Telefonisches Vorstellungsgespräch: für die Stelle laut Arbeitgeber ungeeignet - droht eine Sanktion?

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catta

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Guten Abend ihr Lieben :)

Ich bin ganz neu hier angemeldet, bitte nicht durch diesen ausführlichen Text abschrecken lassen ;)

Zuerst kurz zu mir: Ich bin ALG1-Empfängerin, habe allerdings im April ALG2 als Aufstockung beantragt; noch ist es nicht bewilligt weil mir Unterlagen fehlten und ich den Antrag so nicht einreichen konnte (das nur am Rande, für das eigentliche Thema ist es irrelevant, schätze ich).
Seit Oktober bin ich arbeitslos (ich war bei einer Zeitarbeitsfirma als Callcenter-Agentin beschäftigt, wurde aber leider krank und bekam die Kündigung), habe mich aber erst im Februar arbeitslos gemeldet.

Davor habe ich von Ersparnissen gelebt - irgendwie habe ich den Gang zum Amt gescheut und war auch der Meinung, ich würde schnell wieder eine Stelle finden. Gelernt habe ich Kauffrau für Büromanagement, es war damals eine überbetriebliche Ausbildung, ich habe also durchaus schon meine Erfahrungen mit Sachbearbeitern und der Agentur für Arbeit gemacht - die verliefen aber immer positiv.

Letztendlich hatte ich dann doch vor ca. 3 Wochen das erste Gespräch mit meinem jetzigen Sachbearbeiter (während meiner Ausbildung war eine andere Mitarbeiterin für mich zuständig), es verlief ganz gut.

Wir haben kurz meine berufliche Situation besprochen bzw. welche Stellen für mich infrage kämen und welche eben nicht - da habe ich angegeben, dass Callcenter definitiv keine Option für mich ist. Wie gesagt, ich habe in den letzten Monaten (von Mai 2018 bis Oktober 2018) in verschiedenen CC (Inbound) gearbeitet und die Arbeit hat mich psychisch sehr belastet und krank gemacht. Das war auch der Grund für meine AUs und hat letztendlich dann zur Kündigung geführt - alles in allem war ich in dieser relativ kurzen Zeit acht Wochen arbeitsunfähig. Von daher macht es wenig Sinn, jetzt schon wieder in dieser Branche zu arbeiten.

Leider war ich damals aber nur bei meiner Hausärztin, einen Facharzt habe ich nicht aufgesucht. Ich bin zwar in neurologische Behandlung, das hat aber andere Gründe (Epilepsie). Vor zehn Jahren war ich zwar mehrere Monate aufgrund von Borderline und Depressionen in verschiedenen Kliniken, jedoch werde ich mittlerweile nicht mehr ambulant betreut.

Das habe ich meinem Vermittler geschildert, er hat es zur Kenntnis genommen und gemeint, dann könne er es verstehen... einen Tag später kam dann der erste VV mit Rechtsfolgebelehrung - eine Stelle als CC-Agentin im Inbound. Ich habe am Tag zuvor die Eingliederungsvereinbarung unterschrieben (ich weiß, das hätte ich nicht tun brauchen, aber in meinen Augen war der Inhalt so in Ordnung) und mich dazu verpflichtet, mich innerhalb von drei Tagen zu bewerben.

Das habe ich auch getan und die Antwort des Arbeitgebers bekommen, er sei interessiert und würde sich gerne telefonisch mit mir in Verbindung setzen. Wundert mich ehrlich gesagt nicht, CC-Stellen sind nicht schwer zu bekommen, da kann die Bewerbung noch so schlecht sein.

Nun ja, ich rief bei dem potentiellen Arbeitgeber an und er erkundigte sich nach meiner letzten Stelle. Ich schilderte ihm die Rahmenbedingungen und sagte ihm offen und ehrlich, dass ich nicht weiß, ob ich dem Stress im CC gewachsen bin - daraufhin sagte er, dann hätte er Bedenken mich einzustellen. Er war sehr freundlich, also nicht pampig oder schnippisch oder so etwas in der Art. Es war also alles in allem ein positives Gespräch.

