Teilweise abgelehnte Wohnungsbeschaffungs-/Umzugskosten - BESICHTIGUNGSFAHRTEN - wie Widerspruch begründen?

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Mitglied 61702

Gast
Nachdem ich endlich die Angemessenheitserklärung seitens des neuen JC bekommen hatte (nach langwierigem Widerspruch), habe ich beim alten JC die Kosten für Wohnungsbeschaffung und Umzug eingereicht.

Diese Kosten wurden nur zu weniger als 50% genehmigt. (siehe angehängter Bescheid). Es fehlen wenigstens 250 Euro, was schon ziemlich erheblich für mich ist.

Genauer gesagt, zwar wurden die Fahrten zur letztlich angemieteten Wohnung (Besichtigungen, Treffen mit Hausmeister, Vormieter und Vermieter), sowie der Fahrer, ein Helfer und das Fahrzeug für mein Umzugsgut bezahlt, es fehlen aber alle sonstigen Kosten.

Ich habe ja fast ein halbes Jahr lang gesucht, und hatte insgesamt 14 Besichtigungen anderer möglicher Wohnungen und einen Kostenaufwand zur Kontaktaufnahme (Telefon).

Diese Kosten wurden nicht anerkannt. Übrigens legte ich als Nachweise die Emails mit den Terminabsprachen und nachfolgenden Absagen vor, es ist also nicht so, als ob es keine Nachweise gäbe. Es wurden auch keine weiterreichenden Nachweise angefragt, dürfte aber im Falle des Falles keine Hexerei sein, nachträglich direkt unterschriebene Bestätigungen zu bekommen. Andererseits ist nicht einzusehen, warum bei den einen Fahrten diese ohne weiteren "Beweis" nur mit Termin-Email akzeptiert werden, die anderen aber nicht.

Es geht mir hier konkret ums Fahrgeld, das ich über mehrere Monate vom Lebensunterhalt abknappsen mußte, was nicht einfach war.

Die Telefonkosten hatte ich grob per Eigenbeleg auf 25 Euro geschätzt, es waren mehr als 300 Anfragen, diese Liste hatten sie ja auch bekommen. Wenn ich die Abrechnungen meines Handys vorlege, wird die Rechnung höher und ich habe es ausschließlich zur Wohnungssuche um zum Umzug benutzt.

Den Widerspruch habe ich fristgerecht eingelegt und muß ihn jetzt begründen.

Jetzt ist mir außerdem nachträglich aufgefallen, daß ich den Postnachsendeauftrag garnicht mitangegeben habe, der läge bei 19.90 Euro. Kann man das nachträglich beantragen? Im Widerspruch oder extra?

Welche Argumentation wäre am erfolgversprechendsten?
 

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M

Mitglied 61702

Gast
So, nun kam auch von diesem JC die Aufforderung zur Begründung, und zwar lag diese - obwohl am 13.09. erstellt - erst am 21.09. im Briefkasten. Das Abgabedatum, das ich erhalten habe läuft auf den 28.08. !

Zwar habe ich zwischenzeitlich daran gearbeitet, die entsprechenden Nachweise beizubringen, aber bis Ende nächster Woche ist echt knapp. Ich habe zwei Arzttermine, die jeweils immer fast den ganzen Tag fressen, hatte auch letzte Woche zwei Arzttermine und bin AU geschrieben und keineswegs superfit zur Zeit.

Für die anderen Widersprüche erhielt ich einen konkreten Rahmen von 1 Monat, dies hier wären aber nur dann 14 Tage, wenn die Postlaufzeit das Schreiben am 14.09. gebracht hätte.

Gibt es gesetzlich geregelte Fristen? Also, daß zB 1 Monat üblich ist. Kann ich schlicht mitteilen, daß mir die Frist so wie jetzt zu kurz ist? Oder wie reagiere ich darauf?
 

romeo1222

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Kann ich schlicht mitteilen, daß mir die Frist so wie jetzt zu kurz ist? Oder wie reagiere ich darauf?
In Anhörungsschreiben ist eine Frist von 10-14 Tagen angebracht, wurde auch bereits gerichtlich festgestellt. In deinem Fall geht es nun um etwas anderes, ob man dieses auch darauf bziehen kann, kann ich nicht beurteilen. Aber 14 Tage sollten es schon sein, finde ich.

Daher würde ich es machen, wie du schreibst und eine Fristverlängerung benatragen. Persönliche Gründe kurz benennen und halt, dass der Brief dir erst eine Woche später zugestellt wurde.
 
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