Teilwiderspruch bei Mahnbescheid - zu Hohe Inkassokosten aufgeführt und evtl. Kostendopplung (von Quix --> Inkassobüro --> Rechtsanwaltskanzlei --> Mahnbescheid (alle Kosten werden geltend gemacht) - bitte um zeitnahe Hilfe! (1 Betrachter)

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hpoperator

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Hallo liebe Community,

verzeiht bitte, dass ich gleich als "Einstand" euch mit einer mir wichtigen Angelegenheit "überrennen" muss!

Ich habe einen Mahnbescheid von einer Rechtsanwaltskanzlei erhalten und würde dagegen gern Teilwiderspruch einlegen, da ich die Nebenforderungen als ungerechtfertigt hoch empfinde.

Zum einen wollte ich euch um Rat erfragen, ob ihr auch empfindet, dass der Teilwiderspruch, aufgrund der Nebenkosten, gerechtfertigt ist und ob euch vielleicht noch etwas ins Auge fällt, was man in dem Teilwiderspruch aufführen könnte.

Auch habe ich noch nie einen Widerspruch ausgefüllt und wollte erfragen, ob ich denn nun unter dem 4. Punkt, bei "Ich widerspreche nur einem TEIL des Anspruchs, und zwar"..."den anderen Nebenforderungen wegen eines Betrages von":
hier die Gesamtsumme der erhöhten Inkassokosten aufführe (also 124,-€ ) oder nur die Differenz zwischen der Summe, die ich für in Ordnung erachte und der aufgeführten Inkassokosten?

Auch habe ich die Befürchtung, dass es hier auch zu einer Kostendopplung gekommen ist, Quix hätte hier ja zum einen ohne ein Inkasso einfordern können, aber auch, dass nach dem Inkasso nun auch ein Anwalt eingeschaltet wurde und jeder von diesen auch seine Kosten auf dem Mahnbescheid einfordert, finde ich etwas komisch. Ist das erlaubt? Und....handelt es sich hier überhaupt um eine Kostendopplung?
Soweit ich weiß, kann ein Inkasso ja auch "vergünstigt" (glaub 25,-€ oder so) die Mahnbescheide bei Gericht beantragen. Verstehe nur nicht, weshalb man hier noch einen Anwalt DAZUschaltet!?

Außerdem noch eine Grundsätzliche Frage:
wohin schicke ich denn den Widerspruch? An das Amtsgericht, welches auf Seite 2 aufgeführt wurde, oder aber nach Mayen (von wo auch der Mahnbescheid kam)?

Anbei im Anhang die Bilder von den Schreiben:

Ich wäre euch wirklich sehr dankbar wenn Ihr mir diesbezüglich weiterhelfen könntet.

liebe Grüße!
 

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axellino

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Guten Abend,

Ich habe einen Mahnbescheid von einer Rechtsanwaltskanzlei erhalten und würde dagegen gern Teilwiderspruch einlegen, da ich die Nebenforderungen als ungerechtfertigt hoch empfinde.
Auch habe ich noch nie einen Widerspruch ausgefüllt und wollte erfragen, ob ich denn nun unter dem 4. Punkt, bei "Ich widerspreche nur einem TEIL des Anspruchs, und zwar"..."den anderen Nebenforderungen wegen eines Betrages von":
hier de Gesamtsumme der erhöhten Inkassokosten aufführe (also 124,-€ ) oder nur die Differenz zwischen der Summe, die ich für in Ordnung erachte und der aufgeführten Inkassokosten?
Auf die aufgeführten "anderen Nebenforderungen" (1. Mahnkosten 12 € / 2. Auskunftskosten 7,90 € / 3. Inkassokosten 124 €) entfällt ein Gesambetrag in Höhe von 143,90 € und in die von Dir benannte Spalte wäre von Dir einzutragen, um welchen Betrag Du den "Gesamtbetrag" der anderen Nebenforderungen widersprechen möchtest.