Da es ja ein VV der Agentur war gehe ich davon aus, dass sich mein Sachbearbeiter mit dem Arbeitgeber in Verbindung setzen wird
... nun ist aber meine Angst, dass ich eine Sanktion zu befürchten habe (obwohl der Arbeitgeber mich ja - laut seiner Aussage - für nicht geeignet hält). Ich war, und bin, der Meinung, ich habe richtig gehandelt. Einfach, weil ich weiß, dass ich die Arbeit nicht schaffen würde.

Was würde es mir bringen, eine Stelle anzunehmen und dann vielleicht wieder zu erkranken und ggf. gekündigt zu werden? Leider kann ich meinen Sachbearbeiter sehr schlecht einschätzen, da ich erst einen Termin bei ihm hatte.

Ich hoffe, das war einigermaßen verständlich. Vielleicht schafft ihr es ja, mich etwas zu beruhigen :cry:

Liebe Grüße
catta
 

catta

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Dann würde ich so einen Anhörungsbogen zugeschickt bekommen, oder? Weißt Du denn, wie lange es dauert, bis so ein Schreiben per Post eintrudelt?
 

Matt45

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Du hast dich völlig richtig verhalten. Außerdem hast du die Stelle nicht abgelehnt sondern gesagt "ob ich dem Stress im CC gewachsen bin".

Lasse dich bitte nicht durch Sanktionen einschüchtern, sondern gehe deinen Weg. Gerade mit deinen Vorerkrankungen(nicht böse gemeint) ist ein Call Center nichts für dich.
 

catta

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Erstmal danke für die Antwort :)

Du hast dich völlig richtig verhalten. Außerdem hast du die Stelle nicht abgelehnt sondern gesagt "ob ich dem Stress im CC gewachsen bin".

Ich habe halt Bedenken, dass es so ausgelegt werden könnte, dass ich einfach nur behaupte, ich hätte keine Kraft, dort anzufangen (von wegen Verstoß gegen meine Mitwirkungspflicht).

Vielleicht übertreibe ich, aber ich bekomme jetzt schon Panik, mir könnten Gelder gestrichen werden - wenn ich die Rechtsfolgebelehrung richtig verstanden habe, würde ja auch das ALG2 gekürzt werden.

Eine dreiwöchige Sperre vom ALG1 könnte ich noch verschmerzen, aber mit mehr Kürzungen wird es kritisch

Lasse dich bitte nicht durch Sanktionen einschüchtern, sondern gehe deinen Weg. Gerade mit deinen Vorerkrankungen(nicht böse gemeint) ist ein Call Center nichts für dich

Ich hoffe einfach nur, dass ich einen verständnisvollen Sachbearbeiter erwischt habe - oder ist das zu naiv? Hier liest man ja schon einige Berichte, da sträuben sich mir die Nackenhaare
 

Nena

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Da es ja ein VV der Agentur war gehe ich davon aus, dass sich mein Sachbearbeiter mit dem Arbeitgeber in Verbindung setzen wird
Das ist unwahrscheinlich. Aber der AG hat die Möglichkeit, der AfA Rückmeldung über Deine Bewerbung zu geben. Und er kann schreiben, Du seist nicht geeignet. Oder er kann schreiben, Du hältst Dich dafür nicht geeignet. Oder er kann schreiben, Du hättest gesagt...
Falls Dir etwas vorgeworfen wird, kannst Du immer noch antworten. Am besten übrigens mit einem möglichst wortgetreuen Gesprächsprotokoll (zumindest die relevanten Teile - die hast Du ja hier schon aufgeschrieben).

die Arbeit hat mich psychisch sehr belastet und krank gemacht. Das war auch der Grund für meine AUs
Spätestens, wenn eine Sperre und/oder eine Sanktion im Raum steht, kannst/musst Du das anführen.
 

Doppeloma

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Hallo catta, :welcome:

Ich bin ganz neu hier angemeldet, bitte nicht durch diesen ausführlichen Text abschrecken lassen ;)

Eigentlich hast du bis hierher schon ziemlich alles falsch gemacht was man so falsch machen kann ... das betrifft aber nicht die Länge deines Textes.
Es ist schon ganz gut wenn man sich erst mal ein Bild der Gesamtsituation machen kann.

