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Teilzeitjob und Vollzeitjob welcher § ist nun der Richtige?

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Roxanne

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#1
Hallo,
vielleicht kann mir jemand weiterhelfen: Ich habe die letzen Monate vor meiner Arbeitslosigkeit Teilzeit gearbeitet, um meinen Job zu retten, hat ja nicht geklappt... na ja, jedenfalls will ich nach §131 nun die Vollzeit berücksichtigt wissen. Habe auch einen dergestaltigen Antrag beim Amt gestellt. Die sagten, nee, das wäre jetzt § 130 und nun muss ich für die letzen 3.5 Jahre Arbeitsbescheinigungen nachweisen. Hat das jetzt wirklich was mit der Teilzeit zu tun??
Hab nämlich mal Krankengeld bekommen, was in der Arbeitsbescheinigung auch drin stand. Vermute, sie drücken da mein Arbeitslosengeld, da Krankengeld ja weniger war als der Arbeitslohn????

Waren jedenfalls schon beeindruckt von meinem Antrag, da kommt wohl nie einer mit den Paragraphen vorbei :? :D

Schon mal thanks für Eure Hilfe, Gruß Roxanne
 

gelibeh

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#2
Das mit den 3,5jahren scheint zu stimmen, guckst Du hier:
SGB III § 130 Bemessungszeitraum und Bemessungsrahmen
(1) Der Bemessungszeitraum umfasst die beim Ausscheiden des Arbeitslosen aus dem jeweiligen Beschäftigungsverhältnis abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume der versicherungspflichtigen Beschäftigungen im Bemessungsrahmen. Der Bemessungsrahmen umfasst ein Jahr; er endet mit dem letzten Tag des letzten Versicherungspflichtverhältnisses vor der Entstehung des Anspruchs.


(2) Bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums bleiben außer Betracht

1.
Zeiten einer Beschäftigung, neben der Übergangsgeld wegen einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, Teilübergangsgeld oder Teilarbeitslosengeld geleistet worden ist,

2.
Zeiten einer Beschäftigung als Helfer im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres oder als Teilnehmer im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen ökologischen Jahres, wenn sich die beitragspflichtige Einnahme nach § 344 Abs. 2 bestimmt,

3.
Zeiten, in denen der Arbeitslose Erziehungsgeld bezogen oder nur wegen der Berücksichtigung von Einkommen nicht bezogen hat oder ein Kind unter drei Jahren betreut und erzogen hat, wenn wegen der Betreuung und Erziehung des Kindes das Arbeitsentgelt oder die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit gemindert war,

4.
Zeiten, in denen die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf Grund einer Teilzeitvereinbarung nicht nur vorübergehend auf weniger als 80 Prozent der durchschnittlichen regelmäßigen Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitbeschäftigung, mindestens um fünf Stunden wöchentlich, vermindert war, wenn der Arbeitslose Beschäftigungen mit einer höheren Arbeitszeit innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre vor der Entstehung des Anspruchs während eines sechs Monate umfassenden zusammenhängenden Zeitraums ausgeübt hat.

Satz 1 Nr. 4 gilt nicht in Fällen einer Teilzeitvereinbarung nach dem Altersteilzeitgesetz, es sei denn, das Beschäftigungsverhältnis ist wegen Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers beendet worden.


(3) Der Bemessungsrahmen wird auf zwei Jahre erweitert, wenn

1.
der Bemessungszeitraum weniger als 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt enthält oder

2.
es mit Rücksicht auf das Bemessungsentgelt im erweiterten Bemessungsrahmen unbillig hart wäre, von dem Bemessungsentgelt im Bemessungszeitraum auszugehen.

Satz 1 Nr. 2 ist nur anzuwenden, wenn der Arbeitslose dies verlangt und die zur Bemessung erforderlichen Unterlagen vorlegt.
 

Arco

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#3
Hi Roxane,

wenn man deine alten Threads berücksichtigt, dann sehe ich es leider auch so wie Geli mit dem § 130 für dich.

Man kann von den Vorschriften halten was man will, aber so sind die eben und man fällt darunter oder nicht.

Ich weiß, kein Trost für dich

Edit 2:
ach so, der § 130 ist aber eigentlich für viele Anspruchsberechtigte positiv zu sehen da hier größere Zeiträume zur Berechnung eingeräumt werden. Bei dir allerdings warscheinlich eher negativ.
Die Frage ist ja, welche Rechnung ist für dich besser ??
 

Roxanne

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#4
Hallo Arco,
ja ich denke auch, dass es im Endergebniss schlechter ausfällt, da ja die ganzen Krankengeldmonate in die Berechnung eingehen; leider nicht die mit dem hohen Vollzeitgehalt.

Kann ich denn da dann noch wählen?? WEnn die merken, a- da können wir noch sparen, krieg ich doch auf jeden Fall weniger Geld oder??

Jag jetzt erstmal hinter der neuen Arbeitsbescheinigung her, hab nämlich genau da in der Perso-Abteilung gearbeitet und mein ehemaliger Chef tut alles um mir noch Schaden zuzufügen... mein Anwalt hat auch das Interesse verloren, ist ja nichts mehr zu holen in meinem Fall.

Kann das Amt nicht direkt beim AG nachfragen- will nämlich nie wieder etwas mit dem Laden zu tun haben (außer schriftlich oder so). Mein Ex-Chef freut sich sowieso schon ein Loch in den Bauch, dass er mich rausgemobbt hat und ich jetz arbeitslos bin- auf die Häme kann ich gern verzichten.

Gruß Roxanne
 

Arco

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#5
Hallo Roxanne,

also eigentlich müssen die dir den für dich günstigsten Fall ausrechnen innerhalb der Möglichkeiten.

Die Arbeitsbescheinigung vom AG ist eine Pflicht des AG und kann meines Wissens sogar gesetzlich eingefordert werden.

Da kann aber auch das Arbeitsamt Druck machen....
 
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