Teilzeit, Der halbe Mitarbeiter (1 Betrachter)

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wolliohne

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Teilzeitjobs boomen, Vollzeitstellen fallen weg. Halbtags arbeiten bedeutet für die einen mehr Freizeit, für die anderen den Kampf um jeden Euro. Von FOCUS-Online-Autor M. Heckmair weiter
 

Kaleika

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Wie schon gesagt: Teilzeit ist oft verdeckte Arbeitslosigkeit, wenn einer nämlich kein Partner den Rücken mit einem Vollzeitgehalt stählt oder es sich damit nur mit der zusätzlichen Aufstockung plus unfreiwilliger Verfolgubngsbetreuung bei deb argen ARGEN "leben" lässt! Obwohl Teilzeitkräfte meist motivierter und im Verhältnis zu ihren Vollzeitkollegen auch produktiver sind, müssen sie oft mit einem geringeren Stundenlohn Vorlieb nehmen - wie besonders gemein und total ungerecht und unbegründet finde ich daas denn!
Damit scheint und ist dann alles "wie zugeschnitten" auf weibliche Arbeitskräfte.
Wer alleine , oder noch unmöglicher: mit Kindern davon leben will, der oder meist die, hat die A...-karte gezogen.
 

michaelulbricht

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Das ist doch eines der Grundübel in diesem Staat.

Es muß doch ganz einfach folgendes gelten:

"Gleiches Geld für gleiche Arbeit"

Wo sind denn da die Gewerkschaften die so ihre Mitglieder vor Billiglöhnern schützen könnten? Die glänzen "durch nicht da sein."

Da wären mal leistungsbezogene Löhne angesagt in den oberen Etagen.Weniger Mitglieder auch weniger lohn im % Verhältniss.
 
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hallo zusammen,

kenne ich die nummer aus eigener anschauung. grad in sozialbereich ist die teilzeit oder die 400€ regelung inzwischen gang und gäbe. gut viele wollen es ja auch freiwillig (war bei mir mal so, das vollzeit nicht mehr möglich war). wobei es immer wieder auffällt das auch bestimmte zuschläge bei nacharbeit (nachtschwestern oder notambulanzen, besonders auffällig) oft komplett wegfallen, dasselbe bei berufsbekleidung, die unerlässlich ist. lohnabschläge sind somit normal geworden, und oftmals dank einkommenssteuerbefreiung nichtmal mehr absetzbar.

was dabei auch auffällt im zuge von rationalisierung, immer wieder die tatsache, das wenn man der stundenreduzierung nicht so ganz nachkommt wegen ständiger überstunden, auf einmal in sehr seltsamen teilzeitmodellen festhängt, ist mir eine zeitlang passiert, 12 stunden schicht einmal pro woche und 4 stunden an anderem wochentag. irgendwann kommt dann mal die anfrage vom diensthabenden chef ob" ich" sie noch alle hätte, weil ineffizient. meine antwort nee, mir passt es auch nicht, hat die personalabteilung so gemacht. allgemeine große ratlosigkeit.

im grunde genommen werden solche arbeitspläne oft dazu missbraucht, um bestehende lücken zu füllen,um die nun mal mangels personaldecke in ausreichender stärke vorhanden sind, aus zu gleichen. somit sind alle die auch auf halbtags-oder stundenweise angewiesen sind wegen kinderbertreuung oder pflege, auch immer wieder die angesch**ß**.

liebe grüße von barbara
 

nightangel

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Ist im Einzelhandel genauso. Gibt fast nur noch Teilzeit und was noch schlimmer ist 400€ Jobs wo die Leute dann ständig und zu jederzeit bereit stehen müssen falls mal jemand ausfällt oder grad ein Ansturm ist oder als Springer fungieren und durch die verschiedensten Filialen hüpfen.
Wer da Alleinstehend ist und keinen zweiten Verdiener hat, hat echt die Ar***karte gezogen denn der Verdienst reicht kaum oder so grade eben um über die Runden zu kommen.