Zuerst kurz zu mir: Ich bin ALG1-Empfängerin, habe allerdings im April ALG2 als Aufstockung beantragt; noch ist es nicht bewilligt weil mir Unterlagen fehlten und ich den Antrag so nicht einreichen konnte (das nur am Rande, für das eigentliche Thema ist es irrelevant, schätze ich).

Das Amt (JEDES AMT) hat deinen Antrag aber anzunehmen, auch wenn er noch nicht ganz vollständig ist, ALG II soll schließlich "zügig" geleistet werden wenn es zusätzlich (zu anderen Einkünften) erforderlich ist ... fehlende Unterlagen kann man auch nachreichen.
Es gibt nur wenige Unterlagen die so wichtig sein könnten, dass die Antrags-Annahme keinen Sinn ergeben würde ... es gibt auch (gerade für diesen Fall) die Möglichkeit Leistungen als "vorläufig" zu bewilligen.

Du solltest dir schnellstens angewöhnen zu hinterfragen was man dir erzählt und am Besten immer einen Beistand mitnehmen (§ 13 SGB X) ...

Seit Oktober bin ich arbeitslos (ich war bei einer Zeitarbeitsfirma als Callcenter-Agentin beschäftigt, wurde aber leider krank und bekam die Kündigung), habe mich aber erst im Februar arbeitslos gemeldet.

Du bist aber verpflichtet dich sofort wenigstens "Arbeitsuchend" zu melden, ALGI ist ja nicht Vermögensabhängig, warum verzichtest du darauf und gibst lieber deine Ersparnisse aus ???
Es ist eine Versicherungsleistung für die du (aus deinem Arbeitseinkommen) Beiträge gezahlt hast, so besonders hoch können deine "Reichtümer" ja auch nicht gewesen sein wenn du nun schon zusätzlich ALGII beantragen musstest.

Es gibt bestimmte "Schonvermögen" (wenigstens 150 € pro Lebensjahr) die man gar nicht ausgeben muss um ALGII bekommen zu können, das Konto muss also nicht "auf NULL" sein wenn man dort Geld beantragt. :icon_evil:

Davor habe ich von Ersparnissen gelebt - irgendwie habe ich den Gang zum Amt gescheut und war auch der Meinung, ich würde schnell wieder eine Stelle finden.

Wenn man nicht mehr im CallCenter arbeiten möchte, dann ist das aber eher schwierig schnell eine andere Stelle zu finden mit deiner Berufsausbildung.
Die AfA ist zunächst mal auch verpflichtet dich in Bereiche zu vermitteln in denen du die meiste Erfahrung schon gesammelt hast ...

Wir haben kurz meine berufliche Situation besprochen bzw. welche Stellen für mich infrage kämen und welche eben nicht - da habe ich angegeben, dass Callcenter definitiv keine Option für mich ist.

Hast du auch erklärt was du dir sonst so vorstellen könntest mit deiner Ausbildung, es ist egal ob du das gerne wieder machen möchtest ... wenn es ernsthafte gesundheitliche Gründe gibt ist der Med. Dienst der AfA einzuschalten, solche Dinge bespricht man nicht intensiv mit einem Arbeitsvermittler ...

Wie gesagt, ich habe in den letzten Monaten (von Mai 2018 bis Oktober 2018) in verschiedenen CC (Inbound) gearbeitet und die Arbeit hat mich psychisch sehr belastet und krank gemacht.

Ich kann das durchaus nachvollziehen, habe selbst viele Jahre im CallCenter gearbeitet und kenne die Belastungen.
Trotzdem ist es für die Vermittler oft der einzige Bereich wo immer Mitarbeiter gesucht werden und so wirst du eine Bestätigung vom Arzt der AfA benötigen, dass dir diese Tätigkeit nicht mehrr "zumutbar" ist gesundheitlich.

Dann muss sich auch der SB daran halten und darf dir solche Angebote nicht mehr machen ... was du selber dazu meinst und erzählst in den Beratungsgesprächen muss den nicht wirklich interessieren und über Gesundheitsprobleme redet man generell NUR mit Ärzten und nicht mit Arbeitsvermittlern.

Das war auch der Grund für meine AUs und hat letztendlich dann zur Kündigung geführt - alles in allem war ich in dieser relativ kurzen Zeit acht Wochen arbeitsunfähig. Von daher macht es wenig Sinn, jetzt schon wieder in dieser Branche zu arbeiten.

