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Termin Ihre Teilnahme am arbeitsleben / Reha

Alli

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#1
Hallo,
habe gestern einen Termin bekommen bei dem es um meine Teilnahme am Arbeitsleben / berufliche Reha geht.

Hintergrund ist ein Gutachten eines Psychologen:
tägl weniger als 3 Stunden, Voraussichtlich länger als 6 Monate aber nicht auf dauer. ....Aus psychiatrischer Sicht ist die Verrichtung einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht möglich. Die begonnenen medizinischen Maßnahmen sollten intensiviert werden. Eine psychiatrische behandlung in einer teilstationären psychiatrischen Klinik ist zu empfehlen. Die Leistungsfähigkeit des Probanden sollte in ca. 6 Monaten bis zu einem Jahr neu beurteilt werden.
Es liegt eine schwerwiegende Leistungseinschränkung vor, die die Aussichten am Arbeitsleben teilzuhaben vorübergehend wesentlich mindert.
Auch eine Psychosomatische Reha Maßnahme sollte überprüft werden.
Eine Eingliederung in eine Werkstatt für Behinderte ist nicht zu empfehlen. Zunächst sollte eine psychiatrische Behandlung intensiviert werden.
Ich fühle mich absolut überhaupt nicht imstande für so eine Maßnahme. Kann ich das dem Sachbearbeiter so sagen oder wäre das nicht so gut. Ich brauch einfach mehr Zeit....

Was für Ratschläge habt ihr für mich wenn ich zu diesem Termin gehe?

Danke für eure Hilfe.
lg
 

nordlicht22

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#2
der Gutachten ist nicht dämlich - hat eigetnlich alles über Dich und Deine Erkrankung verraten ohne tatsächlich gegen den Datenschutz verstoßen zu haben.

Das mit der Reha wird eine finanzielle Geschichte werden. Bedeutet für Dich - Du musst einen Antrag auf Reha bei DRV und/oder KK stellen.

Inwieweit Du tatsächlich aufgefordert werden kannst eine Therapie oder gar einen stationären Aufenthalt zu absolvieren haben wir hier schon mal diskutiert. Iwie ohne richtiges Ergebnis. Ich vertrete die Meinung, dass der Träger durchaus im Rahmen der Mitwirkungspflicht zumindest einen Nachweis der bemühungen abverlangen kann.

Verlangen können die viel, aber eben nicht alles druchsetzen. Die Einschränkungen zur Mitwirkungspflicht sind ebenfalls aufgeführt. Wenn Du bzw. Deine behandelnden Ärzte der Meinung sind eine stationäre Therapie ist eher schädlich als nützlich, dann kann der SB Kopfstand machen - dann ist es eben so, nicht rehafähig nennt sich das.

Nicht ausser Acht lassen würde ich diese Gutachten in Bezug auf weitere Stunden einer Therapie.
Therapien sind meist begrenzt. Die Stunden reichen gerade bei schweren Erkrankungen nicht aus. Entweder man wechselt dann die Therapierichtung und damit den Thera oder man zahlt selbst (wie denn mit RS?¿) oder man macht die zwei Jahre Pause.
Wer in diese Pausenzeit fällt kann mit so einem Gutachten und der expliziten Aussage auf dringend notwendige weitergehende Behandlung, versuchen einen Antrag auf Übernahme der Therapiekosten stellen.

Ich kenne bisher nur eine LB, die durch diesen Trick keine Pause einlegen musste. Der Träger wird sich geärgert haben :biggrin:
 

Alli

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#3
Danke für die erste Antwort.
Könnte sich bitte noch jemand dazu äußern? Irgendwie weiß ich immer noch nicht wie ich mich an dem Termin verhalten soll.

Danke.
lg
 

Alli

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#4
hat denn sonst niemand etwas dazu zu sagen?

Kann ich dem SB sagen das ich die Reha nicht will weil ich mich nicht in der lage dazu fühle oder wäre das nicht so gut?
 

Purzelina

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#5
Ich fühle mich absolut überhaupt nicht imstande für so eine Maßnahme.
Das ist sehr schwammig, du solltest schon sehr konkret darlegen, was für dich die Behandlung in einer Klinik zur Zeit unmöglich macht.
 

nordlicht22

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#6
Um eine Maßnahme, Reha oder ähnliches nicht antreten zu müssen, Bedarf es einer Unfähigkeitsbescheinigung. Quasi muss ein Arzt besser noch Facharzt Dir eine Bestätigung schreiben, dass Du nicht therapiefähig oder eben nicht rehafähig bist.

Ich kann Dir nur raten damit sehr vorsichtig zu sein. Steht iwo in Deinen Akten therapieresident oder austherapiert, dann bekommst Du keine weiteren Therapien oder Reha oder so bewilligt - zumindest haben die Theras und Ärzte es dann weit aus schwerer.

Noch eine kleine persönlicher Anmerkung:
Wenn Dir die Antworten nicht passen - es ist Dir nicht geholfen, wenn Du auf eine Antwort wartest die das aussagt, was Du lesen willst.
 

Purzelina

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#7
Du hast einen Antrag gestellt, um wieder am stressigen Arbeitsleben teilhaben zu können. Aber die Behandlung in einer Tagesklinik sagt Dir aus irgendwelchen Gründen nicht zu.

