Temporäre BG mit meinem Sohn, soll jetzt alleine reisen

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Neinsager

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Hallo!
Beziehe ALG II und bilde mit meinem Sohn in ungegelmäßigen Abständen eine temporäre Bedarfsgemeinschaft, meist in den Ferien.
Ich habe auch Fahrkosten beantragt, um meinen Sohn zu holen und zu bringen.
Mein Sohn ist 14 Jahre alt und wohnt in Polen.
Jetzt habe ich einen vorläufigen Bewilligungsbescheid bekommen, indem es heißt, mein Sohn sei alt genug, um alleine zu reisen. Es werden nur die anteilmäßigen Reisekosten für ihn übernommen.
Muß ich das hinnnehmen?
Mein Sohn wohnt in Polen, es gibt nicht die Option einer Zugbegleitung! Er würde sich auch nie alleine trauen, mit dem Zug stundenlang zu fahren, da sehr viele "dunkle Gestalten" dort mitfahren. Die Kindesmutter würde ihn sicher auch nicht alleine fahren lassen.
Was kann ich tun? Schonmal Danke für die Hilfe!
 

vidar

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Moin @Neinsager,

Ich denke schon, dass dein Sohn ohne Begleitung mit den Zug reisen kann. Mit diesem Alter sollte ein Verantwortungsbewusstsein gegenüber sich selbst vorhanden sein. Es ist auch durchaus gegeben, dass ein 14 Jähriger befähigt sein sollte, zeitlich befristet selbständig handeln zu können. Ob sich da im Zug auch noch „dunkle Gestalten“ befinden ist schon mal egal. Dies stellt hier nur ein subjektives Empfinden deinerseits dar.
 

Neinsager

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Es geht hier um ca. 300 km Zugfahrt über eine Landesgrenze. Er äußerte schon, daß er alleine sich nicht traue bzw. Angst hätte, diese Strecke mit dem Zug zu fahren. Die Kindesmutter äußerte ebenfalls, daß sie dies nicht zulassen würde.
Und nein, es ist kein subjektives Empfinden, es sind Erfahrungen, die ich auf dieser Strecke schon gemacht habe. Gibt es dort eventuell Urteile diesbezüglich?
 

vidar

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Es geht hier um ca. 300 km Zugfahrt über eine Landesgrenze.
Warum eine 300 km Zugfahrt über eine Landesgrenze anders zu bewerten sein soll, als wenn die Fahrt innerhalb Deutschland stattfindet würde, erschließt sich mir hier nicht. Polen ist auch kein Land, was dies gegenteilig begründen könnte. Die s.g. „Dunklen Gestalten“ findet man in vielen Zügen und nicht nur in denen, die über Landegrenzen hinweg fahren. Sofern der Junge keine psychische oder physische Einschränkungen hat, sollte er auch allein reisen können. Ansonsten könnte hier ein ärztliches Attest über die Erfordernis einer Begleitperson dienlich sein. Urteile in dieser Angelegenheit sind mir leider nicht bekannt.
 

Seepferdchen 2010

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AW: Temporäre BG mit meinem Sohn, soll jetzt alleine reisen

@Neinsager

ich kann deine Bedenken verstehen, nun hängt das auch vom Entwicklungsstand von deinem Sohn ab.

Jetzt habe ich einen vorläufigen Bewilligungsbescheid bekommen, indem es heißt, mein Sohn sei alt genug, um alleine zu reisen.

Du entscheidest ob hier dein Sohn die Bahnfahrt alleine antreten kann,da reicht nicht die Begründung vom JC das er alt genug ist, die Aufsichtspflicht liegt bei dir bzw. wie oben erwähnt ob er das kann bzw. auch möchte, also sich das selber zutraut?

Auch steht die Frage muß er ggf. umsteigen?