Betreffend der hier geltend gemachten vorgerichtlichen Inkassokosten nur mal von mir angemerkt, denn eine Entscheidung diesbezüglich, wirst Du hier selbst treffen müssen.
Ich persönlich halte hier und dies auch ohne detaillierte Kenntnisse darüber, welchen Aufwand hier ggfls. das Inkasso tatsächlich betreiben musste, eine geltend gemachte 1,3 Geschäftsgebühr samt Auslagen, welche lt. den eingestellten Anwaltsschreiben, wohl auch schon gleich mit der ersten Schreiben des Inkassos geltend gemacht wurde, für absolut völlig überzogen und ggfls. mehr wie eine 0,3-0,5 Geschäftsgebühr samt Auslagen, würde persönlich hier und auch sonst, nicht anerkennen.
In diesen Zusammenhang haben wir wahrlich etliche Threads Im Schuldenbereich in die Du diesbezüglich mal reinschauen könntest, vorallendingen auch die hier auf der ersten Seite angepinnten.

Außerdem noch eine Grundsätzliche Frage:
wohin schicke ich denn den Widerspruch? An das Amtsgericht, welches auf Seite 2 aufgeführt wurde, oder aber nach Mayen (von wo auch der Mahnbescheid kam)?
Der Widerspruch wäre an das Gericht zu richten, welches den Mahnbescheid erlassen hat.
 

TazD

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Ich habe einen Mahnbescheid von einer Rechtsanwaltskanzlei erhalten
Kleine Korrektur, aber die Anwaltskanzlei hat den Mahnbescheid beantragt und du hast diesen vom Gericht erhalten. ;-) Kleiner, aber feiner Unterschied, was mich aber direkt zur nächsten Frage bringt:
An welchem Tag hast du den Mahnbescheid erhalten?
 

hpoperator

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ich danke euch vielmals für die zeitnahe Antworten!

@axellino
Die angepinnten Threads und auch andere Threads, lass ich mir in den letzten 14 Tagen durch, war bisweilen ein stiller Mitleser, da ich mich zur Zeit selbst vor einem Gang zur Schuldnerberatung befinde (12.03.2020 habe ich dort einen Termin zwecks Erstvorsprache).
Doch leider ist diese Thematik für mich etwas verwirrend, denn zum einen ruht die Angst inne, sich durch einen Widerspruch (/Teilwiderspruch) erneut in eine "Kostenfalle" zu stürzen (weil dann evtl. ein gerichtliches Verfahren im Nachgang statt findet und ich, falls es zu einem Vergleich kommt oder den "Fall" verlieren sollte, die Kosten trage) und zum anderen, weil man denkt "ok, in diesem Fall/Thread war es jetzt so, doch muss es ja nicht heißen, dass es in meiner Situation nun genauso ist". Habe einfach argen Respekt vor evtl. Fehlentscheidungen und weiß auch Aussagen, die in anderen Themen getroffen wurden, nicht so recht zu verifizieren.
Die ganze Thematik ist für mich unverständlich, weil ich mich ebenfalls frage, wieso Inkassofirmen mit solch einer Geldtreiberei durch kommen. "So etwas müsste verboten werden" denkt er sich im jugendlichen Leichtsinn :)
Möchte aber hier keine "Grundsatzdiskussion" anstoßen...…..

Deshalb...bitte verzeiht meine Stumpfsinnigkeit diesbezüglich.

Ich führe kurz auf, nur zum Verständnis:
Wenn ich nun den Inkassokosten und diesen undurchsichtigen Auskunfts- und Mahnkosten widersprechen möchte, aber bereit wäre Gebühren laut der "Schickner-Tabelle" zu zahlen (bis 1000€ = 24€), gebe ich in jenes Feld also den Betrag i.H.v. 119,9€ ein (1. Mahnkosten 12 € / 2. Auskunftskosten 7,90 € / 3. Inkassokosten 124 € MINUS 24€ laut "Schickner-Tabelle")?

Die Inkassofirma musste keinerlei Aufwand betreiben, denn die HF ist unstrittig, eine Adressermittlung musste auch nicht statt finden (bin nicht Umgezogen und Inexio/Quix hatte schon die korrekte Adresse übermittelt) und bisher habe ich mich leider in Abstinenz gebettet.
Zu einer Kostendopplung ist es hierbei nicht gekommen, auch ist die Anwaltsgebühr, die auf dem Mahnschreiben ausgewiesen wurde ist so i.O.? Oder auch unnötig/überzogen?