Wenn du zum Beispiel noch kleine Kinder oder andere bedürftige Personen tagsüber zu beaufsichtigen hast, dann wäre dies ein sehr guter Grund für eine andere Therapieform.

Quasi muss ein Arzt besser noch Facharzt Dir eine Bestätigung schreiben, dass Du nicht therapiefähig oder eben nicht rehafähig bist.
Wenn man nicht mal therapiefähig, dann kann man doch keinen Neueinstieg ins Arbeitsleben planen.
 

Alli

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#8
Noch eine kleine persönlicher Anmerkung:
Wenn Dir die Antworten nicht passen - es ist Dir nicht geholfen, wenn Du auf eine Antwort wartest die das aussagt, was Du lesen willst.
Das sagte ich ja nicht, es gab nur eine Antwort und ich hätte gerne auch andere Meinungen dazu gehört.
Du hast einen Antrag gestellt, um wieder am stressigen Arbeitsleben teilhaben zu können. Aber die Behandlung in einer Tagesklinik sagt Dir aus irgendwelchen Gründen nicht zu.
Ich habe keinen Antrag gestellt, damit kommt mir der Sachbearbeiter. Das kommt nicht von mir!

Zusammengefasst kann man also sagen ich muss diese Reha machen, ob ich will oder nicht?? Sonst gibt's kein Geld mehr und ich sitze auf der Straße. Glaube kaum das dies zu meiner Genesung beiträgt.... wieder mal typisch.
 

nordlicht22

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#9
Du bist sehr widersprüchlich :confused:

Aber egal - musst Du wissen.

Der Antrag auf Teilhabe ist ein Versuch einen anderen Träger (Geldgeber) für Dich zu finden.

Was Du wahrscheinlich wirklich musst, ist einen Rehaantrag stellen. Ein Rehaantrag kann in einen Rentenantrag umgewandelt werden.
Zu einem Rehaantrag kann der Leistungsträger auffordern, zu einem Rentenantrag nicht.

Da das Gutachten Dich länger als 6 Monate für erwerbsunfähig eingestuft hat wird jetzt geprüft, ob Du Anspruch auf EM Rente hast.

Weißt Du eigentlich selbst was Du willst?
Das wäre schon wichtig, weil sonst fällst Du mit hoher Sicherheit überall durch und produzierst selbst den Ärger.
 

Alli

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#10
Wieso wiedersprüchlich? Ich sagte von Anfang an das ich mich dazu nicht in der lage sehe und das ist immer noch so.

Zu einem Rentenantrag hat der SB mich schon vor einiger Zeit gebracht und ich solle sogar einen Nachweis darüber erbringen (steht sogar in der EVB) . Den Antrag habe ich dann auch gemacht, habe aber noch keinen Bescheid.

Klar weiß ich was ich will. Ich brauche mehr Zeit bis ich selbst dazu breit bin diesen Schritt zu gehen. Momentan bin ich das nicht und da sehe ich auch in einer Reha keinen Sinn und keine Chance auf Besserung... Eher das Gegelteil.... Ich möchte endlich eine Therapie beim Psychologen meines Vertrauens beginnen aber die Termine sind soooo ewig weit....
 

nordlicht22

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#11
Wenn der Rentenantrag gestellt ist, dann rufe doch bitte einmal bei der DRV an und frage nach dem Stand. Wenn das über das JC gelaufen ist, dann kann das durchaus sein, dass dieses schon mal eine Vormeldeugn erhalten hat. Ist mir mit der KK passiert - die wusste vor mir von der Rente.

Die DRV wird vor der Rente wahrscheinlich eine Reha anstreben oder zumindest prüfen. Es gilt immer Reha vor Rente.

Was mich ein wenig irritiert - und da lasse ich mich gerne korrigieren:

  • Rentenantrag ist gestellt
  • Reha vor Rente ist bekannt
  • voll erwerbsunfähig durch Gutachten für über 6 Monate, aber befristet
Was also soll dieser Antrag auf Teilhabe?
Was ist das für ein SB? Weiß der was er/sie tut?¿

Klingt nicht wirklich danach. SB schießt aus allen Rohren und hofft auf einen Treffer.

Sei mir nicht bös, aber ich befürchte Du wirst vor Ort Hilfe benötigen. Gibt es eine Beratungsstelle, einen Verein? Hast Du mal im Forum geschaut?

Tagesklinik und/oder stationöre Therapie überbrückt die Zeit bis zum Therapiebeginn und ist keine schlechte Wahl. Besser als Daheim sich zu verkreichen. Ausserdem können die Kliniken Plätze ambulant vermitteln.
Keine Ahnung ob Du überhaupt schon auf irgendeiner Warteliste stehst. Wenn nicht wird es mehr als Zeit. Kommt ein wenig darauf an welche Therapie Du anstrebst.

Mir wurde gesagt für die gesuchte Therapie müsste ich mit ca. 5 Jahren Wartezeit rechnen - um überhaupt einen Platz zu bekommen! Ich habe mich dann zufällig einen Platz sehr kurzfristig bekommen - war wohl zu nervig :biggrin:
Nichts mit 5 Jahren - gerade mal 5 Monate.
 
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