Dafür brauchst du eindeutige medizinische Belege (um die beim AfA-ÄD vorlegen zu können) und der SB muss dich dann zum Med. Dienst der AfA schicken, ehe du überhaupt vermittelt werden kannst.

Leider war ich damals aber nur bei meiner Hausärztin, einen Facharzt habe ich nicht aufgesucht. Ich bin zwar in neurologische Behandlung, das hat aber andere Gründe (Epilepsie). Vor zehn Jahren war ich zwar mehrere Monate aufgrund von Borderline und Depressionen in verschiedenen Kliniken, jedoch werde ich mittlerweile nicht mehr ambulant betreut.

Mit diesen Gesundheits-Problemen dürfte eine Arbeit im CallCenter noch nie wirklich geeignet gewesen sein, dazu gibt es doch überall wo du schon in Behandlung gewesen bist auch Unterlagen, die du dann dem Med. Dienst vorlegen könntest ...
Besorge dir diese Unterlagen bitte mal für deine "private Krankenakte", ehe das mal alles vernichtet wurde ... die müssen das nicht ewig aufbewahren in Arztpraxen oder in Kliniken.
Das kann aber mal sehr wichtig für dich werden, diese medizinischen Unterlagen zu besitzen.

Du hast einen Rechts-Anspruch darauf ... und wer genau das mal festgestellt hat ist eigentlich egal ...


Das habe ich meinem Vermittler geschildert, er hat es zur Kenntnis genommen und gemeint, dann könne er es verstehen... einen Tag später kam dann der erste VV mit Rechtsfolgebelehrung - eine Stelle als CC-Agentin im Inbound.

Ja-Ja, er hat es "zur Kenntnis genommen" aber verstanden hat er es NICHT und danach richten muss er sich schon gar nicht wenn es bisher nur deine eigenen Angaben sind ... das hört er sicher mehr als ein Mal am Tag ... das ungeeignete Stellen-Angebot spricht ja für sich ...

Ich habe am Tag zuvor die Eingliederungsvereinbarung unterschrieben (ich weiß, das hätte ich nicht tun brauchen, aber in meinen Augen war der Inhalt so in Ordnung) und mich dazu verpflichtet, mich innerhalb von drei Tagen zu bewerben.

Auf VV (mit RFB) musst du dich auch OHNE EGV bewerben, es gibt (meist) keine EGV, die wirklich "in Ordnung" ist ... diese "Verträge" sollen die Arbeitslosen nur zusätzlich unter Druck setzen.

Auf dem VV steht üblicherweise schon drauf, dass man sich "umgehend" zu bewerben hat und mit der EGV wird das dann auf "3 Tage" verschärft, egal ob das überhaupt Werktage sind an denen dort Jemand erreichbar wäre, wo man sich bewerben soll.

Es ist NICHT erforderlich eine EGV zu unterschreiben, schon gar nicht sofort ohne gründliche Prüfung zu Hause. :icon_evil:

Das habe ich auch getan und die Antwort des Arbeitgebers bekommen, er sei interessiert und würde sich gerne telefonisch mit mir in Verbindung setzen. Wundert mich ehrlich gesagt nicht, CC-Stellen sind nicht schwer zu bekommen, da kann die Bewerbung noch so schlecht sein.

Wie hast du dich denn beworben, schriftlich ?
Warum bekommst du keinen regulären Vorstellungstermin (schriftlich) vor Ort wenn er so interessiert ist, wie es ja eigentlich üblich ist ???

Nun ja, ich rief bei dem potentiellen Arbeitgeber an und er erkundigte sich nach meiner letzten Stelle.

Warum tust du so was wenn du an einer solchen Stelle gar kein Interesse hast, man ist NICHT verpflichtet einen AG anzurufen, nur weil der das gerne so hätte und man muss ihm nicht mal die Telefon-Nummer geben.
Deine letzte Stelle geht den einen "feuchten Kehricht" an und deine persönlichen / gesundheitlichen Probleme mit einer solchen Tätigkeit solltest du auch nicht am Telefon mit "potentiellen" neuen AG erörtern ... :icon_evil:

Du traust dich nicht zur AfA um dein zustehendes Geld einzufordern wenn du arbeitslos geworden bist aber fremden Menschen (eventuellen AG) erzählst du am Telefon sofort von deinen "intimsten Problemen mit bestimmten Tätigkeiten" und deinen Problemen beim letzten AG ...