@TazD
Genau :) hatte das versehentlich falsch hier niedergeschrieben. War in Eile als ich den Eröffnungsthread schrieb, gehetzt von dem Gedanken, dass der Widerspruch schon Montag auf dem AG sein muss (ich diesen also morgenfrüh direkt zur Post bringen und darauf hoffen muss, dass dieser rechtzeitig und Tag genau vor Ende der Widerspruchsfrist ankommt). Habe den Bescheid am 10.10.2020 erhalten. Habe bis zuletzt noch auf eine Antwort von einer fachkundigen Stelle gewartet, der ich ähnliche Fragen bezogen auf diesen Mahnbescheid stellte, doch leider kam hier bisher keine Antwort (ist wahrscheinlich verhindert), konnte/durfte also nicht länger warten und stellte deshalb hier diese/ähnliche Fragen.


liebe Grüße!
 
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axellino

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Auch habe ich die Befürchtung, dass es hier auch zu einer Kostendopplung gekommen ist, Quix hätte hier ja zum einen ohne ein Inkasso einfordern können, aber auch, dass nach dem Inkasso nun auch ein Anwalt eingeschaltet wurde und jeder von diesen auch seine Kosten auf dem Mahnbescheid einfordert, finde ich etwas komisch. Ist das erlaubt? Und....handelt es sich hier überhaupt um eine Kostendopplung?
Soweit ich weiß, kann ein Inkasso ja auch "vergünstigt" (glaub 25,-€ oder so) die Mahnbescheide bei Gericht beantragen. Verstehe nur nicht, weshalb man hier noch einen Anwalt DAZUschaltet!?
Da Du deinen Eingangsbeitrag nachträglich um das zitierte hier erweitert hast, dann halt gesondert dazu was.
Hier gibt es keine sogenannte Kostendopplung, das eine sind die Verfahrenskosten des Anwalts im Zusammenhang mit der Beantragung des MB, die er nach dem RVG abrechnen darf und das andere wären die vorgerichtlichen Inkassogebühren samt Auslagen, die als sogenannter Verzugsschaden vom Inkasso geltend gemacht wurden.
Und ja, man könnte hier auch betreffend der Verfahrenskostem in den Streit gehen (deine Entscheidung), denn das Inkasso war hier vorgeschaltet und dieses hätte somit auch selbst das gerichtliche Mahnverfahren einleiten können, so schwer ist das ja nun wahrlich nicht und in diesen Zusammenhang wären dann auch nur 25 € an Verfahrenskosten fürs Inkasso (§ 4 Absatz 4 Satz 2 RDGEG) zzgl. den 32 € Gerichtskosten angefallen.
 

hpoperator

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Und ja, man könnte hier auch betreffend der Verfahrenskostem in den Streit gehen (deine Entscheidung), denn das Inkasso war hier vorgeschaltet und dieses hätte somit auch selbst das gerichtliche Mahnverfahren einleiten können und in diesen Zusammenhang wären dann auch nur 25 € an Verfahrenskosten fürs Inkasso (§ 4 Absatz 4 Satz 2 RDGEG) zzgl. den 32 € Gerichtskosten angefallen.
Danke dir nochmals für deine Antwort!
ok, dann habe ich vom Grunde her "Kostendopplung" wohl falsch verstanden. Ich dachte, wenn sich die Kosten durch nacheinander eingereihte Inkassounternehmen/RAkanzleien, DIE SELBE FORDERUNG betreffend (AB einem Vollstreckungsbescheid sieht das wieder anders aus), dadurch unnötigerweise erhöhen, stelle dies eine Kostendopplung dar.
Wie erfolgsversprechend wäre denn, erfahrungsgemäß, der zusätzliche Einspruch gegen die anwaltlichen Verfahrenskosten (Ohne jemanden in irgend einer Art und Weise an seine Aussage Dingfest zu machen!).

