast
#5
Einwand - aus der Sicht der SB:

Auch mit gesundheitlichen Einschränkungen kann man u. U. arbeiten gehen und somit in Arbeit vermittelt werden - was ein zulässiger Meldegrund wäre.

Der Themenersteller schrieb aber:

Kurz darauf bestätigte der Ärztliche Dienst meinen Fall und zog mich für mindestens 6 weitere Monate aus dem Verkehr.
Damit meint der Themenersteller wahrscheinlich, dass der ÄD ihn/sie als für nicht arbeitsfähig beurteilt hat, für mindestens 6 Monate.

@HollowTobi: Sind diese 6 Monate mittlerweile vorbei?
 

Vader

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#6
Hallo HollowTobi,

ganz klar, kein Meldegrund

aber

dennoch rate in hinzugehen.

Sprich mit ihr über Arbeit, deine Bemühungen, Bewerbungen - was auch immer. Spricht sie deine Gesundheit an, sagst du freundlich, dass du darüber mit ihr nicht sprechen wirst - Punkt. Am besten mit Beistand.

Warum?

Im Falle des Falles könnte das SG gegen dich sein. Man könnte Argumentieren, dass die Gesundheit weitläufig etwas mit der beruflichen Situation (Meldegrund, zulässig) zu tun habe. Nämlich, dass du zwar keine Details nennen müsstest oder Unterlagen vorbringen müsstest, die SB aber sehen könne, ob sie anhand deiner Infos den MD einschaltet.

Ist das alles so richtig? Ist meine Sachbearbeiterin überhaupt befugt sich über meine Gesundheit zu informieren?
Nicht mal im Halbsatz und andeutungsweise.
 

Couchhartzer

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#7
Man könnte Argumentieren, dass die Gesundheit weitläufig etwas mit der beruflichen Situation (Meldegrund, zulässig) zu tun habe. Nämlich, dass du zwar keine Details nennen müsstest oder Unterlagen vorbringen müsstest, die SB aber sehen könne, ob sie anhand deiner Infos den MD einschaltet.
Und das sollte dann bitte welchen Sinn ergeben, wo doch sehr deutlich bereits nachzulesen ist:
Seit sie dann das dritte mal bei dem Sozialgericht verloren hatte, hat sie das erste mal kurz den Kopf benutzt und hat mich zum Ärztlichen Dienst geschickt, das war irgendwann im Dezember. Kurz darauf bestätigte der Ärztliche Dienst meinen Fall und zog mich für mindestens 6 weitere Monate aus dem Verkehr.

Nach dieser Beschreibung ist doch offenbar die temporäre Erwerbsunfähigkeit bereits festgestellt und das sogar im Auftrag dieser SB.
Wozu also sollte die dann nun angeblich noch völlig sinnfrei den MD einschalten wollen, der ja das von ihr selber beauftragte und auch erstellte Gutachten des ÄD gar nicht aufheben und anfechten kann und darf?

Bezüglich der "Einladung" kann es allerdings sein, dass die SB ihre Amtspflicht bezüglich der Eröffnung des Gutachtens noch zu erfüllen hat und der sie nun nachkommen muss, denn die Begutachtung durch den ÄD war ja augenscheinlich grad erst im Dezember.
 

Vader

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#8
Hallo Couchhartzer,

Wozu also sollte die dann nun angeblich noch völlig sinnfrei den MD einschalten wollen, der ja das von ihr selber beauftragte und auch erstellte Gutachten des ÄD gar nicht aufheben und anfechten kann und darf.
Keine Ahnung und ist auch unerheblich. Ich wollte dem TE nur sagen, dass es unklug wäre, nicht hinzugehen - und das mit Hinblick auf ein eventuelles Eilverfahren. "Kein Meldezweck" ist zwar leicht und schnell gesagt (und wahrscheinlich auch richtig), aber der TE sollte doch auch bitte wissen, was im Falle eines Nichterscheinens u. U. auf ihn zukäme.

Widerspruch gegen die Meldeaufforderung kann immer noch eingelegt werden.
 

HollowTobi

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#9
Ersteinmal vielen Dank nochmal für alle die so schnell geantwortet haben.

Bezüglich der "Einladung" kann es allerdings sein, dass die SB ihre Amtspflicht bezüglich der Eröffnung des Gutachtens noch zu erfüllen hat und der sie nun nachkommen muss, denn die Begutachtung durch den ÄD war ja augenscheinlich grad erst im Dezember.
Ich habe mich etwas undeutlich ausgedrückt. Das Gutachten von dem ÄD habe ich im Dezember von meiner SB bekommen. Erst wollte diese mir das Gutachten nur vorlesen, habe aber auf eine Kopie bestanden die ich dann auch bekam.