Ich schilderte ihm die Rahmenbedingungen und sagte ihm offen und ehrlich, dass ich nicht weiß, ob ich dem Stress im CC gewachsen bin - daraufhin sagte er, dann hätte er Bedenken mich einzustellen. Er war sehr freundlich, also nicht pampig oder schnippisch oder so etwas in der Art. Es war also alles in allem ein positives Gespräch.

Es war ein komplett überflüssiges Gespräch, du kannst doch NICHTS von dem beweisen, was da gesprochen wurde, ob der freundlich war oder nicht ist völlig unwichtig wenn man dir daraus bei der AfA jetzt einen Strick drehen will ...
Du solltest vor Allem sehr zurückhaltend sein mit deinen wahren Gründen, besonders auch die Gesundheitlichen betreffend, das geht doch KEINEN (außer Ärzte) was an ... schon gar nicht am Telefon ...

Da es ja ein VV der Agentur war gehe ich davon aus, dass sich mein Sachbearbeiter mit dem Arbeitgeber in Verbindung setzen wird

In der Regel bekommen die AG ein Formular von der AfA wo sie sich dazu äußern sollen, ob du dich beworben hast und mit welchem Ergebnis ...
Du bist nicht die einzige Arbeitslose, das hätten die SB viel zu tun wenn sie da überall selber nachfragen müssten, zudem ist es dem AG auch nur begrenzt erlaubt überhaupt Auskünfte zu deiner Person zu geben.

Und ER kann es genau so wenig beweisen wie du was am Telefon dazu besprochen wurde, aber deinem SB hast du ja auch schon direkt mitgeteilt, dass du im CallCenter nicht mehr arbeiten möchtest ...

... nun ist aber meine Angst, dass ich eine Sanktion zu befürchten habe (obwohl der Arbeitgeber mich ja - laut seiner Aussage - für nicht geeignet hält). Ich war, und bin, der Meinung, ich habe richtig gehandelt. Einfach, weil ich weiß, dass ich die Arbeit nicht schaffen würde.

Bei ALGI gibt es Sperren, also gar kein Geld mehr für eine bestimmte Zeit (= § 159 SGB III) bei Ablehnung einer zumutbaren Arbeit und bisher hast du eben keine ärztliche Bestätigung (vom med. Dienst der AfA), dass du solche Tätigkeiten nicht mehr machen kannst ... was wir selber meinen interessiert dabei Niemanden ernsthaft.

Was würde es mir bringen, eine Stelle anzunehmen und dann vielleicht wieder zu erkranken und ggf. gekündigt zu werden? Leider kann ich meinen Sachbearbeiter sehr schlecht einschätzen, da ich erst einen Termin bei ihm hatte.

Wie dein SB einzuschätzen ist sollte dir doch dieser Vorgang bereits deutlich machen, du sagst ihm (viel zu offen) was und warum du es nicht willst und er macht dir umgehend einen entsprechend unpassenden VV ...

Was stellst du dir denn selber vor, zukünftig beruflich zu machen ... du wirst nur dann eine andere Tätigkeit finden können wenn du selber weiter intensiv danach suchst.
Die AfA wird dir dabei nicht besonders hilfreich sein und bisher hast du keine wirklichen Belege dafür (med. Leistungsbeurteilung durch den ÄD der AfA) CallCenter-Angebote als gesundheitlich "unzumutbar" ablehnen zu dürfen ...

Es ist richtig, dass erst eine Anhörung (§ 24 SGB X) erfolgen muss wenn man vor haben sollte eine Sperre zu verhängen, du wirst aber keine echten Argumente haben deine Reaktion zu begründen und beweisen kannst du schon gar nichts, was überhaupt am Telefon gesagt wurde ... da hilft auch kein "Gesprächs-Protokoll" ...

MfG Doppeloma
 

catta

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Da habe ich ja wirklich alles falsch gemacht was ich überhaupt falsch machen kann 😮

Ich kann leider momentan nur vom Handy aus schreiben, möchte später aber ausführlich darauf antworten.

Trotzdem danke ich Dir für Deine Ehrlichkeit 😢
 
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