Kann ich mich denn irgendwie im Nachgang dem Rechtspfleger, dem mein Widerspruch vorgelegt wird, rechtfertigen?
Damit dieser auch versteht, warum ich genau diese Kosten als ungerechtfertigt empfinde?
 

TazD

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Dann endet die Frist am Donnerstag, dem 27.02.2020 um 24 Uhr
 

axellino

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Doch leider ist diese Thematik für mich etwas verwirrend, denn zum einen ruht die Angst inne, sich durch einen Widerspruch (/Teilwiderspruch) erneut in eine "Kostenfalle" zu stürzen (weil dann evtl. ein gerichtliches Verfahren im Nachgang statt findet und ich, falls es zu einem Vergleich kommt oder den "Fall" verlieren sollte, die Kosten trage) und zum anderen, weil man denkt "ok, in diesem Fall/Thread war es jetzt so, doch muss es ja nicht heißen, dass es in meiner Situation nun genauso ist". Habe einfach argen Respekt vor evtl. Fehlentscheidungen und weiß auch Aussagen, die in anderen Themen getroffen wurden, nicht so recht zu verifizieren.
Du möchtest im ganzen eine "rechtsverbindliche" Aussage zu deinen Anliegen haben, diesbezüglich wärst Du dann aber bei uns hier, absolut an der falschen Adresse.

auch ist die Anwaltsgebühr, die auf dem Mahnschreiben ausgewiesen wurde ist so i.O.? Oder auch unnötig/überzogen?
Das vorgerichtliche Anwaltsschreiben und die von ihm dort geltend gemachte Gebühr, intressiert hier keine Sau mehr, denn man befindet sich nun im gerichtlichen Mahnverfahren, darum auch völlig unnötig jetzt für mich, darauf jetzt weitergehend einzugehen.

Kann ich mich denn irgendwie im Nachgang dem Rechtspfleger, dem mein Widerspruch vorgelegt wird, rechtfertigen?
Damit dieser auch versteht, warum ich genau diese Kosten als ungerechtfertigt empfinde?
Unnütz, denn eine Begründung würde vom Gericht nicht gelesen werden, da es sich um ein automatisiertes Verfahren handelt, das von keinem einzigen Richter überprüft wird, darum wäre eine Begründung des Widerspruchs dann auch absolut sinnlos. Das Amtsgericht registriert lediglich, das widersprochen wurde und leitet diese Information mit einem Standardschreiben an den Antragsteller weiter.
 
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hpoperator

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@axellino

bitte verzeih, möchte keines forsch wirken, denn zum einen ist es nicht meine Art und zum anderen, will ich dies keineswegs, da ich dankbar für deine Antworten/Hilfestellung bin.

Ich möchte und erwarte keineswegs eine "rechtsverbindliche" Aussage. Habe, wie schon erwähnt, einige Threads gelesen und auch bemerkt, dass du dich bei jeder Gelegenheit von eben jenen (rechtsverbindlichen Aussagen) distanzierst....was ich auch gut finde.
Ich frage hier nach Meinungen/Erfahrungen/Hinweise/Tipps/Ratschläge und das ist für mich nicht gleichbedeutend.
Ich schätze eure/deine Fachkenntnis, doch Entscheidungen fälle ich selbst.

Das vorgerichtliche Anwaltsschreiben und die von ihm dort geltend gemachte Gebühr, intressiert keine Sau mehr, denn man befindet sich nun im gerichtlichen Mahnverfahren, darum auch völlig unnötig jetzt für mich, darauf jetzt weitergehend einzugehen.
Hier habe ich ganz klar ins "Klo" gegriffen, verwechselte hier wieder etwas...undzwar "Mahnschreiben" mit "Mahnbescheid". Sollte man nicht verwechseln, da beide Grundverschieden sind, doch mit 3 tollenden Kindern um mich herum, während ich hier Schreibe, passiert so etwas mal :)
Die Frage sollte also auf den Mahnbescheid und die dort aufgeführten Anwaltsgebühr zielen.

Ich wünsche Dir/euch noch einen schönen Abend/Morgen

Liebe Grüße
 
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