Hallo Couchhartzer,



Keine Ahnung und ist auch unerheblich. Ich wollte dem TE nur sagen, dass es unklug wäre, nicht hinzugehen - und das mit Hinblick auf ein eventuelles Eilverfahren. "Kein Meldezweck" ist zwar leicht und schnell gesagt (und wahrscheinlich auch richtig), aber der TE sollte doch auch bitte wissen, was im Falle eines Nichterscheinens u. U. auf ihn zukäme.

Widerspruch gegen die Meldeaufforderung kann immer noch eingelegt werden.
Mir wurde schon sehr häufig eine Sanktionsdrohung ausgesprochen wenn ich einen Termin nicht wahrgenommen habe , dies tat ich jedoch nur dann nicht wenn mir sogar mein Arzt davon abgeraten hatte da meine SB die hohe Kunst des rumbohrens, in die Angelegenheiten anderer die sie nichts angehen, beherrscht und bewusst provoziert. Das kann in meiner Lage schnell eskalieren obwohl ich von Natur aus eigentlich eher ein ruhiger Typ bin.

Vorallem dann nun in diesem Fall in welchem sie mich ganz offen einläd um über meine Gesundheit zu sprechen find ich sehr fragwürdig und würde es lieber darauf ankommen lassen mich in dem möglichen sanktionseintritt Wisch zu erklären.

@HollowTobi: Sind diese 6 Monate mittlerweile vorbei?
Nein, diese dürften erst Mitte oder Ende Juni vorbei sein.
 

Couchhartzer

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#10
Das Gutachten von dem ÄD habe ich im Dezember von meiner SB bekommen.
Ah - ok.
Dann ist der SB also nachweislich sogar der Inhalt dieses Gutachtens bekannt und somit kannst du auch nachweisen, dass diese Einladung mit dem benannten Einladungsgrund "Ich möchte mit Ihnen über Ihre gesundheitliche Situation sprechen" einen willkürlichen Amtsmachtmißbrauch darstellt, da die SB ja über die temporäre Erwerbsunfähigkeit aufgrund des Gutachteninhaltes ganz genau bescheid weiß.

Das wäre dann ja sogar ein Grund für eine entsprechend ausgeführte Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diese SB, wegen willkürlichem Mißbrauch der Amtsmachtstellung zu ausschliesslich persönlichen Schikanezwecken.
 

HollowTobi

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#11
Das wäre dann ja sogar ein Grund für eine entsprechend ausgeführte Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diese SB, wegen willkürlichem Mißbrauch der Amtsmachtstellung zu ausschliesslich persönlichen Schikanezwecken.
Langsam denke ich auch ernsthaft drüber nach. Vorallem jetzt schon wieder, gestern hatte ich den oben erwähnten Termin und schon heute hatte ich Post von meiner SB im Briefkasten. Als hätte sie den Brief persöhnlich vorbei gebracht da hier die Post in den seltensten Fällen etwas unter 3 Tagen zustellt. Wie dem auch sei, es ist keine Sanktionsdrohung, es ist ein neuer Termin mit dem selben Grund und dieses mal mit dem Textmarker markierte Stellen.

Das lustige daran ist, das sie einen Grund markiert hat, gegen den ich schon vor dem Sozialgericht geklagt habe da ich nunmal Krank geschrieben bin und das als ausreichender Grund genügt. Dazu kommt ja nun noch das ich sogar von dem ÄD aus dem Verkehr gezogen wurde, demnach (so gesehen) doppelt Arbeitsunfähig geschrieben bin und sie dennoch mit den selben Gründen an kommt.

Die von meiner SB markierte Stelle habe ich nochmal Rot umrandet, weil man es nach dem einscannen nurnoch schlecht erkennen konnte.


Ist langsam eine Dienstaufsichtsbeschwerde gerechtfertigt? Und fals ja , wie gehe ich das am besten an?
 

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Surfing

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#12
Das was in der Vorladung steht mit dem Verlangen der Zusatzbescheinigung ist gesetzlich nicht gedeckt! Das gehört zu den Erfindungen der BA die das den JC vorschreiben: Wegeunfähigkeitsbescheinigung, Bettlägerigkeitsbescheinigung gehören da auch dazu. Daran ändert nichts dass die dafür eine Pauschale von 5,xx€ erstatten.
 