Und hier aus dem Forum mal ein Beispiel:

Fahrtkosten zum Kind abholen

und hier noch ein Urteil lies dir mal den Sachverhalt und Begründung durch:

Fahrtkosten zur Wahrnehmung des Umgangsrechts! | Sozialberatung Kiel
 
M

Mitglied 61702

Gast
Ich habe lange Zeit an dieser Grenze gelebt, und denke daß es nicht dem JC obliegen kann, zu entscheiden ab wann ein minderjähriges Kind eine solche Zugfahrt machen kann. Ich habe mich als erwachsene Frau bei diversen Gelegenheiten nicht getraut, dort allein unterwegs zu sein, und das mit Grund!
 

AsbachUralt

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Ich habe mit 14 Jahren schon mein erstes Lehrjahr absolviert. Und das zu einer Zeit (1963), als Jugendliche noch wesentlich unreifer waren als heute.

Da sollte eine Zugfahrt nun wirklich kein Problem darstellen, man kann die Fürsorge auch übertreiben.
Die Mutter kann ihn ja in ein Abteil setzen, in dem keine finsteren Gestalten sitzen und gut ist es.
 

vidar

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Zum von @Seepferdchen genannten Urteil sollte bitte bedacht werden, dass 1.) das Kind 13 Jahre war und dass 2.) es eine Einzelfallentscheidung gewesen ist. Wie auch immer, es bleibt also momentan @Neinsager nur übrig einen Widerspruch mit ggf. Nennung des Urteils beim JC einzulegen. Das Ergebnis hiervon könnte danach die/der TE ja gerne hier zur Info mitteilen, sofern sie/er dazu auch bereit ist.

Ansonsten möchte ich @AsbachUralt beipflichten. Auch ich bin mit 14 Jahren bereits allein mehrere Stunden mit dem Zug gefahren. Dies auch über eine Ländergrenze hinweg (D/DK). Die fortlaufend mehr werdenden „Helikopter-Eltern“ sind auch nicht gerade dienlich dafür, um ein Kind zu einem selbständigen und verantwortungsvollen Erwachsenen hinzuführen.
 

Seepferdchen 2010

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Zum von @Seepferdchen genannten Urteil sollte bitte bedacht werden, dass 1.) das Kind 13 Jahre war und dass 2.) es eine Einzelfallentscheidung gewesen ist.

Richtig @vidar es ging mir auch darum, aufzuzeigen das es Beispiele gibt.

Es ist dennoch die Entscheidung vom Erziehungsberechtigten seine Aufsichtspflicht wahrzunehmen und kann nicht vom JC festgelegt werden.

Der TE muß sich nicht auf ein Urteil berufen, wozu rechtfertigen wenn er sein Recht wahrnimmt als Erziehungsberechtigter und nur er einschätzen kann was er seinem Kind zu trauen kann und was nicht.

§ 1626 BGB Elterliche Sorge, Grundsätze

§ 1627 BGB Ausübung der elterlichen Sorge

1Die Eltern haben die elterliche Sorge in eigener Verantwortung und in gegenseitigem Einvernehmen zum Wohl des Kindes auszuüben
 

doppelhexe

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wer 1963 mit heute so vergleicht, verkennt oder negiert die realität... und wer 14-jährige von damals als unreifer darstellt als die kinder heute, der hat keine ahnung...

undglaublich, nach dem, was alles passiert. schon als erwachsene haben heutzutage viele probleme, alleine weitere reisen mit den öffis zu unternehmen.

das einem kind zuzumuten, und wenn es 10 x schon 14 jahre alt ist... das sind 300km, ca. 5-6 stunden... !!!

widerspruch und notfalls klage, das wäre mein weg. als ob das JC entscheiden darf, ab wann mein minderjähriges kind allein zu reisen hat. wenn was passiert tragen die nämlich keine konsequenzen. da werden dann die eltern in die verantwortung genommen.

immer wieder schön zu lesen, das fremde menschen besser wissen, was den eignen kindern zuzumuten ist oder wie man sie erziehen und behandeln soll... am besten noch, ohne jegliche erfahrungen mit eignen kindern...
 

Badener

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Hallo,

schwierig ...
Ich bin mit 10 Jahren (hm ...zwischen 78 und 83) regelmäßig per Zug quer durch Deutschland "verschickt" worden... Köln - München ect.

