Teilweise Übernahme von Kosten für Führerschein und PKW?

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Jisaka

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Hey Leute!

Sorry falls ich hier im falschen Unterbereich bin, war mir nicht sicher wo genau dieses Thema hin soll.

Folgende Situation: U25, aus eigener Tasche Haupt- und Realschulabschluss nachgeholt und seitdem auf Ausbildungssuche. Letztens die erste positive Rückmeldung inklusive Einladung zum ersten Vorstellunggespräch bekommen. Ende letzter Woche dann den Anruf bekommen, dass sie mich gerne ausbilden würden.

Und nun mein Problem: Im Vorstellungsgespräch hat sich herausgestellt, dass ich ab dem zweiten Ausbildungsjahr auch in Schichten arbeiten muss, das Unternehmen arbeitet im 4-Schicht-System, sprich auch Samstags und Sonntags inkl. Spät- und Nachtschicht.

Der Betrieb liegt ~18km vom Wohnort entfernt, Busse fahren Tagsüber normal, Abends oder sogar Nachts gar nicht und am Wochenende erst recht nicht. Am besten wäre also der Führerschein und ein PKW, damit ich dann auch um diese Uhrzeiten / Tage zur Ausbildung kommen kann.

Ist es möglich, sich den Führerschein und PKW teilweise vom Jobcenter finanzieren zu lassen? Wie viel würde denn das Jobcenter übernehmen?

Mit freundlichen Grüßen
Jisaka
 

BerndB

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Es handelt sich um Leistungen aus dem "Vermittlungsbudget" (§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 44 SGB III). Die Regelungen sind im Gesetz aber nur allgemein gehalten. Die einzelnen Agenturen erstellen deshalb "ermessenslenkende Weisungen" um die mögliche Förderung zu konkretisieren. Bei jedem Jobcenter wird dies etwas anders aussehen. Gefunden habe ich was vom Jobcenter Dortmund. Dort wird der Führerschein und das Anmieten eines PKW aufgeführt. Du musst also konkret bei deinem Jobcenter fragen. Und evtl. schon vor Beginn des 1. Ausbildungstages.
 
E

ExitUser

Gast
In Ergänzung zu dem, was mein Vorposter schon schrieb:

Grundsätzlich ist das von dir Geschilderte ein klassischer Fall dessen, wann eine Führerschein und PKW-Förderung möglich ist. Ob sie tatsächlich erfolgt (und in welcher Höhe), legt dein JC fest. Da gibt es in jedem JC unterschiedliche ermessenslenkende Weisungen. Das BMAS gibt den JCs da nach § 47 SGB III freie Hand.

Das JC wird in jedem Fall prüfen: Sind FS und PKW zwingend erforderlich, um die Ausbildung aufnehmen zu können. Dafür wird in der Regel die elektronische Fahrplanauskunft zurate gezogen und überprüft, ob es wirklich so ist, dass die Ausbildungsstelle zu bestimmten Zeiten nicht mit dem ÖPNV erreichbar ist.

Nur dann hast du eine Chance auf Kostenübernahme des FS und ggfs. anteilige Kostenübernahme einer PKW-Anschaffung (meist im Preissegment von 1000 - 1500 €). In den drei Jobcentern, wo ich gearbeitet habe, hat das JC den Führerschein bei sowas komplett bezahlt (dafür brauchte man drei Kostenvoranschläge von Fahrschulen).
 

Kasha87

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Hallo,

Ich weiß nicht ob die das was hilft, weil ich nicht weiß ob es das bei dir auch gibt.
Aber bei uns in Brandenburg gibt oder gab es ein Projekt "Einstiegzeit".
Dort werden jungen Arbeitssuchenden, ich glaube bis 30 war es, Möglichkeiten gegeben zb den Führerschein zu machen. Die IHK übernimmt dabei 50% der Kosten, der Arbeitgeber 30% und der Arbeitnehmer die restlichen 20%.

Ich weiß nicht, ob das für dich hilfreich ist, aber nachfragen kann man ja mal, falls das Amt nein sagt :)

Viel Glück
 

Jisaka

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Hey!

Danke für eure Antworten.
Mittlerweile habe ich die drei Kostenvoranschläge, eine Auskunft des Kraftfahrt-Bundesamt und meinen Lehrvertrag beim Jobcenter abgegeben. (Natürlich allen Kopien.)
Am Schalter wurde mir gesagt, dass das alles direkt zu meiner Sachbearbeiterin geht.

Habe am Donnerstag einen Termin beim Jobcenter, bin gespannt was bei rauskommt, gebe euch dann hier bescheid.

MfG
 

Jisaka

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So, hab' den Termin überstanden. Der Führerschein wird komplett vom Jobcenter bezahlt, die entscheiden aber bei welcher Fahrschule ich den machen kann. (Werden wohl das günstigste Angebot nehmen.)
 

DonOs

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(Werden wohl das günstigste Angebot nehmen.)


Schön, daß es geklappt hat, freut mich für dich.

Die halb off-topic Frage die ich mir dazu stelle, wäre folgende. Das Jobcenter sucht die günstigste Fahrschule heraus und nehmen wir mal an, diese liegt 10 Kilometer weit entfernt. Gibt es in diesem Fall Möglichkeiten, Fahrtkosten zur Fahrschule als Unterstützung geltend zu machen oder muß man dies aus dem klammen Lehrlingsgehalt bestreiten? Das würde mich interessieren.
 
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