Vader

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#13
Hallo HollowTobi,

Ist langsam eine Dienstaufsichtsbeschwerde gerechtfertigt? Und fals ja , wie gehe ich das am besten an?
das würde ich nicht machen. Da gibt es viel Lustigeres. Zum Beispiel:

Sehr geehrte SB,

hiermit wird auf Ihre Meldeaufforderung vom X Bezug genommen.

Mit Hinblick auf § 15 SGB I bitte ich mir jene Stelle im Sozialgesetzbuch in Kopie für meine Unterlagen auszuhändigen, welche das Abfordern der hier nicht näher bezeichneten Bescheinigung bzgl. der Hinderung an einem Meldetermin bei Krankheit legitimiert.


Nach 6 Monaten Untätigkeitsklage.
 

HollowTobi

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#14
das würde ich nicht machen. Da gibt es viel Lustigeres. Zum Beispiel:

Sehr geehrte SB,

hiermit wird auf Ihre Meldeaufforderung vom X Bezug genommen.

Mit Hinblick auf § 15 SGB I bitte ich mir jene Stelle im Sozialgesetzbuch in Kopie für meine Unterlagen auszuhändigen, welche das Abfordern der hier nicht näher bezeichneten Bescheinigung bzgl. der Hinderung an einem Meldetermin bei Krankheit legitimiert.

.


Genau das habe ich gemacht. Es hat nun 14 Werktage gedauert aber habe jetzt die Antwort dazu bekommen. ich habe den Brief mal hier mit hoch geladen.

So wie ich das herraus lese bezieht sie sich auf den selben Dingen auf die sie sich vorher schon bezogen hatte.
 

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Anna B.

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#15
Sie soll dir doch erst einmal beantworten, ob "Reden über die gesundheitliche Situation" ein rechtlich abgesicherter Meldegrund nach § 309 ist..

vermutlich nämlich nicht..
x.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/309.html

desweiteren würde ich diese Einladung noch heute an den Datenschützer senden mit der Aufforderung um eine schnelle Stellungnahme, da dir Sanktionen angedroht wurden..

ein SB ist kein ARzt...der darf gar nicht mit dir über gesundheitliche Probleme reden.

ggf. würde ich den Termin wahrnehmen...und nur auf berufliche und vermittlungsfragen antworten...zu gesundheitlichen Themen würde ich mich nicht äußern.

Sie kann den ÄD einschalten..der darf dann wiederum mit dir über derartige Themen reden..
 

faximan

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#16
Habe hier ähnliches Problem...

Bekam im November ne Einladung das ich zu einen Termin erscheinen sollte... Begründung Ich möchte über Ihre berufliche Sanktion sprechen...... zudem forderte Sie "Bitte bringen Sie aktuelle ärztliche Befunde mit" ... Habe diesen Termin mit einen ärztlichen Attest meiner Psychiaterin abgesagt.... 2. (Folgetermin) gleiches spiel nun die erste Sanktion bekommen in dem das Attest mit der Begründung:
"Sie sind trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen zu dem Meldetermin am xx. Dezember 2015 ohne wichtigen Grund nicht erschienen.
Zur Begründung Ihres Verhaltens haben Sie dargelegt, über ein Attest Ihres Arztes dass Sie
Krankheitsbedingt derzeit von Ihrer Mitwirkungspflicht gegenüber dem Jobcenter befreit wer den sollten.
Diese Gründe konnten jedoch bei der Abwägung Ihrer persönlichen Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit nicht als wichtig anerkannt werden (§ 32 Absatz 1 Satz 2 SGB II)."
Meine Reaktion war nun erstmal den Datenschutzbeauftragten wegen den Forderungen der medizinischen Unterlagen einzuschalten, der Rest der Sache geht nun zum Anwalt.... Der Sanktionsbescheid ist eh nix Wert weil die Dame dann noch den falschen Regelsatz zur Leistungsminderung genommen hat... Es handelte sich um einen Termin im Jahre 2015 und Sie nimmt den Regelsatz von 2016.... Das alleine ist schon nicht haltbar....