Hatte das auch schon Vertrag über 52 Std./Monat, gearbeitet wurden aber immer zw. 100 u. 120 und man wusste nie wann Feierabend ist weil ständig kam "Wir müssen noch 2 Stunden dran hängen damit das Lager leer wird, morgen kommt wieder Ware" nach den 2 Stunden dann "Wir müssen noch länger machen weil.........." so ging das ständig. Offiziel Feierabend 22Uhr aber oft wurde bis Nachts 00Uhr oder länger gemacht, einmal sogar bis Morgens um 5Uhr. Natürlich auch nur Zeitvertrag und am Ende wollte man mal kurzerhand die Überstunden unter den Tisch fallen lassen und es ging vor Gericht deswegen.
 
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hallo nightangel,

ich glaube beim einzelhandel ist es noch schlimmer so wie du es beschreibst.

liebe grüße von barbara
 

nightangel

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Ob es da schlimmer ist kann ich so nicht beurteilen, kenn die anderen Branchen ja nicht.
Denke aber das ist fast überall mittlerweile so und wird auch immer mehr. Ausbeuten bis die Leute nicht mehr können und dann weg und die nächsten einstellen. Hauptsache billige Arbeitskräfte und an den Löhnen sparen.
 

michaelulbricht

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Wie wäre es mit einem wegfall dieser ganzen Modelle und es fällt von jeder Arbeitsstunde ein Anteil von 40% an den Staat.
Natürlich erst ab dem steuerfreien Existensminimum.

Damit sind dann Renten,Krankenkasse,Pflegeversicherung,Arbeitslosengeld also alle Sozialabgaben abgegolten.

Und ach ja, keine Ausnahmen, weder für Beamte,Politiker,Selbstständige, 2te Jobber usw.

Dafür werden die Rentenversicherungen , Krankenkassen so wie Sie in D.existieren aufgelöst.Die sollen einfach mal arbeiten gehen.

Es kann doch nicht sein das wenn jemand in der Firma 10 Überstunden macht, da horrorende Abzüge fällig werden wenn der Mitarbeiter aber bei einem Mitbewerber auf 400€ Basis10 Stunden arbeitet dann nicht.
 
E

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hallo michaelulbricht,

ja das wäre ein gerechteres system, wenn endlich ALLE einzahlen müßten.

bei mir in meiner branche gab es eigentlich lediglich einen schleichenden arbeitsplatzabbau. gut viele wollen oder können auch nur auf teilzeit gehen, sieht man eigentlich oft in branchen wo vorwiegend frauen beschäftigt sind, bin ja auch so eine. genauso oft ist aber auch fakt, das eine vollzeit ehe sie endgültig gekündigt wird eher bereit ist "freiwillig" eine 2/3 oder halbe stelle akzeptiert, um dann festzustellen das ein teilbereich der arbeit nun von einer 400€ kraft erledigt wird, die lassen sich im bedarfsfalle schneller an die luft setzen.

liebe grüße von barbara
 

Saviour1981

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Ja, im Einzelhandel geht anscheinend nichts mehr ohne Teilzeit.
Im einem Thread wurde ja über das kriminelle Vorgehen eines Packteam berichtet. Mittlerweile ist es überall so, dass irgendwelche Leute von Subunternehmen zum Auspacken oder "Vorziehen" kommen. Mittlerweile ist es auch so, dass nicht nur teilzeit, sondern sogar geringfügig eingestellt wird. Wer kann denn bloß geringfügig machen? Wirklich davon leben kann man nicht, das ist eher der Zweit- oder Drittjob (good morning america!)
 

Hotti

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Ich bitte aber auch zu bedenken, dass einige einen Minijob brauchen um über die Runden zu kommen. Ich denke in erster Linie an Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nur noch einen Minijob schaffen. Es gibt einfach zu viele, die trotz gut bezahlten Job noch dazu einen Minijob annehmen. Hier sollte man mal genauer hinsehen und reagieren. In einen solchen Fall sollte die Steuer gnadenlos zuschlagen. Ja ich denke nun egoistisch. Ich habe nur eine kleine Teil-EM-Rente und bin gesundheitlich nur in der Lage einen Minijob aus zuüben. Und so wie mir gehts vielen. Mir persönlich wäre auch lieber, wenn ich gesund wäre, und einen Volltimejob hätte von dem ich einiger Maßen leben kann. Also, verflucht die Minijobs nicht zu sehr.
 
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