Allerdings weiß ich das meine Freundin ihren fast 17 Jährigen Sohn nicht mal über 2 h alleine in den Zug setzen würde.

Wer will entscheiden wann ein Kind bereit ist .. was wenn etwas passiert ?

Vermutlich kann man das nur über´s Jugendamt oder einen Anwalt klären lassen?

LG
 

AsbachUralt

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wer 1963 mit heute so vergleicht, verkennt oder negiert die realität... und wer 14-jährige von damals als unreifer darstellt als die kinder heute, der hat keine ahnung...

Wir wussten damals wenig vom Leben, im Gegensatz zur heutigen Medien und Internet Jugend.

Und ganz nebenbei, es gibt heute unzählige Scheidungskinder, die immer wieder per oder Zug oder Flug große Strecken zurück legen.
Man sollte Kinder (mit 14 ist man immerhin auch schon Strafmündig) zur Selbstständigkeit erziehen, das nützt ihnen im Leben ungemein.
 

tomk

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das sind 300km, ca. 5-6 stunden...

Na wohl eher 4 Stunden, das kann man ja fast zu Fuß gehen. Landesgrenzen innerhalb der EU spielen da eher keine Rolle.

Unabhängig davon sagt die DB
Bitte beachten Sie: Ob ein Kind alleine reisen kann, entscheiden die Eltern oder Erziehungsberechtigten. Es kommt natürlich immer auf das Kind an, entscheidend ist der Entwicklungsstand und die geistigen Reife. Im Gegensatz zum Flugzeug ist die Bahn ein offenes System mit Ein- und Ausstiegen für jedermann entlang der Reisestrecke. Reist ein Kind alleine und ohne Begleitung liegt die Verantwortung für das Wohlergehen des Kindes nach wie vor bei den Erziehungsberechtigten. Ein Zugbegleiter oder andere Mitarbeiter können diese Verantwortung nicht übernehmen.
Bis 16 Jahre sollte man die Ansicht des SB wohl wegargumentieren können.
 

Neinsager

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Hallo!
Vielen Dank erstmal wegen der Hilfe!
Die Zugfahrt dauert ca. 3 Stunden. Ich bin diese Strecke gefühlte hundert mal gefahren. Ich möchte hier nicht ausführen, was ich da schon erlebt und gesehen habe. Bewaffnete Polizei sieht man eigentlich regelmäßig in Rzepin oder Frankfurt, warum wohl?

Es geht um mein Kind! Schauen manche Leute kein Internet und sehen, was sich überall abspielt?
An die anderen emhatischen Menschen hier danke für die Tipps!
Werde mal zu meiner Anwältin gehen und mich beraten lassen.
Ich berichte dann mal!
 

vidar

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Moin @Neinsager,

Dein hier erwähntes Einfühlungsvermögen in allen Ehren, aber dann sollte - überspitzt gesagt - der junge Mann künftig auch andere öffentliche Verkehrsmittel nicht ohne Begleitung nutzen dürfen. Wie lange sich dort jemand zeitlich auffällt ist hier dann sowieso egal, denn die erwähnten „Dunklen Gestalten“ sind nämlich auch in den öffentlichen Verkehrsmittel der Städte und Überlandverbindungen häufig anwesend.

Zum Verständnis, ich habe kein Problem damit und kann es auch sehr gut nachvollziehen, wenn sich Eltern um das Kindeswohl sorgen. Aber, ab dem Alter eines Jugendlichen sollten die dann schon beinahe Erwachsenen auch mal das Freilaufen lernen. Wie du hier weiter verfährst, ist allein deine eigene Entscheidung und ich wünsche dir viel Erfolg für dein Vorhaben.
 

tomk

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was du so alles weisst... ich brauch nach berlin, das sind knapp 95km ohne umsteigen 1stunde50minuten ... kommt wohl auch immer darauf an, welche art zug da fährt.

und sicher kann man 300km laufen... welchen film fährst du denn? :doh:

Na offensichtlich lag ich mit meinen 4 Stunden wohl deutlich naeher an den drei Stunden Dauer die der TO angibt. Dafuer das du immer die Bummelbahn nimmst kann ja keiner was. Und wegen des Films, wer nicht uebertreibt kann nicht anschaulich schildern. Ich persoenlich halte 3 Stunden Fahrt ohne Umsteigen bei einem 14-jaehrigen fuer voellig vertretbar, aber letztendlich muessen der TO bzw. die Mutter das entscheiden und im Zweifel einklagen. Dann wird man sehen wie ein Richter das beurteilt...
 