Was ich gerade Suche - gab es nicht mal irgendwo ein Urteil das besagt das eine Einladung im ganzen Rechtswidrig ist wenn im Schreiben gegen den Rechtsweg verstoßen wird (also im meinen Fall das fordern der ärztlichen Unterlagen) ?
 

ladydi12

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#17
Hallo in die Runde,
das hier

Sie soll dir doch erst einmal beantworten, ob "Reden über die gesundheitliche Situation" ein rechtlich abgesicherter Meldegrund nach § 309 ist..

vermutlich nämlich nicht..
x.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/309.html

desweiteren würde ich diese Einladung noch heute an den Datenschützer senden mit der Aufforderung um eine schnelle Stellungnahme, da dir Sanktionen angedroht wurden..

ein SB ist kein ARzt...der darf gar nicht mit dir über gesundheitliche Probleme reden.
......
Sie kann den ÄD einschalten..der darf dann wiederum mit dir über derartige Themen reden..
sehe ich ganz genauso, denn § 309 SGB III Absatz 2 besagt klar und deutlich

(2) Die Aufforderung zur Meldung kann zum Zwecke der

1. Berufsberatung,

2. Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit,

3. Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen,

4. Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und

5. Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch

erfolgen.
und da steht ganz klar nichts von

Ich möchte mit Ihnen über Ihre gesundheitliche Situation sprechen
drin. Folglich hat @Vader recht, wenn er von einem nicht zulässigen Meldegrund spricht.:cool:

meint ladydi12
 

HollowTobi

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#18
Ich bin grade dabei dem Datenschutz die Sache zu melden , ich habe nur dezente formulierungs Problemchen , ich bin nie besonders gut darin gewesen soetwas zu schreiben. Habt ihr vieleicht eine Art Muster Vorlage für mich ?
 

faximan

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#19
Ich kann die mein Schreiben mal geben was du dann geringfügig ändern müsstest...


Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz
und die Informationsfreiheit
Husarenstraße 30
D-53117 Bonn
vorab via Fax

Musterstadt, 10.02.2016

Betr. Forderung von Datenschutzrechtlich geschützten Informationen durch Jobcenter Mitarbeiter

Sehr geehrte Damen und Herren,


Am 10.11.2015 bekam ich eine Einladung mit Datum vom 11.11.2015 des Jobcenter Musterstadt Süd zu einen Meldetermin zur “Besprechung der beruflichen Situation”. Die Sachbearbeitern Fr. Münchausen forderte mich auf - obwohl sie nicht zum ärztlichen Dienst gehört - “aktuelle ärztliche Befunde” zu diesem Gespräch mitzubringen.

Ich sagte die Meldetermine vorab via Fax sowie per Briefpost im Original unter Beilage eines zusätzlich geforderten ärztlichen Attest ab.

Am 13.Januar 2016 erhielt ich nun von gleicher Stelle ein erneutes Schreiben mit Datum vom 11.12.2015 in dem sie bekannt gibt, eine Sanktion gegen mich einleiten zu wollen. Auch besteht sie bei weiteren Melde/Folgetermin in Form einer “Sanktionsanhörung” sowie gleichen Grund - “Besprechung ihrer beruflichen Situation” auf die Vorlage “aktueller medizinischer Unterlagen mit ärztlichen Befunden”.

Mit dem Schreiben vom 22.01.2016 wiederholte die Sachbearbeiterin zum 3. mal den Vorgang.
Die zuvor versendeten Einladungen zu Meldeterminen bzw. Folgeterminen In dem zu einem Gespräch zur aktuellen beruflichen Situation geladen wurde bitte ich zu überprüfen, speziell die Forderungen aktuelle ärztliche Unterlagen vorzulegen stellen für mich einen Verstoß gegen die gesetzlichen Bestimmungen da. Meines Erachtens haben weder ärztliche Befunde oder andere medizinische Belange in einen Gespräch zur aktuellen beruflichen Situation etwas verloren. Die Sachbearbeitern, die nicht dem ärztlichen Dienst der Bundesagentur für Arbeit angehört, versucht hier wiederholt,mit Nachdruck unter Androhung von Sanktionen, an medizinische Informationen zu gelangen die nicht in Ihren Kompetenzbereich fallen.

Hiermit lege ich Beschwerde gegen die o.g. Sachverhalte ein und Bitte um eine Überprüfung von Amtswegen der eingereichten Anlagen. Dazu erteile ich Ihnen ausdrücklich die Ermächtigung meinen Namen und die eingereichten Unterlagen für Ihre Arbeit zu nutzen und gegenüber dem Jobcenter Musterstadt und allen anderen am Verfahren beteiligten Parteien zu verwenden.

mit freundlichen Grüßen

Götz von Berlichingen

Anlagen (per Email versendet)

Einladungen und Folgeeinladungen des Jobcenter Köln in chronologischer Reihenfolge
 

Atze Knorke

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#20
An die Forumsrunde,

ach nee, mal nicht die "berufliche Situation" - bei AU (aus gesundheitlichen Gründen) ist ein Leistungsberechtigter durch das JC bei einem potenziellen Arbeitgeber vermittelbar?

