Teilzeit nach Elternzeit - jetzt arbeitslos - wie wird ALG berechnet?

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wolke7k5

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Hallo zusammen,

ich habe nach sechs Jahren Elternzeit wieder angefangen, Teilzeit zu arbeiten.
Erstmal nur 10 Stunden pro Woche, da die Auftragslage nicht mehr erforderte, allerdings mit der Option auf Mehrarbeit in der Zukunft. Leider hat sich die Lage verschlechtert und es wurde Insolvenz angemeldet. Also bin ich nach nur 5 Monaten arbeitslos geworden.

Laut Arbeitsamt werden auch nur diese 5 Monate für die Berechnung des ALG 1 zugrunde gelegt. Ist das so korrekt? Ist es völlig irrelevant, dass ich vor den Schwangerschaften 15 Jahre lang Vollzeit gearbeitet habe? Und dass ich dem Arbeitsmarkt 18 Stunden (statt 10) zur Verfügung stehe?

Wenn ja, stände ich ja besser da, wenn ich direkt nach der Elternzeit arbeitslos geworden wäre? :confused:

Vielleicht kennt sich ja jemand genau aus und kann mir weiterhelfen, ob ich gegen diesen Bewilligungsbescheid Einspruch einlegen kann.

Danke schon mal!

Gruß
wolke7k5
 
E

ExitUser

Gast
Vorab als genereller Ratschlag: laß dir bei Unklarheiten den Bescheid durch die Leistungsabteilung deiner Arbeitsagentur genau erläutern. Das ist zum einen dein Recht, zum anderen kann man nur bei Kenntnis aller Details dazu Genaueres sagen.

Zur Bestimmung der Höhe des ALG wird niemals weiter als zwei Jahre vor Ende des letzten Arbeitsverhältnisses zurückgerechnet, normalerweise sogar nur ein Jahr (Bemessungsrahmen nach § 150 SGB III).

Du hast innerhalb der letzten zwei Jahren auch kein ALG aufgrund einer besser bezahlten Tätigkeit bezogen, so daß kein Bestandsschutz nach § 151 Abs. 4 SGB III besteht.

Um ALG zu bekommen, mußt du dem Arbeitsmarkt ohnehin für mindestens 15 Wochenstunden zur Verfügung stehen, allerdings auch nicht länger. Es ist hier nur eine Minderung des ALG-Anspruchs vorgesehen, wenn man zeitlich weniger als zuvor arbeiten kann oder will, keine Erhöhung.

5 Monate (= 150 Tage gemäß SGB III) ist genau die Grenze, ab der das tatsächliche Arbeitsentgelt zu berücksichtigen ist. Wäre der Zeitraum mit Anspruch auf Arbeitsentgelt geringer gewesen, hätte fiktiv nach Durchschnittssätzen bemessen werden müssen, § 152 SGB III. Das wäre möglicherweise günstiger gewesen. Das alles kann man natürlich jetzt nicht mehr ändern, aber eventuell nochmal die Voraussetzungen nachprüfen.
 
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