Fairina

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Manchmal frage ich mich, was einige hier meinen. In den 60igern und 70igern (mein Baujahr 55) bin ich mit der Bahn zur Schule gefahren und was ich da erlebt habe, war damals und heute strafbar. Wie oft hat mich ein Kerl angequatscht oder an den Busen oder zwischen die Beine gefasst im Zug. Es war nicht "die gute alte Zeit" die so manche meinen erlebt zu haben. Ganz im Gegenteil. Das mag bei Jungen weniger der Fall gewesen sein, aber als Mädchen ... Und das obwohl damals die Menschen nicht immer weg schauten wenn was passierte. Ganz im Gegenteil zu heute.

14jährige damals waren nicht unreif, ganz im Gegenteil zu den heutigen 14jährigen.

Wenn ich einen 14jährigen nicht alleine über Staatsgrenzen fahren lassen möchte, bin ich keiner der Helikoptereltern sondern bin verantwortungsbewußt. Zumal das mit Sicherheit eine Verletzung der Aufsichtspflicht darstellt.

Das Argument der Beförderung durch Flugzeug und Bahn zieht auch nicht, da Kinder und Jugendliche zumindest in Flugzeugen eine Beaufsichtigung durch Stewardessen haben. Früher gab es bei der Deutschen Bahn auch entsprechende Begleiter oder die Kinder wurden an den Stationen betreut durch Mitarbeiter der Bahn. Also bitte auch hier etwas differenzierter vorgehen in seiner Meinung.

Die teilweise Strafmündigkeit in Deutschland ist zwar mit 14 gegeben, aber es gibt da das Jugendstrafrecht anders als z. B. in den angelsächsischen Ländern wo selbst ein Kind unter 14 Jahren lebenslang hinter Gittern geschickt werden kann. Und das ist gut so wie es in Deutschland ist.

Nebenbei bemerkt regt man sich in den ALG-II-Foren darüber auf, wenn die JC 15jährige einladen, aber hier wird dann im Thread mit zweierlei Maß gemessen.

Seepferdchen, Doppelhexe, Watch haben recht mit ihren Bedenken ebenso wie der Threadersteller. Und nicht umsonst können die JC herangezogen werden zwecks Zahlung. Ich wundere mich, daß nicht mehr Eltern in diesem Thread hier aufschreien ob der Ansinnen so einiger Zeitgenossen.

Und ich frag mich auch, wieso ein JC-MA so etwas entscheiden kann. Ich würde ggfls. hier mal das JA ob der Wünsche eines JC-SBs informieren. 14 ist nicht 18!
 

HermineL

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Den Ausführungen von Fairina kann man sich nur anschließen.

Es ist schon sehr zweifelhaft wie manche Zeitgenossen sich hier anmaßen darüber urteilen zu können wie die Zustände in den Zügen in einem anderen Land sind und glauben besser als die Eltern zu wissen was ein 14jähriger schon kann oder nicht.

Wünsche keinem Kind Eltern die so denken. Für mich ist das einfach verantwortungslos.
 

Matt45

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Guten Morgen.

Ich kann Neinsager verstehen. Ein 14 Jähriges Kind würde ich auch nicht alleine reisen lassen, zumindest nicht die komplette Strecke.

Es ist eigentlich schon alles gesagt.

Meine Idee(falls machbar):

Die Mutter und du fahren jeweils 150 KM(oder eine geeignete Haltestelle) mit im Zug, dann fährt das Kind nicht alleine.