Die JC-Forderung nach WUB (Wegeunfähigkeitsbescheinigung) setzt man durch die Auseinandersetzung mit seinem Hausarzt die AU aufs Spiel. Besonders tragisch und unglücklich, wenn man bei bestimmten Fachärzten in Behandlung ist, die jedoch meinen, keine Befundberichte herauszugeben und sagen, wer was will, kann mich anschreiben ... ach so und dann hat man wieder die Entbindung von der Schweigepflichtentbindung an der Backe und hinterm Rücken gehts wie im Fluge munter mit den "Befundschreiben" einher. Stets und ständig ist man im Kampf mit den Ärzten. Neulich erst hat ein Arzt nicht den Unterschied zwischen "Ärztlichen Dienst" und "Medizinischen Dienst der KK" gewußt und erkannt. Und da man hier auch mit Abhängigkeiten zu tun hat, kann das doppelt tödlich werden.

---
Das SG Berlin sieht 40 % Sanktion Rechtmäßigkeit bei 4 versäumten Meldeterminen bei fehlenden aussagekräftigen Befundberichten des Arztes an.

Wird doch damit das Krankheitsbild gegenüber dem SG/JC offengelegt - siehe Pkt 3. -
Wie hier im Forum betont wird, hat das einen SB nichts anzugehen.

Ist das nicht dann über den Ärztlichen Dienst zu klären?

aus T-Rechtsprechungsticker KW 07/2016

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 07/2016

[FONT=&quot]2. 3 SG Berlin, Urteil vom 07.08.2015 - S 149 AS 24707/14 - NZB anhängig beim LSG BB unter dem Az. : L 32 AS 2255/15 NZB[/FONT]
[FONT=&quot]Fehlende Rechtsgrundlage zur Vorlage einer sog. Wegeunfähigkeitsbescheinigung -4 versäumte Meldetermine - 40% Sanktion rechtmäßig - Fehlende aussagekräftige Befundberichte des Arztes

Bei 4 versäumten Meldetermin ohne wichtigen Grund 40% Sanktion rechtmäßig[/FONT]

[FONT=&quot]Leitsatz Dr. Manfred Hammel [/FONT][FONT=&quot]

1. Zur Bejahung eines wichtigen Grundes im Sinne des § 32 Abs. 1 Satz 2 SGB II für ein Meldeversäumnis (§ 32 Abs. 1 Satz 1 SGB II) bedarf es eines hinreichenden Nachweises darüber, dass die dem Jobcenter gegenüber angezeigte Arbeitsunfähigkeit zugleich eine krankheitsbedingte Unfähigkeit dahingehend bewirkte, bei einem Meldetermin anwesend zu sein.

2. Die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung reicht nicht in jedem Fall aus, um ein Fernbleiben von einem Meldetermin sachlich zu rechtfertigen, gerade wenn vom Jobcenter in diesem Rahmen lediglich die Führung eines Gesprächs beabsichtigt ist.

3. Es bedarf hier aussagekräftiger ärztlicher Befundberichte, aus denen fachkundige Aussagen zu Art und Schwere der Erkrankung sowie deren Auswirkungen auf die Mobilität und Belastbarkeit eines ALG II-Beziehers hervorgehen.[/FONT]
Der Leistungsberechtigte steht doch wie ein nasser Pudel im Regen. Wie soll man es nun machen ohne sich eine Sanktion einzuhandeln? Das ganze Gedöns mit Einstweiligen Rechtschutz und Klage ist alles Schmarrn, die Kohle ist weg, um dann jahrelang dem hinterher zu hecheln bis die Seele streikt. Und dann sind es Einzelfallentscheidungen, hilft einen anderen betroffenen LB nicht.

Der Datenschutz - der will doch auch nicht aufwachen - schreibt man sich die Finger wund und wo sind die massiven Erfolgsmeldungen. Die JC, die Sonderrechtszonen.

Die ewige Sucherei macht es nicht leichter :icon_kratz: grad gefunden - "Gedankensplitter" bereits verlinkt:
https://www.elo-forum.org/allgemein...aegerigkeitsbescheinigung-alles-wichtige.html - #19)

https://www.elo-forum.org/alg-ii-wi...cheinigung-wub-164621/index2.html#post2026918 - #32)

Bitte um sachdienliche Meinungen. Vielen Dank.
 
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