Notfalls würde ich Hilfe bei Anwältin/Anwalt für Familienrecht/Sozialrecht suchen.
 

vidar

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Moin @Farina,

Dein Aufruf zu mehr Widerstand gegen Eltern bzw. Poster, die es anders mit der Betreuung und der Fürsorge ihrer Kinder handhaben, bestätigt nur, dass du anscheinend ebenfalls zu den (Helikopter) Eltern gehörst, die ihre Kinder und Jugendliche am liebsten 24 Stunden am Tag um sich haben wollen, damit den „Kleinen“ ja nichts passiert. Hier anders handhabende Eltern sind für dich und weitere hier Anwesende anscheinend inakzeptabel.

In welcher Art und Weise die Eltern ihre Kinder hier nun bei der Entwicklung eines Kindes bzw. Jugendlichen zu einem selbständigen und selbstbewussten erwachsenen Menschen unterstützend zur Seite stehen, kann/sollte jedes Elternpaar verantwortungsvoll für sich selbst entscheiden. Wer hierbei seine Kinder, egal welchen Alters, permanent überwachen oder auch beschützen möchte, soll es eben halt so machen. Welche Methodik auch immer angewendet wird, im Grunde genommen wollen alle Eltern doch nur das Beste für ihre Kinder. Welche Form hier nun die Bessere ist, möge bitte jeder für sich selbst entscheiden.

Ich kann mich jedenfalls nur darüber bedanken, dass mich (Baujahr 52) meine Eltern, durch die mir frühzeitig gewährten Möglichkeiten der eigenen verantwortungsvollen Entfaltung, zu einem selbstbewussten, selbständigen und verantwortungsvollen Menschen hingeführt haben, ohne mir dauernd ihren Schutzmantel umlegen zu müssen. Genauso wurde auch unser Sohn (39) beim Erwachsenwerden unterstützt.

@HermineL,

mit welcher Methodik die Eltern ihre Kinder zum Erwachsensein hinführen, obliegt allein bei ihnen. Dies zu bewerten bzw. verurteilen steht dir, ohne genaue Kenntnislage der jeweiligen Familienverhältnisse oder gegebenen Sachlage, schon mal gar nicht zu.
 

HermineL

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@HermineL,

mit welcher Methodik die Eltern ihre Kinder zum Erwachsensein hinführen, obliegt allein bei ihnen. Dies zu bewerten bzw. verurteilen steht dir, ohne genaue Kenntnislage der jeweiligen Familienverhältnisse oder gegebenen Sachlage, schon mal gar nicht zu.
Was ich genau aus diesen Gründen auch in der Sache nicht tue ganz im Gegensatz zu deinen Statements zuvor.

Wenn du damit auf meinen letzten Satz abzielst so ist das meine persönliche Meinung die eben nicht darauf abzielt es besser zu wissen und diese eigene Sichtweise lasse ich mir von niemanden nehmen genauso wie jeder andere seine Meinung vertreten kann.
 

MissRuhrpott

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Meinem Sohn (hatte zugegeben von klein auf auch ADHS) habe ich mit 15 erstmals erlaubt,über die Stadtgrenzen hinaus im Umkreis von maximal 50 km mit der Bahn unterwegs zu sein,um Kumpels zu besuchen und dort zu übernachten.

Regelmäßige Meldungen per Handy natürlich Pflicht...

Er hatte damals auch eine Freundin,dessen Vater ich kennengelernt habe und die ihn mitnahmen in den Urlaub.

Ungefähr in diesem Zeitraum hatten wir auch kurzzeitig Kontakt zum Jugendamt.
Die waren ob der von mir gewährten 'Freiheiten' gar nicht angetan,hatten aber keine Handhabe,hat ihm davon ab auch nicht geschadet.

Das ist noch keine 10 Jahre her,daher kann ich mir nicht vorstellen,daß die Jugendämter das heute anders sehen.
Schon gar nicht eine Fahrt von 300 km,der ich selbst in diesem Alter aber auch keinesfalls zugestimmt hätte.Auch nicht ohne ADHS!

Mit Helikoptereltern hat das nichts,aber auch gar nichts zu tun.
Das sind wohl diese,die,wie ich oftmals beobachte,ihre Kinder die 200 m zur Schule mit dem Auto fahren und jeden Schritt im Nahbereich 'bewachen'.
 
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